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Ist die EZB in ihren Entscheidungen unabhängig?

Titre: Ist die EZB in ihren Entscheidungen unabhängig?

Dossier / Travail , 2013 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Carsten Otto (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Die Hausarbeit analysiert, in welchem Maße die Europäische Zentralbank (EZB) in ihren Entscheidungen unabhängig ist und Entscheidungen umgesetzt werden können.

Neben dem Aufbau der entscheidungsrelevanten Gremien: EZB-Rat, EZB-Direktorium und dem erweiterten EZB-Rat wird der Grad der institutionellen, personellen und operativen Unabhängigkeit beschrieben und festgestellt.

Außerdem beschreibt die Arbeit den Umfang der demokratischen Legitimation der Gremien der EZB sowie der Organisation als ganzes.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau der Arbeit

3. Der Aufbau der Europäischen Zentralbank

3.1. Der EZB-Rat

3.2. Das Direktorium

3.3. Der erweiterte EZB-Rat

4. Unabhängigkeit der EZB

4.1. Institutionelle Unabhängigkeit

4.2 Personelle Unabhängigkeit

4.3. Operative Unabhängigkeit

5. Demokratische Legitimation

6. Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) in ihren Entscheidungen vor dem Hintergrund der europäischen Staatsschuldenkrise. Das primäre Ziel ist es, die organisatorische Struktur der EZB zu analysieren und zu bewerten, inwieweit diese in ihren Aufgaben, insbesondere in der Geldpolitik, frei von politischer Einflussnahme agieren kann.

  • Aufbau und entscheidungsrelevante Gremien der EZB
  • Rechtliche Grundlagen der Unabhängigkeit
  • Dimensionen der Unabhängigkeit (institutionell, personell, operativ)
  • Debatte um demokratische Legitimation
  • Verhältnis zwischen Geldpolitik und politischer Steuerung

Auszug aus dem Buch

4.1. Institutionelle Unabhängigkeit

Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union gibt nicht nur vor, was der Sinn und Zweck der ESZB sein soll. Artikel 130 dieses Vertrags regelt explizit die institutionelle Unabhängigkeit. Der Artikel gibt vor, dass Weisungen sämtlicher zur Verfügung stehender nationaler wie supranationaler Stellen untersagt sind. Gründe dafür sind nicht zuletzt in der Tatsache zu suchen, dass ein Staat – oder im Fall des Euros: der Europäische Staatenbund – mehrere Gründe dafür haben kann, die Geldpolitik zu steuern.

Denkbar ist zum Beispiel der Wunsch eines Staates nach hoher Inflation und niedrigen Zinsen, die es einfacher machen Kredite aufzunehmen und die Staatsverschuldung zu mindern. „Aufgrund der […] gesamtwirtschaftlichen Relevanz der Preisstabilität erscheint es naheliegend, Geldschöpfung und Zinspolitik, als potentielle Quellen monetärer Entwertung, möglichen Inflationsprofiteuren zu entziehen und allein einer autonomen, nicht am Umverteilungsgewinn teilhabenden Institution zu überlassen.“19

Da diese Unabhängigkeit in Art. 130 AEUV geregelt ist und diese gegenüber dem Grundgesetz zwar keinen Geltungs- jedoch einen Anwendungsvorrang20 hat und die europäischen Verträge und das Grundgesetz durch das Kooperationsverhältnis eher gleichberechtigt sind, ist die institutionelle Stellung der EZB rechtlich einwandfrei als unabhängig zu bezeichnen. Die EZB „ist im Rahmen des Rechtsetzungsverfahrens in allen Bereichen, auf die sich ihre Befugnis erstreckt, anzuhören und kann Stellungnahmen abgeben (Art. 282 V AEUV). Zudem kann sie für die Euroländer in den Grenzen des Art. 282 Abs. IV AEUV die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Maßnahmen erlassen.“21

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die Entstehung der europäischen Staatsschuldenkrise und die daraus resultierende Kritik am agieren der EZB, welche den Anlass für die Forschungsfrage dieser Arbeit bildet.

2. Aufbau der Arbeit: Das Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise und die Struktur der Untersuchung, die sich von den organisatorischen Grundlagen hin zur Analyse der Unabhängigkeit und Legitimation bewegt.

