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Kostenrechnung als Controlling-Instrument

Die kostentheoretische Fundierung der Grenzplankostenrechnung

Titel: Kostenrechnung als Controlling-Instrument

Bachelorarbeit , 2013 , 49 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabian Kremer (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Controlling-Praktiker besitzt in der heutigen, technisch hoch entwickelten Zeit eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich seine tägliche Arbeit durch die Nutzung von diversen Tools und Business-Intelligence Software zu erleichtern. Komplexe Berechnungen lassen sich in Sekundenschnelle lösen, Zusammenhänge können grafisch aufbereitet werden und das Speichern immenser Datenmengen ist möglich. Trotz der Entwicklung immer, angeblich neuer Funktionen in den einzelnen Programmen, darf hierbei nicht die Frage nach der Sinnhaftigkeit hinter diesen Funktionen vergessen werden. Und genau hier ist die Aufgabe des Controllers anzusetzen. Um seiner Hauptaufgabe, der Koordination der betrieblichen Führungsebene, nachzugehen, ist das Verständnis hinter solchen Anwendungen essentiell. Auch weil er es ist, der die Schnittstellenprobleme, die durch den Einsatz der Software entstehen, lösen muss, ist ein umfassendes Verständnis der Systeme hinter der Software nötig. Bekanntestes Beispiel in Deutschland ist hierbei der Einsatz der SAP-Software mit ihrem Controlling-Modul CO. Da bestimmte Anwendungsfelder, etwa die strategische Planung oder die Investitionsrechnung, nicht ausreichend unterstützt werden, aber Fachfremde vielleicht doch verleitet sind die Software hierfür zu verwenden, muss der Controller als Experte für solche Fragen offen stehen. Das System, das größtenteils dem Modul CO der SAP-Software zugrundeliegt, ist das System der Grenzplankostenrechnung nach Wolfgang Kilger. Der Controller als Experte für das interne Rechnungswesen sollte die Prämissen dieses Systems kennen, seine Stärken, aber auch seine Schwächen im Vergleich zu anderen Kostenrechnungssystemen beurteilen können.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Grenzplankostenrechnung mit ihren Prämissen vorzustellen und im Hinblick auf die Kostentheorie zu betrachten. Dazu soll die Grenzplankostenrechnung zunächst in Kapitel 2 vorgestellt und eingeordnet, sowie ein Blick auf ihre Prämissen geworfen werden. Kapitel 3 beschäftigt sich anschließend mit den einzelnen Komponenten einer Grenzplankostenrechnung. In Kapitel 4 werden die Probleme, derer sich die Grenzplankostenrechnung gegenübersieht, genauer beleuchtet. Abschließend wird in Kapitel 5 das internationale Interesse an der Grenzplankostenrechnung betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Rolle der Grenzplankostenrechnung für den Controlling-Praktiker

