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Informationseffizienz auf Aktienmärkten

Title: Informationseffizienz auf Aktienmärkten

Term Paper , 2004 , 29 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: MBA Alexander Kampel (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Das Entstehen von freien Marktpreisen setzt das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage voraus, dabei wird der Einzelne nach Adam Smith ....von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, den er in keiner Weise beabsichtigt hat.1 Preise auf Märkten, besonders aber auf spekulativen Märkten, weisen eine Abhängigkeit zu Informationen auf. Indem Informationen die Preisbildung beeinflussen spiegeln sie sich in Aktienkursen wider. Die Frage nach der Effizienz von Informationen führte in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts zur Theorie der effizienten Märkte (Efficient Market Hypothesis) auch als EMH bezeichnet, das zentrale Paradigma für die Theorie der Aktienmärkte. Die Theorie der effizienten Märkte beruht auf der Voraussetzung, dass Börsen von rational handelnden Investoren im Sinne des „homo oeconomicus“ bestimmt werden. Etwas rigoroser wurde dieser Ansatz dann von Eugene Fama und seinen Mitarbeitern behandelt: Sie entwickelten ein informationstheoretisches Gebäude, das den Zufallscharakter von Finanzmarktpreisen darauf zurückführt, dass neue Information von den Marktteilnehmern sofort verarbeitet wird und sich entsprechend rasch in den Preisen niederschlägt. Weil dadurch neue preisrelevante Information am Markt nur mehr zufällig auftreten kann - so lautet die sehr vereinfachte Argumentation -, verändern sich auch die Preise in mehr oder weniger zufälliger Manier.2 Erste Zweifel an dieser Theorie tauchten Mitte der siebziger Jahre auf, da verschiedene Effekte nachgewiesen werden konnten, die mit dem traditionellen Konzept nicht im Einklang stehen. Im Mittelpunkt der Betrachtung vorliegender Arbeit steht die Theorie der effizienten Märkte und die Hinterfragung des Konzeptes anhand einer Auswahl vorwiegend empirisch beobachtbarer Phänomene und Effekte, welche in der Finanzliteratur auch als Anomalien und empirische Einwände bezeichnet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Random Walk-Hypothese

3. Die Theorie der effizienten Märkte (Efficient Market Hypothesis)

3.1. Schwache Informationseffizienz

3.2. Halbstrenge Informationseffizienz

3.3. Strenge Informationseffizienz

4. Anomalien auf Aktienmärkten und empirische Einwände

4.1. Bubbles und Crashs

4.2. Die „Excess Volatility“-Debatte

4.3. Mean Reversion

4.4. Fallstudie Co-Movements: LTCM

4.5. Saisonale Anomalien

4.5.1. Month-of-the-Year (Januar Effekt)

4.5.2. Day-of-the-Week Effekt

4.6. Relative Aktienmarktineffizienzen

4.6.1. Der Small Firm Effekt (Size Effekt)

4.6.2. Die Price-Ratio Hypothese (Price/Earnings Effekt)

4.6.3. Zusammenhang zwischen Small Firm Effekt und Price/Earnings Effekt

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie der effizienten Märkte (Efficient Market Hypothesis) und hinterfragt deren Gültigkeit anhand einer Analyse verschiedener empirisch beobachtbarer Marktphänomene. Das zentrale Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das Konzept der Informationseffizienz durch das Auftreten von Anomalien und empirischen Einwänden, wie etwa spekulativen Blasen oder saisonalen Effekten, in Frage gestellt wird.

  • Theoretische Grundlagen der Informationseffizienz und Random-Walk-Hypothese
  • Empirische Untersuchung von Marktanomalien wie Crashs und spekulativen Blasen
  • Analyse saisonaler Muster (Januar- und Wochentagseffekte)
  • Untersuchung relativer Ineffizienzen (Small Firm und Price/Earnings Effekt)
  • Kritische Würdigung der Markteffizienz gegenüber verhaltensorientierten Erklärungsansätzen

Auszug aus dem Buch

Die Random Walk-Hypothese

Aus der Brownschen Bewegung ableitbare Prozesse, werden in vielen Wissenschaften (von der Biologie über die Physik bis hin zu den Wirtschaftswissenschaften) zur Modellierung des Wechselspiels von Zufall und Kausalität benutzt. Der britische Botaniker Robert Brown (1773 - 1858) entdeckte 1827 die nach ihm benannte Brownsche Molekularbewegung, als er Pollenkörner unter dem Lichtmikroskop untersuchte. Er beobachtete als erster die Tatsache, dass im Pflanzensaft schwimmende Stoffteilchen sich völlig unmotiviert zick-zack-förmig in alle Richtungen bewegen.

