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Städtepolitik in Koilesyrien zwischen Ptolemaiern und Seleukiden

Eine Analyse struktureller Machtelemente im seleukidischen Reich

Título: Städtepolitik in Koilesyrien zwischen Ptolemaiern und Seleukiden

Trabajo , 2010 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: M.A. Nikolas Schröder (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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Die hier vorliegende Arbeit untersucht die Städtepolitik der Seleukidischen Herrscher in Koilesyrien in der Zeit Seleukos I. bis zum Tod Ptolemaius I. Soter, die Ursache, Folge und Ziele des sich stetig im Fluss befindlichen Bildes der Politik der Lagiden und Seleukiden abbildet. Konnte sich bei den ständigen Grenzverschiebungen überhaupt eine eigenständige Städtepolitik bei den Seleukiden entwickeln? Welche Städte können überhaupt untersucht werden, also sind in ihrer Bedeutung für das Seleukidische Reich so relevant, dass sie „Privilegien“1 und die näher zu bezeichnenden Freiheit erhalten? Wo liegen diese Städte und welche Tradition haben sie, gemeint ist die griechische Polis-Tradition, kann man gar nur von Neugründungen der seleukdischen Herrscher ausgehen oder überwiegen indigene Charakteristika in der städtischen Verwaltung?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangslage – Von Alexander zu Seleukos Nikator

3. Koilesyrien zwischen Lagiden und Seleukiden

3.1 Die Lagiden

3.2 Die Seleukiden

4. Von Babylon nach Antiocheia

4.1 Seleukidische Städte im nördlichen Syrien – Seleukeia Prieria und Strukturen herrschaftlicher Macht

5. Die Lagiden in Phönizien und Palästina

5.1 Strukturen lagidischer Macht

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Städtepolitik der Seleukiden und Lagiden in der Region Koilesyrien im Zeitraum von Seleukos I. bis zum Tod von Ptolemaius I. Soter. Dabei wird analysiert, wie beide Diadochenreiche ihre Herrschaft über Städte und Peripherien strukturierten und welche Rolle Neugründungen sowie die Kontrolle bestehender Handelszentren für ihre jeweilige Machtausübung spielten.

  • Vergleichende Analyse der seleukidischen und lagidischen Städtepolitik in Koilesyrien.
  • Untersuchung der herrschaftlichen Machtstrukturen und Verwaltungsapparate (direct vs. indirect rule).
  • Bedeutung der königlichen Neugründungen (Tetrapolis) im seleukidischen Nordsyrien.
  • Rolle von Garnisonen und Euergetismus als Instrumente der Herrschaftssicherung.
  • Verhältnis zwischen der Polis-Tradition und dem tatsächlichen Grad der städtischen Autonomie.

Auszug aus dem Buch

4.1 Seleukidische Städte im nördlichen Syrien – Seleukeia Prieria und Strukturen herrschaftlicher Macht

Schon bald nach der Gründung der Tetrapolis in Nordsyrien verlegten die Seleukiden ihre Hauptstadt offiziell nach Nordsyrien. Die Gründe für diesen Schritt wurden in den vorher gehenden Kapiteln erläutert. Der Legende nach opferte Seleukos Zeus und fragte wo er eine Stadt gründen sollte. Ein Adler stibitzte ein Stück des Opfers und stieg damit in die Luft, und ließ dieses auf dem späteren Seleukeia, der neuen Hauptstadt, fallen. An dieser Stelle wurde der Legende nach Seleukeia Prieria gegründet. Nach Strabo allerding war der Ort des späteren Seleukeia bereits vorher besiedelt.

Unklar bleibt, da Antiocheia recht bald Seleukeia als Hauptstadt ablöste, ob Seleukos wirklich Seleukeia von Anfang an als neue Hauptstadt aufbauen wollte. Seleukeia kann hier als Beispiel für den Aufbau seleukidisch – hellenistischer Städte herangezogen werden, da Apameia, Laodikeia und Antiocheia bis auf marginale Unterschiede alle dem gleichen seleukidischen Stadttypus entsprechen. Unterschieden werden hingegen muss zwischen drei Schritten von Seleukos Stadtgründungen: 1) den oben genannten Neugründungen, 2) Neugründungen und bestehenden griechisch – makedonische Siedlungen, die nicht zwangsläufig dem Polis-Typ entsprechen wie Chalkis und Kyrrhos, sowie 3) Stadtumbenennungen älterer Städte. Letzteres zieht sich durch alle Diadochenreiche und war ein Symbol zur Unterstreichung der eigenen Herrschaft.

Anhand der Beispiele wird deutlich, dass die Seleukiden einen heterogenen Umgang zu als auch mit ihren Städten pflegte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage bezüglich der seleukidischen Städtepolitik in Koilesyrien und skizziert das methodische Vorgehen sowie die begriffliche Eingrenzung.

