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Simulationsmethoden zur Berechnung des "Value at Risk". Historische Simulation und "Monte-Carlo-Simulation"

Title: Simulationsmethoden zur Berechnung des "Value at Risk". Historische Simulation und "Monte-Carlo-Simulation"

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Natalie Kulenko (Author)

Mathematics - Statistics
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Der Wert eines Portfolios von Finanzanlagen wird durch verschiedene Risikofaktoren beeinflusst. Diese Risikofaktoren sind diverse Marktpreise wie Aktienkurse, Zinssätze, Wechselkurse etc. An den Wertänderungen des Portfolios, das heißt Gewinnen oder Verlusten, kann die Abhängigkeit von den Risiken gemessen werden. Ein verbreitetes Maß zur Messung der Marktrisiken ist der "Value at Risk" (VaR). Kurz gefasst misst VaR den größtmöglichen Verlust aus einem Portfolio über eine Zeitperiode mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit.

VaR ist ein monetäres Maß, das die verschiedenen Marktrisiken in eine Kennzahl komprimiert. Deswegen eignet sich der VaR dafür, den Informationsbedarf der Unternehmensleitung, der Aktionäre und Investoren zu decken. Der VaR wird aus einem Quantil einer Verteilung von Portfolio-Wertänderungen berechnet. Wenn die genaue Verteilung nicht bekannt ist, wird sie durch eine Häufigkeitsverteilung der simulierten Wertänderungen approximiert. Damit befassen sich Simulationsmodelle: historische Simulation, bei der die Wertänderungen aus den historischen Daten abgelesen werden, und Monte-Carlo-Simulation, die das Verhalten der Risikofaktoren durch die Erzeugung der zufälligen Preispfaden an Hand eines stochastischen Modells simuliert.

Nach einer kurzen Definition und Beschreibung der Modelle zur Bestimmung des VaR werden in dieser Arbeit die Simulationsmodelle genauer untersucht. Es werden zwei Varianten der historischen Simulation, der Portfolio- und der Faktoransatz dargestellt und an einem Beispiel verdeutlicht. Weiter wird die Monte-Carlo-Simulation allgemein und an einem theoretischen und empirischen Beispiel der geometrischen Brownschen Bewegung betrachtet. Dabei werden auch Methoden der Generierung der Zufallszahlen dargestellt. Außerdem wird in der Arbeit auf die Vor- und Nachteile der beiden Modelle eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Value at Risk: Definition und Methoden

2.1 Definition

2.2 Methoden

3 Historische Simulation

3.1 Konzept

3.1.1 Portfolioansatz

3.1.2 Faktoransatz

3.2 Ein Beispiel zur historischen Simulation

3.3 Vor- und Nachteile der historischen Simulation

4 Monte-Carlo-Simulation

4.1 Konzept

4.2 Monte-Carlo-Simulation für die geometrische Brownsche Bewegung

4.2.1 Simulation mit einer Zufallsvariablen

4.2.2 Simulation mit mehreren Zufallsvariablen

4.2.3 Schätzung der Parameter

4.3 Erzeugung der Zufallszahlen

4.3.1 Gleichverteilte Zufallszahlen

4.3.2 Transformierte Zufallsvariable

4.4 Ein Beispiel zu Monte-Carlo-Simulation

4.5 Vor- und Nachteile der Monte-Carlo-Simulation

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht und vergleicht zwei zentrale Simulationsverfahren zur Berechnung des Value at Risk (VaR) im Finanzrisikomanagement: die historische Simulation sowie die Monte-Carlo-Simulation. Dabei steht die methodische Herleitung, die praktische Anwendung anhand von Fallbeispielen sowie die kritische Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Modelle im Vordergrund.

  • Grundlagen des Value at Risk als Risikomaß
  • Methodik der historischen Simulation und ihre Varianten
  • Grundkonzepte der Monte-Carlo-Simulation für stochastische Prozesse
  • Generierung und Transformation von Zufallszahlen für Finanzmarktmodelle
  • Vergleichende Analyse der Modellgenauigkeit und Rechenintensität

Auszug aus dem Buch

3.3 Vor- und Nachteile der historischen Simulation

Der Ansatz der historischen Simulation hat eine Reihe von Vorteilen:

• Die Methode ist sehr intuitiv, der mathematische Aufwand ist nicht groß was den Ansatz verständlich macht.

• Die technische Implementierung ist relativ einfach, wenn historische Daten hausintern gespeichert worden sind.

• Die Methode ist nichtparametrisch, sie hängt nicht von den Annahmen über die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Wertänderungen, wie z.B. Normalverteilung ab. Es müssen keine Parameter wie Korrelationen, Volatilitäten u.a. geschätzt werden, denn historische Volatilitäten und Korrelationen sind bereits im Datensatz reflektiert.

