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Krisenkommunikation von Großunternehmen

Zum Einfluss ausgewählter Kommunikationsstrategien in Krisen auf die Unternehmensreputation

Title: Krisenkommunikation von Großunternehmen

Bachelor Thesis , 2013 , 50 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Sarah Maulhardt (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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Rückrufe von Autos oder Lebensmitteln, Massenentlassungen, Störfälle in Industrieanlagen. Die Liste von Unternehmenskrisen, von denen wir tagtäglich in den Medien hören, ließe sich endlos fortführen. Die Folgen solcher Krisen für Großunternehmen können verheerend sein. Neben materiellen Verlusten können Krisen vor allem auch Reputationsschäden nach sich ziehen. Dies ist kritisch, da Wirtschaftsunternehmen in der heutigen Gesellschaft zunehmend auch als soziale Akteure wahrgenommen werden, und somit immaterielle Werte wie die Reputation als „zentrale[r] Unternehmenswerttreiber“ an Bedeutung zunehmen (Thießen 2011a, S. 15-16). Somit hat eine angemessene Krisenkommunikation von Großunternehmen in unserer Medien- und Informationsgesellschaft einen beson-ders hohen Stellenwert im Rahmen des Krisenmanagements. Krisenkommunikation soll den durch die Krise verursachten Schaden für das Unternehmen reduzieren. Dabei kommen Krisenkommunikationsstrategien zum Einsatz, welche Reputationsverluste verhindern sollen (vgl. Fediuk et al. 2012, S. 221). Da eine theoriegeleitete und forschungsgestützte strategische Kommunikation hierfür notwendig ist, ist die gezielte Erforschung der Wirkungen einzelner Krisenkommunikationsstrategien unerlässlich (vgl. Schwarz 2008, S. 60). Denn eine unpassende Kommunikationsstrategie kann die Reputation eines Unternehmens gänzlich zerstören (vgl. Thießen 2011a, S. 21).
Das Ziel dieser Arbeit ist also, die Bedeutung der Krisenkommunikation von Großunternehmen insbesondere für ihre Reputation aufzuzeigen. Folgende For-schungsfragen sollen beleuchtet werden:
1. Wie können Zusammenhänge von Krisenkommunikation und der Unterneh-mensreputation aussehen? 2. Erhalten oder bilden kommunikative Strategien in Krisen die Reputation eines Großunternehmens?
Ersteres soll vor allem im dritten Kapitel dieser Arbeit erläutert werden. Dabei bildet die Situational Crisis Communication Theory von Coombs den theoretischen Rahmen dieser Arbeit. Auf die zweite Forschungsfrage soll dann im vierten Kapitel Antwort gefunden werden. Anhand von Studienergebnissen wird diskutiert, welchen Einfluss Krisenkommunikationsstrategien auf die Unternehmensreputation haben können. Diese Arbeit fokussiert sich dabei zum einen nur auf die externe Krisenkommunikation in der Krise, und zum anderen nur auf die Krisenkommunikationsstrategien der vollständigen Entschuldigung sowie der schnellen Reaktion. Doch zunächst muss im zweiten Kapitel dieser Arbeit geklärt werden...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zur Unternehmenskrise

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Typologie und Phasen von Unternehmenskrisen

2.3 Mögliche Auswirkungen auf Großunternehmen

3. Krisenkommunikation als Teil des Krisenmanagements

3.1 Begriffliche Grundlagen

3.2 Ziele und Aufgaben der Kommunikation in Krisen

3.3 W. Timothy Coombs: The Situational Crisis Communication

Theory

4. Vermeidung von Reputationsschäden durch ausgewählte

Krisenkommunikationsstrategien?

4.1 Zum Einfluss der Strategie der umfassenden Entschuldigung

4.2 Zum Einfluss der Strategie der schnellen Reaktion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Einfluss gezielter Krisenkommunikationsstrategien auf die Unternehmensreputation von Großunternehmen. Dabei wird analysiert, wie inhaltliche Ansätze, wie die umfassende Entschuldigung, sowie formale Aspekte, insbesondere die Schnelligkeit der Reaktion, dazu beitragen können, Reputationsschäden in Krisenzeiten zu minimieren oder abzuwenden.

  • Grundlagen und Typologie von Unternehmenskrisen
  • Die Situational Crisis Communication Theory (SCCT) von W. Timothy Coombs
  • Wirkungsanalyse der Strategie der umfassenden Entschuldigung
  • Einfluss der Reaktionsgeschwindigkeit auf die externe Krisenkommunikation
  • Zusammenhang zwischen Krisenkommunikation und organisationaler Reputation

Auszug aus dem Buch

3.3 W. Timothy Coombs: The Situational Crisis Communication Theory

Da diese Arbeit mögliche Einflüsse von Krisenkommunikationsstrategien auf die Unternehmensreputation beleuchten will, ist zunächst noch die Vorstellung des theoretischen Rahmens dafür notwendig. Diesen bildet die 1996 von Coombs und Holladay eingeführte Situational Crisis Communication Theory (SCCT) aufgrund des dort angenommenen Zusammenhangs zwischen Krisenkommunikation und Reputation. Durch empirische Belege und Weiterentwicklungen sowie der explizit kommunikationswissenschaftlichen Betrachtung von Krisenkommunikation ist Coombs Theorie zu einem zentralen Ansatz in diesem Forschungsfeld geworden.