2. Grundlagen der Grenzplankostenrechnung

2.1 Einordnung der Grenzplankostenrechnung in das System der Kosten- und Leistungsrechnung

2.2 Aufgaben der Grenzplankostenrechnung

2.3 Prämissen der Grenzplankostenrechnung

2.4 Der verbrauchsorientierte Kostenbegriff

2.5 Der Einfluss der Kostentheorie in der Grenzplankostenrechnung

3. Kostenplanung und -kontrolle durch die Grenzplankostenrechnung

3.1 Die Kostenartenrechnung zur Ermittlung der Einzel- und Gemeinkosten

3.2 Die Kostenstellenrechnung zur Planung der Gemeinkosten

3.2.1 Bezugsgrößenplanung in den Kostenstellen

3.2.2 Möglichkeiten der Primärkostenrechnung

3.2.3 Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung

3.3 Die Kostenträgerstückrechnung

3.4 Die Betriebsergebnisrechnung

3.5 Kostenkontrolle durch Abweichungsanalysen

4. Umsetzungsprobleme der Grenzplankostenrechnung

4.1 Können Entscheidungen auf Basis der Grenzplankostenrechnung optimal sein?

4.2 Untersuchung der Linearitätsprämisse im Hinblick auf die Kostentheorie

4.3 Gemeinkostenverrechnung in der Prozesskostenrechnung und Grenzplankostenrechnung im Vergleich

4.4 Kostenverrechnungsunterschiede der Grenzplankostenrechnung im Vergleich zum Rechnen mit relativen Einzelkosten

5. Zunehmende internationale Beachtung der Grenzplankostenrechnung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Grenzplankostenrechnung in ihren theoretischen und praktischen Dimensionen fundiert vorzustellen und kritisch im Hinblick auf die zugrunde liegende Kostentheorie zu betrachten. Dabei wird analysiert, wie das System zur kurzfristigen Erfolgsplanung und Kostensteuerung in Unternehmen beitragen kann.

  • Grundlagen und Prämissen der Grenzplankostenrechnung
  • Methodik der Kostenplanung und -kontrolle
  • Herausforderungen bei der Umsetzung und Entscheidungsoptimierung
  • Vergleich der Grenzplankostenrechnung mit anderen Kostenrechnungssystemen
  • Internationale Perspektiven der Kostenrechnung

Auszug aus dem Buch

2.1 Einordnung der Grenzplankostenrechnung in das System der Kosten- und Leistungsrechnung

Die Kosten- und Leistungsrechnung an sich ist dem internen Rechnungswesen zuzuordnen und fällt typischerweise in das Aufgabenspektrum des Controllers. Als Grundlage für seine Planungen benötigt er zunächst die richtig ermittelten Zahlen aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Dabei kann zwischen Ist-, Normal- und Plankalkulation unterschieden werden. Istkalkulation bedeutet hierbei, dass sich Kosten und Erlöse auf vergangene Perioden beziehen. Normalkostenrechnungen basieren auf durchschnittlichen Kosten, Erlösen und Beschäftigung aus der Vergangenheit, um Schwankungen in den vergangenen Zahlen auszugleichen. Eine effektive Kostenkontrolle ist mit beiden allerdings nicht möglich, da Plan- oder Sollkosten zum Vergleich fehlen. Dem gegenüber steht die Plankalkulation, die eher in die Zukunft gerichtet ist. Gegenüber den beiden vorherigen Kalkulationsarten besteht hier die Möglichkeit für bestimmte zukünftige Planungszeiträume Kosten festzulegen. Dies geschieht auf der Basis von Prognosen über zukünftige Entwicklungen im betrieblichen Umfeld, etwa Marktpreiserhöhungen bei der Rohstoffbeschaffung.

Da natürlich auch Istkosten im Unternehmen anfallen, ist bei der Plankalkulation eine Kostenkontrolle zwischen Plan- und Istkosten möglich, sowie eine Analyse der Abweichung. Die Grenzplankostenrechnung ist in das System der Plankalkulationen einzuordnen, es ist also sowohl eine Untersuchung vergangener Istkosten, als auch eine Prognose zukünftiger Plankosten möglich. Weiterhin können Systeme der Plankalkulation danach unterschieden werden, ob und in welcher Weise Einflussfaktoren bei der Kostenvorgabe berücksichtigt werden, etwa die Möglichkeit einer angepassten Beschäftigung. Mögliche Ausprägungen sind dabei starre oder flexible Plankostenrechnungssysteme, wobei bei der flexiblen Variante eine Anpassung der Kosteneinflussfaktoren, etwa auf monatlicher Basis, möglich ist. Ohne Anpassung entstehen bei der starren Variante Kostenabweichungen, die durch die unterschiedliche Beschäftigung zustandekommen. Eine effektive Kostenkontrolle ist hier nicht möglich, da Istkosten und Plankosten auf unterschiedliche Beschäftigungen beziehen. Als weiteres Unterscheidungskriterium gilt der Umfang der Kosten, die auf die Kostenträger verrechnet werden, wobei man von Systemen der Vollkosten- oder Teilkostenrechnung spricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Rolle der Grenzplankostenrechnung für den Controlling-Praktiker: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung eines fundierten Systemverständnisses für Controller in einem technisch hoch entwickelten Arbeitsumfeld.