• Die Methode kann bei fast jedem Typ von Portfoliopositionen und bei jeder Art von Marktrisiko angewendet werden.

• Die Methode liefert andere nützliche Statistiken als Nebenprodukt wie z.B. VaR zu anderen Konfidenzniveaus.

Allerdings hat die Methode der historischen Simulation auch ihre Schwächen:

• Es kann ein Problem sein, die historischen Daten zu bekommen. Es werden vergangene Werte der Risikofaktoren benötigt. Schwierigkeiten gibt es bei neuen Märkten und nicht beobachtbaren Größen.

• Ein sehr ernstes Problem ist die komplette Abhängigkeit der Simulationsergebnisse von den verwendeten Daten. Die Annahme, daß die Zukunft sich der Vergangenheit ähnelt, ist besonders problematisch, wenn bestimmte Marktgegebenheiten aus der Vergangenheit nicht mehr vorliegen.

• Ein weiteres Problem ist die Länge der historischen Beobachtungsperiode. Einerseits braucht man genug Daten, um zuverlässige Schlußfolgerungen z.B. über die Tails der Verteilung ziehen zu können. Andererseits würde eine zu lange Beobachtungsperiode zu viel Gewicht auf alte Entwicklungen legen und wäre unempfindlicher für neuere Informationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Konzept des Value at Risk als Kennzahl zur Messung von Marktrisiken und Überblick über die behandelten Simulationsmodelle.

2 Value at Risk: Definition und Methoden: Mathematische Herleitung der Portfoliowertänderung und Definition des VaR als Quantil einer Verteilung, ergänzt durch die Einteilung in parametrische und Simulationsmodelle.

3 Historische Simulation: Detaillierte Darstellung des Portfolio- und Faktoransatzes zur historischen Simulation sowie deren praktische Anwendung und Bewertung.

4 Monte-Carlo-Simulation: Erläuterung der stochastischen Modellierung von Risikofaktoren mittels geometrischer Brownscher Bewegung, Parametrisierung und Generierung von Zufallspfaden.

5 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung, die die Flexibilität und die rechentechnischen Herausforderungen der betrachteten Simulationsmethoden gegenüberstellt.

Schlüsselwörter

Value at Risk, VaR, Historische Simulation, Monte-Carlo-Simulation, Marktrisiko, Portfolioanalyse, Risikomanagement, Stochastische Prozesse, Zufallsvariablen, Volatilität, Korrelation, Quantil, Marktdaten, Finanzderivate, Verteilungsannahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die statistischen Aspekte und die praktische Anwendung von Simulationsverfahren zur Berechnung des Value at Risk (VaR) als Risikokennzahl für Wertpapierportfolios.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Unterscheidung zwischen der historischen Simulation, die auf vergangenen Daten basiert, und der Monte-Carlo-Simulation, die auf stochastischen Modellannahmen beruht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die fundierte Analyse der Vorgehensweise, der mathematischen Grundlagen und der praktischen Vor- und Nachteile beider Simulationsmethoden für das Risikomanagement.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden empirische Analysen und stochastische Modellierungen verwendet, insbesondere die geometrische Brownsche Bewegung sowie Verfahren zur Korrelationsmodellierung (Cholesky-Zerlegung) und Zufallszahlengenerierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der historischen Simulation, die mathematische Konzeption der Monte-Carlo-Simulation inklusive der Parameterbestimmung und die Durchführung anhand von konkreten Aktienbeispielen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Value at Risk (VaR), Simulationsmodelle, Marktrisiken, stochastische Prozesse und die Differenzierung zwischen historischen Beobachtungsdaten und künstlich generierten Szenarien.

Wie wird das Problem der Korrelation bei der Monte-Carlo-Simulation gelöst?

Die Arbeit nutzt die Cholesky-Zerlegung der Korrelationsmatrix, um aus unkorrelierten standardnormalverteilten Zufallszahlen korrelierte Szenarien für die verschiedenen Risikofaktoren zu erzeugen.

Warum wird zwischen dem Portfolio- und dem Faktoransatz unterschieden?

Die Unterscheidung ist für die historische Simulation wesentlich: Während beim Portfolioansatz direkt historische Preise zur Neubewertung genutzt werden, simuliert der Faktoransatz zuerst die Änderungen der Risikofaktoren, um daraus die Portfolioänderung abzuleiten.

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Details

Title
Simulationsmethoden zur Berechnung des "Value at Risk". Historische Simulation und "Monte-Carlo-Simulation"
College
University of Cologne  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,0
Author
Natalie Kulenko (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V26318
ISBN (eBook)
9783638286848
ISBN (Book)
9783656520207
Language
German
Tags
Simulationsmethoden Berechnung Value Risk Historische Simulation Monte-Carlo-Simulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Kulenko (Author), 2002, Simulationsmethoden zur Berechnung des "Value at Risk". Historische Simulation und "Monte-Carlo-Simulation", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26318
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