2. Die Ausgangslage – Von Alexander zu Seleukos Nikator: Dieses Kapitel erläutert den historischen Hintergrund des Zerfalls des Alexanderreiches und die Entstehung der Diadochenreiche, insbesondere des seleukidischen Machtbereichs.

3. Koilesyrien zwischen Lagiden und Seleukiden: Hier wird die prekäre geopolitische Situation in Koilesyrien analysiert und die unterschiedlichen politischen Strategien der Lagiden und Seleukiden gegenübergestellt.

4. Von Babylon nach Antiocheia: Das Kapitel behandelt die Verlagerung der seleukidischen Machtbasis von Babylon in das nördliche Syrien und die strategischen Gründe für die Gründung der dortigen Planstädte.

4.1 Seleukidische Städte im nördlichen Syrien – Seleukeia Prieria und Strukturen herrschaftlicher Macht: Es wird detailliert auf die Rolle von Seleukeia Prieria als Beispiel für seleukidische Stadtgründungen und die Kontrollmechanismen des Herrschers eingegangen.

5. Die Lagiden in Phönizien und Palästina: Fokus auf die lagidische Politik in ihren Außenbesitzungen, die durch die Integration alter Handelsstädte und ein straffes fiskalisches System geprägt war.

5.1 Strukturen lagidischer Macht: Analyse des lagidischen Verwaltungsapparates, der fiskalischen Schwerpunkte und der Rolle des Königs als Nachfolger der Pharaonen.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die erdrückenden Machtstrukturen beider Reiche hervor, bei denen die Städte primär als Instrumente der militärischen und wirtschaftlichen Absicherung dienten.

Schlüsselwörter

Seleukiden, Lagiden, Koilesyrien, Städtepolitik, Diadochenreiche, Polis, Nordsyrien, Garnisonen, Herrschaftsstrukturen, Euergetismus, Fiskalpolitik, Antike, Hellenismus, Machtpolitik, Kleinasien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Städtepolitik der Seleukiden und Lagiden in der umstrittenen Region Koilesyrien während der frühen hellenistischen Epoche, um die strukturellen Machtelemente beider Reiche sichtbar zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Gründung von Planstädten, der Vergleich zwischen direkter und indirekter Herrschaft, die Bedeutung der Polis-Tradition sowie die Rolle von militärischen Garnisonen und steuerlichen Verwaltungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, herauszuarbeiten, inwieweit sich die Städtepolitik beider Reiche unterschied und wie die Herrscher ihre Macht über diese Städte und die umliegenden Territorien sicherten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie primäre historische Ereignisse und administrative Strukturen (wie den Verwaltungsapparat oder das Kleruchen-System) anhand konkreter Beispiele aus der Tetrapolis und phönizischer Küstenstädte vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den seleukidischen Städtegründungen in Nordsyrien, der Integration der phönizischen Handelszentren durch die Lagiden sowie der jeweils spezifischen Verwaltungsorganisation und Herrschaftspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Seleukiden, Lagiden, Koilesyrien, Städtepolitik, Diadochenreiche, Polis, Garnisonen und Herrschaftsstrukturen charakterisiert.

Inwiefern unterschieden sich die Seleukiden in ihrer Städtepolitik von den Lagiden?

Während die Seleukiden primär neue Planstädte für die militärische Sicherung ihrer Randgebiete gründeten, verfolgten die Lagiden eher das Ziel, bestehende, wirtschaftlich potente Handelszentren zu annektieren und in ihr bestehendes, fiskalisch orientiertes System einzugliedern.

Welche Bedeutung hatte das Seleukeia Prieria für die seleukidische Machtstruktur?

Seleukeia Prieria dient im Text als beispielhaftes Modell für die Verbindung von städtischer Struktur, der Präsenz einer Garnison und der königlichen Kontrolle, um den seleukidischen Anspruch im nördlichen Syrien zu festigen.

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Detalles

Título
Städtepolitik in Koilesyrien zwischen Ptolemaiern und Seleukiden
Subtítulo
Eine Analyse struktureller Machtelemente im seleukidischen Reich
Universidad
Martin Luther University
Calificación
2,0
Autor
M.A. Nikolas Schröder (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
24
No. de catálogo
V262970
ISBN (Ebook)
9783656515159
ISBN (Libro)
9783656515272
Idioma
Alemán
Etiqueta
Seleukiden Ptolemäer Lagiden Koilesyrien Alexander der Große Seleukos I. Babylon Seleukeia Palästina Phönizien Ptolemaius
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Nikolas Schröder (Autor), 2010, Städtepolitik in Koilesyrien zwischen Ptolemaiern und Seleukiden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262970
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