Wahlen in Wismar: Erfolgsfall für die Sozialdemokratie


Bachelorarbeit, 2011
93 Seiten, Note: 2,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Tradition der SPD in Mecklenburg

3. Grundlagen in der Hansestadt Wismar zwischen 1918-1933
3.1 Reichstagswahlen von 1920-1933
3.2 Stadtverordnetenwahlen von 1921-1930
3.3 Statistische Auswertung der Reichstagswahlen in Wismar

4. Wahlergebnisse der SPD ab 1989 in der Hansestadt Wismar
4.1 Neubeginn 1989/1990
4.2 Konsolidierung zwischen 1990 und 1994
4.3 Das Wahlprogramm der Wismarer Sozialdemokraten 1994
4.4 Hochburg im „Superwahljahr“
4.5 1998 – Machtwechsel
4.6 1999 – Erste Rückschläge
4.7 Bürgermeisterwahl 2002 – Der Höhepunkt
4.8 Festigung der Vormachtstellung
4.9 Erosion 2004 – 2009
4.10 Emanzipation – Bürgermeisterwahl 2010
4.11 Restauration

5. Prägende Personen der Wismarer Ortsgruppe
5.1 Dr. Rosemarie Wilcken
5.2 Dr. Gerd Zielenkiewitz
5.3 Thomas Beyer

6. Stadtentwicklung unter der Ägide der SPD
6.1 Bevölkerung
6.2 Wirtschaft
6.3 Finanzen
6.4 Kultur
6.5 Sport
6.6 Kirchen

7. Schlussbetrachtung

8. Literatur

9. Quellen

10. Anhang

11. Eigenständigkeitserklärung

1. Einleitung

Geben Wahltage in der Hansestadt Wismar den Parteizentralen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) einen Grund zum Jubeln, weil der Erfolg garantiert scheint? Ob ein gutes Ergebnis im kleinen Wahlkreis dieser nordostdeutschen Mittelstadt die Genossen im Willy-Brandt-Haus wirklich begeistert darf bezweifelt werden, wohlwollend registriert werden die Ergebnisse seit der friedlichen Revolution 1989 hingegen schon.

Es ergeben sich folgende Fragen: Handelt es sich erstens wirklich jedes Mal um einen Erfolgsfall für die Sozialdemokratie, wenn in der Hansestadt Wismar Wahlen abgehalten werden, bestätigen Ausnahmen die Regel oder lässt sich diese These gar widerlegen? Wenn die erste Frage positiv beantwortet werden kann, ergibt sich die nächste praktisch im selben Atemzug. Was sind die Gründe für den immer wieder bestätigten Rückhalt für die SPD in der Bevölkerung der Hansestadt. Um puren Zufall kann es sich wohl kaum handeln, jedenfalls wäre das eine äußerst unbefriedigende Antwort auf die Ausgangsfrage.

Daraus lassen sich wiederum viele Fragen ableiten. Haben die Menschen in diesem, für mecklenburgische Verhältnisse, regionalen Zentrum schon immer so gewählt? Stehen die Wahlergebnisse der jüngeren Vergangenheit in einer längeren Tradition, die durch jede weitere Generation aufs Neueste bedient wird? Sind die Gründe in der Zeit der politischen Wende 1989/1990 zu suchen? Lässt sich von einem Wismarer Sonderweg sprechen? Anders gefragt, hat die SPD so viel richtig gemacht, dass sie die Wählerschaft so fest an sich gebunden hat, dass diese sich auch durch Friktionen in der Wismarer Ortsgruppe oder durch Störfeuer der Bundes-SPD nicht davon abbringen lässt, fortwährend ihr Kreuz an der immer gleichen Stelle zu machen?

Möglicherweise liegt es auch am kommunalen bzw. regionalen Charakter dieser Hochburg. Auf dieser Ebene spielen Personen eine größere Rolle bei der Wahlentscheidung als bei Landtags- oder gar Bundestagswahlen. Ist der Erfolg möglicherweise gar nicht der der SPD, sondern viel mehr einzig und allein der von Dr. Rosemarie Wilcken? Stand sie doch von 1990 bis 2009 als Bürgermeisterin an der Spitze der Hansestadt und präsentierte diese auch überregional. Hat die Wismarer SPD personell die richtigen Weichen gestellt und dadurch diese Vormachtstellung erlangt? Ein anderer Ansatz ist deutlich kühler, zynischer, formuliert. Gründet sich die Stärke womöglich auf der Schwäche der politischen Gegner? Wie waren und sind die Christlich Demokratische Union (CDU) und DIE LINKE, früher Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), aufgestellt. Welche Strategien verfolgten bzw. verfolgen sie in Wismar und welche Mittel setzten und setzen sie zum Bruch der Dominanz ein? Welche Rolle nahmen und nehmen die Freiheitlich Demokratische Partei (FDP), Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) und nationalistischen Parteien im Parteienspektrum der Hansestadt ein?

Denkbar wäre auch, dass die Wähler nach viel sachlicheren Kriterien entschieden haben. Sind sie womöglich einfach mit der Regierungsarbeit zufrieden? Für die Entwicklung der SPD-Regentschaft können verlässliche Indikatoren abgefragt werden, die ein Ergebnis anzeigen. Die Bevölkerungsentwicklung, die wirtschaftliche Situation und die städtischen Finanzen geben zumindest Hinweise darauf, wie sich die politischen Entscheidungen auf die Situation der Stadt auswirkten.

Neben diesen harten spielen auch weiche Faktoren eine maßgebliche Rolle beim Etablieren und Ausbauen der Zivilgesellschaft. Die kulturelle Entwicklung ist, besonders unter der Berücksichtigung der großen Bedeutung des Fremdenverkehrs, nicht außer Acht zu lassen. Eine Sonderstellung kommt in Wismar von jeher den Kirchen zu. Zum einen, weil die Stadt mehr Einfluss auf sie hat als andere Gemeinden, zum anderen, weil sie ein wichtiger Faktor für den, für Wismar so wichtigen Wirtschaftszweig, Tourismus sind.

Anhand der Historie, der Wahlresultate, des Personals und der Stadtentwicklung zeige ich, warum Wahlen in der Hansestadt einem Erfolgsfall für die Sozialdemokratie gleichkommen. Dafür gibt es keinen singulären Grund. Es handelt sich vielmehr um ein Zusammenspiel der oben aufgeführten Faktoren. Wie diese entstanden sind, auf welche Weise sie Einfluss nehmen und wie stark sie sind, soll nachfolgend verdeutlicht werden.

2. Historische Tradition der SPD in Mecklenburg

Die sozialdemokratischen Wurzeln Wismars reichen zwar nicht bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück, dafür hatte aber der vermeintlich berühmteste Sohn der Stadt, Friedrich Christoph Dahlmann, erheblichen Einfluss auf die Revolution von 1848/49. „1835 wurde er durch die Erstveröffentlichung seiner Politik auf den Grund und das Maaß der gegebenen Zustände zurückgeführt heute würden wir sagen: Politikwissenschaft, bekannt.“[1] Als Mitglied der „Göttinger Sieben“ war er einer von sieben Unterzeichnern der Protesterklärung, die sich gegen den Verfassungsbruch des hannoverschen Königs richtete.[2] „Dahlmann gehörte auch dem Vorparlament an, das am 30. März 1848 in Frankfurt zusammentrat, und wurde einer seiner Vizepräsidenten. In der Nationalversammlung war Dahlmann einer der prominentesten Wortführer der einflußreichsten und mit Geistesgrößen bespickten Fraktion des sogenannten Casinos […].“[3] Er war einer der Vorreiter des sich langsam anbahnenden Demokratisierungsprozesses, welcher später auch seine Heimatstadt erreichen sollte.