3. Der Aufbau der Europäischen Zentralbank: Hier werden die drei zentralen Entscheidungsgremien der EZB – der EZB-Rat, das Direktorium und der erweiterte EZB-Rat – in ihrer Zusammensetzung und Funktion vorgestellt.

3.1. Der EZB-Rat: Das Kapitel beschreibt das oberste Entschlussgremium der EZB, welches aus dem Direktorium und den Notenbankpräsidenten des Euroraums besteht und primär für die Geldpolitik zuständig ist.

3.2. Das Direktorium: Dieses Kapitel behandelt das aus sechs Mitgliedern bestehende Gremium, das die laufenden Geschäfte der EZB führt und dessen Mitglieder eine achtjährige Amtszeit innehaben.

3.3. Der erweiterte EZB-Rat: Der Abschnitt stellt dieses Gremium vor, das die Notenbankpräsidenten aller EU-Staaten umfasst und als Bindeglied fungiert, solange nicht alle Länder den Euro eingeführt haben.

4. Unabhängigkeit der EZB: Dieses Kernkapitel analysiert auf Basis von Artikel 127 AEUV, wie die EZB ihren Auftrag zur Preisstabilität autonom verfolgen kann.

4.1. Institutionelle Unabhängigkeit: Hier wird dargelegt, dass der EZB durch den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union untersagt ist, Weisungen von nationalen oder supranationalen Stellen entgegenzunehmen.

4.2 Personelle Unabhängigkeit: Das Kapitel prüft kritisch, inwieweit Personalentscheidungen durch Regierungschefs die Unabhängigkeit der Gremienmitglieder beeinflussen können.

4.3. Operative Unabhängigkeit: Der Abschnitt erörtert den Handlungsspielraum der EZB bei der Wahl ihrer geldpolitischen Mittel wie Offenmarkt- und Kreditgeschäfte zur Erfüllung ihrer Aufgaben.

5. Demokratische Legitimation: Diese Analyse setzt sich mit dem Spannungsfeld zwischen der Autonomie der EZB und dem Fehlen direkter parlamentarischer Kontrolle auseinander.

6. Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die EZB trotz politischer Einflüsse bei Personalentscheidungen rechtlich und operativ unabhängig agieren kann.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, Unabhängigkeit, Geldpolitik, Preisstabilität, Eurokrise, EZB-Rat, Institutionelle Unabhängigkeit, Personelle Unabhängigkeit, Operative Unabhängigkeit, Demokratische Legitimation, Europäische Union, AEUV, ESZB, Staatsverschuldung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtliche und operative Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank im Kontext der europäischen Staatsschuldenkrise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Aufbau der EZB-Gremien, die verschiedenen Dimensionen der Unabhängigkeit (institutionell, personell, operativ) und die demokratische Legitimation der Bank.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die EZB in ihren Entscheidungen tatsächlich unabhängig agieren kann oder ob sie politischer Einflussnahme unterliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der europäischen Verträge (AEUV), der ESZB-Satzung sowie aktueller Rechtsprechung und Literatur zum Thema.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EZB-Struktur, eine detaillierte Untersuchung der drei Unabhängigkeitsaspekte und eine kritische Diskussion zur demokratischen Legitimation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen EZB-Unabhängigkeit, Preisstabilität, EZB-Rat, operative Autonomie und demokratische Legitimation.

Welche Rolle spielt das Direktorium bei der Unabhängigkeit?

Das Direktorium führt die laufenden Geschäfte, unterliegt jedoch bei seiner Besetzung durch den Europäischen Rat einer gewissen politischen Einflussnahme, was die personelle Unabhängigkeit als problematisch erscheinen lässt.

Wie bewertet der Autor die demokratische Legitimation?

Der Autor stellt fest, dass es zwar Defizite gibt, da keine direkte parlamentarische Kontrolle stattfindet, die EZB aber dennoch an gesetzliche Rahmenbedingungen gebunden ist, die in demokratischen Prozessen entstanden sind.

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Résumé des informations

Titre
Ist die EZB in ihren Entscheidungen unabhängig?
Université
University of Hamburg
Cours
Europäisches Verfassungsrecht
Note
1,0
Auteur
Carsten Otto (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
13
N° de catalogue
V263717
ISBN (ebook)
9783656527374
ISBN (Livre)
9783656527923
Langue
allemand
mots-clé
entscheidungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carsten Otto (Auteur), 2013, Ist die EZB in ihren Entscheidungen unabhängig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263717
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Extrait de  13  pages
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