Die hier vorliegende Arbeit untersucht die Städtepolitik der Seleukidischen Herrscher in Koilesyrien in der Zeit Seleukos I. bis zum Tod Ptolemaius I. Soter, die Ursache, Folge und Ziele des sich stetig im Fluss befindlichen Bildes der Politik der Lagiden und Seleukiden abbildet. Konnte sich bei den ständigen Grenzverschiebungen überhaupt eine eigenständige Städtepolitik bei den Seleukiden entwickeln? Welche Städte können überhaupt untersucht werden, also sind in ihrer Bedeutung für das Seleukidische Reich so relevant, dass sie „Privilegien“1 und die näher zu bezeichnenden Freiheit erhalten? Wo liegen diese Städte und welche Tradition haben sie, gemeint ist die griechische Polis-Tradition, kann man gar nur von Neugründungen der seleukdischen Herrscher ausgehen oder überwiegen indigene Charakteristika in der städtischen Verwaltung?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Ausgangslage - Von Alexander zu Seleukos Nikator
- Koilesyrien zwischen Lagiden und Seleukiden
- Die Lagiden
- Die Seleukiden
- Von Babylon nach Antiocheia
- Seleukidische Städte im nördlichen Syrien - Seleukeia Prieria und Strukturen herrschaftlicher Macht
- Die Lagiden in Phönizien und Palästina
- Strukturen lagidischer Macht
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit widmet sich der Analyse der städtischen Politik der Seleukiden in Koilesyrien während der Herrschaft Seleukos I. bis zum Tod Ptolemaius I. Soter. Im Zentrum stehen die Ursachen, Folgen und Ziele der sich stetig entwickelnden politischen Landschaft, die durch die ständigen Grenzverschiebungen zwischen Lagiden und Seleukiden geprägt war. Ziel ist es zu untersuchen, ob sich trotz dieser Dynamik eine eigenständige städtische Politik der Seleukiden entwickeln konnte und welche Städte aufgrund ihrer Bedeutung für das Seleukidische Reich „Privilegien“ und eine gewisse Autonomie erlangten. Dabei werden die geografische Lage dieser Städte, ihre historische Tradition und die Frage nach der Präsenz griechischer Polis-Traditionen versus indigenen Verwaltungssystemen beleuchtet.
- Entwicklung der städtischen Politik der Seleukiden in Koilesyrien
- Einfluss der Lagiden auf die seleukidische Städtepolitik
- Bedeutung und „Privilegien“ seleukidischer Städte
- Geographische Lage, historische Tradition und Verwaltungssysteme seleukidischer Städte
- Vergleich der städtischen Politik von Seleukiden und Lagiden in Koilesyrien
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Kontext der Arbeit und stellt die zentralen Forschungsfragen vor. Sie beleuchtet die politische Situation nach Alexanders Tod und die Entstehung der Diadochenreiche.
- Die Ausgangslage - Von Alexander zu Seleukos Nikator: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Ereignisse nach Alexanders Tod und die Entstehung des Seleukidischen Reiches. Es beleuchtet die Rolle Seleukos Nikators in der Folge der Diadochenkriege und seinen Aufstieg zur Macht.
- Koilesyrien zwischen Lagiden und Seleukiden: Hier werden die politischen Strukturen der Lagiden und Seleukiden im Hinblick auf Koilesyrien vorgestellt. Die Rolle der Lagiden und Seleukiden als rivalisierende Mächte in der Region wird beleuchtet.
- Von Babylon nach Antiocheia: Dieses Kapitel fokussiert auf die seleukidische Städtepolitik im nördlichen Syrien, insbesondere auf die Stadt Seleukeia Prieria. Es beleuchtet die Strukturen der Herrschaft und die Bedeutung der Städte für das Seleukidische Reich.
- Die Lagiden in Phönizien und Palästina: Dieses Kapitel untersucht die Strukturen lagidischer Macht in Phönizien und Palästina. Es beleuchtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Städtepolitik der beiden rivalisierenden Mächte.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Städtepolitik im Seleukidischen Reich, insbesondere in Koilesyrien. Zentrale Themen sind die Rivalität zwischen Seleukiden und Lagiden, die Strukturen herrschaftlicher Macht, die Bedeutung städtischer Zentren und die Ausprägung der städtischen Politik in den jeweiligen Regionen. Die Analyse berücksichtigt sowohl griechische als auch indigene Traditionen der Stadtentwicklung und Verwaltung.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Kerngebiet der seleukidischen Städtepolitik in Syrien?
Im Zentrum stand Koilesyrien und das nördliche Syrien, insbesondere die Gründung und Förderung von Städten wie Seleukeia Pieria und Antiocheia.
Wie unterschied sich die Politik der Seleukiden von der der Lagiden?
Die Arbeit untersucht die rivalisierenden Machtstrukturen und wie beide Dynastien Städte nutzten, um ihre Herrschaft in Grenzregionen zu festigen.
Was bedeutete "Freiheit" für eine Stadt im Seleukidenreich?
Bestimmte Städte erhielten Privilegien wie Autonomie in der Verwaltung oder Steuerbefreiungen, um ihre Loyalität zum Herrscherhaus zu sichern.
Waren seleukidische Städte reine Neugründungen?
Nein, oft wurden bestehende indigene Siedlungen ausgebaut oder mit griechischen Siedlern neu organisiert, wobei sich griechische Polis-Traditionen mit lokalen Elementen vermischten.
Welche Rolle spielte Seleukos I. Nikator?
Seleukos I. war der Begründer des Reiches und legte durch massive Stadtgründungen das Fundament für die seleukidische Macht in Vorderasien.
Hatten die ständigen Kriege Einfluss auf die Stadtentwicklung?
Ja, die ständigen Grenzverschiebungen zwischen Lagiden und Seleukiden zwangen die Herrscher zu einer sehr dynamischen und strategischen Städtepolitik.
- Quote paper
- M.A. Nikolas Schröder (Author), 2010, Städtepolitik in Koilesyrien zwischen Ptolemaiern und Seleukiden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262970