Mecklenburg als Kernland der Sozialdemokratie zu bezeichnen, wäre sicherlich übertrieben. Sachsen, Thüringen und später Westfalen sind eher Gegenden, in denen erste Arbeitervereine und Bündnisse gegründet wurden, aus denen sich im Verlauf der Zeit die SPD gründete. “Die Wurzeln der Sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Mecklenburg und Pommern reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Obwohl weit von den industriellen Zentren Deutschlands entfernt, begann auch im agrarisch geprägten Nordosten Deutschlands ein langsamer Prozess der politischen Emanzipation der Handwerker und Arbeiter vom Bürgertum.“[4] „Die Sozialdemokratie war lange Zeit nicht nur einfach eine Partei, sondern auch – und zunächst sogar viel mehr – eine soziale Bewegung. Und bei sozialen Bewegungen lässt sich immer schwer sagen, wann genau sie sich gebildet haben. Es gibt keine exakten Entstehungsdaten, und so hat die SPD seit jeher einige Schwierigkeiten, ihr Gründungsjahr parteihistorisch verbindlich festzulegen.“[5]

Dem früheren Reichskanzler, Otto von Bismarck, wird das Zitat zugeschrieben, im Falle eines Weltuntergangs ginge er nach Mecklenburg, denn dort geschähe alles 100 Jahre (in machen Auslegungen 50 Jahre, Anm. d. Verf.) später. Für die SPD ist diese Behauptung jedoch unzutreffend. „Obwohl Mecklenburg und Vorpommern vom Prozess der industriellen Revolution nur vergleichsweise schwach berührt wurden, verschärfte sich dennoch auch hier die >> soziale Frage <<.

Der zunehmende sozioökonomische Konflikt stellt den Nährboden für den Aufstieg der Sozialdemokratie dar, die sich als Interessensvertreterin der lohnabhängigen Unterschichten etablieren konnte. In den 1860er Jahren bildeten sich in den größeren Städten, unter anderem in Rostock und Schwerin, erste Ortsvereine des von Ferdinand Lassalle gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV). Weniger bedeutsam war demgegenüber anscheinend die von August Bebel geführte Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), die sich 1875 in Gotha mit dem ADAV zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) vereinigte.“[6]

Bereits in diesen Jahren lässt sich auch der Grund für die abweichenden Wahlergebnisse, die das Bindestrichland Mecklenburg-Vorpommern bis heute charakterisieren, finden. Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz waren Großherzogtümer. Mecklenburg-Schwerin war geprägt durch eine landständische Verfassung, welche bis 1918 ihre Gültigkeit besaß. In ihr sehen viele Historiker den Hauptgrund für die Rückständigkeit Mecklenburgs am Ende des Kaiserreiches.

Vorpommern hingegen gehörte zum größten deutschen Staat, zu Preußen. Geprägt durch das preußische Dreiklassenwahlrecht, welches ebenfalls bis 1918 in Kraft blieb, waren konservative Kandidaten von vornherein begünstigt. Bis 1890 war es für Sozialdemokraten praktisch unmöglich, sich zur Wahl zu stellen, aber selbst wenn dies möglich gewesen wäre, wäre ein Wahlerfolg vollkommen utopisch gewesen. Das in Preußen angewandte Zensuswahlrecht hätte dies verhindert, da die Einteilung der Wähler in drei Steuerklassen erfolgte. Diese drei Klassen bestimmten ein Wahlmännergremium, wodurch eine kleine Gruppe hoch besteuerter ebenso viel Einfluss wie die sehr große Gruppe derer mit geringem Steueraufkommen hatte.[7]

In Mecklenburg hingegen konnten sich die Sozialdemokraten peu à peu bei den Wahlen etablieren. Im Wahlkreis Nr. 349, Schwerin-Wismar, wurden während der gesamten Existenz des Deutschen Kaiserreiches von 1871-1918 insgesamt 16 Wahlen abgehalten. An jeder einzelnen von ihnen konnten Sozialdemokraten teilnehmen und ihre Ergebnisse über die Jahre sukzessive verbessern. Zwar sind die Ergebnisse der Stadt Wismar nur der kleinere Teil dieses Gesamtergebnisses, weisen sie doch eine gewisse Verankerung der Partei in Westmecklenburg und seinen Zentren aus.

Der SPD gelang es, sich zu profilieren und langsam ihre Wählerschaft zu vergrößern. Bereits 1877 erhielt sie mehrere tausend Stimmen. 1890 konnte sie in der Hauptwahl den Wahlkreis für sich entscheiden, musste sich aber in der Stichwahl den Nationalliberalen geschlagen geben. Dieses Prozedere wiederholte sich im Wahlkreis Wismar-Schwerin bei jeder Reichstagswahl bis 1912. Der SPD gelang jedes Mal der Einzug in die Stichwahl. Dort musste sie aber immer Niederlagen gegen die Nationalliberalen oder die Deutschkonservativen hinnehmen, weil in der Stichwahl die Wähler der beiden Parteien immer zusammen gegen die Sozialdemokraten stimmten.[8] Trotzdem hatten die Sozialdemokraten in Wismar seit 1890 stabile Ergebnisse über 34 Prozent.[9]

Somit entstanden in Mecklenburg erste Hochburgen, auf die sich die SPD verlassen konnte. Im agrarisch geprägten Mecklenburg wies Wismar gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts einen der höchsten Industrialisierungsgrade des Landes aus. Hier war der Anteil der in Industrie und Handwerk Beschäftigten deutlich größer als in anderen mecklenburgischen Gebieten.[10]

„Eine für den Seehafen Wismar sowie für die Belebung der Wirtschaft der Stadt sehr bedeutende Entwicklung bahnte sich im Jahr 1927 an. Nicht nur in Wismar, sondern auch in Rostock, Hamburg und Lübeck wurde die Errichtung so genannter Grenzschlachthäuser zur Auslandung und Schlachtung dänischer Viehimporte in Angriff genommen.“[11] Besonderen Ausschlag für die positiven Ansätze der beginnenden Industrialisierung gab auch der durch das Reich vorangetriebene Ausbau der Schienennetze. In Wismar führte das nicht nur zu einem Ausbau der Eisenbahnverbindungen, sondern auch zur Entstehung einer darauf aufbauenden Sekundärwirtschaft. Beispielhaft hierfür war die Wismarer Waggonfabrik.[12]

„In der Folge der Weltwirtschaftskrise verloren 1932 700 Werktätige ihren Arbeitsplatz bei der von Heinrich Podeus gegründeten Maschinenfabrik. […] Die ehemaligen Werkhallen und das gesamte Gelände, mit einer Grundfläche von 95.000m2, übernahmen 1933/34 die Dornier-Flugzeugwerke.“[13] Je geringer der Anteil der landwirtschaftlich Beschäftigten, desto besser fielen die Zahlen für die SPD aus. Daher ergaben sich in Wismar günstigere Vorraussetzungen für eine positive Entwicklung der Sozialdemokratie als im Rest Mecklenburgs.

