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Buchrezension zu Hiekel, Jörn Peter (Hrsg.): "Neue Musik in Bewegung: Musik- und Tanztheater heute"

Titel: Buchrezension zu Hiekel, Jörn Peter (Hrsg.): "Neue Musik in Bewegung: Musik- und Tanztheater heute"

Rezension / Literaturbericht , 2013 , 5 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Marina Bendocchi Alves (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der von Jörn Peter Hiekel herausgegebene Sammelband „Neue Musik in Bewegung: Musik- und Tanztheater heute“ enthält Aufsätze, die auf die Vorträge der 64. Frühjahrstagung des INMM im April 2010 basieren. Die Aufsätze sind von Autoren/innen diverser Fachbereiche: Es gibt sowohl wissenschaftliche Beiträge von Musik- / Tanzwissenschaftlern wie auch Beiträge von Komponisten, Performance und Intermedia-Künstlern. Aus dem Inhaltsverzeichnis wird, wenn namentlich nicht bekannt, nicht ersichtlich, welche Beiträge von Künstlern und welche von Wissenschaftlern verfasst wurden.
Der Sammelband besteht aus einem Vorwort des Herausgebers, 11 Aufsätzen zu den Themenblöcken der Tagung und einem abschließendem reflektierenden Aufsatz von Peter W. Schatt. Die Künstlerbeiträge befinden sich in der Mitte des Buches, wobei zwischen drittem und viertem Künstlerbeitrag ein wissenschaftlicher Aufsatz eingeschoben ist. Ohne die Themenblöcke der Tagung zu kennen, die nicht als Kapitelüberschriften - wie sonst üblich - übernommen wurden, erscheint die Strukturierung des Bandes unklar. Die Aufsätze sind nach den Themenblöcken der Tagung gegliedert, wobei nicht alle Vorträge der Tagung in Aufsätzen vertreten sind und die Reihenfolge der Aufsätze innerhalb eines Themenblockes zum Teil geändert wurde. Themenblock I enthält die drei wissenschaftlichen Aufsätze mit „Grundüberlegungen“ zum zeitgenössischen Musiktheater. Der zweite Themenblock beschäftigt sich mit „Öffnungen des Musiktheaters“ und besteht aus zwei wissenschaftlichen Aufsätzen sowie drei Künstlerbeiträgen. In Themenblock III behandeln zwei tanzwissenschaftliche Aufsätze und ein Künstlerbeitrag das Thema „Tanz – Körper – Bewegung“. Themenblock IV ist dem Musiktheater von Wolfgang Rihm gewidmet, ist aber durch nur einen Aufsatz vom Komponisten Jörg Mainka komplett untervertreten. Die Vorträge von Ulrich Mosch und Wolfgang Lessing sind nicht im Sammelband enthalten. Die wichtige Verbindung von Wolfgang Rihm mit Artauds „Theater der Grausamkeit“ fehlt durch den nicht abgedruckten Vortrag von Wolfgang Lessing völlig. Das Gespräch von Jörn Peter Hiekel mit Wolfgang Rihm wurde ebenfalls nicht transkribiert. Der in der Tagung durch drei Vorträge und einem Gespräch gut vertretene Themenblock wird im Sammelband durch nur einen Aufsatz an den Rand gestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort des Herausgebers

2. Themenblock I: Grundüberlegungen

2.1 Was leistet Musiktheater heute? Bewegungen und Tendenzen

2.2 Musiktheater heute

2.3 Musiktheater in der Gegenwart – einige Beispiele

3. Themenblock II: Öffnungen des Musiktheaters

3.1 Öffnungen des Musiktheaters

3.2 Jenseits der Oper? – Musiktheater in Schwimmbädern und Landschaften

3.3 Schrift und Aura im Musiktheater

3.4 Grundrisse der Wirklichkeit. Erkundungen für die Präzisierung eines Gefühls für die Krise des Formats (vorwärts). Beitrag zu einer szenischen Anthropologie

3.5 Bewegung erfassen – das Musiktheaterwerk „hellhörig“

4. Themenblock III: Tanz – Körper – Bewegung

4.1 Neue Klangräume für neue Bewegungsformen und Bewegungsformate

4.2 Ver-Rückungen der Realität. Zu meiner künstlerischen Arbeit

4.3 Musik und Bewegung. Wahrnehmungspsychologische Erkenntnisse – exemplifiziert und falsifiziert an „Jagden und Formen“

5. Themenblock IV: Das Musiktheater von Wolfgang Rihm

5.1 Das Ereignis des Augenblicks

6. Abschließende Reflexionen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine kritische Rezension des Sammelbandes „Neue Musik in Bewegung: Musik- und Tanztheater heute“, wobei der Fokus auf der Analyse der interdisziplinären Struktur aus wissenschaftlichen Beiträgen und Künstlerbeiträgen liegt.

