In dieser Bakkalaureus-Artium-Arbeit wird das wiederholt starke Abschneiden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in der Hansestadt Wismar bei Wahlen thematisiert. Zunächst wird der Frage nachgegangen, ob sich diese Dominanz nachweisen lässt. Hierzu dient nicht nur das Heranziehen der Wahlergebnisse aller Bundestags-, Landtags-, Europa- und Kommunalwahlen seit der politischen Wende 1989/90, sondern auch die Betrachtung der historischen Faktoren. Die strukturellen Grundlagen aus der Zeit des Kaiserreiches bis zur Ausrufung der Republik werden aufgegriffen. Außerdem erfolgt sowohl eine Untersuchung der Wismarer Ergebnisse von Stadtverordneten- und Reichstagswahlen des Weimarer Jahrzehnts (1920er Jahre) als auch eine statistische Auswertung.
Nachdem der Nachweis darüber erbracht wurde, dass die Sozialdemokratie regelmäßig in der Hansestadt stärker abschneidet als im Kreis, im Land oder im Bund, stellt sich die Frage nach möglichen Gründen für diesen Befund. Ein kurzer Überblick über die prägenden Personen der Wismarer Ortsgruppe seit der Wende und eine Darstellung der Stadtentwicklung anhand der Bezugspunkte Bevölkerung, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Sport und Kirchen, zusätzlich zur sozialdemokratischen Tradition, sollen eventuelle Erklärungsansätze liefern. Des Weiteren werden in der Schlussbetrachtung die Resultate dieser Arbeit zusammengefasst. Abschließend finden sich im Anhang zwanzig Abbildungen zur Veranschaulichung der statistischen Daten der Wahlergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Historische Tradition der SPD in Mecklenburg
- Grundlagen in der Hansestadt Wismar zwischen 1918-1933
- Reichstagswahlen von 1920-1933
- Stadtverordnetenwahlen von 1921-1930
- Statistische Auswertung der Reichstagswahlen in Wismar
- Wahlergebnisse der SPD ab 1989 in der Hansestadt Wismar
- Neubeginn 1989/1990
- Konsolidierung zwischen 1990 und 1994
- Das Wahlprogramm der Wismarer Sozialdemokraten 1994
- Hochburg im „Superwahljahr"
- 1998 — Machtwechsel
- 1999 — Erste Rückschläge
- Bürgermeisterwahl 2002 — Der Höhepunkt
- Festigung der Vormachtstellung
- Erosion 2004 - 2009
- Emanzipation — Bürgermeisterwahl 2010
- Restauration
- Prägende Personen der Wismarer Ortsgruppe
- Dr. Rosemarie Wilcken
- Dr. Gerd Zielenkiewitz
- Thomas Beyer
- Stadtentwicklung unter der Agide der SPD
- Bevölkerung
- Wirtschaft
- Finanzen
- Kultur
- Sport
- Kirchen
- Schlussbetrachtung
- Literatur
- Quellen
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Wahlergebnisse der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in der Hansestadt Wismar seit 1918. Die Arbeit untersucht die Gründe für den Erfolg der SPD in Wismar, indem sie die historischen Wahlergebnisse, die prägenden Personen der Wismarer SPD und die Entwicklung der Stadt unter der Ägide der SPD betrachtet.
