Inwieweit gefährdet die gesellschaftliche Rolle männlicher Jugendlicher die Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher?


Hausarbeit, 2011

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Sozialisation
1.1 Sozialisation im Jugendalter

2. Homosexualität

3. Die gesellschaftliche Rolle von männlichen Jugendlichen
3.1 Der Einfluss der Eltern und mögliche Auswirkungen auf den Sohn

4. Die Gefährdung für die Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher
4.1 Die Gefährdung beim Coming-out
4.2 Die Gefährdung in der Gesellschaft
4.3 Die Gefährdung durch die Eltern (mit Beispiel)

5. Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Es ist mittlerweile keine Schande mehr, wenn man halbnackte Menschen im Fernsehen sieht, wenn öffentlich über Geschlechtsverkehr gesprochen wird, aber sobald sich jemand anders verhält, anders denkt oder fühlt, fällt er auf und damit aus der Reihe.

Noch immer haben homosexuelle Menschen in unserer Gesellschaft mit Vorurteilen zu kämpfen.

Dass dem so ist, kann ich in dem kleinen Ort, in dem ich lebe, beobachten. Da jeder jeden kennt, hat es sich schnell herumgesprochen, dass hier jetzt ein junges, homosexuelles Pärchen lebt. Beide haben mit der Voreingenommenheit der Leute hier zu kämpfen, den schiefen Blicken, gehen aber soweit ich das beurteilen kann, recht locker damit um.

Die beiden und die Tatsache, dass es der Homosexualität in unserer Gesellschaft immer noch an Akzeptanz mangelt, nahm ich mir zum Anlass aufzuzeigen, wo Gefahren bei der Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher bestehen. Naheliegend dazu war für mich das Jugendalter, weil man in dieser Altersstufe in der Regel seine ersten sexuellen Erfahrungen macht und Homosexuelle in dieser Zeit meist ihr Coming-out durchleben.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Rolle männlicher Jugendlicher, die homosexuelle Jugendliche von der „Norm“ abweichen lässt, und in ihrer Entwicklung der Genderrolle erheblich beeinflusst. Beiden Bereichen sollte meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn es ist die Aufgabe der sozialen Arbeit auf Bereiche hinzuweisen, die intensiver bearbeitet werden sollten. In großen Teilen werde ich mich in der meinen Arbeit auf Klaus Hurrelmann beziehen, der an der Universität Bielefeld Professor für Sozialisations- und Gesundheitsforschung ist, und mir als sehr geeignet erscheint, da er auch wesentliche Teile zum Sozialisationsprozess im Jugendalter beigetragen hat.

Die Sozialisation wird als lebenslanger Prozess verstanden, den jeder Mensch im Umgang mit der materiellen und sozialen Umwelt durchlebt, um sich in seiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln, was ich unten in Kapitel 1 noch näher erläutern werde.

Zum Thema Homosexualität beziehe ich mich zum Großteil auf Thomas Hertling, der sich mit der männlichen Sozialisation in der Gesellschaft beschäftigte, aber auch auf Udo Rauchfleisch, der ein Buch über Schwule und Lesben verfasste. Zudem fand ich verschiedene Studienarbeiten und Internetquellen, die mir halfen einen eigenen Blick zum Thema zu entwickeln und mir Zusatzinformationen lieferten.

In der folgenden Arbeit werde ich also zuerst Sozialisation und Homosexualität definieren und anschließend die gesellschaftliche Rolle männlicher Jugendlicher beschreiben, um dann auf die daraus resultierenden Gefahren für die Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher eingehen. Am Schluss zeige ich noch kurz Möglichkeiten der Interventionen in der sozialen Arbeit auf, die Anregungen geben sollen, was man gegen die beschriebenen Gefahren tun könnte.

