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Das Toleranzverständnis John Owens zwischen 1649 und 1655

Titel: Das Toleranzverständnis John Owens zwischen 1649 und 1655

Seminararbeit , 2011 , 31 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Nikolas Schröder (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Owen war als Theologe ein Anhänger der parlamentarischen Opposition gegen den englischen König, die sich im Englischen Bürgerkrieg gegen König Karl I. (1625-1649) durchgesetzt hatte. Im Zuge der Hinrichtung des Königs am 30.01.1649 auf parlamentarischen Beschluss, wurde Owen zum 31.01.1649 in das englische Parlament geladen, um dort einen „Sermon“ zu halten. Im Anschluss an den Sermon hielt Owen nicht, wie ursprünglich vom Autor angenommen, eine weitere Predigt über den Toleranzgedanken und die Rechte und Aufgaben des Magistrats in Sachen Religion. Sein Diskurs „On Toleration“ wurde erst zur Drucklegung im gleichen Jahr angegliedert.

Das Besondere an dieser Publikation ist, dass Owen sich 1649 zum Umgang mit Toleranz in der Zeit des englischen Bürgerkrieges äußert, einer Zeit großer religiöser Wirren, und diese Toleranz im Umgang mit Häresien und Häretikern sowie Fehlgeleiteten auch einfordert. Sechs Jahre später hingegen veröffentlicht er sein „Vindicae evangelicae“ und bezieht in diesem Werk gezielt Stellung gegen den aufkeimenden Sozinianismus in England.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Begriffsdefinition

2. Die Tudors und Stuarts und das englische Parlament

2.1 Karl I. und die revolutionäre Ausgangslage

2.2 Das Empfinden einer nationale Demütigung

2.3 Die Bischofskriege und das „Lange Parlament“

3. John Owen und sein Aufstieg zum Parlamentsprediger

4. Die Entwicklung des englischen Sozinianismus

5. John Owen und die „Of Toleration“ von 1649

6. Owens Veränderung in der Wahrnehmung des Sozinianismus zum Jahr 1655

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zu einem Wandel im Toleranzverständnis von John Owen in Bezug auf den Sozinianismus zwischen 1649 und 1655 führten, und analysiert, wie sich seine Haltung von einer toleranteren Position hin zu einer Ablehnung der radikalen Strömungen entwickelte.

  • Die politische und religiöse Ausgangslage in England unter den Stuarts.
  • Die Entwicklung und Ausbreitung sozinianischer Ideen im 17. Jahrhundert.
  • John Owens ambivalentes Toleranzverständnis in seinen Schriften „Of Toleration“ und „Vindicae evangelicae“.
  • Der Einfluss naturrechtlicher Gedanken auf die religiöse Debatte jener Zeit.
  • Das Verhältnis von Kirche, Staat und der Rolle des zivilen Magistrats.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„I have often wondered and complained that there was no catechism yet extant, (that I could ever see, or hear of) from whence one might learne the true ground of Christian Religion, as the same is delivered in the Holy Scripture, all Catechisms generally being so stuffed with the supposals and traditions of men, that the least part of them is derived from the word of God.“

Mit diesen Worten leitete John Owen (1616-1683), der wohl bekannteste Theologe und Puritaner in der Zeit der Englischen Reformation, seine Widerlegung des von John Biddle übersetzten Rakower Katechismus ein. Owen war als Theologe ein Anhänger der parlamentarischen Opposition gegen den englischen König, die sich im Englischen Bürgerkrieg gegen König Karl I. (1625-1649) durchgesetzt hatte. Im Zuge der Hinrichtung des Königs am 30.01.1649 auf parlamentarischen Beschluss, wurde Owen zum 31.01.1649 in das englische Parlament geladen, um dort einen „Sermon“ zu halten. Im Anschluss an den Sermon hielt Owen nicht, wie ursprünglich vom Autor angenommen, eine weitere Predigt über den Toleranzgedanken und die Rechte und Aufgaben des Magistrats in Sachen Religion. Sein Diskurs „On Toleration“ wurde erst zur Drucklegung im gleichen Jahr angegliedert.

Das Besondere an dieser Publikation ist, dass Owen sich 1649 zum Umgang mit Toleranz in der Zeit des englischen Bürgerkrieges äußert, einer Zeit großer religiöser Wirren, und diese Toleranz im Umgang mit Häresien und Häretikern sowie Fehlgeleiteten auch einfordert. Sechs Jahre später hingegen veröffentlicht er sein „Vindicae evangelicae“ und bezieht in diesem Werk gezielt Stellung gegen den aufkeimenden Sozinianismus in England.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Begriffsdefinition: Einführung in die Thematik und den historischen Kontext von John Owen und dem Sozinianismus.

