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Neigung zum Tausch als Leitidee bei Adam Smith

Titel: Neigung zum Tausch als Leitidee bei Adam Smith

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten

Autor:in: Dragan Ahmedovic (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nur scheinbar widersprüchlich, befinden sich Ethik und Ökonomik in einer engen Beziehung zueinander, was sich bei Smith deutlich liest: Die Neigung zum Tausch, als Alleinstellungsmerkmal des Menschentums, ist nicht nur auf materiellen Tausch begrenzt, sondern sie findet auch auf emotionaler Ebene statt – durch gegenseitige Anerkennung, via Sympathie (Empathie). Die Neigung zum Tausch ist als verbindendes Glied und zentraler
Gedanke in Smiths Philosophie zu betrachten, und anhand dieser These ist in dieser Arbeit auch die Exegese der Grundbegriffe vorgenommen, die Smiths Werke auszeichnen: „Arbeitsteilung“, „Der unparteiische Zuschauer“, „Sympathie“, „Unsichtbare Hand“ und „Selbstinteresse“. Anschließend ist im Fazit eine Zusammenfassung der Erkenntnisse geleistet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. NEIGUNG ZUM TAUSCH

2.1 SELBSTINTERESSE, AFFEKTLOGIK UND SYMPATHIE

2.2 ARBEITSTEILUNG

2.3 DER UNPARTEIISCHE ZUSCHAUER

2.4 DAS AXIOM DER UNSICHTBAREN HAND

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle der "Neigung zum Tausch" in der Philosophie von Adam Smith und hinterfragt die einseitige Wahrnehmung Smiths als reinen Ökonomen. Ziel ist es, die philosophischen Fundamente seiner Theorien – insbesondere das Zusammenspiel von Ethik, Affektleben und wirtschaftlichem Handeln – neu zu beleuchten und Missverständnisse rund um den Begriff des Selbstinteresses zu klären.

  • Die philosophische Verwurzelung von Adam Smith jenseits der Nationalökonomie.
  • Das "Adam-Smith-Problem" und die Verbindung von Moral und Eigennutz.
  • Die Bedeutung von Sympathie und Affektlogik im menschlichen Miteinander.
  • Die Neigung zum Tausch als Grundpfeiler von Arbeitsteilung und sozialer Ordnung.
  • Kritische Analyse der Metapher der "Unsichtbaren Hand".

Auszug aus dem Buch

2. NEIGUNG ZUM TAUSCH

Im Unterschied zu den Tieren, verfügen Menschen über Wertbewusstsein, und dieses Wertbewusstsein ist die Grundlage jedes sozialen Verhaltens. Die Vorstellung der Werte durch Symbole und das Bewusstsein darüber entstehen aus der instinktiven Neigung zum Tausch und sie sind die Grundlage der Kommunikation. Diese Kommunikation ist nicht nur intellektueller Natur, sondern sie kennzeichnet auch unser Affektleben – und die Ökonomie, inklusive unseres monetären Systems, mit dem Symbol des Geldes an der erster Stelle. So ist Ökonomie durchaus ein Kommunikationsprozess, und sie besteht nicht nur aus Zahlungen und Nichtzahlungen, sondern ihr Bestehen und ihre Existenz setzen einen starken Affekt-Unterbau voraus. Es ist so schon verwunderlich, dass manche ökonomischen Interpretationen von Smiths Werken einerseits seine Beschäftigung mit dem menschlichen Gefühlsleben kontinuierlich ausblenden, und andersrum ein fast religiöser Glaube an die Macht der Werbung und ihre Rolle in der Wirtschaft pflegen, wenn es sich um das ankurbeln von Verkaufszahlen handelt.

Die Werbung, als Kunst der Gefühlsmanipulation betrachtet, kann so ihre Existenz auch nur der Neigung zum Tausch verdanken. Smith ist dieser Fehler nicht unterlaufen – er hatte als Gegenstand seiner Betrachtungen eben nicht den intelligenten, unfehlbaren und emotionslosen Menschen vor Augen, wie allzu oft das Wunschbild des homo oeconomicus präsentiert wird. Der Gegenstand seiner Betrachtungen war der intelligente, aber durchaus affektive Mensch, der auf paradoxe Weise ständig dem zuwiderhandelt was ihm persönlich, aber auch gleichzeitig der Gesellschaft als angemessen und vorteilhaft erscheinen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Autor führt in die Thematik ein, indem er Adam Smith primär als Moralphilosophen und nicht nur als Ökonomen positioniert, um das Spannungsfeld zwischen Ethik und Wirtschaft zu verdeutlichen.

2. NEIGUNG ZUM TAUSCH: Dieses Kapitel erläutert, dass die Tauschneigung eine tief verwurzelte, affektgesteuerte menschliche Eigenschaft ist, die als Basis für soziale Kommunikation und ökonomische Systeme fungiert.

