Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Interkulturelle Gesundheitsarbeit im Hinblick auf das Gesundheitsprojekt „MiMiNRW– Mit Migranten für Migranten- Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein Westfalen“.
Heutzutage kann Migration als Grundelement menschlicher Existenz verstanden werden. Weltweit sind es ca. 3 % der Weltbevölkerung, die außerhalb ihrer Heimat leben wollen oder müssen.Da dieser Trend tendenziell steigt, müssen soziale Einrichtungen sich neustrukturieren und interkulturell öffnen, um den Menschen eine Integration zu ermöglichen. Das führte dazu, dass sich in Deutschland verschiedene zielgruppenspezifische Beratungsdienste etabliert haben (Schröer 2007).Im Januar 2005 wurde von der Bundesregierung ein klarer gesetzlicher, politischer Integrationsauftrag verabschiedet, wodurch Vorschriften über das Arbeitserlaubnisrecht verbunden und die rechtlichen Grundlagen für gezielte Integrationsmaßnahmen geschaffen wurden (Schneider 2007).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziel des Projekts
2.1 Zertifizierte Schulungen
2.2 Mehrsprachige Informationsveranstaltungen
2.3 Mehrsprachiger Gesundheitswegweiser
2.4 Empowerment& Vernetzung
2.5 Evaluation
3. Öffentlichkeitsarbeit
4. Standorte
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit analysiert das Gesundheitsprojekt "MiMi – Mit Migranten für Migranten" als einen Ansatz zur interkulturellen Gesundheitsförderung in Nordrhein-Westfalen, um Zugangsbarrieren zum deutschen Gesundheitssystem für Migrantinnen und Migranten abzubauen und deren gesundheitliche Teilhabe zu verbessern.
- Struktur und Zielsetzungen des MiMi-Projekts
- Die Rolle von interkulturellen Gesundheitsmediatoren (Lotsen)
- Barrieren im deutschen Gesundheitssystem für Zuwanderer
- Empowerment, Vernetzung und Evaluation im Projektkontext
- Bedeutung interkultureller Kompetenzen in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
2.1 Zertifizierte Schulungen
In der ersten Phase werden besonders gut integrierte und sozial engagierte Migrantinnen und Migranten im Rahmen einer 50 stündigen Schulung zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren (Lotsen) ausgebildet. Meist handelt es sich um Menschen, die innerhalb ihrer Gemeinde engagiert sind und Zugang zu Ihren Landsleuten haben. Sie sind Schlüsselpersonen die sich bereits erfolgreich integriert haben, dabei aber ihre Wurzeln nicht vergessen haben. Solche Menschen können die eigenen Landsleute besser erreichen und stellen oft sogar ein Vorbild da.
Die Mediatoren werden in verschiedenen gesundheitsrelevanten Themen geschult, wie Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, Umgang mit Medikamenten, seelische Gesundheit, Unfallprävention, Familienplanung, Schwangerschaft, Erste Hilfe beim Kind, Mundgesundheit, Kindergesundheit, Gesundheit und Pflege im Alter. Auch Themen zu gesunden Lebensweisen wie Bewegung, Ernährung, Risiken des Tabak- und Alkoholkonsums und Vermeidung von Übergewicht werden vermittelt. Die Mediatoren lernen auch, wie sie selbstständig Informationsveranstaltungen für ihre Landsleute organisieren und durchführen. Im Anschluss an die Schulung bekommen sie ein Zertifikat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verortet das MiMi-Projekt im Kontext der migrationsbedingten Anforderungen an soziale Einrichtungen und beleuchtet die gesundheitlichen Benachteiligungen von Migranten in Deutschland.
2. Ziel des Projekts: Dieses Kapitel erläutert die fünf Bausteine des Projekts, von der Ausbildung der Mediatoren über die Informationsarbeit bis hin zur Evaluation.
3. Öffentlichkeitsarbeit: Hier werden die Akteure der Öffentlichkeitsarbeit sowie die verschiedenen Medien und Fachtagungen zur Ergebnissicherung des Projekts beschrieben.
4. Standorte: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Verbreitung des MiMi-Projekts auf Bundes- und Landesebene sowie spezifische Standorte in Nordrhein-Westfalen.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit der Einbindung von Migranten in das Gesundheitssystem und die Wichtigkeit interkultureller Kompetenzen in der gesundheitsbezogenen Ausbildung.
Schlüsselwörter
MiMi-Projekt, Interkulturelle Gesundheitsarbeit, Migration, Gesundheitsmediatoren, Integrationsarbeit, Gesundheitsförderung, Prävention, Ethno-Medizinisches Zentrum, Gesundheitsversorgung, Sprachbarrieren, Soziale Arbeit, Empowerment, Teilhabe, Gesundheitswegweiser, Nordrhein-Westfalen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Gesundheitsprojekt "MiMi – Mit Migranten für Migranten" als Modellprojekt zur Verbesserung des Zugangs zum deutschen Gesundheitssystem für Menschen mit Migrationshintergrund.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind interkulturelle Gesundheitsförderung, der Abbau von Informations- und Sprachbarrieren sowie die Ausbildung und der Einsatz von kultursensiblen Mediatoren.
Was ist das primäre Ziel des Projekts?
Das Ziel ist die Förderung der Integration in das Gesundheitssystem, um eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Leistungen zu ermöglichen und die Eigenverantwortung der Migranten zu stärken.
Welche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Projektkonzept sowie eine Analyse der strukturellen Bedingungen von Gesundheitsversorgung für Migranten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil detailliert die Projektbausteine, die Ausbildung der Mediatoren, die Rolle der Öffentlichkeitsarbeit und die geografische Verbreitung an verschiedenen Standorten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere MiMi-Projekt, Gesundheitsmediatoren, interkulturelle Kompetenz, Gesundheitsförderung und Integration.
Welche spezifische Rolle spielen die "Gesundheitsmediatoren"?
Sie fungieren als Brückenbauer, die aufgrund ihrer eigenen Migrationsgeschichte und Sprachkenntnisse direkt in ihre Communitys wirken und dort Gesundheitswissen vermitteln.
Warum ist das Projekt laut der Autorin besonders wichtig?
Da sprachliche Barrieren und Unkenntnis des Systems oft eine gesundheitliche Fehlversorgung begünstigen, sieht die Autorin in Projekten wie MiMi eine notwendige Maßnahme zur sozialen Gerechtigkeit.
- Arbeit zitieren
- Bachelor Diana Lakir (Autor:in), 2010, MiMi. Mit Migranten für Migranten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263862