3. Grundlagen in der Hansestadt Wismar zwischen 1918-1933

Mit dem Ende des Jahres 1918 begann in Deutschland ein Experiment. Es war eine jähe Zäsur. Zum ersten Mal in der bis dahin kurzen Geschichte des Deutschen Nationalstaates war Deutschland eine Demokratie. Die Ausgangslage stellte sich jedoch alles andere als günstig für die demokratischen Kräfte dar. Der kurz zuvor beendete Krieg hatte Deutschland bis aufs Äußerste wirtschaftlich belastet. Die Dolchstoßlegende eines angeblich im Felde unbesiegten Heeres und die harten Bedingungen des Vertrages von Versailles, die von den Siegermächten diktiert wurden, erleichterten den Start in keiner Weise. Zumal sich die Militärs, die die Niederlage zu verantworten hatten, vornehm zurück hielten und den demokratischen Politikern den Vortritt bei der Unterzeichnung des Vertrages ließen, eine weitere schwere Hypothek bei der Etablierung der Demokratie.

Am 09. November, dem Schicksalstag der Deutschen, hatte die erste deutsche Republik einen sozialdemokratischen Geburtshelfer. Phillip Scheidemann rief vor tausenden Arbeitern und Soldaten vom Balkon des Reichstages die Republik aus, hauptsächlich um Karl Liebknecht zuvor zu kommen. „Der Kaiser hat abgedankt. Er und seine Freunde sind verschwunden, über sie alle hat das Volk auf der ganzen Linie gesiegt. Prinz Max von Baden hat sein Reichskanzleramt dem Abgeordneten Ebert übergeben. Unser Freund wird eine Arbeiterregierung bilden, der alle sozialistischen Parteien angehören werden. Die neue Regierung darf nicht gestört werden, in ihrer Arbeit für den Frieden und der Sorge um Arbeit und Brot. Arbeiter und Soldaten, seid euch der geschichtlichen Bedeutung dieses Tages bewusst: Unerhörtes ist geschehen. Große und unübersehbare Arbeit steht uns bevor. Alles für das Volk. Alles durch das Volk. Nichts darf geschehen, was der Arbeiterbewegung zur Unehre gereicht. Seid einig, treu und pflichtbewusst. Das alte und morsche, die Monarchie ist zusammengebrochen. Es lebe das Neue. Es lebe die deutsche Republik.“[14]

Auch in Wismar entstanden im November 1918 Arbeiter- und Soldatenräte. Allerdings bildeten sich in der Stadt, vorangetrieben durch den Industriellen Heinrich Podeus, Organisationen bürgerlicher Parteien, die ähnlich wie die Sozialdemokraten an Kommunalwahlen bzw. Landtagswahlen sowie an den Wahlen zur Nationalversammlung teilnahmen.[15] „Am 29. Dezember 1918 fanden in Wismar Kommunalwahlen statt, deren Ergebnis der SPD bzw. der USPD die Mehrheit der Sitze in der Stadtverordnetenversammlung sicherte. Von 48 Sitzen der Stadtverordnetenversammlung errangen sozialdemokratische Vertreter 28 Abgeordnetenmandate. Zum ersten Mal in der Geschichte Weimars bekleidete ein Sozialdemokrat das Amt des Bürgermeisters.“[16]

3.1 Reichstagswahlen in Wismar 1920-1933

Die parlamentarische Arbeit begann. Die SPD war als Partei zugelassen, die bürgerlichen Kreise standen ihr nach wie vor mit großer Skepsis gegenüber, von völkisch-nationalistischen Kreisen ganz zu schweigen. Die Wahlen zur Nationalversammlung 1919 sollten über das Wohl und Wehe der Republik entscheiden. Reichsweit erhielten die demokratischen Parteien etwa zwei Drittel der Stimmen, ein Wert, der nie wieder erreicht werden konnte. In Wismar wurde dieser mit 84,6 Prozent, selbst ohne das katholische Zentrum, noch weit überboten. Im schwedisch und somit protestantisch geprägten Wismar erhielt das Zentrum keinen Zuspruch. Allein auf die SPD entfielen 7.858 Stimmen, 55,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die absolute Mehrheit war ein phänomenales Ergebnis zum Auftakt.[17]

Die SPD stellte nun mit Friedrich Ebert den ersten Reichspräsidenten und war im Reichstag Mitglied der Weimarer Koalition, einem Zusammenschluss von Parteien, die für die Weimarer Verfassung eintraten. Dennoch fürchteten bürgerliche Schichten sozialistische Revolutionsbestrebungen. Zwar waren die Zeiten von bismarckschen Sozialistengesetzen und einem Verbot der SPD vorbei, trotzdem sah die Polizei die Möglichkeit einer Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung durch die Wählerschaft der Wismarer SPD.

Beispielhaft dafür ist eine vom Bürgermeister Raspe unterzeichnete Bekanntmachung vom 03. Juni 1920, veröffentlicht im Mecklenburger Tageblatt, in der Mecklenburger Warte und im Freien Wort (Schweriner Parteizeitung der SPD in Süd- und Westmecklenburg von 1919 bis 1926, Anm. d. Verf.). „In einer heute stattgehabten Besprechung zwischen dem Rat der Stadt und Mitgliedern des Gewerkschaftskartells ist von dem Letzteren die bündige Versicherung abgegeben worden, dass die Arbeiterschaft den festen Willen hat, die Wahlen sich in vollster Freiheit und Ruhe vollziehen zu lassen. Wir geben der Bevölkerung hiervon Kenntnis, ermahnen alle zur Ruhe und Besonnenheit und erwarten von der Mitarbeit aller Bevölkerungskreise einen ungestörten Verlauf der Wahlen. Irgendwelche Anhaltspunkte dafür, daß in Wismar eine Rote Armee aufgestellt wäre oder würde, bestehen nicht.“[18] Sie wurde zur Vorbereitung der Reichstagswahlen vom 20.06.1920 publik gemacht. Diese waren die ersten zum deutschen Reichstag nach denen zur Nationalversammlung 1919 und bereits jetzt hatten die demokratischen Parteien ihre Zweidrittelmehrheit verloren, die sie noch anderthalb Jahre zuvor errungen hatten. „Rechtsruck im Bürgertum und Linksruck in der Arbeiterschaft: auf diese knappe Formel ließ sich das Wahlergebnis bringen.“[19]

Bereits hier zeigte sich ein anderer Trend in der Hansestadt. Zwar setzte der Kandidat der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), v. Mayenburg, seinem Kontrahenten von der SPD zu, dennoch gelang es Johannes Stelling 27,5 Prozent der Stimmen (4.208) im Wahlkreis Wismar auf sich zu vereinen. Zu dieser Zeit begann sich die Stärke der SPD in der norddeutschen Stadt herauszukristallisieren. Die Ergebnisse der nächsten beiden dicht aufeinander folgenden Wahlen im Jahr 1924 zeigen deutlich, dass sich die Wismarer Ergebnisse über dem Trend der SPD im Reich bewegten. „Die Sozialdemokraten waren erschöpft und deprimiert; die Republik hatte sich anders entwickelt als sie es erhofft hatten. Ihre Partei befand sich in der Opposition – in Berlin regierte der Bürgerblock –, und im Grunde mussten sie seit 1920 Niederlage auf Niederlage erleben.“[20] Im Mai gelang es der Partei lediglich, sich auf einem für sie niedrigen Niveau von knapp über 20 Prozent zu stabilisieren. Zwei Gründe gaben dafür den Ausschlag.

