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Die mögliche geschlechtliche Codierung von Robotern. Filmische und literarische Beispiele

Titel: Die mögliche geschlechtliche Codierung von Robotern. Filmische und literarische Beispiele

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 20 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Haymo Empl (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass der Roboter ein qua-menschliches Wesen sei/ist, wird in dieser Arbeit impliziert. Davon ausgehend geht es um die Fragen: Welches Geschlecht hat ein Roboter und inwieweit spielt das Geschlecht eine Rolle? Warum braucht ein Roboter ein Geschlecht? Welche Verhaltensweisen legt er bzw. sie an den Tag? Kann er seinen Zweck erfüllen und weshalb? Cui bono – wer zieht einen Nutzen aus dem Kunstwesen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die bessere Zukunft – ein Rückblick

3. Ausgewählte Beispiele: Roboter in Literatur und Film

3.1 Der Sandmann

3.3 Metropolis

3.4 Die Frauen von Stepford

4. Schluss / Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht anhand ausgewählter literarischer und filmischer Beispiele, ob und inwieweit Roboter geschlechtlich kodiert sind, welche Gründe für eine solche Kodierung vorliegen und wer jeweils einen Nutzen aus diesen Kunstwesen zieht.

  • Kulturelle und historische Einordnung des künstlichen Menschen.
  • Analyse geschlechtsspezifischer Rollenzuschreibungen in der Robotik.
  • Untersuchung von Machtverhältnissen zwischen Schöpfer und Schöpfung.
  • Vergleich von literarischen Werken (Hoffmann, Asimov) und Filmen (Metropolis, Die Frauen von Stepford).

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Sandmann

Die 1816 entstandene Erzählung von E.T.A. Hoffmann ist eine Schauergeschichte oder Schauermärchen, in der das Unheimliche evoziert wird: Kindliche Phantasie, der Glaube an Alchimie, Entwicklungen in der Optik und Mechanik und die Faszination für Puppen und Automaten halten den Leser in Bann.

Nathanael liebt nacheinander zwei Frauen: Clara, die nicht von objektiver Schönheit ist, aber schöne Augen und schönes Haar hat, wird von ihm „mein süsses liebes Engelsbild“ genannt und würde damit dem Klischee des gütigen Engels entsprechen, wenn sie nicht auch als „prosaisch“ charakterisiert würde. Zudem hat sie ein „feines ironisches Lächeln“ und auch durch ihren Namen weist sie sich als klarsichtige, dem Dunkeln, Unbewussten und Schaurigen abgeneigte Person aus. (ETA Hofmann verwendete für seien Protagonisten ja oft „sprechende Namen“. In diesem Fall Clara, was mit „klarsichtig“ übersetzt werden könnte.)

Nathanael beschimpft sie wütend als „lebloses, verdammtes Automat“, nachdem er mit einer selbstverfassten Schrift keine Bewunderung bei ihr hervorruft. Olimpia, die Holzpuppe und damit der tatsächliche Automat, hält er für ein reales Geschöpf und übermässig schön, ihre schlanke Figur wird mehrmals erwähnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des künstlichen Menschen und Definition der Forschungsfragen zur geschlechtlichen Kodierung von Robotern.

2. Die bessere Zukunft – ein Rückblick: Historischer Abriss der Automatenentwicklung von der Antike bis hin zu Technikvisionen des 20. Jahrhunderts.

3. Ausgewählte Beispiele: Roboter in Literatur und Film: Untersuchung spezifischer Fälle wie Olimpia, Maria/Maschinenmensch und die Roboter-Frauen von Stepford hinsichtlich ihrer Geschlechtskodierung.

3.1 Der Sandmann: Analyse von E.T.A. Hoffmanns Erzählung und der Rolle der Puppe Olimpia als Projektionsfläche für männliche Wünsche.

3.3 Metropolis: Untersuchung des Films von Fritz Lang und der Gegenüberstellung der "guten" Maria und der "bösen" Maschinenfrau.

3.4 Die Frauen von Stepford: Analyse der gesellschaftskritischen Aspekte im Film und der künstlichen Konstruktion von Frauenbildern durch Männer.

4. Schluss / Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur künstlichen Geschlechtskodierung und dem Machtverhältnis zwischen Schöpfer und Roboter.

Schlüsselwörter

Roboter, Geschlecht, Codierung, Literatur, Film, Der Sandmann, Metropolis, Die Frauen von Stepford, Künstliche Intelligenz, Geschlechterrollen, Technikakzeptanz, Anthropomorphismus, Machtverhältnisse, Automaten, E.T.A. Hoffmann.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Roboter in Literatur und Film geschlechtlich kodiert sind und welche Funktion diese Zuweisung in den jeweiligen Werken erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Automaten, Geschlechterrollen in der Technik, gesellschaftliche Machtverhältnisse und die Ästhetik des künstlichen Menschen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach dem Geschlecht von Robotern, den Gründen für diese geschlechtliche Festlegung und dem Nutzen, den die Schöpfer daraus ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literatur- und filmwissenschaftliche Analyse ausgewählter Werke, um die Darstellung künstlicher Wesen im zeitgeschichtlichen Kontext zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann", Asimovs Robotergeschichten, Fritz Langs "Metropolis" sowie die Verfilmungen von "Die Frauen von Stepford".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Roboter, geschlechtliche Codierung, Technik, Machtstrukturen, Künstliche Intelligenz und Gender-Stereotype.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem "menschlichen" Roboter und der echten Person eine so große Rolle?

Die Unterscheidung verdeutlicht oft die Ängste der Schöpfer vor unkontrollierbarer Weiblichkeit und dient der Schaffung einer idealisierten, gehorsamen Projektionsfläche.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise auf Roboter bei Asimov im Vergleich zu den anderen Beispielen?

Asimovs Roboter sind oft als "positive Helden" konzipiert und durch moralische Grundgesetze in einen gesellschaftlichen Rahmen integriert, während die anderen Beispiele oft auf Unterwerfung oder Ersatz basieren.

Was bedeutet das "Polarisierte Bild des Weiblichen" in Metropolis?

Es beschreibt den Kontrast zwischen der gütigen, entsexualisierten Maria und dem erotisch aufgeladenen Maschinenwesen, das als Verkörperung des Bösen dient.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die mögliche geschlechtliche Codierung von Robotern. Filmische und literarische Beispiele
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2.0
Autor
Haymo Empl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V262834
ISBN (eBook)
9783656514213
ISBN (Buch)
9783656513933
Sprache
Deutsch
Schlagworte
codierung robotern filmische beispiele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Haymo Empl (Autor:in), 2013, Die mögliche geschlechtliche Codierung von Robotern. Filmische und literarische Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262834
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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