Die deutsche Komödie. Ludwig Tieck. Der gestiefelte Kater.


Seminararbeit, 2002
12 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Hintergrund und Bestimmung des Objektes der Satire

3. Illusion und Illusionsdurchbrechung

4. Gattungsbestimmung

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Johann Ludwig Tieck (31. Mai 1773- 28. April 1853) war einer der vielseitigsten und produktivsten Dichterpersönlichkeiten seiner Epoche und ist einer der bedeutendsten Repräsentanten der deutschen literarischen Romantik. Mit dem Kreis der Frühromantiker um August Wilhelm und Friedrich von Schlegel, Novalis und Clemens Brentano kam Tieck in Berührung bei Besuchen in Jena, Dresden und Weimar. So lernte er auch Johann Gottlieb Fichte, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller kennen. 1802 bis 1818 lebte Tieck mit seiner Gefährtin Henriette von Finkenstein vorwiegend auf Gut Ziebingen, unternahm aber zahlreiche Reisen, u. a. nach Italien. Ab 1825 war er als Hofrat und Dramaturg am Dresdener Hoftheater tätig und avancierte schnell zu einer bedeutenden Persönlichkeit des kulturellen Lebens der Stadt. Auf Einladung Friedrich Wilhelms IV übernahm Tieck 1842 eine Beratertätigkeit am Hoftheater in Berlin. Mehrere literarische Epochen verbinden sein Leben und Schaffen. Zu seiner Lebzeiten war er berühmt, geehrt, anregend und ausstrahlungsmächtig wie wenige[1].

Schon in seiner Jugend zeigte Tieck großes Interesse für die Werke William Shakespeares, die er später übersetzte, und trat schon früh mit eigenen Dichtungen hervor. Auch seine Übersetzung des Don Quijote von Miguel de Cervantes blieb bis heute verbreitet. Heute ist der Autor einem größeren Publikum vornehmlich durch seine Leistungen als Übersetzer und einige besonders populäre Erzählungen präsent, allen voran die Satire "Der gestiefelte Kater" (1797).

Der gestiefelte Kater“ fehlt in keiner Darstellung der deutschen Romantik, und erst recht ist er im Zusammenhang solcher Themen wie der romantischen Ironie, der romantischen Komödie, des Beginns der Romantik und sogar des epischen Theaters und seine Vorformen immer wieder behandelt worden. Zu einer aber auch nur im wesentlichen einheitlichen Deutung ist man trotzdem nicht gelangt[2].

Gegenstand der folgenden Arbeit sind einige Interpretationen und Auffassungen des Gestiefelten Kater. Kapitel 2 soll eine kürze Einführung in den Hintergründen vermitteln, die zur Entstehung des Stückes geführt haben. Kapitel 3 hat die Rolle der Illusionsdurchbrechung und eine Rekonstruktion der Spielebenen zum Gegenstand. Im Kapitel 4 werden anschließend einigen Interpretationen des Stückes vorgestellt und behandelt. Ziel der Arbeit ist eine Rekonstruktion der bisherigen Auffassungen, um die Gattung des Stückes und sein Platz in der deutschen Komödie festzustellen.

2. Hintergrund und Bestimmung des Objektes der Satire

Im Jahr 1797 erschien im Verlag von Carl Augus Nicolai in Berlin Tiecks Drama „Der gestiefelte Kater: Kindermärchen in drei Akten, mit Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge“. Der Stoff für sein Stück entnahm Tieck der Märchensammlung „Contes de ma mere l’Oie“ von Charles Perrault (1697). Die Gattung aber von dramatisierten Märchen und Literatursatire bezieht sich auf dem venezianischen Lustspieldichter Carlo Gozzi[3].

Gozzis Dramen waren ein Produkt eines Kriegs innerhalb des venezianischen Literatur- und Theaterbetriebs. Er wollte die alten Masken der Commedia dell’arte gegen Goldonis Charakterkomödie wieder zur Geltung bringen und dem Wunderbaren wieder zu seinem Recht verhelfen.

[...]


[1] Vgl. Helmut Kreuzer (1984), S.66

[2] Vgl. Jürgen Brummack (1979), S. 46

[3] Vgl. Bernd Auerochs (1997), S.15

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die deutsche Komödie. Ludwig Tieck. Der gestiefelte Kater.
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Germanistisches Institut)
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V26353
ISBN (eBook)
9783638287128
ISBN (Buch)
9783656380986
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Komödie, Ludwig, Tieck, Kater
Arbeit zitieren
Snejana Iovtcheva (Autor), 2002, Die deutsche Komödie. Ludwig Tieck. Der gestiefelte Kater., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26353

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