Zum einen trieb die Hyperinflation der vorangegangenen Jahre die Wähler generell den extremistischen Parteien zu. Zum anderen gab es Veränderungen im politischen Lager links von der Mitte. Es gab eine starke Gewichtsverlagerung von den Sozialdemokraten zu den Kommunisten und einen erheblichen Rückgang der marxistischen Stimmen überhaupt.[21] In Wismar behaupteten die Sozialdemokraten sich im Mai 1924 mit 25,2 Prozent und blieben fast ein Viertel über dem Ergebnis des gesamten Reiches, trotz eines Verlustes von fast 1.000 Stimmen (bei ca. 17.500 Wahlberechtigten).[22] Allerdings stach dieses Ergebnis im Vergleich mit dem des Landes nicht heraus.

Schon im Dezember desselben Jahres hatte eine politische Trendwende stattgefunden, welche hauptsächlich mit einem wirtschaftlichen Aufschwung einherging. Die SPD konnte ihr Ergebnis reichsweit auf 26 Prozent steigern, das entsprach einem Zugewinn von über fünf Prozentpunkten.[23] Landesweit, also in Mecklenburg-Schwerin, kam die SPD auf 32,8 Prozent, eine enorme Steigerung von über sieben Prozentpunkten. Das Wismarer Resultat stellte diese Zahlen dennoch in den Schatten. Die Wahl bescherte der Wismarer Ortsgruppe ein Traumergebnis. Sie gewann im Vergleich zum Mai mehr als 2.000 Stimmen hinzu, was einem prozentualen Anteil von 38,2 Prozent entsprach. Die zweitstärkste Partei, wurde um mehr als 15 Prozentpunkte distanziert.[24] Diese Wahlen markierten auch das Ende der sezessionistischen Unternehmung der USPD. Vereint in Parteimitglieder- und Anhängerschaft hatten sie bis 1924 mehrheitlich den Weg zurück in die SPD gefunden. Ein kleinerer Teil hatte sich in den letzten Jahren der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) angeschlossen und ihr zu einer soliden Basis von fünf Prozent im Land verholfen.

„In der Gesellschaft insgesamt war jedoch am Vorabend der Wahl von einer Krisenstimmung wenig zu spüren. Die Daten der Konjunktur wiesen nach oben, und die Arbeitslosenzahlen lagen unter denen des Vorjahres. Noch vor keiner anderen Reichstagswahl der Weimar Republik hatten die demokratischen Kräfte soviel Anlaß zum Optimismus gehabt wie vor der vom 20. Mai 1928.“[25] Demzufolge hoffte auch die Wismarer SPD auf eine Bestätigung ihrer Politik. 1928, in Zeiten einer gefestigten Republik, baute die SPD ihr gutes Ergebnis, welches vier Jahre zuvor errungen wurde, weiter aus. Mit 6.663 Stimmen gelang es mehr als 1.000 neue Wähler zu akquirieren. Damit hatte die SPD 43,6 Prozent der Stimmen erhalten. Des Weiteren gelang es keinem politischen Gegner, sich als Gegenpol zur Sozialdemokratie zu positionieren. Die vier nächst stärksten Parteien erhielten zwischen 1.900 und 1.300 Stimmen und erreichten zwischen zwölf und acht Prozent. Rechnete man die Stimmen der Deutschvölkischen Freiheitspartei (DVFP), der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), der Deutschen Volkspartei (DVP) und der KPD zusammen, reichte das Ergebnis nicht an das der SPD heran. Eine solche Allianz von national-völkischen, national-konservativen, liberalen und kommunistischen Parteien wäre undenkbar gewesen.[26]

Die Sozialdemokratie hatte Ende der 1920er Jahre in Wismar eine dominante Stellung im Parteiensystem eingenommen. Konservative Kreise warfen ihr sogar vor, die demokratischen Regeln, derer sie selbst sich so lange erwehrt hatten, aushebeln zu wollen. 1929 wurde in der Wismarschen Zeitung des Mecklenburger Tageblattes die anstehende Bürgermeisterwahl als undemokratisch und nicht repräsentativ gebrandmarkt. Sie war für die Hansestadt von großer Bedeutung, da der Bürgermeister auf zehn Jahre gewählt wurde. Zur Wahl standen lediglich drei Kandidaten. Das so genannte „Bürgerliche Lager“, bestehend aus liberalen und national-konservativen Kräften, zeigte sich empört, dass nur drei Listenplätze vergeben wurden und alle aufgestellten Kandidaten Sozialdemokraten seien oder dieser Bewegung nahe stünden. Eine Wahl, die die derzeitige Stimmung der Bevölkerung der Stadt widerspiegelte, sei daher nicht möglich. Aus diesem Grund rief die Zeitung alle Wähler auf, den Gang zur Wahlurne zu unterlassen, um durch eine geringe Wahlbeteiligung die Rechtmäßigkeit dieser Wahl in Zweifel zu ziehen.[27]

Dieser Aufruf war von Erfolg gekrönt. Von etwa 18.500 Wahlberechtigten gaben lediglich 6.419 ihre Stimme ab, was eine, für damalige Verhältnisse, extrem geringe Wahlbeteiligung von 34,6 Prozent ergab, lag diese doch sonst praktisch immer mindestens im hohen 70er Bereich. Die sechseinhalb Tausend Stimmen entsprachen in etwa dem verlässlichen Wählerpotential, auf das die SPD in der Hansestadt zurückgreifen konnte. Erschwerend kam noch hinzu, dass 1.433 Stimmen ungültig waren, fast 25 Prozent. Dieser ebenfalls anormal hohe Wert lässt darauf schließen, dass viele Wähler absichtlich ihre Stimme ungültig machten, um damit ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Die meisten gültigen Stimmen konnte der SPD Kandidat, Dr. Brechling, auf sich vereinen. Mehr als 89 Prozent reichten vollkommen aus, um eine mögliche Stichwahl zu vermeiden. Harder und Steinemann, erfüllten ihre Rolle als offizielle Gegenkandidaten und die Partei sicherte sich das höchste Amt im Rathaus.[28]

Bei den Reichstagswahlen 1930 hatte sich die ökonomische Situation erneut grundlegend gewandelt. Vor allem aber stellten diese Wahlen eine Zäsur für die erste deutsche Demokratie dar. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP) verachtfachte ihr absolutes Ergebnis und steigerte sich um über 15 Prozentpunkte.[29] Das Parteiensystem begann sich, durch das Erstarken der NSDAP, grundlegend zu wandeln. Zwar ähnelte das Wismarer Ergebnis dem des gesamten Reiches, an dem Status als verlässliche Hochburg der SPD änderte das noch nichts. Der NSDAP war es zwar gelungen, aus dem Stand mehr als 2.500 Stimmen zu erhalten, was 16,5 Prozent der Wählerstimmen ausmachte, dennoch waren das immer noch weit weniger als die Hälfte der Stimmen der SPD. Diese schöpfte mit mehr als 6.500 Wählerstimmen erneut das Potential aus, das ihre Stammwählerschaft seit zehn Jahren hergab. Dennoch begann sich auch in Wismar ein neuer Hauptkonkurrent für die Sozialdemokraten herauszukristallisieren. Noch allerdings war die Bastion fest in der Hand der Sozialdemokraten.

