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Scheidungskinder als pädagogische Herausforderung

Título: Scheidungskinder als pädagogische Herausforderung

Tesis (Bachelor) , 2012 , 56 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Melanie Schewtschenko (Autor)

Pedagogía - Otras
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Trennung und Scheidung stellen einen drastischen Schnitt im Leben von Paaren, Eltern und deren Kinder dar. Obwohl es heutzutage nicht mehr ungewöhnlich ist, sich von seinem Lebenspartner scheiden zu lassen, löst eine solche Trennung immer noch eine hohe emotionale Betroffenheit aus, insbesondere dann, wenn Kinder mit im Spiel sind. Diese werden dann auch immer die Last einer Entwicklung tragen, an der sie am wenigsten Schuld haben. Für eine gesunde Entwicklung braucht das Kind eine funktionierende Familie, die ihm Liebe, Wärme und ein soziales Umfeld der Geborgenheit schenkt. Mit der Scheidung der Eltern zerbricht diese Struktur und das Kind verliert Ordnung und Halt in seiner Welt.Genau aus diesem Grunde ist Scheidung auch ein vieldiskutiertes und bleibend aktuelles Thema. Die Entwicklung der Scheidungszahlen steigt nach wie vor in die Höhe und somit natürlich auch die Zahl betroffener Kinder. Diese werden meist unfreiwillig, völlig unvorbereitet mit der Scheidung konfrontiert und in den elterlichen Konflikt mit einbezogen. Aufgrund ihres Entwicklungsstandes besitzen sie nur bedingt kognitive Verarbeitungsmöglichkeiten und sehen die veränderte Lebenslage aus ihrem kindeseigenen Blickwinkel, welcher sich naturgemäß von dem der Erwachsenen deutlich unterscheidet. Die Frage, wie Kinder mit solch einem einschneidenten Ereignis umgehen und welche Folgen sich daraus für sie ergeben, hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und weiter an Aktualität gewonnen. Wie erleben Kinder eine Scheidung? Welche Faktoren haben Einfluss auf die Verarbeitung und den Umgang mit der elterlichen Trennung? Reagieren Jungen etwa anders als Mädchen? Welche Handlungsmöglichkeiten hat hier die Pädagogik und wo kann sie wie ansetzten? . Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, muss man zunächst einmal die Komplexität dieses Trennung- und Scheidungsprozesses erkennen. Ich habe in meiner Arbeit versucht, einen kleinen Einblick in dieses vielschichtige Thema zu geben und dabei die wichtigsten Aspekte herauszuarbeiten. Mein besonderes Augenmerk lege ich hierbei, wie der Titel meiner Arbeit schon auch aussagt, auf die pädagogische Praxis und die Frage, wie wir als Pädagogen den betroffenen Kindern Hilfe und Unterstützung in dieser für sie außergewöhnlich schwierigen Situation geben können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Pädagogik und Scheidung