  • Strukturelle Untersuchung der Tagungsbeiträge des INMM
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Postdramatischen Theater
  • Analyse der Schnittstellen zwischen Musik, Tanz und Bewegung
  • Beurteilung der künstlerischen versus wissenschaftlichen Darstellungsweisen
  • Evaluation des Musiktheaters von Wolfgang Rihm im Kontext des Bandes

Auszug aus dem Buch

Musiktheater in der Gegenwart – einige Beispiele

Im letzten Aufsatz des ersten Themenblocks „Musiktheater in der Gegenwart – einige Beispiele“ stellt die Musikkritikerin Julia Spinola, eine Schülerin Lehmanns, zeitgenössische Komponisten mit jeweils einem Werk vor und analysiert dessen strukturelle und ästhetische Besonderheiten. Die meisten dieser Werke kommen den Minimalanforderungen der Oper nicht nach, sie haben kein Libretto, keine Regieanweisungen, keine durchgehende Handlung und z.T. auch keine Sänger. Stücke wie Mark Andres „22, 13“ und Claus-Steffen Mahnkopfs „Angelus Novus“ (2000) werfen die Frage nach der Notwendigkeit der Bühne auf.

Der zweite Themenblock „Öffnungen des Musiktheaters“ wird mit einem Aufsatz von Regine Elzenheimer eröffnet. Sie beruft sich wiederum auf Lehmanns „Postdramatisches Theater“, indem sie die Dekonstruktion von Subjekt und Erzählung als grundlegendes Kriterium des Postdramatischen nach Lehmann begreift und versucht diese Theorie für das zeitgenössische Musiktheater fruchtbar zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort des Herausgebers: Einführung in die Thematik der 64. Frühjahrstagung des INMM und deren Verschriftlichung im Sammelband.

Themenblock I: Grundüberlegungen: Auseinandersetzung mit der Gattungsgeschichte und theoretischen Fundamenten wie dem Postdramatischen Theater.

Themenblock II: Öffnungen des Musiktheaters: Untersuchung innovativer Spielformen und alternativer Aufführungsorte sowie deren theoretische Einordnung.

Themenblock III: Tanz – Körper – Bewegung: Fokus auf choreographische Verfahren und die Verschränkung von Klang und körperlicher Bewegung.

Themenblock IV: Das Musiktheater von Wolfgang Rihm: Spezifische Analyse des musikalischen Ereignisses im dramaturgischen Kontext am Beispiel von Rihms Werken.

Abschließende Reflexionen: Zusammenführende Betrachtung der Tagungsinhalte unter Berücksichtigung musikpädagogischer Aspekte.

Schlüsselwörter

Musiktheater, Tanztheater, Neue Musik, Postdramatisches Theater, INMM, zeitgenössische Komposition, interdisziplinäre Kunst, Ästhetik, Musikwissenschaft, Künstlerbeitrag, Performance, Wolfgang Rihm, Wahrnehmungspsychologie, choreographische Verfahren, Musikpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Buchrezension grundlegend?

Die Rezension bewertet den Sammelband „Neue Musik in Bewegung“ hinsichtlich seiner inhaltlichen Struktur und der Qualität der enthaltenen wissenschaftlichen sowie künstlerischen Beiträge.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt des Bandes?

Zentrale Felder sind das zeitgenössische Musiktheater, die Öffnung des Genres für neue Räume, die Rolle von Tanz und Bewegung sowie das Werk von Wolfgang Rihm.

Was ist das primäre Ziel dieser Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie erfolgreich die theoretische Auseinandersetzung mit modernen Musiktheaterformen in den Beiträgen des Bandes gelungen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Rezension angewandt?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturkritik, die Inhaltszusammenfassung mit einer kritischen Reflexion über methodische Kohärenz und Strukturqualität verbindet.

Was wird im Hauptteil der Rezension behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der Themenblöcke des rezensierten Buches und prüft die Qualität der Argumentation der einzelnen Autoren und Künstler.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Musiktheater, Postdramatisches Theater, interdisziplinäre Forschung und zeitgenössische Ästhetik.

Warum wird die Struktur des Buches als unklar bezeichnet?

Die Rezensentin kritisiert, dass die Themenblöcke der Tagung nicht als klare Kapitelüberschriften fungieren und die Anordnung der Beiträge teilweise willkürlich erscheint.

Wie bewertet die Rezensentin die Künstlerbeiträge?

Sie beurteilt diese ambivalent: Während sie interessante Einblicke bieten, kritisiert sie teilweise deren fehlende theoretische Einordnung und unklare Strukturierung.

Welcher Komponist kommt laut der Rezension zu kurz?

Der Sammelband wird kritisiert, weil das Schaffen von Wolfgang Rihm im vierten Themenblock durch nur einen Aufsatz nicht angemessen gewürdigt wird.

Welche Rolle spielt die Theorie von Hans-Thies Lehmann?

Das „Postdramatische Theater“ von Lehmann dient mehreren Autoren als wesentlicher theoretischer Referenzpunkt für die Analyse des zeitgenössischen Musiktheaters.

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Details

Titel
Buchrezension zu Hiekel, Jörn Peter (Hrsg.): "Neue Musik in Bewegung: Musik- und Tanztheater heute"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1.0
Autor
Marina Bendocchi Alves (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
5
Katalognummer
V263954
ISBN (eBook)
9783656534211
ISBN (Buch)
9783656575009
Sprache
Deutsch
Schlagworte
buchrezension hiekel jörn peter hrsg neue musik bewegung musik- tanztheater veröffentlichungen instituts musikerziehung darmstadt mainz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marina Bendocchi Alves (Autor:in), 2013, Buchrezension zu Hiekel, Jörn Peter (Hrsg.): "Neue Musik in Bewegung: Musik- und Tanztheater heute", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263954
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Leseprobe aus  5  Seiten
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