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Böden der Mediterrangebiete am Beispiel der Terra Rossa

Title: Böden der Mediterrangebiete am Beispiel der Terra Rossa

Term Paper , 2012 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Elisabeth Müller (Author)

Geography / Earth Science - Geology, Mineralogy, Soil Science
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Die Teilräume der Vegetations- und Klimazone der Mediterrangebiete bzw. der winterfeuchten Subtropen befinden sich bevorzugt an der Westküste von Kontinenten zwischen 30° und 40° auf beiden Seiten des Äquators liegend. Die stark zerstückelten Mediterrangebiete nehmen weltweit nach Zeck (2002) nur 2,68 · 106 km² ein, was circa 1,2% der Gesamterdoberfläche entspricht, und gelten als die kleinste Ökozone der Erde.

Wie in Abbildung 1 zu sehen, setzen sich die Mediterrangebiete aus schmalen Küstenstreifen in Kalifornien und Mittelchile, der Südwestspitze von Südafrika und Teilen der Südwest- bzw. Südküste von Australien und dem Mittelmeerraum zusammen. Die größten Flächenanteile liegen mit 61% im Mittelmeergebiet gefolgt von 19% in Australien, 12% in Kalifornien und jeweils 4% in Chile und Südafrika (Jahn 1997: 2). Die Zuordnung der Mediterrangebiete erfolgt in erster Linien durch klimatische Eigenschaften, da die Böden der Mediterrangebiete sehr heterogen sind und die Vegetationsbedeckung durch anthropogene Eingriffe in vielen Gebieten nicht mehr dem natürlichen Zustand entspricht (Jahn 1997: 2).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Lage der Mediterrangebiete

2. Bodenbildende Faktoren

2.1 Geologie und Relief

2.2 Klima

2.3 Vegetation

2.4 Anthropogener Einfluss

3. Bodentypen der Mediterrangebiete

3.1 Bodengesellschaften

4. Terra Rossa

4.1 Herkunft und Alter der Terra Rossa

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geographischen und bodenkundlichen Besonderheiten der Mediterrangebiete, auch bekannt als Winterfeuchte Subtropen. Das primäre Ziel ist es, die hohe Heterogenität der dort vorkommenden Bodentypen auf Basis verschiedener bodenbildender Faktoren zu erklären und die Rolle des Menschen sowie spezifische Phänomene wie die Terra Rossa kritisch zu beleuchten.

  • Geographische Lage und globale Verteilung der Mediterrangebiete
  • Einfluss von Geologie, Relief, Klima und Vegetation auf die Bodenbildung
  • Anthropogene Auswirkungen auf die Bodendegradation
  • Charakterisierung der Bodentypen und Bodengesellschaften
  • Genese, Herkunft und Alter der Terra Rossa

Auszug aus dem Buch

4. Terra Rossa

Die Zurordnung der Terrae rossae ist international nicht eindeutig. Im WRB System wird sie meistens den Chromic Luvisolen oder den Chromic Cambisolen zugeordnet. In der KA5 ist sie zusammen mit der Terra fusca, den Terrae Calcis, Böden aus Carbonatgesteins-Verwitterung, zugeordnet (Blum 2007: 108, Jahn 1997: 18). Bei der Terrae Rossae in Mitteleuropa handelt es sich allerdings um fossile oder reliktische Kalkresiduallehmböden, da eine rezente Bildung nicht stattfindet (Eitel 2006: 150).

Ausschlaggebende Prozesse für die charakteristische Rotfärbung sind die Carbonatisierung und die Rubefizierung. Das Vorhandensein von Carbonatgesteinen führt zur Entkalkung des Oberbodens und zur Residualtonanreicherung während des regenreichen Winters. Im Unterboden fallen während der trockenen Sommerzeit sekundäre Carbonate aus.

