Die Hausarbeit befasst sich zentral mit dem Thema Hürdenlauf. Hierbei steht vor allem der Bezug zur Schule im Vordergrund. In diesem Zusammenhang soll die folgende Fragestellung beantwortet werden:
Stellt der Hürdenlauf eine Sportdisziplin dar, die geeignet für die Vermittlung in Schulen ist und wenn dem so ist, wie kann sie dort umgesetzt werden?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Hürdenlauf
2.1 Geschichtliche Abhandlung und Regelkunde
2.2 Ausführungsmerkmale der Technik
2.3 Notwendige Voraussetzungen der Athleten
3. Vermittlungsmöglichkeiten in der Schule
3.1 Technikorientierte Teillernmethode
3.2 Rhythmusorientierte Teillernmethode
4. Umsetzbarkeit in der Schule
4.1 Differenzierung der Schulformen
4.2 Kongruenz curricularer Vorgaben
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob der Hürdenlauf als komplexe Leichtathletikdisziplin für den Schulsport geeignet ist und wie eine didaktisch reduzierte Umsetzung erfolgen kann, um Schüler trotz heterogener Voraussetzungen zu motivieren.
- Analyse der technischen Anforderungen des Hürdenlaufs
- Vergleich methodischer Vermittlungsansätze (technik- vs. rhythmusorientiert)
- Prüfung der Umsetzbarkeit in verschiedenen Schulformen
- Abgleich mit curricularen Rahmenvorgaben
- Einfluss von Leistungsheterogenität auf die Vermittlung
Auszug aus dem Buch
2.2 Ausführungsmerkmale der Technik
Der folgende Teil der Arbeit dient der genauen Erfassung von technischen Details der Bewegungsausführung. Durch die hierbei gewonnen Erkenntnisse lassen sich in einem anschließenden Schritt Rückschlüsse auf Voraussetzungen der Athleten ziehen.
Um die Bewegungsanalyse möglichst genau vornehmen zu können, wird die Gesamtbewegung zunächst in Einzelteile zerlegt und diese getrennt voneinander betrachtet. In diesem Zusammenhang wird zeitgleich auf die häufigsten Fehler innerhalb der verschiedenen Phasen hingewiesen, die in der Regel zu einem Misslingen des Hürdenlaufs führen.
Bewegungsphasen: 1. Start und Antritt bis zu ersten Hürde (Tiefstart) 2. Der Hürdenschritt a. Stützphase I b. Flugphase c. Stützphase II (Landephase) 3. Der Lauf zwischen den Hürden (Zwischenhürdenlauf) 4. Lauf nach der letzten Hürde (Zieleinlauf) 5. Die Armarbeit während des Hürdenschritts a. Einarm- oder Wechselschwungtechnik b. Doppelarmtechnik
In der ersten Phase (Start und Antritt) versucht der Läufer sowohl eine möglichst hohe Geschwindigkeit, als auch eine optimale Abdruckposition vor der ersten Hürde zu erreichen. Um dies zu ermöglichen, richtet sich der Läufer, im Gegensatz zu einem Sprinter, nach dem Start aus den Blöcken kontinuierlich auf, um zirka nach dem vierten oder fünften Schritt die aufrechte Position zu erlangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik Hürdenlauf im Schulsport und Darlegung der zentralen Fragestellung zur Eignung und methodischen Umsetzung.
2. Der Hürdenlauf: Darstellung der historischen Entwicklung, des Regelwerks, der technischen Phasen der Hürdenüberquerung sowie der notwendigen Voraussetzungen für Athleten.
3. Vermittlungsmöglichkeiten in der Schule: Analyse zweier methodischer Ansätze (technik- vs. rhythmusorientiert) zur Vermittlung des Hürdenlaufs in verschiedenen Altersstufen.
4. Umsetzbarkeit in der Schule: Untersuchung der Praxistauglichkeit des Hürdenlaufs unter Berücksichtigung verschiedener Schulformen und der jeweiligen Kerncurricula.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage mit kritischer Reflexion über die Gründe für die seltene Umsetzung der Disziplin im Schulsport.
Schlüsselwörter
Hürdenlauf, Schulsport, Leichtathletik, Sportdidaktik, Techniktraining, Rhythmusorientierung, Technikorientierung, Bewegungsanalyse, Lehrplan, Schulsport, Heterogenität, Kompetenzentwicklung, Sportunterricht, Bewegungsrepertoire, Vermittlungsmethodik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Eignung und praktische Umsetzbarkeit der Leichtathletikdisziplin Hürdenlauf im Sportunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Technik des Hürdenlaufs, didaktischen Vermittlungsmethoden und der curricularen Vereinbarkeit in verschiedenen Schulformen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob der Hürdenlauf eine für Schulen geeignete Sportdisziplin darstellt und wie er in heterogenen Lerngruppen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur, Bewegungsanalysen und einer Prüfung aktueller Kerncurricula.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Analyse der Bewegungsphasen, den Vergleich der Vermittlungsmethoden sowie die Untersuchung der schulspezifischen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Hürdenlauf, Schulsport, Technikorientierte Teillernmethode, Rhythmusorientierte Teillernmethode, Kerncurriculum und Sportdidaktik.
Warum wird der Hürdenlauf trotz Eignung selten im Sportunterricht umgesetzt?
Die Autorin sieht Gründe in mangelnder Erfahrung der Lehrkräfte, großen Leistungsunterschieden in den Klassen, der Angst vor Verletzungen und wahrgenommenem Zeitdruck.
Wie unterscheidet sich die technikorientierte von der rhythmusorientierten Methode?
Die technikorientierte Methode fokussiert auf die korrekte Ausführung einzelner Bewegungsmerkmale, während die rhythmusorientierte Methode den Bewegungsfluss und das Schrittmuster in den Mittelpunkt stellt.
Welche Bedeutung haben die Hürden- und Lauf-ABC-Übungen?
Sie dienen als vorbereitende, spielerische Maßnahmen, um Schülern notwendige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen und Berührungsängste abzubauen.
Wie ist die Umsetzung in berufsbildenden Schulen einzuschätzen?
Die Autorin stuft eine Umsetzung als unwahrscheinlich ein, da die dortigen Lehrpläne primär auf berufsspezifische Qualifikationen und weniger auf die Weiterentwicklung sportmotorischer Fähigkeiten ausgerichtet sind.
- Citar trabajo
- M.ed Maris Bostelmann (Autor), 2013, Hürdenlauf: realisierbare Disziplin oder utopischer Gedanke innerhalb des Schulsports?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262933