- Die historische Entwicklung der SPD in Mecklenburg und ihre Präsenz in Wismar
- Die Rolle der SPD in der Weimarer Republik und die Etablierung einer sozialdemokratischen Hochburg in Wismar
- Der Neubeginn der SPD in Wismar nach der Wende 1989/1990 und die Konsolidierung ihrer Machtposition
- Die Stadtentwicklung unter der Ägide der SPD in den Bereichen Bevölkerung, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Sport und Kirchen
- Die Bedeutung prägender Persönlichkeiten wie Dr. Rosemarie Wilcken, Dr. Gerd Zielenkiewitz und Thomas Beyer für den Erfolg der SPD in Wismar
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit dar und beleuchtet die besonderen Umstände, die den Erfolg der SPD in Wismar prägen. Kapitel 2 analysiert die historische Entwicklung der SPD in Mecklenburg und zeigt, wie die Partei sich im agrarisch geprägten Mecklenburg etablierte und Wismar zu einem Zentrum sozialdemokratischer Politik wurde. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Zeit der Weimarer Republik und untersucht die Wahlergebnisse der SPD in Wismar bei Reichstags- und Stadtverordnetenwahlen. Hierbei wird deutlich, dass die SPD bereits in dieser Zeit eine starke Position in Wismar innehatte. Kapitel 4 analysiert die Wahlergebnisse der SPD seit 1989 in Wismar und zeigt die Konsolidierung ihrer Machtposition nach der Wende, die Erfolge der SPD bei Bürgermeister- und Bürgerschaftswahlen sowie die Herausforderungen, denen sich die Partei in den letzten Jahren stellen musste. Kapitel 5 beleuchtet die prägenden Persönlichkeiten der Wismarer SPD, wie Dr. Rosemarie Wilcken, Dr. Gerd Zielenkiewitz und Thomas Beyer, und deren Einfluss auf die Stadtentwicklung und die Wahlergebnisse. Kapitel 6 untersucht die Stadtentwicklung unter der Ägide der SPD in den Bereichen Bevölkerung, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Sport und Kirchen und zeigt die Erfolge und Herausforderungen, denen sich Wismar in den letzten Jahren stellen musste.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die Hansestadt Wismar, die Wahlergebnisse, die Stadtentwicklung, die prägenden Persönlichkeiten der Wismarer SPD, die historische Entwicklung der SPD in Mecklenburg, die Weimarer Republik, die Wende 1989/1990, die Stadtentwicklung unter der Ägide der SPD, die Bevölkerung, die Wirtschaft, die Finanzen, die Kultur, der Sport und die Kirchen. Die Arbeit beleuchtet die Gründe für den Erfolg der SPD in Wismar und analysiert, wie die Partei ihre Machtposition in der Stadt seit 1918 etablierte und festigte.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt Wismar als Hochburg der SPD?
Die SPD erzielt in Wismar regelmäßig überdurchschnittliche Ergebnisse im Vergleich zu Kreis, Land und Bund. Dies liegt an einer starken historischen Tradition, die bis in die Kaiserzeit und die Weimarer Republik zurückreicht.
Welche Rolle spielte die SPD in Wismar während der Weimarer Republik?
Bereits in den 1920er Jahren war die SPD in Wismar bei Reichstags- und Stadtverordnetenwahlen sehr dominant und festigte dort früh ihre strukturellen Grundlagen als Arbeiterpartei.
Wer sind die prägenden Persönlichkeiten der Wismarer SPD nach 1989?
Besonders hervorzuheben sind Dr. Rosemarie Wilcken (langjährige Bürgermeisterin), Dr. Gerd Zielenkiewitz und der aktuelle Bürgermeister Thomas Beyer, die die Stadtentwicklung maßgeblich mitgestaltet haben.
Wie hat sich Wismar unter der Führung der SPD entwickelt?
Unter der Ägide der SPD wurden bedeutende Fortschritte in der Wirtschaft, der Sanierung der historischen Altstadt (Kultur) sowie in den Bereichen Finanzen, Sport und kirchliche Zusammenarbeit erzielt.
Gab es auch Rückschläge für die SPD in Wismar?
Ja, die Arbeit dokumentiert Phasen der Erosion zwischen 2004 und 2009, bevor sich die Partei durch die Bürgermeisterwahl 2010 und darauffolgende Wahlsiege wieder stabilisieren konnte.
Was war der Höhepunkt der sozialdemokratischen Dominanz?
Als ein Höhepunkt wird die Bürgermeisterwahl im Jahr 2002 betrachtet, die die Vormachtstellung der SPD in der Hansestadt eindrucksvoll bestätigte.
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- Marcus Helwing (Autor), 2011, Wahlen in Wismar: Erfolgsfall für die Sozialdemokratie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262714