Die politische Stimmung im gesamten Reich heizte sich bis zu den nächsten Reichstagswahlen spiralartig immer weiter auf, sei es aufgrund der brüningschen Deflationspolitik, fortdauernder Verhandlungen über die von Deutschland zu leistenden Reparationen, ständiger Kabinettsumbildungen oder steigender Arbeitslosenzahlen. Der schwerste Schicksalsschlag für die Partei und ihre Anhängerschaft Anfang der 1930er Jahre war jedoch zweifelsohne der Preußenschlag. In diesem Zusammenhang wurden der preußische Ministerpräsident, Otto Braun, und dessen Minister des Inneren, Carl Severing, ihrer Ämter enthoben. Ermöglicht wurde das dem Reichskanzler, von Papen, durch den Reichspräsidenten Hindenburg. Dieser wiederum hatte sich mittels einer Notverordnung, gestützt auf den Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung, zum Reichskommissar für Preußen ernannt. Von Papen hatte die Befugnis, Posten im preußischen Staatsministerium nach eigenem Gutdünken neu zu besetzen oder selbst die Amtsgeschäfte zu übernehmen. Dadurch gelang es von Papen, den „Roten Zaren Preußens“, Braun, zu entmachten. Das größte und bevölkerungsreichste der deutschen Länder, der Freistaat Preußen, wurde nicht länger von der SPD kontrolliert. Das sozialdemokratische Bollwerk der Republik ist im Handstreich genommen worden. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese SPD-Festung geschliffen.[30]

Die Reichstagswahlen brachten den Sozialdemokraten nicht die erhoffte Wende. Im Gegenteil, auf Reichsebene sackte die SPD auf 21,6 Prozent ab. Diese Wahlen waren ein triumphaler Erfolg für die Nationalsozialisten. Sie erreichten mit 37,4 Prozent fast ein doppelt so starkes Ergebnis wie die SPD.[31] In Mecklenburg-Schwerin zeichnete sich ein ähnlich trostloses Bild ab. Zwar konnten die 29,7 Prozent, die hier erreicht wurden, als Hoffnungsschimmer wahrgenommen werden, dennoch änderten sie nichts am äußerst starken Ergebnis der NSDAP, die 46 Prozent erreichte.[32] Hier zeigte sich der große Zuspruch, der den Nationalsozialisten in allen ostelbischen Gebieten zuteil wurde. „Seit der Reichstagswahl 1930 mußte die Partei jedoch weit überdurchschnittliche Verluste auf dem Lande hinnehmen. Die ehemaligen Hochburgen der Partei entwickelten sich bis 1933 in kürzester Zeit zur Diaspora der Sozialdemokratie. Als beständige SPD-Bastionen erwiesen sich nun die städtischen Gebiete, obgleich es hierbei – wie schon im Kaiserreich – Unterschiede zwischen Mecklenburg und Vorpommern gab. So erzielten die Sozialdemokraten wiederum in den größeren Städten Mecklenburgs (Güstrow, Rostock, Wismar und Schwerin) im Schnitt bessere Ergebnisse als in den kleinen Landstädten.“[33]

In Wismar hingegen gelang es den Sozialdemokraten erfolgreich, sich dem Trend, der im Reich vorherrschte, zu widersetzen. Sie konnten mit 37,9 Prozent zwei Prozentpunkte mehr verbuchen als die NSDAP. Auch dieser Sieg wurde der SPD von ihrer stabilen Wählerbasis gesichert. 6.435 Bürger entschieden sich für die sozialdemokratische Liste, etwa 350 mehr als für die NSDAP. Den obersten Listenplatz hatte Dr. Julius Leber inne und setzte sich im direkten Duell gegen den sehr populären Friedrich Hildebrandt, dem späteren Gauleiter von Mecklenburg, durch.[34]

Ein Erfolg, der drei Monate später nicht nur bestätigt, sondern sogar ausgebaut werden konnte. Das auffälligste Merkmal dieser Wahl waren die schweren Stimmverluste für die NSDAP im gesamten Reichsgebiet. Der Zenit Hitlers Massenbewegung deutete sich an, der Niedergang schien vorgezeichnet. Augenfällig ist allerdings auch, dass die SPD nicht in der Lage war, davon zu profitieren. Die NSDAP verlor über zwei Millionen Stimmen und vier Prozentpunkte. Doch auch die SPD sank weiter, von 21,6 auf nun nur noch 20,4 Prozent.[35]

Ähnlich stellte sich auch die Lage in Mecklenburg-Schwerin Ende des Jahres 1932 dar. Trotz schwerer Verluste des Hauptgegners, die NSDAP verlor über neun Prozentpunkte, stagnierte die SPD knapp unter der 30-Prozent-Marke.[36] Obgleich auch die Wismarer SPD ein, für ihre Verhältnisse, eher schlechtes Resultat ausweisen musste, gelang es, die an die Macht drängende NSDAP in die Schranken zu verweisen. 5.900 Menschen stimmten für die Sozialdemokraten, fast 1.000 mehr als für die Nationalsozialisten. Dies bescherte der städtischen SPD einen Vorsprung von 5,8 Prozentpunkten vor ihrem gefährlichsten Konkurrenten.[37]

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30.01.1933 in Berlin ließ jedoch keine weitere objektive Beobachtung der Entwicklung des Wählerwillens zu. Die letzten halbwegs freien Wahlen zum Deutschen Reichstag wurden am 05.03.1933 abgehalten. „Terror und Propaganda verfehlten nicht ihre Wirkung.“[38] Die NSDAP erreichte reichsweit 43,9 Prozent der Stimmen. Die eigentlich angestrebte absolute Mehrheit wurde jedoch deutlich verfehlt. Die Sozialdemokraten verloren erneut, die Verluste hielten sich allerdings in Grenzen. Das lag vor allem daran, dass das primäre Ziel des nationalsozialistischen Terrors zunächst die Kommunisten waren. Die Repressionen gegen die SPD und ihre Wähler waren deutlich milder als die gegen die KPD und deren Wähler. Im Land gab es keine bedeutenden Veränderungen. Die NSDAP war die stärkste Kraft, blieb jedoch auch hier unter der 50 Prozent Marke, die SPD verlor fast fünf Prozentpunkte, blieb aber doch mehr als sechs Prozentpunkte über dem gesamten Ergebnis der SPD im Deutschen Reich.[39]

Nun konnte auch die sozialdemokratische Bastion an der Ostsee nicht länger standhalten. Zum ersten Mal seit 1924 hatte die SPD eine Wahl in Wismar verloren und war nicht länger die stärkste Kraft. Trotzdem mobilisierten die Sozialdemokraten noch einmal 6.296 Bürger, was im Resultat 35,2 Prozent bedeutete. Es waren lediglich knapp 400 Stimmen weniger als auf die NSDAP entfielen.[40]

3.2 Stadtverordnetenwahlen von 1921-1930

Bei den vier planmäßig vorgesehenen und ordnungsgemäß durchgeführten Wahlen der Stadtverordneten konnte die SPD, ähnlich wie bei den Reichstagswahlen, große Erfolge erzielen und eine traditionelle sozialdemokratische Vorherrschaft in der Hansestadt begründen und etablieren. Zunächst bedurfte es für die Sozialdemokraten einer Konsolidierungsphase im kommunalen Bereich.

