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Work Life Balance in der Presse

Eine Analyse des öffentlichen Diskurses zum Thema

Titel: Work Life Balance in der Presse

Bachelorarbeit , 2013 , 86 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Hanna Berthold (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Abschlussarbeit zur Erlangung des Bachelorgrades. Analysiert wird der öffentliche Diskurs zum Thema Work Life Balance in den Printmedien brand eins und FAZ. Dabei bezieht sich die Analyse auf den Zeitraum zwischen den Jahren 2002 bis 2012. Nachdem der Wandel der Industriegesellschaft über die Dienstleistungs- bis hin zur Wissensgesellschaft skizziert wird, folgt eine Definition des Begriffs der Work Life Balance. Diese bildet den theoretischen
Bezugsrahmen für die Ergebnisse der Analyse des öffentlichen Diskurses. Vor dem Schritt der Analyse wird zunächst noch der Begriff des Diskurses nach Foucault geklärt sowie das Modell der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger vorgestellt. Jägers Modell bildet die methodische Basis für nachfolgende Materialaufbereitung und Analyse. Die Ergebnisse der Analyse beginnen mit einer Einzelbetrachtung der Diskursverläufe in brand eins und FAZ. Darauf
folgen ein synchroner Schnitt sowie Analysen der Gesamtberichterstattung. Dabei wird untersucht, wie intensiv der Diskurs verläuft, welche Haltungen dem Thema gegenüber aus den Printmedien abzuleiten sind, welche Bereiche als mit dem Beruf notwendig auszubalancierend verstanden werden, welche konkreten Maßnahmen in Unternehmen angewandt werden und inwiefern es im zeitlichen Verlauf zu Änderungen dieser Faktoren kommt. Abschließend werden die Ergebnisse der Analyse dem theoretischen Bezugsrahmen gegenübergestellt und resümiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage, Erkenntnisinteresse und Aufbau der Arbeit

2. Wandel der Arbeitsgesellschaft

2.1 Strukturwandel der Wirtschaft

2.2 Industriegesellschaft

2.3 Dienstleistungsgesellschaft

2.4 Wissensgesellschaft

3. Der Begriff der Work Life Balance

3.1 Definition von Work Life Balance

3.2 Wissenschaftliche Zugänge zum Thema Work Life Balance

3.3 Betriebliche Work Life Balance-Maßnahmen

3.4 Effekte von Work Life Balance-Maßnahmen

4. Theorie und Methodik

4.1 Diskursbegriff bei Foucault

4.2 Die Kritische Diskursanalyse nach Jäger

4.3 Materialaufbereitung

4.3.1 Wahl der Printmedien

4.3.2 Abgrenzung des Untersuchungszeitraums

4.3.3 Erstellung des konkreten Textkorpus

4.3.4 Feinanalyse der Diskursfragmente

5. Darstellung der Diskursanalyse

5.1 Der Diskurs im Magazin brand eins

5.2 Der Diskurs in der FAZ

5.3 Analysen der Gesamtberichterstattung

5.3.1 Diskursintensität im Textkorpus

5.3.2 Inhaltlich-ideologische Gemeinsamkeiten

5.3.3 Bereiche der Balance

5.3.4 Maßnahmen des Work Life Balance-Konzepts

5.4 Zwischenresümee

6. Resümee und Ausblick

6.1 Theorie und Praxis von Work Life Balance

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den öffentlichen Diskurs zum Thema Work Life Balance in den Printmedien brand eins und FAZ für den Zeitraum von 2002 bis 2012, um zu untersuchen, wie sich die mediale Haltung zum Thema im Zeitverlauf verändert hat, welche Bereiche als ausbalancierenswert definiert werden und welche Maßnahmen in der Praxis zur Anwendung kommen.

  • Historische Einordnung des Wandels der Arbeitsgesellschaft (Industrie- zur Wissensgesellschaft).
  • Theoretische Fundierung des Work Life Balance-Konzepts und seiner betrieblichen Umsetzung.
  • Methodische Anwendung der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger auf ein spezifisches Textkorpus.
  • Vergleichende Untersuchung der Diskursverläufe in brand eins und FAZ.
  • Analyse der in den Medien hervorgehobenen Maßnahmen und auszubalancierenden Lebensbereiche.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Kritische Diskursanalyse nach Jäger

Im Rahmen der vorliegenden Bachelorarbeit wird eine der genannten Diskurstheorien intensiver betrachtet: die Kritische Diskursanalyse nach Jäger (2004). Diese Theorie fokussiert, „was (jeweils gültiges) Wissen überhaupt ist, wie jeweils gültiges Wissen zustandekommt, wie es weitergegeben wird, welche Funktion es für die Konstituierung von Subjekten und die Gestaltung von Gesellschaft hat und welche Auswirkungen dieses Wissen für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung hat“ (Jäger 2006: 83). Diskursanalyse nach Jäger bedeutet demnach die Betrachtung von Textabfolgen über längere Zeiträume. Nicht ein einzelner Text ist bei der Analyse interessant, sondern der „Fluss des Wissens bzw. sozialen Wissensvorräten durch die Zeit“ (Jäger 2004: 132), der über die Medien immer weiter transportiert wird.

