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Motorische Entwicklung und kognitive Fähigkeiten

Sind sportliche Schüler intelligenter als unsportliche?

Title: Motorische Entwicklung und kognitive Fähigkeiten

Bachelor Thesis , 2012 , 55 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Sven Langjahr (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Sich bewegen, Laufen, Fahrradfahren oder Gartenarbeit sind Beispiele für Tätigkeiten die unter den Begriff körperliche Aktivität fallen. Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes, die stetige technologische Weiterentwicklung, das steigende Wachstum von Büroarbeitsplätzen und einer Gesellschaft, die enorm auf das Fortbewegungsmittel Auto fixiert ist, verliert die körperliche Aktivität heutzutage im täglichen Leben der Menschen immer mehr an Bedeutung (World Health Organization, 2008). Dies betrifft vor allem auch unsere Kinder, denn wie aktuelle Studien zeigen, sind heutzutage viele Kinder zu wenig körperlich aktiv (Reilly, 2010; Tucker, 2008). Daraus resultiert eine steigende Anzahl an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen (Ojiambo et al., 2011). Durch die Einführung der Ganztagesschulen und den vergleichsweise geringen Sportangeboten an deutschen Schulen, kann das Schülerleben heutzutage mit einem Bürojob verglichen werden. Die mangelnde Bewegung im alltäglichen Leben, bei Kindern sowie auch Erwachsenen, hat enorme negative Auswirkungen auf die gesundheitliche Verfassung. Körperliche Inaktivität steht an vierter Stelle der durch chronische Krankheiten verursachten Sterberate. Über 3 Millionen Tote jährlich durch Herzerkrankungen, , Diabetes und Krebs wären vermeidbar durch mehr Körperliche Aktivität (World Health Organization, 2008). Weitere Folgen der Inaktivität können z.B. Entwicklungsstörungen im grobmotorischen Bereich sein, die vor allem bei Kindern sehr häufig auftreten (Lubans, Morgan, Cliff, Barnett& Okely, 2010). Des Weiteren hat Körperliche Inaktivität für Kinder aber nicht nur gesundheitliche Folgen, da Studien auch einen Zusammenhang mit kognitiven Fähigkeiten zeigen, welche abhängig vom Aktivitätsgrad mehr oder weniger stark ausgebildet sind (Hillman, Buck, Themanson, Pontifex & Castelli, 2009). Dabei sind die kognitiven Funktionen für eine gute Leistung in Schul- und Arbeitsalltag von großer Bedeutung (Diamond, Barnett, Thomas & Munro, 2007). Deshalb gilt die Förderung des Aktivitätsgrades bei Kindern und auch Erwachsenen in der heutigen Zeit als eine enorm wichtige gesellschafts- wie auch gesundheitspolitische Aufgabe.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Ziele der Arbeit

2 AKTUELLER STAND DER FORSCHUNG

2.1 Motorische Entwicklung

2.2 Exekutive Funktionen

2.3 Motorische Fertigkeiten

2.3.1 Das Werfen

2.3.1.1 Der einhändige Schlagwurf

2.3.1.2 Alters – und Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Werfen

2.3.2 Das Fangen

2.3.2.1 Die Fangbewegung

3 METHODEN

3.1 Stichprobe

3.2 Hypothesen

3.3 Untersuchungsmethoden

3.3.1 Untersuchung der motorischen Fertigkeiten

3.3.2 Untersuchung der kognitiven Fähigkeiten

3.3.3 Untersuchung der anthropometrischen Merkmal

3.4 Ablauf der Untersuchung

3.5 Statistik

4 ERGEBNISSE

4.1 Anthropometrische Merkmale der Stichprobe

4.2 Statistische Daten des Werfens

4.3 Statistische Daten den Fangens

4.4 Statistische Daten des Flanker-Task-Tests

4.5 Korrelationsergebnisse der motorischen Fertigkeiten Fangen und Werfen und des Flanker-Task-Tests

5 DISKUSSION

5.1 Methodendiskussion

5.2 Ergebnisdiskussion

6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht mittels einer Querschnittsstudie an Grundschulkindern den Zusammenhang zwischen motorischen Fertigkeiten (Werfen und Fangen) und kognitiven Fähigkeiten, insbesondere den exekutiven Funktionen, um deren wechselseitige Abhängigkeit wissenschaftlich zu beleuchten.

  • Motorische Entwicklung von Grundschulkindern im Bereich Objektkontrolle.
  • Qualitative und quantitative Analyse von Wurf- und Fangtechniken.
  • Erhebung exekutiver Funktionen mittels des Flanker-Task-Tests.
  • Untersuchung von geschlechts- und altersspezifischen Unterschieden in der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit.
  • Statistische Korrelationsanalyse zur Überprüfung der Zusammenhänge zwischen Bewegung und Kognition.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1 Der einhändige Schlagwurf

Der in der Wissenschaft am häufigsten untersuchte Wurf ist der einhändige Schlagwurf (overarm throw), der zudem im Sport und im Alltag ebenfalls der am häufigsten verwendete Wurf ist(Haywood & Getchell, 2009).

