Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Film „King Kong und die weiße Frau“
aus dem Jahr 1933. Der Film von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack erzählt
die Geschichte eines Affen, der in eine für ihn fremde und exotische Welt verschleppt
wird, um dort zur Schau gestellt zu werden. Die Geschehnisse hinterfragen somit auch
die Gier der Kinobesucher nach Spektakel. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Evolutionsgeschichte – Verhältnis von Mensch und Affe
3. King Kong und die weiße Frau – Filmanalyse
3.1 Allgemeine Daten
3.2 Inhalt
3.3 Filmische Darstellung
3.4 King Kong – Monster oder Mensch?
3.5 Themen
3.6 Rezeption
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Film "King Kong und die weiße Frau" aus dem Jahr 1933 vor dem Hintergrund der menschlichen Evolutionsgeschichte und der zeitgenössischen Wahrnehmung des Primas. Dabei wird analysiert, ob die Figur des Riesengorillas als monströses "Andere" oder als anthropomorphes Wesen inszeniert wird, um die Grenzen zwischen Zivilisation und Natur sowie die Gier nach Spektakel zu hinterfragen.
- Die historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Mensch und Affe
- Die filmische Konstruktion des Riesengorillas als Monster und Liebesobjekt
- Soziokulturelle Einflussfaktoren wie Kolonialismus und Geschlechterrollen in den 1930er Jahren
- Die Funktion des Horror- und Abenteuergenres zur Spiegelung gesellschaftlicher Ängste
Auszug aus dem Buch
3.4 King Kong – Monster oder Mensch?
Der Film beginnt mit der Einblendung der Worte: „Und der Prophet sprach: ‚Das Tier schaute ins Angesicht der Schönen. Seine mörderische Hand erstarrte. Und von diesem Tage an... war es tot.’“. Dieses Zitat nimmt das Ende des Filmes schon vorweg und verweist zudem auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Das Tier wird außerdem bereits als gefährliches Geschöpf charakterisiert und der Zuschauer kann durch diese Beschreibung einen abenteuerlichen Film erwarten, welcher vom Aufeinandertreffen zwischen einem Monster und einer schönen Frau handelt. Dieser Effekt wird auch im Trailer13 des King Kong Filmes deutlich, in dem es unter anderem lautet: „Fabelwesen der Urzeit werden lebendig“14. Es sind hauptsächlich Szenen zu sehen, in denen sich King Kong in New York befindet und auf der Flucht die Stadt verwüstet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Ausgangslage des Films von 1933 und formuliert das Ziel, die Darstellung von King Kong zwischen Monströsität und Menschlichkeit zu untersuchen.
2. Evolutionsgeschichte – Verhältnis von Mensch und Affe: Dieses Kapitel behandelt die wissenschaftliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Verwandtschaft zwischen Mensch und Primat seit dem 17. Jahrhundert bis hin zu den Entdeckungen Darwins.
3. King Kong und die weiße Frau – Filmanalyse: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse des Films, die von den Produktionsdaten über die inhaltliche Struktur bis hin zu spezifischen Themen wie Geschlechterrollen, Kolonialismus und der Rezeption reicht.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schließt mit der Erkenntnis, dass King Kong durch seine facettenreiche Inszenierung zwischen Monster und menschlichem Leidensgenossen bis heute Kultstatus genießt.
Schlüsselwörter
King Kong, Filmgeschichte, Evolutionsgeschichte, Primaten, Monstrosität, Geschlechterrollen, Kolonialismus, Medienanalyse, Inszenierung, Special Effects, Horrorfilm, Identifikationsfigur, Rezeption, Kulturgeschichte, Mensch-Tier-Verhältnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem 1933 erschienenen Film "King Kong und die weiße Frau" und analysiert die Darstellung des titelgebenden Riesenaffen in einem medienwissenschaftlichen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Mensch-Tier-Beziehung, die evolutionsgeschichtliche Einordnung des Primaten, die Rolle der Frau als Opferfigur sowie koloniale und gesellschaftliche Diskurse der 1930er Jahre.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die doppelte Charakterisierung von King Kong als furchteinflößendes Monster einerseits und als leidendes, fast menschliches Wesen andererseits kritisch zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine filmwissenschaftliche Filmanalyse angewandt, die durch historische Kontexte zur Evolutionsbiologie und soziologische Beobachtungen ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Evolutionsgeschichte und eine vertiefende Filmanalyse, die sowohl die narrativen Strukturen als auch die filmästhetische Darstellung und Rezeption beleuchtet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören "Inszenierung", "Identifikationsfigur", "Monster-Mythos", "geschlechtsspezifische Rollenbilder" und "mediale Zoologie".
Inwiefern spielt der Vorspann eine Rolle für das Filmverständnis?
Das einleitende Zitat des Propheten fungiert als Vorausdeutung auf das Ende des Films und etabliert sofort das Spannungsfeld zwischen "Tier" und "Schöner", welches den Kern der Handlung bildet.
Wie verändert sich die Wahrnehmung des Affen im Laufe der Handlung?
Während Kong anfangs als bloßes, gefährliches Monster dargestellt wird, wandelt sich seine Rolle durch seine Schutzfunktion für Ann und seine gezeigten Emotionen zu einer ambivalenteren Figur, die beim Zuschauer Mitleid erwecken kann.
- Citation du texte
- Master of Arts Josephine Königshausen (Auteur), 2012, King Kong: Freund des Menschen oder Monster der Evolution?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263272