Dabei vertritt Jäger den foucaultschen Standpunkt hinsichtlich Diskurs, Macht, Wissen und Wahrheit. Also dass der Diskurs nicht initiiert werden kann, sondern etwas ist an dem alle Positionen auf eine bestimmte Art und Weise mitwirken, aber von niemanden genau so vorstrukturiert werden kann, wie es gesellschaftlich in Erscheinung tritt. Jedoch schreibt Jäger den Diskurs Involvierten mehr Verantwortung zu, indem er die Idee weiterentwickelt, dass Diskurs und Wirklichkeit „substantiell miteinander vermittelt sind und nicht unabhängig voneinander existieren“ (Jäger 2006: 92). Der Mensch kann also, indem er gewissen Dingen Bedeutung zuweist, aktiv am Diskurs teilhaben und in die Machtverteilung innerhalb des Diskurses eingreifen bzw. ihr entgegenwirken. Das bedeutet, dass das durch Diskurse vermittelte Wissen die Voraussetzung dafür bildet, wie die Menschen die Wirklichkeit gestalten und aushandeln, kurz gesagt: „Was jeweils als ‚Wahrheit‘ gilt, ist ja nichts anderes als ein diskursiver Effekt.“ (Jäger 2006: 129). Die Anwendung des vermittelten Wissens und nicht etwa eine externe Macht bewirkt insofern also, dass die über Diskurse entwickelte Wirklichkeit von den Beteiligten, dem Kollektiv, beeinflusst und verantwortet werden kann und der Diskurs nicht über den Subjekten steht (vgl. Jäger 2006: 95f.). Jäger legt den analytischen Fokus also nicht auf die Diskursstruktur sondern vor allem auf den Inhalt und die Symbolik des Kollektivs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, skizziert die gesellschaftliche Ausgangslage und stellt die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2. Wandel der Arbeitsgesellschaft: Das Kapitel beschreibt den historischen Wandel von der Industrie- über die Dienstleistungs- bis hin zur Wissensgesellschaft und ordnet die Rolle des Menschen in diesen Strukturen ein.

3. Der Begriff der Work Life Balance: Hier erfolgt eine theoretische Definition von Work Life Balance, die Darstellung wissenschaftlicher Zugänge sowie ein Überblick über betriebliche Maßnahmen und deren Effekte.

4. Theorie und Methodik: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch durch den Diskursbegriff nach Foucault und die Kritische Diskursanalyse nach Jäger sowie die praktische Materialaufbereitung.

5. Darstellung der Diskursanalyse: Der Hauptteil präsentiert die Analyseergebnisse des Diskurses in brand eins und FAZ, inklusive einer synoptischen Gesamtbetrachtung.

6. Resümee und Ausblick: Das Fazit vergleicht die theoretischen Vorbetrachtungen mit den empirischen Ergebnissen und skizziert die zukünftige Entwicklung des Begriffs in der Öffentlichkeit.

Schlüsselwörter

Work Life Balance, Arbeitsgesellschaft, Dienstleistungsgesellschaft, Wissensgesellschaft, Kritische Diskursanalyse, Jäger, Foucault, brand eins, FAZ, betriebliche Maßnahmen, Arbeitswelt, Vereinbarkeit, Arbeitszeitmodelle, Medienanalyse, Diskursforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den öffentlichen Diskurs zum Thema Work Life Balance in den deutschen Printmedien brand eins und FAZ über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Wandel der Arbeitsgesellschaft, die Definition und Effekte von Work Life Balance-Maßnahmen sowie die mediale Darstellung und Bewertung dieser Thematik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich die mediale Haltung zum Work Life Balance-Konzept im Zeitverlauf verändert hat und ob das Konzept in der Praxis den theoretischen Erwartungen entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, um Textfragmente und deren inhaltlich-ideologische Bedeutung zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Darstellung und Analyse der Diskursverläufe in den beiden gewählten Printmedien sowie einer vergleichenden Auswertung von Maßnahmen und Themenbereichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Work Life Balance, Kritische Diskursanalyse, Wissensgesellschaft und Medienanalyse charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung zwischen brand eins und FAZ?

Während brand eins das Thema oft differenzierter und moderner betrachtet, zeigt die FAZ tendenziell eine eher skeptische oder abwertende Haltung zum Work Life Balance-Begriff.

Welche Rolle spielt der Faktor "Gesundheit" im Diskurs?

Gesundheit, insbesondere im Kontext von Burn-Out und psychischen Erkrankungen, erweist sich als ein zentrales und wiederkehrendes Element im öffentlichen Diskurs über Work Life Balance.

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Work Life Balance in der Presse
Untertitel
Eine Analyse des öffentlichen Diskurses zum Thema
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Note
1,8
Autor
Hanna Berthold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
86
Katalognummer
V263094
ISBN (eBook)
9783656517337
ISBN (Buch)
9783656517344
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Work Life Balance WLB Diskurs Diskursanalyse FAZ brand eins Jäger Foucault Strukturwandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hanna Berthold (Autor:in), 2013, Work Life Balance in der Presse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263094
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Leseprobe aus  86  Seiten
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