2.1 SELBSTINTERESSE, AFFEKTLOGIK UND SYMPATHIE: Hier wird analysiert, wie Smith das menschliche Streben durch die Brille der Affektlogik und der moralischen Sympathie betrachtet, anstatt nur einen rationalen Egoismus anzunehmen.

2.2 ARBEITSTEILUNG: Es wird dargelegt, wie die Neigung zum Tausch zur Arbeitsteilung und Spezialisierung führt, wodurch unterschiedliche Talente erst nutzbar und gesellschaftlich wertvoll gemacht werden.

2.3 DER UNPARTEIISCHE ZUSCHAUER: Dieser Abschnitt beschreibt Smiths Konzept des "inneren Beobachters" als notwendiges Korrektiv für moralische Urteile und als Vorstufe zur Entwicklung des Gewissens.

2.4 DAS AXIOM DER UNSICHTBAREN HAND: Der Autor dekonstruiert die populäre Interpretation der "unsichtbaren Hand" und zeigt auf, dass Smith sie nicht als Freibrief für rücksichtslosen Egoismus verstanden wissen wollte.

3. FAZIT: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass eine ganzheitliche Lektüre von Smiths Werken notwendig ist, um die Bedeutung von moralischer Verantwortung und sozialer Anerkennung für eine funktionierende Wirtschaft zu verstehen.

Schlüsselwörter

Adam Smith, Wirtschaftsphilosophie, Neigung zum Tausch, Arbeitsteilung, Sympathie, Selbstinteresse, Unparteiischer Zuschauer, Unsichtbare Hand, Affektlogik, Wohlstand der Nationen, Theorie der moralischen Gefühle, Ethik, Ökonomik, Soziale Marktwirtschaft, Wertbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen von Adam Smith und plädiert dafür, ihn ganzheitlich als Moralphilosophen zu betrachten, dessen ökonomische Theorien untrennbar mit seinem Verständnis von menschlichen Gefühlen und sozialem Austausch verbunden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die menschliche Neigung zum Tausch, die Bedeutung von Sympathie, die Rolle der Arbeitsteilung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem modernen Verständnis des Selbstinteresses und der unsichtbaren Hand.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist die Exegese der Grundbegriffe in Smiths Werk, um nachzuweisen, dass seine Philosophie auf einer "Neigung zum Tausch" basiert, die sowohl materielle als auch emotionale Aspekte umfasst und weit über rein ökonomische Berechnungen hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine exegetische und textanalytische Methode, um Smiths Primärwerke (insbesondere "Wohlstand der Nationen" und "Theorie der moralischen Gefühle") zu interpretieren und diese in den Kontext der zeitgenössischen Wirtschafts- und Moralphilosophie zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kernkonzepte "Neigung zum Tausch", "Selbstinteresse", "Arbeitsteilung", "Unparteiischer Zuschauer" und das Axiom der "unsichtbaren Hand", indem er diese jeweils auf ihre philosophischen und affektlogischen Wurzeln zurückführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Adam Smith, Wirtschaftsphilosophie, Neigung zum Tausch, Sympathie, Affektlogik und die notwendige Verbindung von Ethik und Ökonomie in einer zivilisierten Gesellschaft.

Was unterscheidet den Menschen nach Adam Smith von Tieren in Bezug auf den Tausch?

Smith argumentiert, dass der Mensch über ein Wertbewusstsein verfügt und seine Tauschneigung nicht nur aus Instinkten resultiert, sondern auf gegenseitiger Anerkennung und komplexer Kommunikation basiert, was ihn von rein instinktgesteuerten Tieren unterscheidet.

Wie definiert der Autor das Verhältnis zwischen "oikonomikos" und Ethik?

Der Autor weist darauf hin, dass der Begriff "oikonomikos" ursprünglich die Synthese aus der Verwaltung eines Haushalts und der moralischen Regelung von Beziehungen bezeichnete, womit wirtschaftliches Handeln immer auch ein moralisches Gebot beinhaltet.

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Details

Titel
Neigung zum Tausch als Leitidee bei Adam Smith
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Philosophie)
Autor
Dragan Ahmedovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V263513
ISBN (eBook)
9783656521730
ISBN (Buch)
9783656526896
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaft Ökonomik Adam Smith Neigung zum Tausch Arbeitsteilung Selbstinteresse Affektlogik Sympathie Der unparteiische Zuschauer Unsichtbare Hand Luc Ciompi
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dragan Ahmedovic (Autor:in), 2013, Neigung zum Tausch als Leitidee bei Adam Smith, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263513
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Leseprobe aus  18  Seiten
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