Es wurde versucht die Bewegung der Teilchen vorauszuberechnen; sozusagen ein Gesetz oder eine Regelmäßigkeit zu finden. Albert Einstein machte dann zu Beginn dieses Jahrhunderts eine theoretische Vorhersage, die 1908 vom französischen Physiker Jean Perrin in einem Großversuch überprüft und bestätigt wurde. Die Teilchenbewegung gehorcht der berühmten Gaußschen Normalverteilung. Viele Ereignisse in der Natur sind normalverteilt. Sie werden durch die Normalverteilung hinreichend genau beschrieben, sofern eine möglichst große Anzahl von Beobachtungen gegeben ist und diese voneinander unabhängig sind, wie die Würfe eines Würfels. Daraus folgt:

Eine Normalverteilung ist unwahrscheinlich, wenngleich nicht unmöglich, wenn die Beobachtungen voneinander abhängig sind – d.h. wenn die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses durch ein vorausgehendes Ereignis beeinflusst wird. Daraus lässt sich umgekehrt folgern: Wenn es eine notwendige Bedingung für die Normalverteilung ist, dass zwischen den Ereignissen kein Zusammenhang besteht, dann dürfen wir annehmen, dass Beweismaterial, das sich zu einer Gaußschen Glockenkurve formt, aufgrund von Beobachtungen entsteht, die voneinander unabhängig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Theorie der effizienten Märkte (EMH) und die grundlegende Fragestellung hinsichtlich rationaler Marktteilnehmer.

2. Die Random Walk-Hypothese: Erläuterung der stochastischen Natur von Kursentwicklungen basierend auf dem Modell der Brownschen Bewegung.

3. Die Theorie der effizienten Märkte (Efficient Market Hypothesis): Detaillierte Darstellung der drei Stufen der Informationseffizienz (schwach, halbstreng, streng).

4. Anomalien auf Aktienmärkten und empirische Einwände: Untersuchung von Abweichungen von der Markteffizienz, inklusive spekulativer Blasen, saisonaler Effekte und größenbasierter Renditeanomalien.

5. Schlussbemerkung: Kritische Reflexion über den Erklärungsgehalt der EMH und den möglichen Paradigmenwechsel hin zu behavioralen Modellen.

Schlüsselwörter

Informationseffizienz, Marktanomalien, Random Walk-Hypothese, Effiziente Märkte, EMH, Spekulationsblasen, Mean Reversion, Small Firm Effekt, Price/Earnings Effekt, Behavioral Finance, Finanzmarkttheorie, Aktienmärkte, Kapitalmarkteffizienz, Börsenkursentwicklung, Überrendite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der effizienten Märkte und analysiert, inwieweit Aktienmärkte Informationen effizient verarbeiten und ob Kursbildungen tatsächlich einem zufälligen Prozess (Random Walk) folgen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Informationseffizienzhypothese, die Random-Walk-Theorie sowie die Analyse von Marktanomalien und deren empirische Widerlegung der traditionellen Finanzmarkttheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung der EMH anhand von empirischen Beweisen für Marktanomalien, um zu prüfen, ob das traditionelle Modell der effizienten Märkte noch als Paradigma Bestand hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturarbeit durchgeführt, die bestehende empirische Studien, Fallstudien (wie LTCM) und statistische Analysen zur Effizienz der Aktienmärkte vergleichend auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen der Markteffizienz sowie eine detaillierte Analyse von Phänomenen wie Bubbles, Mean Reversion, saisonalen Effekten (Januar-Effekt) und dem Small Firm Effekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Informationseffizienz, Marktanomalien, Random Walk, Behavioral Finance und verschiedene Bewertungseffekte bei Aktien charakterisiert.

Warum ist die LTCM-Fallstudie für die Markteffizienz relevant?

Sie dient als Beispiel für das Scheitern rationaler Anlagestrategien an der Irrationalität des Marktes und illustriert, dass rationale Marktpreise nicht immer das tatsächlich beobachtbare Marktverhalten widerspiegeln.

Welche Bedeutung hat der Januar-Effekt für die EMH?

Der Januar-Effekt gilt als klassische Marktanomalie, da er eine systematische saisonale Überrendite aufzeigt, die nach der reinen Theorie der effizienten Märkte eigentlich nicht existieren dürfte.

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Details

Title
Informationseffizienz auf Aktienmärkten
College
University of Linz  (Forschungsinstitut für Bankenwesen)
Grade
Sehr gut
Author
MBA Alexander Kampel (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V26321
ISBN (eBook)
9783638286879
ISBN (Book)
9783638679787
Language
German
Tags
Informationseffizienz Aktienmärkten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MBA Alexander Kampel (Author), 2004, Informationseffizienz auf Aktienmärkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26321
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