1. Sozialisation

Unter Sozialisation wird ein lebenslanger Prozess der Persönlichkeitsentwicklung verstanden, der durch das Wechselspiel zwischen innerer Realität (Emotionen, Gefühle, Gene, Motivation) und äußerer Realität (Gesellschaftliche Umwelt: Kultur, Medien, Erziehung) geformt und beeinflusst wird (vgl. Zimmermann 2006, S.15). Dieser Prozess findet lebensbegleitend und in allen Lebenslagen statt und kann damit auch nie als abgeschlossen betrachtet werden, da der Mensch immer wieder mit spezifischen Entwicklungsaufgaben konfrontiert ist.

Bei erfolgreicher Sozialisation gewinnt der Mensch im Laufe seines Lebens an Handlungsfähigkeit und ist in der Lage „gesellschaftlich herrschende Normen, Werte und Verhaltensforderungen zu übernehmen und gesellschaftliche Entwicklungen durch die Herausbildung entsprechender Handlungskompetenzen mit zu gestalten“ (Ehrhardt 2007, S. 887-890). Man unterscheidet zwischen drei Ebenen von Sozialisationsinstanzen: Mikroebene (Familie, soziale Gruppen, die insbesondere soziale, familiär, kulturelle und religiöse Muster und Grundhaltungen vermitteln); Mesoebene (organisierte Erziehungs-, Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, wo Sozialisation als bewusst gesteuerter Lernprozess stattfindet); Makroebene (Wertestrukturen, die über soziale, ökonomische und kulturelle Verhältnisse vermitteln und die indirekte Einwirkungen auf die Sozialisation der Person nehmen und historischen Wandlungsprozessen unterliegen).

Ein wesentlicher Teil der Sozialisation ist die Erziehung, die das bewusste Eingreifen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten in die Erziehung ihrer Kinder oder Heranwachsenden beschreibt, indem sie Werte und Normen vermitteln soll. Es gibt zwar Überschneidungen beider Bedeutungen, allerdings ist Erziehung eher ein der Sozialisation untergeordneter Begriff.

1.1 Sozialisation im Jugendalter

Der Sozialisationsprozess durchläuft, wie oben erwähnt, jede Lebensphase, und ist somit auch fester Bestandteil des Jugendalters. Die Geschlechtsreife bzw. Pubertät verlagert sich im Lebenslauf des Menschen mittlerweile weiter nach vorne, wodurch das Jugendalter immer früher beginnt. Gleichzeitig verzögert sich das Ende der Jugendzeit, weil sich der Übergang in das Erwachsenenleben und die Gründung einer eigenen Familie immer mehr nach hinten verschiebt oder die Familiengründung sogar ausgelassen wird. Nach Hurrelmann ist dieser Sozialisationsprozess im Jugendalter gelungen, „wenn Jugendliche es schaffen, die vielfältigen Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und damit die Anforderungen der Individuation und Integration miteinander zu verbinden" (Hurrelmann 2007, S. 157). Auch sagt er, würden sie vor der Herausforderung stehen „die schnelle Veränderung von Körpermerkmalen, Gefühlslagen, Denkweisen und Arbeitsenergien zu verarbeiten und zugleich soziokulturelle Anpassungs- und sozioökonomische Qualifizierungsleistungen zu erfüllen“ (Hurrelmann 2007, S. 157). „Ob der Sozialisationsprozess gelingt hängt von der Bewältigung der für das Jugendalter spezifischen Entwicklungsaufgaben ab.“ (Hurrelmann 2007, S. 157). Dabei spielt eine entschiedene Rolle, inwiefern man von seiner Umwelt unterstützt wird und inwieweit man seine eigenen, individuellen Ressourcen nutzt. Wenn dieser nicht oder nur unzureichend gelungen ist, können sich sogenannte Problemkonstellationen bei den Entwicklungsaufgaben ergeben, die den weiteren, gelungenen Verlauf der Persönlichkeits- und Gesundheitsentwicklung erheblich beeinträchtigen. Laut Hurrelmann gibt es vier Entwicklungsanforderungen, die es im Jugendalter zu bewältigen gilt, und ohne deren Erwerb sich Probleme im Individuationsprozess ergeben. Diese Anforderungen sind nach Hurrelmann folgende:

- schulisches Leistungsvermögen
- Fähigkeiten zum sozialen Bindungsverhalten gegenüber Gleichaltrigen
- Kompetenz zur Nutzung des Konsumwarenmarktes
- Fähigkeit zur Durchsetzung eigener "politischer" Interessen

Sollten diese Fähigkeiten also durch mangelnder personaler oder sozialer Ressourcen nicht erbracht werden, kann es, wenn man sich nicht darum kümmert, diese auszugleichen, zu „Störungen des weiteren Individuations- und Integrationsprozesses“ kommen (vgl. Hurrelmann 2007, S. 158), denn schon die fehlende Kompetenz in einem dieser Bereiche kann alle anderen und deren Weiterentwicklung erheblich beeinträchtigen.

2. Homosexualität

Der Begriff „Homosexualität“ bzw. „Homophilie“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bezeichnet eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft, in der es um Liebe, Romantik und sexuelles Begehren des gleichen Geschlechts geht. Während homosexuelle Frauen als Lesben oder Lesbierinnen bezeichnet werden, spricht man bei homosexuellen Männern von Schwulen. Die wahrscheinlich wichtigste Erfahrung im Leben eines Homosexuellen ist das Coming-out, wo sich z.B. Schwule ihrer sexuellen Orientierung bewusst werden, sie und damit auch sich selbst annehmen und nach außen - schrittweise - offen damit umgehen. „Medizinisch wurde Homosexualität lange Zeit als Krankheit betrachtet, inzwischen wird sie als eine nicht- pathologische Variante menschlicher Sexualität angesehen.“ (Lähnemann 2007, S. 418). Im Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und in anderen Richtlinien ist geregelt, dass Ungleichbehandlungen auf Grund der sexuellen Orientierung verboten ist.

3. Die gesellschaftliche Rolle von männlichen Jugendlichen

Schon früh bekommen Kinder vermittelt, wie sie sich als Mädchen oder Junge zu verhalten haben. Während sie sich selbst ihres Geschlechtes noch nicht bewusst sind (unter drei bis vier Jahren), werden sie von ErzieherInnen und Eltern, die diesen männlichen oder weiblichen Blick entwickeln, bereits als Mädchen oder Junge betrachtet, ohne dass sie sich selbst darüber wirklich im Klaren sind. Diese sogenannten Geschlechterrollen zeigen sich auch in Märchen, Mythen, Sagen oder ähnlichem, in denen dem Mann scheinbar „typische“ Rollen zugeschrieben werden, die ihn als Beschützer, Retter, Gentleman, als kräftig und überlegen darstellen. „Junge sein heißt ein 'richtiger Mann' werden sollen und sich sehr anstrengen müssen, um als ein solcher zu gelten.“ (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2007, S.8).

Auch, wenn man in die Geschichte des Mannes zurückblickt, erkennt man Parallelen zum heutigen Männerbild. So wurden dem männlichen Ideal bereits ab dem 16. Jahrhundert Eigenschaften wie Tüchtigkeit, Tapferkeit, Beständigkeit und Ehre zugeschrieben, das Männerbild bis heute prägen und bei denen kein Platz ist für den Ausdruck von Gefühlen und Empfindungen wie Angst, Unzufriedenheit oder einer gewissen Schwäche.

Das Idealbild des Mannes beinhaltet außerdem häufig noch beruflichen Erfolg, einen athletischen Körper und sogar Erfolg im Sexualleben wird dem zugeschrieben. (vgl. Hertling 2008, S. 10)

Die Jugendzeit selbst beginnt mittlerweile immer früher, da sich die Pubertät immer mehr nach vorn verlagert und - wie bereits oben in „Sozialisation im Jugendalter“ beschrieben - und endet gleichzeitig immer später, da sich die Familiengründung und der Übergang in das Erwachsenenleben nach hinten verschieben. Dadurch entsteht eine Mischung aus Selbstständigkeit (u.a. altersbedingt) und einer Abhängigkeit, zum Beispiel durch den langen Bildungsweg (Schule, Hochschule), bei dem der Jugendliche noch kein eigenes Gehalt bezieht, und damit keine Möglichkeit hat bzw. es nur schwer hinbekommt sich selbstständig zu finanzieren. So bringt dieses Zusammenspiel einerseits große Spielräume, andererseits aber auch Zwänge für die eigene Lebensgestaltung mit sich.