Bei der 18. Stadtverordnetenwahl vom 05.12.1921 erreichte die SPD lediglich 23,3 Prozent der Stimmen (Abbildung 1.6 im Anhang). Hierfür waren zwei Gründe ausschlaggebend. Zum einen erhielten freie Wahlvereine mit fast 7.000 Stimmen über 55 Prozent, weil sie sowohl national, konservativ, völkisch und liberal denkende Menschen ansprachen. Dieses breite Spektrum ließ sich nur mittels eines thematisch nebulösen Programms bedienen. Zum anderen litt die SPD Anfang der 1920er Jahre unter der Sezession der USPD von der Mehrheitssozialdemokratie. Viele ehemalige SPD Mitglieder fanden vorübergehend ihre politische Heimat in der USPD und schufen somit eine Partei, die die SPD von links attackierte. Bei dieser Wahl hatten beide Parteien, KPD und USPD zusammen, in Wismar 2.627 Stimmen. Die SPD erhielt knapp 250 Stimmen mehr.[41] Da die Spaltung der Sozialdemokratie sich nicht dauerhaft manifestierte, viele kehrten in die SPD zurück, andere wandten sich der KPD zu, konnte die SPD schon drei Jahre später ihre guten Wismarer Reichstagswahlergebnisse auch auf die kommunale Ebene übertragen.

Die bereits 1921 absehbare Zersplitterung der örtlichen Wahlvereine hatte eingesetzt. Die KPD hatte Stimmen verloren und das Ergebnis der USPD war nunmehr zu vernachlässigen. 4.500 Bürger der Hansestadt machten 1924 bei der SPD ihr Kreuz, das entsprach 37,6 Prozent und 18 von 48 Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung (Abbildung 1.7 im Anhang).[42] Dieses Ergebnis entsprach den durchschnittlichen Resultaten der SPD bei Reichstagswahlen. 4.500 Stimmen reichten zwar nicht an die Marke von 6.000 Stimmen heran, welche die Partei regelmäßig vorweisen konnte, was hauptsächlich durch die geringere Wahlbeteiligung bedingt war. Im Vergleich der abgegebenen Stimmen bei Reichstagswahlen und Stadtverordnetenwahlen zeigt sich eine deutliche Differenz, beteiligten sich doch an den kommunalen Stadtverordnetenwahlen immer zwischen 3.000 und 4.000 Wahlberechtigte weniger. Demzufolge erreichte auch die SPD in absoluten Stimmen diese Ergebnisse nicht, Prozentual stehen die Ergebnisse der Stadtverordnetenwahlen denen der Reichstagswahlen in nichts nach.

Zwischen 1926 und 1928 errang die SPD überdurchschnittliche und herausragende Ergebnisse in Wismar im Vergleich mit den anderen Jahren der Weimarer Republik. Das zeigte sich deutlich bei den Reichstagswahlen, deutete sich aber bereits 1927 bei den Stadtverordnetenwahlen an. 46,4 Prozent, fast die Hälfte, war das Resultat der SPD (Abbildung 1.8 im Anhang). 5.642 Stimmen und 20 Sitze (von 52) in der Stadtverordnetenversammlung weisen eine klare Dominanz der Sozialdemokratie aus. Lediglich eine Wahlvereinigung erhielt mehr als halb so viele Stimmen wie die SPD. Die Anzahl der absoluten Stimmen war ebenfalls so nicht zu erwarten, lag die Wahlbeteiligung doch nur knapp über 67 Prozent. Bei reichsweiten Wahlen hingegen lag die Wahlbeteiligung konstant bei etwa 90 Prozent.[43]

Am 17.11.1930, dem Termin der letzten freien Stadtverordnetenwahl, hatten die politischen Unruhen auch Mecklenburg-Schwerin erreicht. Es verwundert deswegen nicht weiter, dass die politischen Extreme gestärkt aus dieser Wahl zum Ende des Jahres hervor gingen, die KPD zur Linken, vor allem aber die NSDAP zur Rechten. Trotzdem blieben die Nationalsozialisten mehr als 2.000 Stimmen hinter den Sozialdemokraten, die mit über 5.600 Stimmen erneut ein formidables Resultat vorweisen konnten. Die zunehmende Radikalisierung führte allerdings auch zu einer, für Stadtverordnetenwahlen, enorm hohen Wahlbeteiligung von fast 80 Prozent. Diese ist ursächlich für die bei der SPD konstant bleibenden Wählerstimmen bei gleichzeitigen Verlusten von Stimmanteilen, die auch zu verzeichnen waren. Im Vergleich mit der vorangegangenen Stadtverordnetenwahl des Jahres 1927, die der Sozialdemokratie ein Traumergebnis beschert hatte, verlor die SPD genau zehn Prozentpunkte. Dennoch war die Partei in der komfortablen Lage, diese Schwächung verkraften zu können und dennoch 18 Sitze (von 48) zu erringen und somit den größten Block zu stellen (Abbildung 1.9 im Anhang).[44]

Als Resümee lässt sich ziehen, dass es der SPD auch auf kommunaler Ebene in den Stadtverordnetenwahlen gelang, Wahlsiege einzufahren und das Fundament für eine starke, gesellschaftlich verankerte, sozialdemokratische Tradition zu legen. In drei von vier abgehaltenen Stadtverordnetenwahlen während dieser Periode erhielt die SPD den meisten Zuspruch der Wähler. Dementsprechend hatten die Sozialdemokraten dreimal die größte Anzahl von Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung gewonnen. Darüber hinaus band die SPD eine verlässliche Wählerschaft von mindestens 4.000 bis 5.000 Stammwählern an sich, mit Abstand die größte Stammwählerschaft in der Hansestadt Wismar (Abbildung 1.5 im Anhang).

3.3 Statistische Auswertung der Reichstagswahlen in Wismar

Wahlergebnisse verschiedener Wahlarten zu vergleichen, birgt immer Gefahren. Die Gewichtung der Themen durch den Wähler fällt anders aus, die Motivation ist bei Wahlen auf kommunaler Ebene immer geringer. Das Interesse der Bürger steigt mit der Größe der Abstimmung, weil eine gesteigerte Wichtigkeit hineininterpretiert wird, wobei gleichzeitig ausgeklammert oder verdrängt wird, dass mit der eigenen Stimme ein deutlich geringerer Einfluss auf den Ausgang der Wahl genommen werden kann, einfach durch die größere Anzahl an Stimmberechtigten bedingt.

