Umfassende Elternarbeit in der Schule: Gelingensfaktoren und Schwierigkeiten


Hausarbeit, 2013

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Elternarbeit
2.1 Ziele von Elternarbeit
2.2 Bedeutung der Elternarbeit
2.3 Rechtliches
2.4 Mögliche Formen der Elternarbeit und ihre Vor- und Nachteile
2.5 Elternarbeit im Anfangsunterricht
2.6 Gelingensfaktoren
2.7 Misslingende Elternarbeit
2.8 Lohnt sich der Aufwand?

3 Schluss

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ziel der Elternarbeit

Abbildung 2: Gelingensfaktoren

Abbildung 3: Etappenziele und konkrete Maßnahmen in den Blick nehmen

1 Einleitung

„Mir war es am liebsten, wenn meine Mutter am Elternabend verhindert war.“

Diese Aussage hört man immer wieder von ehemaligen Schülern. Aber eigentlich ist ein Elternabend nicht dazu da, den Kindern Angst zu machen, sondern im Gegenteil: an so einem Abend werden wichtige Themen besprochen und Informationen ausgetauscht, die produktiv für das Kind sind. Doch das Problem ist, dass die Kinder häufig nicht mit einbezogen werden und nicht wissen, was an einem Elternabend geschieht und besprochen wird. Viele Schüler denken, dass der Lehrer den Schüler bei den Erziehungsberechtigten anschwärzt und sie deswegen Ärger bekommen[1]. Genau das soll durch eine erfolgreiche Elternarbeit verhindert werden. Allerdings soll nicht nur die Kooperation zwischen Eltern und Lehrer stimmig sein, sondern auch zwischen Schüler und Lehrer, sowie Schüler und Eltern, denn es geht ja um das Wohl des Kindes.

Um dies zu gewährleisten, bedarf es jedoch eines Entgegenkommens beider Seiten: die der Eltern und die der Lehrer. An dem Begriff „Erziehung“ kann man dieses Miteinander erkennen: Denn darin steckt das Wort „ziehen“. im Idealfall ist es das Ziel der Elternarbeit, das beide Parteien in dieselbe Richtung ziehen. Das Kind erfährt dadurch einen eindeutigen Weg, den es gehen soll um das gemeinsame Ziel zügig und erfolgreich zu meistern [2]. Wie dieses gemeinsame Erziehen gelingen kann und welche Faktoren es unterdrücken wird in dieser Hausarbeit geklärt.

2 Elternarbeit

Der Begriff Elternarbeit hat sich im Laufe der letzten 50 Jahre wesentlich gewandelt. Noch vor wenigen Jahren wurde der Elterneinfluss eher negativ bewertet. Doch die Partnerschaft zwischen den Erziehungsberechtigten und der Schule rückt immer mehr in den Vordergrund. In den zurückliegenden Jahrzehnten entwickelten sich immer neue Definitionen mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen, von denen hier die drei bedeutendsten herausgegriffen werden. Das erste Verständnis der Elternarbeit stammt von dem Sozial- und Medienpädagogen Martin Furian aus den achtziger Jahren. Er sieht in der Elternarbeit das Potential, dass die Eltern mit einbezogen werden und dadurch die Erziehungssituation in der Schule sowie im Elternhaus verbessert wird. 2001 versucht Günter Stürmer eine Definition des Begriffs zu finden. Seiner Meinung nach ist Elternarbeit eine unerlässliche Komponente der pädagogischen Tätigkeit, welche aus einer konstruktiven Kooperation zwischen den beiden Partnern Eltern und Erziehungseinrichtung besteht. Zusätzlich ist Elternarbeit auch wichtig, um das Vertrauen zwischen Eltern und Lehrer herzustellen, welches sehr wichtig ist, da die Kinder einen Großteil ihrer Zeit in der Schule verbringen und die Eltern sich für sie natürlich eine gute Lernumgebung mit kompetenten Pädagogen wünschen. Für Eltern ist es dann einfacher die Kinder in der Schule „abzugeben“, wenn sie wissen, dass die Lehrkraft gut mit ihren Sprösslingen umgeht. Beide Parteien haben zudem unterschiedliche Erwartungen und Aufgabenbereiche, welche geklärt werden müssen. Auch die beiden Pädagogen Frank Jansen und Peter Wenzel haben im Jahr 2000 versucht den Begriff Elternarbeit zu charakterisieren. Sie sehen die Schule als soziales Dienstleistungsunternehmen, welches zum Ziel die Realisierung diverser Wünsche der Eltern hat. Diese verschiedenen Definitionen zeigen den Wandel in der Einstellung zur Elternarbeit[3]. An den letzten beiden Interpretationen kann man sehen, dass die Eltern immer mehr an Bedeutung gewinnen und teilweise schon wie Kunden behandelt werden, bei denen man nichts falsch machen darf. Heutzutage ist die Elternarbeit ein selbstverständlicher Bestandteil der pädagogischen Absicht an Kindergärten und Schulen [4]. Aber ist Elternarbeit so einfach? Und kann dabei etwas schief gehen? Auf diese Fragen wird im Folgenden genauer eingegangen.

