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Die Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen in der BRD seit 1945

Titel: Die Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen in der BRD seit 1945

Hausarbeit , 2002 , 30 Seiten , Note: Zwei

Autor:in: Wolfram Pauls (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Angesichts der aktuellen arbeitsmarktpolitischen Diskussionen und aufgrund der unverändert hohen Arbeitslosigkeit, den Forderungen nach persönlicher und beruflicher Flexibilität der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, steht nach wie vor die Frage nach der individuellen und fachlichen Qualifikation des Individuums im Mittelpunkt der Thematik.

An Weiterbildung allgemein und Erwachsenenbildung im Spezifischen werden derzeit Anforderungen gestellt, die einerseits aktuelle, akute Qualifizierungsdefizite ausgleichen sollen, andererseits den Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit begegnen.
Eine Vielfalt von Weiterbildungsträgern und Beschäftigungsträgern mit vielseitigen Angeboten und Maßnahmen erobern, neben den traditionellen Einrichtungen wie beispielsweise der Volkshochschule, den Bildungsmarkt, um sich dem Bedarf eines schnelllebigen Arbeitsmarktes anzupassen, mit oder ohne staatliche Förderung.

In Anbetracht dieser Tatsachen stellt sich die Frage nach der Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen seit 1945 bis heute.
Das Ziel dieser Hausarbeit ist demzufolge, die Entwicklung der Weiterbildung im Allgemeinen und der Entwicklung der Erwachsenenbildung im Besonderen zu untersuchen und einen Ausblick darüber zu geben, welche Ansätze für den strukturellen und inhaltlichen Ausbau und einer Qualitätssicherung der Erwachsenenbildung zu berücksichtigen sind, und in welcher Form sich Erwachsenenbildung konstruktiv den heutigen gesellschaftlichen Anforderungen und Notwendigkeiten stellen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Bedeutung der Begriffe Erwachsenenbildung und Weiterbildung

3. Die Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen seit 1945

3.1 Neubeginn und Aufbau (1945 bis 1959)

3.2 Die „Realistische Wende“ (1960)

3.3 Die Etablierung der Weiterbildung durch Gesetzesverankerung in den siebziger Jahren

3.4 Die „Qualifizierungsoffensive“ der achtziger Jahre

3.5 Die Expansion des Weiterbildungsbereiches in den neunziger Jahren

3.6 Fazit

4. Exkurs: Die Forschung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

4.1 Erwachsenenpädagogische Forschung

4.2 Fazit

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland ab 1945. Ziel ist es, die Entwicklungslinien der Erwachsenenbildung aufzuzeigen, den Einfluss der erwachsenenpädagogischen Forschung zu beleuchten und Ansätze für eine zukünftige strukturelle sowie inhaltliche Qualitätssicherung zu diskutieren.

  • Historische Genese der Weiterbildungsstrukturen seit 1945
  • Differenzierung der Begriffe Erwachsenenbildung und Weiterbildung
  • Bedeutung der erwachsenenpädagogischen Forschung für die Praxis
  • Einfluss gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandlungsprozesse
  • Herausforderungen durch Trägervielfalt und Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

3.1 Neubeginn und Aufbau (1945 bis 1959)

Die inhaltliche Ausrichtung der Weiterbildung nach 1945 orientierte sich zu Beginn an den Zielsetzungen der Weimarer Zeit. Diese Bemühungen, sich an der „Volkshochschule der zwanziger Jahre“ (LENZ 1979, S. 27) auszurichten, waren nicht von Erfolg gekrönt. Es zeigte sich jedoch „im Sinne der Tradition der Weimarer Zeit“ (ebd.), dass Initiativen sowohl sozialpädagogisch als auch sozialpolitisch konkreten Beistand in dieser Nachkriegszeit leisteten. (Vgl. ebd.).

Maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau der Erwachsenenbildung nahmen die Besatzungsmächte durch gezielte bildungsorientierte Aktivitäten. Ein Arbeitskreis, bereits 1943 von den Briten gegründet, beschäftigte sich mit dem „Aufbau eines demokratischen Bildungssystems nach Kriegsende“ (SIEBERT in: Tippelt 1999, S. 55).

Es wurden zwei Entwürfe erörtert:

a) eine Reeducation, d.h. eine politische Umerziehung der Deutschen, und

b) das Konzept einer „educational Reconstruction“, d.h. die Unterstützung eines neuen demokratischen Bildungssystems, das aber möglichst bald in die Verantwortung der Deutschen übergehen sollte (Castendyk et al. 1986, S. 16).“ (Ebd.).