Doch ein Vergleich der Resultate der SPD in allen Kreisen des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns bei den verschiedenen Reichstagswahlen zeigt, inwieweit bereits damals von Wismar als Symbol einer sozialdemokratischen Hochburg gesprochen werden konnte. Des Weiteren weist sie auch eine Entwicklung aus, dieser zur Folge Wismar gerade in Zeiten der ersten deutschen Demokratie zu einer sozialdemokratischen Bastion ausgebaut wurde. Sicher ist, dass die SPD auf dem jetzigen Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns generell, in Wismar speziell, einen soliden Grundstock besaß, im mecklenburgischen Landesteil mit Sicherheit einen größeren als im vorpommerschen. Der Stadtkreis Wismar wies bei allen acht durchgeführten Reichstagswahlen, 1920, Mai 1924, Dezember 1924, 1928, 1930, Juli 1932, November 1932 und 1933 ein höheres Ergebnis aus als das durchschnittliche Ergebnis der SPD im heutigen Mecklenburg-Vorpommern, vom Ergebnis des gesamten Reiches ganz zu schweigen (Abbildung 1.1 im Anhang).

Zunächst waren die Wismarer SPD-Resultate nur geringfügig besser als das durchschnittliche Ergebnis der SPD in Mecklenburg und Vorpommern. Dementsprechend lagen die Resultate bei den Wahlen im Jahr 1920 und im Mai 1924 nur wenige Prozentpunkte über dem des Landesdurchschnittes. Auch war der Kreis Wismar-Stadt im Vergleich aller Kreise nicht in der Spitzengruppe zu finden. Das änderte sich bereits im Dezember 1924 und setzte sich 1928 weiter fort. Die Wismarer SPD-Resultate lagen deutlich über dem Durchschnitt, in beiden Fällen mehr als fünf Prozentpunkte. Beide Male erreichte der Stadtkreis Wismar den siebenten Platz unter den Kreisen Mecklenburg und Vorpommern. Bemerkenswert ist hierbei auch, dass der Kreis Wismar-Land zu dieser Zeit sogar noch deutlich bessere Ergebnisse für die Sozialdemokratie auswies, welche für den zweiten Platz reichten. Von 1930 bis 1933 war Wismar-Stadt die Hochburg der SPD in Mecklenburg und Vorpommern mit Vorzeigeergebnissen. Jedes Mal errang die SPD die meisten Stimmenanteile aller Kreise und platzierte sich immer auf Rang eins. Ihre Ergebnisse waren im Schnitt mehr als zehn Prozentpunkte besser als der durchschnittliche Stimmenanteil, den die SPD in Mecklenburg und Vorpommern erreichte. Bei der letzten Wahl 1933 sogar mehr als zwölf Prozentpunkte.[45]

4. Wahlergebnisse der SPD ab 1989 in der Hansestadt Wismar

4.1 Neubeginn 1989/1990

Nachdem Mecklenburg die Zeit der beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts überstanden hatte, konnte 1989 ein Neuanfang gewagt werden. „Zusammengerechnet rund 67 Jahre, damit fast die Hälfte ihres Lebensalters, war die Soziademokratie des nordöstlichen Bundeslandes de jure oder de facto verboten. […] Dabei überrascht das Bild, daß die beiden ersten >zwölf Jahre< die Traditionen der Sozialdemokratie nur unterbrechen, aber nicht auslöschen konnten. Sowohl nach 1890 wie auch 1945 konnte man personell und politisch an Bewährtes und Bewahrtes anknüpfen. Die mehr als vierzigjährige kommunistische Diktatur hat diese Stränge jedoch unterbrechen können.“[46]

Eben jene Strukturen, sowohl personell als auch infrastrukturell, musste die SPD von Grund auf neu errichten. Hilfe gab es durch westdeutsche SPD-Verbände, vor allem aus dem geografisch nahe gelegenen Schleswig-Holstein und speziell aus der von jeher mit Wismar eng verbundenen Stadt Lübeck, der früheren Königin der Hanse. Bereits am 03.02.1989 traf der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, dessen Heimatstadt Lübeck ist, in Wismar ein und wurde von bestellten aber auch begeisterten Wismaranern empfangen. Am 25.04.1990 nahm er an einem SPD-Wählerforum im Rathaussaal teil.[47]

Auch die Bürger blieben nicht untätig. Am 07.11.1989 fand die erste große Massendemonstration in Wismar statt. Dem Neuen Forum, welchem die Organisation oblag, gelang es, 50.000 Teilnehmer aus Wismar und der Umgebung in der Stadt zusammenzuführen. Am 04.12.1989 begaben sich Teilnehmer der Montags-Demonstration des Neuen Forums zum Gebäude des Kreissitzes des Amtes für Nationale Sicherheit (AfNS) [früher Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Anm. d. Verf.] und forderten, die Vernichtung der Akten zu unterlassen bzw. einzustellen. Am darauf folgenden Tag gelang es einer Abordnung von Vertretern des Studentenrates der Technischen Hochschule und des Neuen Forums gemeinsam mit dem Kreisstaatsanwalt, die Aktenschränke und Türen im Kreisamt des AfNS zu versiegeln.[48]

Zu dieser Zeit, am 17.11.1989, gründete sich auch die örtliche Sozialdemokratie neu. „In der Heiligen-Geist-Kirche findet die Gründungsversammlung der Sozialdemokratischen Partei (SDP) für Stadt und Landkreis Wismar statt.“[49]

Die ersten freien und gleichzeitig letzten Volkskammerwahlen fanden am 18.03.1990 statt. Fast auf den Tag genau 57 Jahre und zwei Wochen nach den letzten halbwegs freien Wahlen auf mecklenburgischem Territorium. Diese und die darauf folgenden Wahlen waren geprägt durch die Einheit Deutschlands. Besonders Dr. Helmut Kohl als Kanzler der Einheit für die CDU und Hans-Dietrich Genscher als Chefdiplomat der Republik für die FDP dienten ihren Parteien als wirkungsvolle Zugpferde in den Wahlkämpfen. Auf dem ganzen Gebiet der DDR deklassierte die CDU die SPD. Sie vereinte fast doppelt so viele Stimmen auf sich wie die Sozialdemokratie. Diese hatte auf dem Gebiet der DDR allein schon mit ihrem Namen zu kämpfen. Auf Wahlveranstaltungen erschienen die Bürger kaum oder wandten sich gar ab, sofern die Wahlkämpfer nur den Parteinamen nannten. Viele Menschen assoziierten sofort sozialistisch wenn von sozialdemokratisch die Rede war. Die vierzigjährige Indoktrination führte nun viel eher zu Abwehrwehrreflexen.

Ein anderes Bild zeichnete sich in der Hansestadt Wismar ab. Hier gelang es der SPD, sich schnell zu organisieren und auf Tuchfühlung zum volksparteilichen Konkurrenten zu bleiben. Bei einem Stimmanteil von 35,4 Prozent und 13.900 absoluten Stimmen hatte die SPD lediglich einen Prozentpunkt und 400 Stimmen Rückstand. Diese große Zahl absoluter Stimmen ist durch zwei Umstände zu begründen. Zum einen sah die Hansestadt 1990 dem Bevölkerungsrückgang erst entgegen. Zum anderen war die Wahlbeteiligung mit 92,5 Prozent sehr hoch und wurde nie wieder erreicht.[50] Hinzu kommt noch, dass mit der PDS eine Partei links von der SPD operierte, die zwar nicht mehr den Allmachtsstatus ihrer Vorgängerpartei SED innehatte, aber dennoch über eine vergleichsweise große Zahl von Mitgliedern und eine vorhandene und gut ausgebaute Infrastruktur verfügte.