1. Zielformulierung der Pädagogik

2. Was ist Persönlichkeit und wie entwickelt sie sich?

3. Wechselwirkungen zwischen Persönlichkeit und Umwelt

4. Persönlichkeitsmodell (Fünf-Faktoren-Modell)

C. Scheidung als Phänomen

5. Was ist Scheidung?

5.1 Statistische Daten zu Scheidungssituation und Relevanz der Problematik

6. Kindliches Erleben der Scheidung

6.1.Scheidungszyklus

6.1.1 Vorscheidungsphase

6.1.2 Scheidungsphase

6.1.3 Nachscheidungsphase

6.2 Faktoren, die das Scheidungserleben beeinflussen

6.2.1 Mutter-Kind-Beziehung

6.2.2 Beziehung zum Vater

6.2.3 Stieffamilie

6.2.4 Geschwisterbeziehung

6.2.5 Großeltern und Verwandte

7. Reaktionen und Auswirkungen der Scheidung

7.1. Altersspezifisch

7.1.1. Säuglinge und Kleinkinder

7.1.2. Vorschulkinder

7.1.3. Schulkinder

7.2. Geschlechtsspezifisch

7.3. Auswirkungen auf Schule und Lernen

8. Folgen der Scheidung für das Kind

8.1. Aggressionsprobleme

8.2. Selbstwertprobleme

8.3. Geschlechtsidentitätsprobleme

8.4. Positive Folgen der Scheidung

D. Praxis und pädagogische Schlussfolgerungen

9. Soziale Unterstützung der Scheidungskinder in Tageseinrichtungen

9.1. Verhaltensänderungen bei den Kindern wahrnehmen

9.2. Das Konzept der sozialen Unterstützung

9.3. Erzieherin-Kind-Beziehung

9.4. Peerkontakte

10. Handlungsmöglichkeiten der Pädagogik

10.1 Pädagogische Unterstützung und Hilfe

10.2 Ausdrucksmöglichkeiten von Gefühlen durch Malen und Gestalten

10.3 Beratung von Eltern für den Umgang mit den Kindern

11. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Trennung und Scheidung auf Kinder und erarbeitet pädagogische Handlungsoptionen für Fachkräfte in Tageseinrichtungen. Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für das kindliche Erleben und die daraus resultierenden Belastungen zu schaffen sowie präventive und unterstützende Maßnahmen aufzuzeigen, die Kindern helfen, diese schwierige Lebensphase konstruktiv zu bewältigen.

  • Kindliche Reaktionen und Verarbeitungsmechanismen bei Trennung der Eltern
  • Einflussfaktoren auf das Scheidungserleben (u.a. Mutter-Kind-Bindung, Großeltern)
  • Rolle der pädagogischen Fachkraft als Bezugsperson
  • Konzept der sozialen Unterstützung in Kindertageseinrichtungen
  • Förderung der Resilienz durch symbolischen Ausdruck (Malen und Gestalten)

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Vorscheidungsphase:

Den Beginn der Vorscheidungsphase kann man nicht genau festlegen. Er äußert sich mit der Unzufriedenheit der Ehepartner miteinander. Die auftretenden Probleme werden zunächst versucht zu verdrängen, doch die Enttäuschungen führen immer wieder zu Konflikten zwischen den Partnern und man ist kaum noch kompromissbereit. Desweiteren finden nicht mehr viele Gespräche miteinander statt und man hat immer weniger Kontakt zueinander. Der Partner wird immer negativer gesehen und die positiven Gefühle reduzieren sich ihm gegenüber. Diese negativen Gefühle und die gesamte Situation der Unzufriedenheit führen dazu, dass man sich Gedanken über eine Trennung macht. Die endgültige Entscheidung sich scheiden zu lassen, braucht allerdings viel Zeit, denn man hat Angst vor der Zukunft und den Veränderungen, die eintreten werden.

Oft versuchen die Eltern diese vorherrschenden Spannungen vor den Kindern zu verbergen und sich nichts anmerken zu lassen. Die Kinder haben allerdings ein sehr feines Gespür und merken meist, dass etwas nicht stimmt, gerade wenn sie die ständigen Streitereien oder das Anschweigen der Eltern mitbekommen. Oft erleben sie die Konflikte zwischen den Eltern hautnah mit oder werden sogar mit hineingezogen. Die Kinder leiden sehr unter der Unzufriedenheit und den ständigen Auseinandersetzungen ihrer Eltern. Es kommt häufig vor, dass sie in dieser belastenden Situation auch noch extrem vernachlässigt werden oder gar zu Bündnispartnern, Vermittlern oder Sündenböcken gemacht werden. Wenn sie ihre Eltern auf die Situation ansprechen, bekommen sie meistens Ausreden oder ausweichende Antworten zu hören.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Trennungen und Scheidungen sowie die damit einhergehende emotionale Belastung für Kinder, die oft unfreiwillig in elterliche Konflikte einbezogen werden.

