Arbeiten wir, um zu leben, oder hat uns die schöne neue Arbeitswelt längst komplett im Griff? Gerade in Zeiten eines schnelllebigen Arbeitsmarktes wecken Konzepte wie das der Work-Life-Balance Hoffnungen bei Beschäftigten und Arbeitgebern gleichermaßen – auf Leistungsanreize und den Erhalt qualifizierter Arbeitskräfte zum einen und auf mehr Lebensqualität zum anderen. Doch wie effektiv lässt sich die Idee der Work-Life-Balance im Arbeitsalltag umsetzen?
Das vorliegende Buch erläutert die Hintergründe der Work-Life-Balance und gibt Vorschläge und Anregungen zur Praxis. Gleichzeitig wird das Konzept einer kritischen Betrachtung unterzogen.
Aus dem Inhalt:
Work-Life-Balance als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements; Vorstellung von Instrumenten und Maßnahmen; Die Frage nach der Vereinbarkeit von Freizeit, Beruf und Familie; Work-Life-Balance bei instabilen Beschäftigungsverhältnissen; Mögliche Rollenprobleme in Berufs- und Privatsphäre
Inhaltsverzeichnis
Sebastian Anderer (2012): Betriebliches Gesundheitsmanagement – Maßnahmen und Handlungsvorschläge zur Verbesserung der Work-Life Balance
1. Einleitung
2. Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
3. Grundlagen der Work-Life-Balance
4. Maßnahmen der Work-Life-Balance
5. Personenorientierte Maßnahmen
6. Kritische Würdigung der Work-Life-Balance
Patrick Metz (2007): Work-Life-Balance als Effizienzkriterium nach Chester Barnard
1. Einführung
2. Die Anreiz-Beitrags-Gleichgewichtstheorie
3. Work-Life-Balance (WLB)
4. Auswirkungen von WLB-Maßnahmen auf die Effizienz eines Unternehmens
5. Praktische Umsetzung am Beispiel der Siemens AG
5.1 Unternehmensdaten
6. Fazit
Ella Kolb (2007): Work Life Balance unter dem Aspekt instabiler Beschäftigungen
1. Zielsetzung
2. Arbeitsgesellschaft im Wandel
3. Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse
4. Herausforderung durch instabile Beschäftigung
5. Zusammenfassung
Maximilian Leist (2005): Work-Life-Balance – Rollenprobleme in Berufs- und Privatsphäre
1. Einleitung
2. Work-Life-Balance – ein aktuelles Konzept
3. Work-Life-Balance als Rollenkonflikt – ein neues Thema?
4. Work-Life-Balance – kritisch hinterfragt
5. Praktische Konsequenzen aus den theoretischen Überlegungen
Zielsetzung & Themen
Das Buch untersucht die Relevanz und Umsetzung von Work-Life-Balance (WLB) Konzepten im Kontext moderner betrieblicher Anforderungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Unternehmen durch Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nicht nur die Gesundheit und Motivation ihrer Mitarbeiter steigern, sondern auch Effizienzgewinne und eine stärkere Mitarbeiterbindung erzielen können.
- Integration von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) und WLB-Instrumenten
- Herausforderungen durch demographischen Wandel und instabile Beschäftigungsformen
- Theoretische Fundierung durch die Anreiz-Beitrags-Gleichgewichtstheorie
- Praktische Umsetzungsstrategien und Fallbeispiele wie die Siemens AG
- Kritische Analyse von Rollenkonflikten und psychischen Belastungen im Arbeitsalltag
Auszug aus dem Buch
Praktische Konsequenzen aus den theoretischen Überlegungen
Zwar mussten einige kritische Anmerkungen zum WLB-Ansatz gemacht werden, dennoch lässt sich nicht leugnen, dass dieses Konzept an Popularität gewonnen hat. Sieht man von der schlecht gewählten Begrifflichkeit und den widersprüchlichen Begründungen ab, so werden unter WLB Aspekte diskutiert, welche die meisten Mitglieder dieser Gesellschaft betreffen. Es geht darum, alle Bereiche des täglichen Lebens so zu managen, dass ein erfülltes, sinnvolles und den Bedürfnissen entsprechendes Leben gelebt werden kann. Hiervon könnten gleich drei Seiten profitieren: die Beschäftigten, die Unternehmen und der Staat. Viele der ‚Modelllösungen’ gilt es nun in praktische Maßnahmen umzusetzen, denn eine ‚Work-Life- Balance’ (richtiger: Lebensmanagement), eine Reduzierung von Rollenproblemen stellt sich nicht von alleine ein.