Des Weiteren fand am 06.05.1990 auch die Bürgerschaftswahl statt. Hier siegte die SPD mit 34,5 Prozent und sieben Prozentpunkten Vorsprung auf die CDU (Abbildung 2.4 im Anhang). Zu dieser Zeit wurde über den Bürgermeister nicht per Direktwahl, sondern durch die Bürgerschaft entschieden. Noch im selben Monat bestimmte die neu gewählte Bürgerschaft die Kandidatin der Sozialdemokraten, Dr. Rosemarie Wilcken, zur neuen Bürgermeisterin der Hansestadt Wismar. Eine weitreichende Entscheidung, da sie dieses Amt 20 Jahre innehaben und die Hansestadt nach der Wende wie keine Zweite prägen sollte. Darüber hinaus wurden Dr. Rolf Eggert zum Stadtpräsidenten sowie vier hauptamtliche und sechs ehrenamtliche Senatoren gewählt.[51]

[...]


[1] Bleek, Wilhelm: Friedrich Christoph Dahlmann und die Paulskirche, in: Wismarer Beiträge, Heft 14, Wismar, 2000, S. 14.

[2] Huschner; Fritz: Friedrich Christoph Dahlmann - Wortführer der „Göttinger Sieben“ – ein Sohn Wismars, in: Wismarer Beiträge, Sonderheft (Auswahl Heft 1 + 2), Wismar, 1997, S. 72.

[3] Bleek, S. 15.

[4] Köllner, Johannes: Die Geschichte der SPD in Mecklenburg und Vorpommern, Bonn, 2002, S. 15.

[5] Walter, Franz: Die SPD – Biographie einer Partei, Reinbeck bei Hamburg, 2009, S. 7.

[6] Schoon, Steffen: Wählerverhalten und politische Tradition in Mecklenburg und Vorpommern (1871-2002), Düsseldorf, 2007, S. 36.

[7] Vgl. Krüger, S. 16.

[8] Vgl. Schoon, S. 336.

[9] Vgl. Ebenda, S. 348.

[10] Vgl. Krüger, S. 19.

[11] Hübner, Heinz: Schiffahrt und Hafen zwischen den 2 Weltkriegen, in: Wismarer Beiträge, Heft 9, Wismar, 1993, S. 63.

[12] Vgl. Krüger, S. 19.

[13] Böwe, Walter: Die kapitalistische Industrialisierung Wismars im 19. Jahrhundert – am Beispiel der Maschinenfabrik Podeus AG, in: Wismarer Beiträge, Heft, 4, Wismar, 1987, S. 21ff.

[14] URL: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/scheidemann/index.html (Stand: 25.08.2011).

[15] Vgl. Huschner, Fritz: Zum Verlauf und zu den Ergebnissen der Novemberrevolution von 1918 in Wismar, in: Wismarer Beiträge, Heft 5, Wismar, 1988, S. 7.

[16] Huschner, Zum Verlauf und zu den Ergebnissen der Novemberrevolution von 1918 in Wismar, S. 7.

[17] Mecklenburger Tageblatt, Wismarsche Zeitung, 67. Jahrgang, No. 216, 16.09.1930, S. 5.

[18] Stadtarchiv der Hansestadt Wismar (StAHW), Ratsakte I, 8, 28III, 361.

[19] Winkler, Heinrich August: Der lange Weg nach Westen, Band 1, Deutsche Geschichte 1806-1933, Sonderausgabe für die Bundeszentrale und die Landeszentralen für politische Bildung, Bonn, 2006, S. 416.

[20] Walter, S. 61.

[21] Vgl. Winkler, Band 1, S. 452.

[22] StAHW, Ratsakte I, 8, 28III, 368 und 369.

[23] Vgl. Winkler, Band 1, S. 455.

[24] StAHW, Ratsakte I, 8, 28III, 368 und 369.

[25] Winkler, Band 1, S. 475.

[26] StAHW, Rasakte I, 8, 28III, 373.

[27] Vgl. Mecklenburger Tagesblatt, Wismarsche Zeitung, 66. Jahrgang, 27. Juli 1929, Nr. 173, S. 3.

[28] Vgl. Mecklenburger Tagesblatt, Wismarsche Zeitung, 66. Jahrgang, 30. Juli 1929, Nr. 175, S. 3.

[29] Winkler, Band 1, S. 491.

[30] Vgl. Ebenda, S. 513.

[31] Winkler, Band 1, S. 515.

[32] Schoon, S. 360.

[33] Schoon, S. 67.

[34] StAHW, Ratsakte I, 8, 28III, 377.

[35] Vgl. Winkler, Band 1, S. 526.

[36] Schoon, S. 360.

[37] StAHW, Ratsakte I, 8, 28III, 378.

[38] Winkler, Heinrich August: Der lange Weg nach Westen, Band 2, Deutsche Geschichte 1933 - 1990, Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 2005, S. 9.

[39] Schoon, S. 360.

[40] StAHW, Ratsakte I, 8, 28III, 380.

[41] StAHW, Ratsakte I, 2, 6VIII, 617, 38.

[42] Ebenda.

[43] StAHW, Ratsakte I, 2, 6VIII, 678.

[44] StAHW, Ratsakte I, 2, 6VIII, 697.

[45] Schoon, S. 385f.

[46] Müller, Werner: Die Geschichte der SPD in Mecklenburg und Vorpommern, Bonn, 2002, S. 12.

[47] Vgl. Archiv der Hansestadt Wismar, Wismar – Chronik 1989/90, in: Wismarer Beiträge, Heft 13, Wismar, 1998, S. 89f.

[48] Vgl. Ebenda, S. 90f.

[49] Archiv der Hasestadt Wismar; Wismar – Chronik 1989/90, S. 91.

[50] URL: http://www.wismar.de/index.phtml?La=1&ffsn=false&object=tx|136.1610 (Stand: 13.09.2011).

[51] Vgl. Archiv der Hansestadt Wismar; Wismar – Chronik 1989/90, S. 95.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten

Details

Titel
Wahlen in Wismar: Erfolgsfall für die Sozialdemokratie
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Veranstaltung
Politik - Politische Systeme - Vergleichende Regierungslehre
Note
2,2
Autor
Jahr
2011
Seiten
93
Katalognummer
V262714
ISBN (eBook)
9783656511137
ISBN (Buch)
9783656515524
Dateigröße
1315 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wismar, Hansestadt, Mecklenburg, Wahlen, SPD, Sozialdemokratie, Bürgermeister, Bürgerschaft, Bürgerschaftswahlen, Landtagswahlen, Kommunalwahlen, Europawahlen, Bundestagswahlen, Wahlergebnisse, Wilcken, Beyer, Zielenkiewitz, Direktwahl, Senator, Reichstagswahlen, Stadtverordnetenwahlen, Bevölkerung, Finanzen, Wirtschaft, Kultur, Sport, Kirchen, Historische Tradition
Arbeit zitieren
Marcus Helwing (Autor), 2011, Wahlen in Wismar: Erfolgsfall für die Sozialdemokratie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262714

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