Die Theorie geht zum einem davon aus, dass Stakeholder Krisen unterschiedlich wahrnehmen, was sich auf die Reputationskonstitution auswirkt. Zum anderen bestimmt die attribuierte Krisenschuld dabei wesentlich, wie Stakeholder eine Krise empfinden (vgl. Thießen 2011a, S. 17, 92). Hierbei lehnt sich die SCCT an Weinerts Attributionstheorie an (vgl. Coombs 2007, S. 166). Je mehr Stakeholder eine Organisation für negative Folgen der Krise verantwortlich machen, desto eher verhalten sie sich auch negativ gegenüber der Organisation, das Risiko für Reputationsverlust steigt (vgl. Löffelholz und Schwarz 2008, S. 28; Coombs und Holladay 1996, S. 292).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Krisenkommunikation für Großunternehmen ein und definiert die Forschungsfragen hinsichtlich des Einflusses von Kommunikationsstrategien auf die Unternehmensreputation.

2. Theoretische Grundlagen zur Unternehmenskrise: Das Kapitel definiert den Begriff der Unternehmenskrise, erläutert deren Typologie sowie Phasen und beleuchtet die wirtschaftlichen und immateriellen Auswirkungen auf ein Unternehmen.

3. Krisenkommunikation als Teil des Krisenmanagements: Es werden die begrifflichen Grundlagen der Krisenkommunikation dargelegt, ihre Ziele definiert und die Situational Crisis Communication Theory von Coombs als theoretischer Rahmen eingeführt.

4. Vermeidung von Reputationsschäden durch ausgewählte Krisenkommunikationsstrategien?: Dieser Teil analysiert kritisch den Einfluss der Strategie der umfassenden Entschuldigung sowie der Strategie der schnellen Reaktion auf die Unternehmensreputation anhand aktueller Studien.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage, wobei die Komplexität der Krisenbewältigung und der Einfluss von Variablen wie dem Krisentyp hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Krisenkommunikation, Unternehmensreputation, Krisenmanagement, Situational Crisis Communication Theory, Entschuldigungsstrategie, Schnelle Reaktion, Stakeholder, Reputationsmanagement, Krisentyp, Unternehmenskrisen, Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Attributionstheorie, Kommunikationsstrategie, Krisenprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Krisenkommunikation von Großunternehmen und untersucht, wie spezifische Kommunikationsstrategien die Unternehmensreputation während einer Krise beeinflussen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen von Unternehmenskrisen, die Situational Crisis Communication Theory (SCCT) von W. Timothy Coombs, die Strategie der umfassenden Entschuldigung sowie der Einfluss der zeitlichen Komponente einer Reaktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung der Krisenkommunikation für die Reputation eines Großunternehmens zu beleuchten. Die Arbeit geht der Frage nach, wie Zusammenhänge zwischen Krisenkommunikation und Reputation aussehen und ob kommunikative Strategien die Reputation erhalten oder bilden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Auswertung existierender Fachliteratur und diskutiert empirische Studienergebnisse (experimentelle und quasi-experimentelle Designs), um die Wirksamkeit verschiedener Strategien zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Unternehmenskrise und Krisenkommunikation sowie in eine detaillierte Analyse der Auswirkungen ausgewählter inhaltlicher und formaler Kommunikationsstrategien, wie Entschuldigungen und die Reaktionsgeschwindigkeit, auf die Reputation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Krisenkommunikation, Unternehmensreputation, Entschuldigungsstrategie, Schnelle Reaktion, SCCT, Stakeholder-Beziehungen und Krisenmanagement.

Welche Rolle spielt die "Entschuldigungsstrategie" laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt, dass eine umfassende Entschuldigung besonders in vermeidbaren Krisen als wirksames Instrument zum Reputationsschutz gilt, wenngleich die Wirksamkeit je nach kulturellem Kontext und individuellen Faktoren der Stakeholder variieren kann.

Warum ist die "schnelle Reaktion" (stealing thunder) so wichtig?

Eine schnelle Reaktion hilft, Informationslücken zu füllen, bevor Gerüchte oder Spekulationen entstehen. Dies stärkt das Vertrauen und signalisiert Handlungsfähigkeit sowie Glaubwürdigkeit des Unternehmens.

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Details

Title
Krisenkommunikation von Großunternehmen
Subtitle
Zum Einfluss ausgewählter Kommunikationsstrategien in Krisen auf die Unternehmensreputation
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Grade
1,5
Author
Sarah Maulhardt (Author)
Publication Year
2013
Pages
50
Catalog Number
V263393
ISBN (eBook)
9783656522263
ISBN (Book)
9783656523789
Language
German
Tags
krisenkommunikation großunternehmen einfluss kommunikationsstrategien krisen unternehmensreputation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Maulhardt (Author), 2013, Krisenkommunikation von Großunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263393
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