Zeiten des „ausgeprägten gesellschaftlichen Wandels“ und veränderten „Leitbildern menschlicher Daseinsbewältigung“ müssen die Unternehmen gestaltend mitprägen. Qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte mit ihrer Kreativität, ihrem Fachwissen und ihrer Leistungsbereitschaft stellen für Unternehmen heute den entscheidenden Produktionsfaktor dar, den es langfristig an das Unternehmen zu binden gilt. Die Personalpolitik muss die individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter ernst nehmen und diese durch familienfreundliche oder betriebliche Work-Life-Balance – Maßnahmen möglichst umfassend unterstützen, um die beruflichen Pflichten mit ihrem Privatleben vereinbaren zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Grundlagen der WLB zu verdeutlichen und Ansätze für deren praktische Implementierung aufzuzeigen.
Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Hier werden Definitionen, Entstehung, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die zentralen Akteure und Instrumente des BGM erörtert.
Grundlagen der Work-Life-Balance: Dieses Kapitel widmet sich der Begriffsbestimmung von WLB sowie den einflussnehmenden sozialen, personalen und organisationalen Ressourcen.
Maßnahmen der Work-Life-Balance: Es werden Strategien zur Realisierung von WLB-Maßnahmen unter Berücksichtigung finanzieller und personeller Grenzen erläutert.
Personenorientierte Maßnahmen: Der Fokus liegt hier auf spezifischen Ansätzen zur Stressbewältigung, Zeitmanagement und Förderung von Handlungskompetenzen der Arbeitnehmer.
Kritische Würdigung der Work-Life-Balance: Abschließend wird das WLB-Konzept reflektiert, wobei auf die Chancen für Unternehmen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Implementierung eingegangen wird.
Schlüsselwörter
Work-Life-Balance, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitswelt, Stressbewältigung, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Demographischer Wandel, Flexibilisierung, Unternehmensführung, Psychische Gesundheit, Organisationskultur, Rollenkonflikt, Fachkräftemangel, Arbeitgeberattraktivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Konzept der Work-Life-Balance im Zusammenhang mit betrieblichen Gesundheitsmanagement-Strategien in deutschen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die betriebliche Gesundheitsförderung, Stressmanagement, die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort sowie die Rolle der Führungskräfte bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Grundlagen der WLB aufzuzeigen und praxistaugliche Maßnahmen zu definieren, die sowohl die Gesundheit der Mitarbeiter als auch die Effizienz der Unternehmen nachhaltig steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch die Anwendung der Anreiz-Beitrags-Gleichgewichtstheorie von Chester Barnard auf den Kontext der WLB.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Instrumente wie der Gesundheitsbericht, Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitskreise sowie konkrete Maßnahmen wie Teilzeitmodelle und Sabbaticals detailliert diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Besonders prägend sind Begriffe wie Mitarbeiterbindung, psychische Belastungsfaktoren, Arbeitgeber-Image und der demographische Wandel.
Warum wird die Siemens AG als Fallbeispiel gewählt?
Das Unternehmen dient als Großkonzern dazu, die praktische Implementierung komplexer WLB-Maßnahmen und deren organisatorische Ausgestaltung exemplarisch darzustellen.
Wie bewerten die Autoren die Rolle von Führungskräften?
Führungskräfte fungieren als Vorbilder, die durch ihren Führungsstil und ihre eigene Einstellung zur WLB maßgeblich die Unternehmenskultur und das Betriebsklima prägen.
- Citar trabajo
- Sebastian Anderer (Autor), Patrick Metz (Autor), Ella Kolb (Autor), Maximilian Leist (Autor), 2013, Work-Life-Balance in der Berufswelt – Erfolgsfaktor oder Utopie?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264025