B. Pädagogik und Scheidung: Dieser Abschnitt definiert das Ziel der Pädagogik zur Förderung einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit und erörtert, wie Persönlichkeitsentwicklung durch innere und äußere Faktoren beeinflusst wird.

C. Scheidung als Phänomen: Hier werden Begrifflichkeiten geklärt, die statistische Relevanz der Scheidungsthematik in Deutschland betrachtet und der prozessuale Charakter der Scheidung (Vorscheidungs-, Scheidungs- und Nachscheidungsphase) detailliert.

D. Praxis und pädagogische Schlussfolgerungen: Der abschließende Teil widmet sich konkreten Handlungsmöglichkeiten für Pädagogen, insbesondere der sozialen Unterstützung, der Beziehungsgestaltung und der elterlichen Beratung zur Minderung kindlicher Belastungen.

Schlüsselwörter

Scheidungskinder, Pädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Trennungsprozess, soziale Unterstützung, Bindungsverhalten, emotionale Belastung, Resilienz, Tageseinrichtungen, Erzieher-Kind-Beziehung, Bewältigungsstrategien, kindliches Erleben, Elternberatung, Loyalitätskonflikte, Scheidungsfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, deren Eltern sich trennen oder scheiden lassen, und untersucht, wie pädagogische Fachkräfte diese Kinder in Kindertageseinrichtungen professionell unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung, die verschiedenen Phasen des Trennungsprozesses, die Auswirkungen auf das Kind sowie die Möglichkeiten der pädagogischen Unterstützung und Elternarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pädagogen durch gezielte Maßnahmen und eine reflektierte Beziehungsgestaltung dazu beitragen können, die Belastungen durch elterliche Trennung zu lindern und die kindliche Verarbeitung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse aktueller Fachliteratur, psychologischer Entwicklungsmodelle und pädagogischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Persönlichkeitsmodelle, Scheidungsphasen) und den praktischen Teil, in dem soziale Unterstützung, die Rolle der Erzieherin und die Bedeutung symbolischer Ausdrucksformen wie Malen und Gestalten diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Scheidungskinder, pädagogische Praxis, Bindung, soziale Unterstützung, Resilienz und emotionale Verarbeitung.

Warum spielt die Persönlichkeit des Kindes eine so wichtige Rolle für das Verständnis von Scheidung?

Die Persönlichkeit des Kindes bestimmt maßgeblich, wie es die Welt wahrnimmt, interpretiert und auf krisenhafte Ereignisse reagiert. Das Verständnis dieser individuellen Voraussetzungen ist für Pädagogen entscheidend, um angemessen auf das Kind einzugehen.

Welche Rolle spielen "Peerkontakte" bei der Verarbeitung der Scheidung?

Gleichaltrige bieten Kindern eine wichtige Form der indirekten Hilfe durch Ablenkung und das Erleben von Normalität, was eine wertvolle Ergänzung zur Unterstützung durch Erwachsene darstellt.

Warum ist die Zusammenarbeit mit den Eltern für Pädagogen so essenziell?

Da Eltern in der Krisensituation oft selbst stark belastet sind und unbewusst Schuldgefühle bei den Kindern auslösen können, ist die Abstimmung zwischen Elternhaus und Tageseinrichtung unerlässlich, um das Kind ganzheitlich zu stabilisieren.

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Detalles

Título
Scheidungskinder als pädagogische Herausforderung
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
1,7
Autor
Melanie Schewtschenko (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
56
No. de catálogo
V263419
ISBN (Ebook)
9783656522256
ISBN (Libro)
9783656533979
Idioma
Alemán
Etiqueta
scheidungskinder herausforderung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melanie Schewtschenko (Autor), 2012, Scheidungskinder als pädagogische Herausforderung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263419
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Extracto de  56  Páginas
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