Betrachtet man die Wurfbewegung etwas genauer lässt sie sich in drei Phasen unterteilen. Der Schlagwurf (beschrieben für Rechtshänder) beginnt mit der Vorbereitungsphase, bei der die Bewegung entgegengesetzt der beabsichtigten Wurfrichtung ausgeführt wird. Es wird eine leichte Schrittstellung eingenommen, wobei der linke Fuß etwas vor dem Rechten steht. Das Gewicht wird auf den hinteren Fuß verlagert und der Ball in der rechten Hand schräg nach hinten oben Richtung Wurfarmschulter geführt. Darauf folgt die Ausführungsphase, bei der die Bewegung in Richtung der beabsichtigten Wurfrichtung ausgeführt wird. Um die Bewegungsamplitude, in der der Werfer Kraft auf den Ball überträgt zu vergrößern, werden Schulter, Oberkörper und Hüfte der Wurfarmseite nach hinten- und die Gegenschulter nach vorne genommen (Oberkörperverwringung). Der linke Fuß wird in Laufrichtung nach vorne eingestemmt. Um das Objekt zu beschleunigen wird die Bogenspannung in umgekehrter Reihenfolge (Hüfte – Oberkörper – Schulter – Ellenbogen – Hand) gelöst. Beim Vorwärtsschwung bleibt der rechte Winkel im Oberarm erhalten. Kurz vor dem Loslassen des Balles findet im Ellenbogengelenk eine peitschenartige Streckung statt, welche den Radius des Wurfbogens vergrößert und eine zusätzliche Beschleunigung bewirkt. Während des gesamten geradlinigen Beschleunigungsweges bleibt die Hand hinter dem Ball. Durch Druck mit den Fingern kann am Ende der Wurfbewegung der Ball in eine gewünschte Richtung gelenkt werden. Anschließend kommt die Fol-

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung thematisiert den Rückgang körperlicher Aktivität bei Kindern und dessen negative Folgen für Gesundheit und kognitive Entwicklung, was die Relevanz der vorliegenden Studie begründet.

2 AKTUELLER STAND DER FORSCHUNG: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zur motorischen Entwicklung, definiert exekutive Funktionen und erläutert die motorischen Fertigkeiten Werfen und Fangen.

3 METHODEN: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenzusammensetzung der 146 Grundschüler sowie die eingesetzten Testverfahren für Motorik und Kognition detailliert beschrieben.

4 ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten zu anthropometrischen Merkmalen, Wurfbewegungen, Fangfähigkeiten und den Ergebnissen des Flanker-Task-Tests dargestellt und statistisch ausgewertet.

5 DISKUSSION: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die methodische Vorgehensweise und diskutiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der bestehenden sportwissenschaftlichen Fachliteratur.

6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über den Zusammenhang von motorischer Leistungsfähigkeit und kognitiven Fähigkeiten zusammen und gibt Anstöße für weiterführende Forschung.

Schlüsselwörter

Motorische Entwicklung, Exekutive Funktionen, Grundschulalter, Werfen, Fangen, Flanker-Task-Test, Körperliche Aktivität, Objektkontrolle, Sportmotorik, Kognitive Fähigkeiten, Bewegungsanalyse, Wurfgeschwindigkeit, Kindesentwicklung, motorische Fertigkeiten, Leistungsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Entwicklung motorischer Fertigkeiten wie Werfen und Fangen und der kognitiven Leistungsfähigkeit (speziell exekutive Funktionen) bei Grundschulkindern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft sportmotorische Aspekte der kindlichen Entwicklung mit kognitionspsychologischen Modellen, um die Bedeutung von körperlicher Aktivität für schulische Lernprozesse und Hirnfunktionen zu beleuchten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine Querschnittsstudie festzustellen, ob ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Qualität motorischer Grundfertigkeiten und der Ausprägung exekutiver Funktionen im Grundschulalter existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie mit 146 Grundschulkindern durchgeführt, wobei motorische Leistungen videobasiert (qualitativ) und mittels Radarmessung (quantitativ) sowie kognitive Leistungen via computergestütztem Flanker-Task-Test erhoben wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie einen empirischen Teil, der die Datenerhebung, die Darstellung der Ergebnisse der motorischen und kognitiven Tests und deren statistische Korrelation umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind motorische Entwicklung, exekutive Funktionen, Werfen, Fangen, der Flanker-Task-Test sowie der Zusammenhang zwischen Sport und Kognition im Grundschulalter.

Warum spielt der "einhändige Schlagwurf" in der Arbeit eine zentrale Rolle?

Der einhändige Schlagwurf gilt in der Wissenschaft als der am häufigsten untersuchte und im Sport am weitesten verbreitete Wurf, was ihn zu einem idealen Untersuchungsobjekt für die motorische Analyse macht.

Wie wurde die kognitive Leistung der Kinder gemessen?

Die kognitive Leistung wurde mit dem Flanker-Task-Test erhoben, der die Aufmerksamkeitsfokussierung und die Fähigkeit zur Reizunterdrückung (Inhibition) testet, indem die Kinder Fische auf einem Bildschirm analysieren mussten.

Was unterscheidet die produkt- von der prozessorientierten Methode bei der motorischen Untersuchung?

Die produktorientierte Methode konzentriert sich auf das Ergebnis (z.B. Wurfgeschwindigkeit oder Anzahl gefangener Bälle), während die prozessorientierte Methode die Qualität der Bewegungsausführung selbst (z.B. Körperhaltung, Bogenspannung) bewertet.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den Zusammenhang zwischen Bewegung und Kognition?

Der Autor stellt deskriptiv positive Zusammenhänge zwischen motorischer Fangleistung, Wurfgeschwindigkeit und der Reaktionszeit im Flanker-Task-Test fest, wenngleich die statistischen Korrelationen je nach Altersgruppe und Geschlecht variieren.

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Details

Title
Motorische Entwicklung und kognitive Fähigkeiten
Subtitle
Sind sportliche Schüler intelligenter als unsportliche?
College
University of Stuttgart
Grade
2,0
Author
Bachelor of Arts Sven Langjahr (Author)
Publication Year
2012
Pages
55
Catalog Number
V264039
ISBN (eBook)
9783656558873
ISBN (Book)
9783656558866
Language
German
Tags
Entwicklung Kinder Kognition motorische Fertigkeiten Zusammenhang Sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Sven Langjahr (Author), 2012, Motorische Entwicklung und kognitive Fähigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264039
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