Inhaltlicher Schwerpunkt der Diskussionen war der Aufbau von Volkshochschulen in Deutschland, da sie grundsätzlich die bekanntesten und geläufigsten Einrichtungen darstellten. Zudem galten sie in ihrer Tradition als „politisch unverdächtig“ (ebd.) und es konnte auf bewährtes Personal zurückgegriffen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der arbeitsmarktpolitischen Relevanz und Zielsetzung der Untersuchung zur historischen Weiterbildungsentwicklung.

2. Zur Bedeutung der Begriffe Erwachsenenbildung und Weiterbildung: Theoretische Einordnung und Abgrenzung der zentralen Begrifflichkeiten im historischen Kontext.

3. Die Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen seit 1945: Detaillierte historische Analyse der Weiterbildung von der Nachkriegszeit bis in die neunziger Jahre.

3.1 Neubeginn und Aufbau (1945 bis 1959): Fokus auf den Einfluss der Besatzungsmächte und die Tradition der Weimarer Volkshochschulen.

3.2 Die „Realistische Wende“ (1960): Analyse des Umbruchs durch das Gutachten des Deutschen Ausschusses zur stärkeren Verbindung mit der Arbeitswelt.

3.3 Die Etablierung der Weiterbildung durch Gesetzesverankerung in den siebziger Jahren: Betrachtung der Bildungsexpansion und der gesetzlichen Verankerung der Weiterbildung.

3.4 Die „Qualifizierungsoffensive“ der achtziger Jahre: Untersuchung der Technisierung und staatlicher Interventionen zur Qualifizierung der Arbeitnehmer.

3.5 Die Expansion des Weiterbildungsbereiches in den neunziger Jahren: Erörterung der Folgen der Wiedervereinigung und der Globalisierung für die Weiterbildungsstrukturen.

3.6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der historischen Entwicklungen und der Pluralisierung des Weiterbildungsmarktes.

4. Exkurs: Die Forschung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung: Überblick über die historische Entwicklung und den Stand der pädagogischen Forschung.

4.1 Erwachsenenpädagogische Forschung: Analyse der methodischen Entwicklungen und empirischen Ansätze in der Forschung.

4.2 Fazit: Reflektion über die Zersplitterung und die theoretischen Grundlagen der Forschung.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Resümee über den Stellenwert der Weiterbildung und zukünftige Anforderungen an die Qualitätssicherung.

6. Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Weiterbildung, Erwachsenenbildung, historische Entwicklung, Bildungsstrukturen, Lebenslanges Lernen, Volkshochschulen, Qualifizierungsoffensive, Bildungsreform, erwachsenenpädagogische Forschung, Subsidiaritätsprinzip, Berufsbildung, Politische Bildung, Bildungsurlaub, Weiterbildungsmarkt, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Weiterbildung, die Entwicklung der pädagogischen Forschung, die bildungspolitischen Veränderungen sowie die Pluralisierung der Trägerlandschaft.

Was ist das Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Analyse der historischen Stationen der Weiterbildung, um daraus Rückschlüsse für aktuelle Anforderungen an Qualitätssicherung und Strukturierung zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse und einer systematischen Auswertung bildungswissenschaftlicher Literatur und Dokumente.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die Phasen der Weiterbildung: vom Neubeginn nach 1945, über die „realistische Wende“ in den 60ern, die gesetzliche Etablierung in den 70ern bis hin zur Expansion in den 90er Jahren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Weiterbildungsstrukturen, Erwachsenenbildung, lebenslanges Lernen, Qualifizierungsoffensive und bildungspolitische Steuerung.

Welche Rolle spielten die Besatzungsmächte nach 1945?

Sie förderten den Aufbau demokratischer Bildungsstrukturen, unter anderem durch die Gründung von Volkshochschulen und das Konzept der Reeducation.

Warum wird das Subsidiaritätsprinzip in der Arbeit erwähnt?

Es dient der Erklärung, warum sich ein pluralistisches System mit einer Vielzahl von privaten und öffentlichen Anbietern entwickeln konnte, was jedoch zu Problemen bei der Übersichtlichkeit und Qualitätssicherung führte.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen in der BRD seit 1945
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Erwachsenenbildung als Wissenschaft
Note
Zwei
Autor
Wolfram Pauls (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
30
Katalognummer
V26408
ISBN (eBook)
9783638287524
ISBN (Buch)
9783638676212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Weiterbildungsstrukturen Erwachsenenbildung Wissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wolfram Pauls (Autor:in), 2002, Die Entwicklung der Weiterbildungsstrukturen in der BRD seit 1945, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26408
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Leseprobe aus  30  Seiten
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