2. Die Tudors und Stuarts und das englische Parlament: Darstellung der politischen und religiösen Spannungen, die zum englischen Bürgerkrieg führten.

2.1 Karl I. und die revolutionäre Ausgangslage: Analyse der Finanzprobleme und der Radikalisierung zwischen Königshaus und Parlament.

2.2 Das Empfinden einer nationale Demütigung: Untersuchung der sozialen und politischen Faktoren, die die Entfremdung zwischen Hof und Volk verstärkten.

2.3 Die Bischofskriege und das „Lange Parlament“: Erörterung der Ereignisse, die den König zur Einberufung des Parlaments zwangen.

3. John Owen und sein Aufstieg zum Parlamentsprediger: Biografische Skizze Owens und seine Entwicklung innerhalb der puritanischen Bewegung.

4. Die Entwicklung des englischen Sozinianismus: Übersicht über die Entstehung und Verbreitung der sozinianischen Bewegung in England.

5. John Owen und die „Of Toleration“ von 1649: Untersuchung von Owens frühem Toleranzverständnis und seiner Forderung nach Trennung von Kirche und Staat.

6. Owens Veränderung in der Wahrnehmung des Sozinianismus zum Jahr 1655: Analyse des Wandels in Owens Haltung, die in einer stärkeren Ablehnung des Sozinianismus resultierte.

7. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Entwicklung von Owens Toleranzverständnis im politischen Kontext.

Schlüsselwörter

John Owen, Sozinianismus, Englischer Bürgerkrieg, Toleranz, Puritanismus, Parlament, Antitrinitarier, Religion, Naturrecht, Häresie, Staat, Kirche, Karl I., Cromwell, Reformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Toleranzverständnis des Theologen John Owen in der bewegten Zeit des englischen Bürgerkriegs und die Entwicklung seiner Haltung gegenüber dem aufkommenden Sozinianismus.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die politische Geschichte Englands im 17. Jahrhundert, die theologische Entwicklung des Sozinianismus und das Verhältnis von religiöser Toleranz zur staatlichen Autorität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wandel von Owens Position zwischen 1649, als er noch eine gewisse Toleranz gegenüber religiösen Abweichlern forderte, und 1655, als er scharf gegen den Sozinianismus vorging, in den Kontext der politischen Ereignisse einzubetten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse der Schriften von John Owen sowie auf die Auswertung einschlägiger Forschungsliteratur zur englischen Geschichte und zur Geschichte des Sozinianismus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der englischen Revolutionszeit, eine biografische Analyse von John Owen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit seinen Werken „Of Toleration“ und „Vindicae evangelicae“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind John Owen, Sozinianismus, Toleranz, Englischer Bürgerkrieg, Naturrecht und das Verhältnis von Staat und Kirche.

Wie hat sich Owens Sicht auf Häretiker verändert?

Während Owen 1649 noch forderte, Häretiker durch geistliche Mittel zur wahren Religion zurückzuführen, betrachtete er sie ab 1655 zunehmend als konkrete Gefahr für den Staat, was zu einer intoleranteren Haltung führte.

Welche Rolle spielte der Sozinianismus für Owen?

Der Sozinianismus entwickelte sich für Owen von einem eher beobachteten Randphänomen zu einer ernsthaften Bedrohung, die seine Vision einer universellen protestantischen Kirche in Frage stellte.

Konnte der Autor seine Ausgangsthese belegen?

Der Autor stellte fest, dass sich die ursprüngliche These eines generellen Wandels in der parlamentarischen Haltung zur Toleranz nicht belegen ließ; vielmehr handelte es sich um einen individuellen Wandel in Owens Wahrnehmung des Sozinianismus.

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Details

Titel
Das Toleranzverständnis John Owens zwischen 1649 und 1655
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,3
Autor
M.A. Nikolas Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
31
Katalognummer
V262971
ISBN (eBook)
9783656517092
ISBN (Buch)
9783656517115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John Owen Toleranz England Karl I. Sozinianer Tudors Stuarts Lange Parlament
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Nikolas Schröder (Autor:in), 2011, Das Toleranzverständnis John Owens zwischen 1649 und 1655, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262971
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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