2. Grundlagen der Grenzplankostenrechnung: Hier erfolgt die Einordnung in das System der Kostenrechnung sowie die Erläuterung zentraler Aufgaben, Prämissen und des zugrunde liegenden Kostenbegriffs.

3. Kostenplanung und -kontrolle durch die Grenzplankostenrechnung: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Datenverarbeitung von der Kostenarten- bis zur Betriebsergebnisrechnung und die Möglichkeiten der Abweichungsanalyse.

4. Umsetzungsprobleme der Grenzplankostenrechnung: Hier werden kritische Aspekte wie die Optimalität von Entscheidungen, die Linearitätsprämisse und Vergleiche mit Prozesskostenrechnung und der Rechnung mit relativen Einzelkosten diskutiert.

5. Zunehmende internationale Beachtung der Grenzplankostenrechnung: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf die internationale Verbreitung und Anwendung des Systems in global agierenden Unternehmen.

Schlüsselwörter

Grenzplankostenrechnung, Controlling, Kostenplanung, Kostenkontrolle, Plankalkulation, Teilkostenrechnung, Fixkosten, Kostentheorie, Abweichungsanalyse, Betriebsergebnisrechnung, Prozesskostenrechnung, Bezugsgröße, Kostenträger, Entscheidungsorientierung, Unternehmenserfolg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grenzplankostenrechnung als Instrument des Controllings, beleuchtet deren theoretische Fundierung und untersucht ihre Eignung zur Planung und Steuerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Prämissen der Kostenrechnung, die operative Kostenplanung, die Analyse von Plan-Ist-Abweichungen sowie der Vergleich mit alternativen Kostenrechnungssystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise der Grenzplankostenrechnung unter Berücksichtigung ihrer theoretischen Annahmen, insbesondere der Linearität, kritisch zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer Literaturrecherche und der systematischen Herleitung mathematischer Kostenfunktionen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Darstellung des Kostenflusses im System, die Analyse von Umsetzungsproblemen und die vergleichende Betrachtung zu anderen Systemen wie der Prozesskostenrechnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Grenzplankostenrechnung, Fixkosten, Linearitätsprämisse, Kostenkontrolle und entscheidungsorientierte Kostenrechnung.

Wie geht die Arbeit mit dem Problem der Linearitätsprämisse um?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Annahme linearer Kostenverläufe trotz komplexer realer Zusammenhänge für die praktische Entscheidungsunterstützung vertretbar ist.

Warum wird die Grenzplankostenrechnung mit anderen Systemen verglichen?

Der Vergleich dient dazu, die spezifischen Vor- und Nachteile der Grenzplankostenrechnung gegenüber konkurrierenden Systemen wie der Prozesskostenrechnung oder dem Rechnen mit relativen Einzelkosten abzugrenzen.

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Details

Titel
Kostenrechnung als Controlling-Instrument
Untertitel
Die kostentheoretische Fundierung der Grenzplankostenrechnung
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
1,7
Autor
Fabian Kremer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
49
Katalognummer
V263462
ISBN (eBook)
9783656555049
ISBN (Buch)
9783656555124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fundierung grenzplankostenrechnung Kostentheorie Internes Rechnungswesen Kosten- und Leistungsrechnung Bezugsgrößen Prozesskostenrechnung Plankostenrechnung homogene Kostenverursachung Grenzkosten heterogene Kostenverursachung variable Kosten Controlling Kostenrechnung KLR Kosten- und Leistugnsrechnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Kremer (Autor:in), 2013, Kostenrechnung als Controlling-Instrument, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263462
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  49  Seiten
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