Corporate Evaluation: Bewertung und SWOT-Analyse der Daimler AG


Seminararbeit, 2013
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Unternehmensportrait

3 SWOT-Analyse der Daimler AG.

4 Bewertung durch Multiplikatoren

5 Anwendung des Multiplikatorverfahrens.

6 Fazit / Kritische Würdigung des Multiplikatorverfahrens

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: 3-jähriger Verlauf der Daimler Aktie im Vergleich zum DAX

Abbildung 2: Grafische Darstellung der Unternehmenswerte

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: SWOT-Analyse

Tabelle 2: Branchenkennzahlen.

1 Einleitung

Um ein Unternehmen seriös zu bewerten, sind neben den Informationen über die rechtlichen Verhältnisse und Daten über Größenmerkmale (z.B. Bilanzsumme, Umsatz, Mitarbeiter) auch Kenntnisse über die bisherige Entwicklung des Unternehmens, über die verschiedenen Geschäftssparten, die Unternehmensstandorte sowie die Qualität des Managements erforderlich. Unternehmen werden aus den unterschiedlichsten Gründen bewertet. Eine Unternehmensbewertung kann aufgrund gesetzlicher Vorschriften, vertraglicher Vereinbarungen (z.B. Austritt von Gesellschaftern aus Personengesellschaften) oder aus anderen Gründen, wie z.B. aufgrund Unternehmenskäufen, –verkäufen (M & A) oder aufgrund eines Börsenganges erforderlich werden. Unternehmensbewertungen werden im Consulting, in der Finanzanalyse, in der Wirtschaftsprüfung und in der Unternehmensplanung durchgeführt. Der Unternehmenswert soll für die Preisprognose (Preis, zu dem es bei einer Übertragung der Rechte der Eigenkapitalgeber eines Unternehmens kommt) und die Erfolgsmessung (Veränderung des Werts der Unternehmung in einem Wirtschaftsjahr) Basisinformationen bereitstellen. Für Unternehmensbewerter sind zwei verschiedene Situationen möglich: Der Unternehmensbewerter wird von einem Mandanten beauftragt und bekommt von diesem Detailinformationen über die Vergangenheit und die geplante Zukunft des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Bei der zweiten Möglichkeit liegen dem Bewerter nur die öffentlich verfügbaren Informationen vor. Dabei ist es sehr schwierig, ein Unternehmen seriös zu bewerten, weshalb auf grobe Abschätzungen des Unternehmenswertes durch Multiplikatorenverfahren zurückgegriffen wird.[1]

Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, eine Bewertung der Daimler AG durchzuführen und dabei der Daimler AG einen Wert, d. h. einen potenziellen Preis, zuzuordnen.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich einschließlich der Einleitung in sechs Kapitel. Sie stellt nach der Einleitung die Daimler AG vor und zeigt die Stärken und Schwächen des Unternehmens mit Hilfe einer SWOT-Analyse auf. Danach wird allgemein das Multiplikatorverfahren beschrieben und im Anschluss erfolgt die Anwendung dieses Verfahrens auf die Daimler AG. Als Fazit wird die Bewertung der Daimler AG durch die Multiplikatormethode kritisch gewürdigt.

2 Unternehmensportrait

Die Daimler AG ist ein weltweit führender Automobilhersteller und das Mutterunternehmen des Daimler-Konzerns mit Sitz in Stuttgart. Zur Geschäftstätigkeit zählen insbesondere die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von PKW, LKW und Transportern. Der Konzern, der an den Börsen in Stuttgart und Frankfurt notiert ist, besitzt Fertigungskapazitäten in 18 Ländern an weltweit ca. 8.000 Vertriebsstandorten. Die Geschäftsaktivitäten sind in die fünf Bereiche Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans, Daimler Trucks, Daimler Buses und Daimler Financial Services gegliedert. Zum Portfolio gehören neben der Premium-Marke Mercedes-Benz die Marken Smart, Mercedes-AMG, Freightliner, Mitsubishi Fuso, Western Star, Detroit Diesel, Setra, Orion und Thomas Built Buses. Zum Ende des Jahres 2011 beschäftigte die Daimler AG 271.370 Mitarbeiter. Der Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern, Vorstandsvorsitzende ist der 59-jährige Dieter Zetsche.[2]

In der nachfolgenden Abbildung wird der 3-jährige Verlauf der Daimler-Aktie (schwarz) im Vergleich zum DAX (grün) seit 2010 dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: 3-jähriger Verlauf der Daimler Aktie im Vergleich zum DAX [3]

Im Jahr 2012 stieg der Aktienkurs der Daimler AG um 16%, bei den Konkurrenten VW und BMW legte der Aktienwert jedoch noch stärker zu. Dadurch rutschte Daimler von Rang 1 der Premiumhersteller auf Platz 3.[4]

3 SWOT-Analyse der Daimler AG

Damit eine qualifizierte Unternehmensbewertung erfolgen kann, muss zunächst das Unternehmen und seine Umwelt eingehend analysiert werden. Eine Unternehmensanalyse kann durch eine Analyse des politischen/rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und technologischen sowie durch eine Analyse des Wettbewerbsumfelds, der Wertschöpfungskette oder durch eine Bilanz- und Kennzahlenanalyse durchgeführt werden.[5]