Der bei der Entkalkung unter feuchten Bedingungen im Winter freigesetzte schlecht kristallisierte Ferrihydrit (5 Fe2O3 x 9H2O) wird im Sommer in rotgefärbten Hämatit umgewandelt. Die Hämatitbildung ist abhängig von Trockenheit, die durch eine gute Drainage der tonigen Unterböden und Verkarstung der Kalke erreicht wird (Eitel 2006 149; Zech 2002: 51).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lage der Mediterrangebiete: Dieses Kapitel definiert die geographische Verbreitung der Winterfeuchten Subtropen und ordnet sie als kleinste Ökozone der Erde ein.

2. Bodenbildende Faktoren: Hier werden die abiotischen Faktoren wie Geologie, Relief und Klima sowie die biotischen Einflüsse der Vegetation und des Menschen auf die Bodenentwicklung analysiert.

3. Bodentypen der Mediterrangebiete: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die hohe Vielfalt an vorkommenden Bodentypen und erläutert deren kleinräumige Differenzierung in Bodengesellschaften.

4. Terra Rossa: Das Kapitel behandelt die Klassifikation, die chemischen Entstehungsprozesse und die kontrovers diskutierte Herkunft dieses für den Mittelmeerraum charakteristischen Bodentyps.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die große Heterogenität der Böden eine einfache bodenzonale Zuordnung erschwert und die enge Verknüpfung von natürlichen Faktoren und menschlicher Nutzung unterstreicht.

Schlüsselwörter

Mediterrangebiete, Winterfeuchte Subtropen, Bodenbildung, Bodentypen, Terra Rossa, Anthropogener Einfluss, Bodenerosion, Klimaklassifikation, Luvisols, Cambisols, Rubefizierung, Karstlandschaft, Äolische Einträge, Bodenheterogenität, Ökozone.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den bodengeographischen Grundlagen der sogenannten Mediterrangebiete oder Winterfeuchten Subtropen und analysiert, warum dort eine solch hohe Vielfalt an Bodentypen existiert.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind die Standortfaktoren (Klima, Geologie, Relief), der Einfluss des Menschen auf die Landschaft, die Charakterisierung der Bodentypen sowie die spezielle Entstehung der Terra Rossa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen bodenbildenden Prozesse in den mediterranen Zonen zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese durch die kleinräumige Zerstückelung und anthropogene Eingriffe beeinflusst werden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine geographische Literaturanalyse, die auf etablierten bodenkundlichen Klassifikationssystemen (wie der FAO-UNESCO) und Studien verschiedener Fachautoren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die natürlichen und anthropogenen Faktoren der Bodenbildung detailliert besprochen, gefolgt von einer Klassifikation der Bodentypen und einer tiefgehenden Betrachtung der Terra Rossa.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mediterrangebiete, Bodendegradation, Terra Rossa, Humusbildung, Rubefizierung, Bodengesellschaften und ökologische Zonierung.

Warum ist die Klassifikation der Terra Rossa international nicht eindeutig?

Die Einordnung ist schwierig, da sie je nach System unterschiedlichen Bodenreferenzgruppen wie den Luvisolen oder Cambisolen zugeordnet wird und ihre Entstehung sowohl rezente als auch reliktische Anteile aufweisen kann.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der heutigen Bodenbeschaffenheit?

Der Mensch hat durch Rodungen, landwirtschaftliche Nutzung und das Auslösen von Bränden die natürliche Vegetationsbedeckung stark verändert, was zu erhöhter Erosion und veränderten Nährstoffbilanzen in den Böden geführt hat.

Welchen Einfluss haben äolische Einträge auf die Terra Rossa?

Äolische Einträge, insbesondere Fernstaubtransport aus der Sahara, liefern Fremdmaterial, das maßgeblich an der Zusammensetzung der schluffreicheren Oberböden beteiligt ist.

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Details

Title
Böden der Mediterrangebiete am Beispiel der Terra Rossa
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Elisabeth Müller (Author)
Publication Year
2012
Pages
9
Catalog Number
V263756
ISBN (eBook)
9783656527794
Language
German
Tags
Terra Rossa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Müller (Author), 2012, Böden der Mediterrangebiete am Beispiel der Terra Rossa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263756
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