In der Pubertät müssen sich Jugendliche schließlich vielen neuen Herausforderungen stellen und in sämtlichen Lebensbereichen wie (Herkunfts-)Familie, Freundschaft, Partnerschaft, Schule, Ausbildung, Hochschule, Freizeit, Medien, Konsum, Recht und Religion neue Wege gehen, sich ihren Vorstellungen nach entfalten, lernen Eigenverantwortung zu übernehmen und zur sozialen Integration finden. (vgl. Hurrelmann 2007, S. 9)

3.1 Der Einfluss der Eltern und mögliche Auswirkungen auf den Sohn

Vor allem männliche Jugendliche, die dazu gedrängt sind sich auf der Suche nach ihrer Geschlechtsidentität früh von der Mutter zu lösen, können große Probleme haben sich in ihrer Gefühlswelt zu entwickeln, da es erschwerend hinzu kommt, dass sich ihnen ihr Vater verschließt und sie somit keines der Elternteile als direkte Bezugsperson haben. Die Eltern versuchen zwar ihren Sohn gefühlvoll zu erziehen, wollen aber gleichzeitig, dass er in der Gesellschaft 'seinen Mann' stehen kann. Denn gerade die Eltern haben von Geburt an einen großen Einfluss auf ihr Kind und auf deren Entwicklung der Geschlechterrolle.

Durch die fehlende Auseinandersetzung „empfundene Unzufriedenheit, Bedürftigkeit und Angst nicht zu zeigen, fühlt er sich gezwungen diese anderweitig zu bewältigen.“ (Hertling 2008, S. 25) Diese versuchen sie durch die von Eltern häufig tolerierte Aggression zu kanalisieren, wofür sie von Eltern, LehrerInnen und auch von der Gesellschaft Anerkennung durch deren Aufmerksamkeit erhalten.

In den ersten Lebensmonaten, aber meist auch in einem Teil oder sogar der gesamten Kindheit, ist die Mutter die entscheidende Bezugsperson des Jungen und hat somit den größten Einfluss auf ihn. Deren Erziehungsverhalten ist geschlechtsspezifisch. Sie haben auf Grund der Gegengeschlechtlichkeit von ihrem Sohn eine weniger genaue Vorstellung davon, wie dieser sich zu entwickeln hat und sind daher in ihrem Erziehungsverhalten weniger zielgerichtet, als sie es bei einer Tochter wären. (vgl. Hertling 2008, S. 25) So besteht eine gewisse Unsicherheit in der Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Zeigt die Mutter jedoch eine zu große Ängstlichkeit gegenüber ihrem Sohn, steht sie damit seiner Entwicklung ausreichender Selbstständigkeit und der eigenständigen Entfaltung seiner Männlichkeit im Wege und fördert somit noch die Übernahme der sogenannten „traditionellen Rollenvorstellung“ von einer Frau.

Einige Mütter versuchen sogar ihren Sohn durch übertriebene Umsorgung und Verwöhnung in Abhängigkeit zu halten und ihn damit an sich zu binden, um ihre - oftmals einzige - Macht über ihr Kind zu erhalten. Der Vater hat zu Beginn seiner Vaterschaft das Problem, dass ihm sein Sohn zunächst fremd erscheint, wodurch er sich vor große Aufgaben gestellt sieht, denn das Vertrauen, Verantwortungsgefühl und die erwünschte Nähe zum Kind entwickelt sich im Vergleich zur Mutter nur langsam, jedoch beim Vater in anderer, besonderer Weise zum Sohn. Dennoch belastet der Sohn bzw. generell ein neues Kind in der Familie die Beziehung zur Partnerin, die in der Phase nach der Geburt all ihre Aufmerksamkeit dem Kind widmet. So kann es dazu kommen, dass sich der Vater ausgeschlossen fühlt und einen gewissen Neid auf die Mutter-Sohn-Beziehung empfindet. Also distanziert sich der Vater und richtet seinen Stolz auf den Sohn später, in dessen Jugend und auch danach, auf dessen Lebensleistung und zeigt eher einer Tochter gegenüber mehr Geduld, weil er der Ansicht ist, mehr Einfluss auf diese zu haben.