Eine wichtige Voraussetzung ist dabei das SWOT-Profil des zu bewertenden Unternehmens. Bei der SWOT-Analyse werden die Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen/Möglichkeiten (Opportunities) und Risiken/Bedrohungen (Risks) eines Unternehmens transparent gegenübergestellt und bewertet. Es werden die Stärken und Schwächen der Daimler AG mit Hilfe der internen Analyse (Ressourcen und Fähigkeiten) und die Möglichkeiten und Bedrohungen der Daimler AG mit der externen PEST-Analyse (Makro- und Mikroumwelt: Politisch-regulativer Kontext, ökonomischer Kontext, sozio-kultureller Kontext und technologisch-materieller Kontext) untersucht. Die SWOT-Analyse leitet mit den Ergebnissen Handlungsempfehlungen für die Zukunft ab.[6]

Für die Daimler AG ergibt sich nachfolgende SWOT-Analyse:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: SWOT-Analyse [7]

Ob Mercedes zu seiner alten Stärke zurückfindet, wird insbesondere die nächste S-Klasse zeigen. Bei dem Topmodell soll es in den nächsten Jahren 6 verschiedene Varianten geben. Damit will das Management bis 2018 wieder führender Premiumhersteller werden. Trotz eines Rekordabsatzes und eines Gewinns von 8 Milliarden Euro im Jahr 2012 dominieren bei der Rendite und beim Ergebniswachstum jedoch die Konkurrenten Audi und BWM.[8]

4 Bewertung durch Multiplikatoren

Das Multiplikatorenverfahren zählt ebenso wie das Discounted Cash-flow-Verfahren und die Ertragswertmethode zum Gesamtbewertungsverfahren, welche nur auf die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens abzielen. Das Multiplikatorenverfahren besteht aus einfachen Regeln zur Berechnung von Unternehmenswerten. Sie werden auch als marktorientierte Bewertungsverfahren (Market Approach) bezeichnet, da der Wert des zu bewertenden Unternehmens aus den Börsenkursen vergleichbarer Unternehmen oder den realisierten Marktpreisen vergleichbarer Transaktionen hervorgeht. Die Grundlage der Multiplikatormethode besteht darin, dass ähnliche Unternehmen ähnlich wie das zu bewertende Unternehmen bewertet werden.[9]

Das Multiplikatorverfahren ist in der Praxis eine häufig verwendete Methode, sie hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einem selbständigen Bewertungsansatz entwickelt. Diese Bewertung besitzt eine Test-, Indikations- und Unterstützungsfunktion und wird deshalb häufig zusammen mit anderen Methoden angewandt. In der Praxis ist die Informationsbeschaffung – insbesondere für mittelständische und nicht börsenorientierte Unternehmen – oftmals eine große Herausforderung.[10]

Die Bildung von Multiplikatoren erfolgt durch die Division des Werts des Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt durch eine bestimmte Bezugsgröße des Unternehmens (z.B. Umsatz, Gewinn), d.h. Multiplikator = Wert / Bezugsgröße.[11]

[...]


[1] Vgl. Kruschwitz, L. (2009), S. 12ff.; Hommel, M. u.a. (2011), S. 41; Spreman, K. u.a. (2011), S. 14.

[2] Vgl. Daimler (2011), S. 72; Daimler (2011), S. 14f.; http://www.finanzen.net/unternehmensprofil/Daimler, Stand: 17.01.2013.

[3] Entnommen aus https://www.cortalconsors.de/Kurse-Maerkte/Aktien/Kurs-Snapshot/Charts/DE0007100000-DAIMLER-AG-NAMENS-AKTIEN-ON , Stand: 23.02.2013.

[4] Vgl. Murphy (2013), S. 17.

[5] Vgl. Ernst, D. u.a. (2008), S. 13f.

[6] Vgl. Matzler, K. u.a. (2011), S. 81.

[7] Quelle: Eigene Darstellung. Vgl. Daimler (2011), S. 1; Daimler (2011), S.5; Daimler (2011), S. 12; Daimler (2011), S. 48; Daimler (2011), S. 54; Daimler (2011), S. 77; Daimler (2011), S. 81ff.; Daimler (2011), S. 95; Daimler (2011), S. 104; Daimler (2011), S. 113ff.; Daimler (2011), S. 121 ff.; Daimler (2011), S. 154ff.; Daimler (2012), S. 6f.; Daimler (2012), S. 15; Daimler (2012), S. 26; Daimler (2012), S. 28; Daimler (2012), S. 30; Daimler (2012), S. 32; http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/dax-konzerne-ungeschminkt-die-staerken-und-schwaechen-von-daimler/6471306.html, Stand: 07.12.2012; Freitag, M. (2012), S. 26ff.; Herz, C. (2012), S. 26f.; http://www.daimler.com/investor-relations/ausblick; http://www.daimler.com/ir/ergebnis2012 . Stand: 17.02.2013.

[8] Vgl. Herz, C. (2012), S. 26f.

[9] Vgl. Ernst, D. u.a. (2008), S. 8ff.

[10] Vgl. Schacht, U. u.a. (2009), S. 257f.

[11] Vgl. Ernst, D. u.a. (2008), S. 323.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Corporate Evaluation: Bewertung und SWOT-Analyse der Daimler AG
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V264135
ISBN (eBook)
9783656532415
ISBN (Buch)
9783656535263
Dateigröße
598 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bewertung, daimler
Arbeit zitieren
Birgit Zwack (Autor), 2013, Corporate Evaluation: Bewertung und SWOT-Analyse der Daimler AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264135

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