Dem Sohn gegenüber stellt er erhöhte Anforderungen, was zur Folge hat, dass dieser seinen Vater idealisiert und versucht an dessen Erfolg teilzuhaben, wodurch er sich schließlich früh von eigenen Interessen und Bedürfnissen entfernt bzw. entfremdet. Der Sohn bewegt sich stets in einem Spannungsfeld, denn er möchte einerseits sein wie sein Vater, versucht jedoch andererseits sich aus dessen Macht zu befreien. (vgl. Hertling 2008, S. 29)

Innerhalb des Sozialisationsprozesses lernen Jungen im Jugendalter weiterhin die Abwertung von Frauen und anderen Männern, um die eigene Männlichkeit dadurch aufzuwerten und bekommen Werte vermittelt, die ihnen den bewussten Umgang mit ihrer Gefühlswelt leider immer noch verwehren.

4. Die Gefährdung für die Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher

Als Gender wird das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person bezeichnet. Ich werde mich also in den folgenden Punkten nicht auf die biologische Entwicklung homosexueller Jugendlicher beziehen, sondern mich ausschließlich der Geschlechts- bzw. Genderrolle widmen. Die Genderolle bzw. Geschlechterrolle „ist das äußere Verhalten, welches man in der Gesellschaft zeigt, die Rolle, die man spielt, insbesondere mit anderen Menschen“ (Lexikon für Psychologie und Pädagogik, Stand: 16.02.11).

Gerade homosexuelle Jugendliche stehen, neben der „üblichen“ Pubertät, die heterosexuelle Jugendliche auch durchleben, vor großen Herausforderungen, die sie in der Entwicklung ihrer Genderrolle stark beeinflussen. Denn vor allem die nähere Umgebung des Jugendlichen, und auch die Gesellschaft, hat einen großen Einfluss darauf, inwieweit etwas akzeptiert ist und wie damit umgegangen wird.

Einen großen Teil der Entwicklung nimmt das Coming-out ein, das meiner Meinung nach der wichtigste Prozess im Leben eines Homosexuellen darstellt, weil dieser bestimmt wie das Leben des Jugendlichen in Zukunft weiter verläuft.

Außerdem ist die homosexuelle Orientierung immer noch stark mit Vorurteilen belastet, die ihnen zusätzlich Probleme bereitet. Hinzu kommen natürlich die eigenen Eltern, die dem Kind von klein auf Werte und Normen vermitteln.

In den nachfolgenden Punkten werde ich drei der möglichen - und hier ganz kurz aufgeführten - Gefährdungen für die Entwicklung der Genderrolle genauer erläutern, die homosexuelle Jugendliche betreffen können. Es gibt zwar noch eine Reihe anderer Probleme, die auf Homosexuelle zukommen können, jedoch schaffe ich es nicht im vorgegeben Rahmen diese alle anzusprechen und beschränke mich deshalb auf diese drei folgenden Schwerpunkte, die mir am wichtigsten erscheinen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Inwieweit gefährdet die gesellschaftliche Rolle männlicher Jugendlicher die Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher?
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Veranstaltung
Gesellschaft und Persönlichkeit
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V262910
ISBN (eBook)
9783656517177
ISBN (Buch)
9783656517191
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inwieweit, rolle, jugendlicher, entwicklung, genderrolle
Arbeit zitieren
Katrin Schnegelberger (Autor), 2011, Inwieweit gefährdet die gesellschaftliche Rolle männlicher Jugendlicher die Entwicklung der Genderrolle homosexueller Jugendlicher?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262910

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