2.1 Ziele von Elternarbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ziel der Elternarbeit[5]

Die Ziele von Elternarbeit sind sehr weit gefächert. Wichtig ist, dass sowohl die Eltern Unterstützung erfahren, aber auch die Lehrer profitieren, zum Beispiel indem sie durch die zusätzlichen Informationen besser auf den Schüler eingehen können[6]. Denn der Lehrer arbeitet gemeinsam mit den Eltern an der Erziehung ein und desselben Kindes. Um gemeinsam an einer Sache arbeiten zu können, muss jedoch die Basis des Vertrauens vorhanden sein, welche durch gegenseitiges Kennenlernen entsteht. Wer den Anderen kennt, versteht ihn besser, wodurch es leichter wird sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen[7]. Die Kooperation zwischen dem Elternhaus und der Schule dient hauptsächlich zur Konfliktvermeidung. Denn der Dialog verbessert das Klima zwischen den Partnern im Erziehungsprozess und vermeidet Missverständnisse. Die gemeinsame Erziehungsarbeit kann nur dann glücken, wenn ein Mindestmaß an Harmonie in den Zielen und Methoden der Erziehung vorhanden ist. Des Weiteren wird eine vertrauensvollere, offene Beziehung ermöglicht, die die Eltern zur Mitwirkung ermutigt. Zusätzlich führt eine gelungene Elternarbeit zum besseren Verständnis des Kindes und seiner Entwicklung, da der Pädagoge mehr über die häusliche Situation erfährt. Ein anderes, sehr wichtiges Ziel ist, dass sich die Eltern untereinander über ihre Erfahrungen austauschen können. Hierfür werden meist offene Formen, wie ein Elterngesprächskreis verwendet, bei dem der Lehrer die Rolle des Moderators übernimmt. Durch die Gespräche unter und mit den Eltern erhält der Lehrer Feedback über die eigene Arbeit und kann sich selbst verbessern.

Elternarbeit muss letztlich jedoch auf den Schulerfolg und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler zielen. Denn es stehen nicht der häufige Kontakt und die bessere Atmosphäre unter den Erwachsenen im Vordergrund, sondern das Wohl des Kindes[8].

2.2 Bedeutung der Elternarbeit

Sowohl das pädagogische Personal, wie auch die Eltern der Schüler schätzen eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern. Dabei gibt es unterschiedliche Motive unter den Erziehern und Eltern, was die Bedeutung von Elternarbeit betrifft. Das pädagogische Personal macht Elternarbeit oft dem Kind zuliebe. Zum Einen kann der Lehrer dabei den Eltern Erziehungsratschläge geben und zum Anderen können die Kinder auch ihren Eltern stolz die eigene Schule zeigen. Andere Pädagogen sind der Auffassung, dass Elternarbeit den Eltern zuliebe geschieht. So können die Eltern ihre Erziehungsprobleme besprechen, sich am Schulalltag beteiligen und nebenbei noch die institutionelle Einrichtung ihrer Kinder kennen lernen. Ein Teil der Lehrer macht Elternarbeit aufgrund gesellschaftlicher Notwendigkeit. Es wird Aufklärung über das Erziehungskonzept der Schule betrieben und die Eltern werden als Interessenvertreter ihrer Kinder mit einbezogen. Es gibt noch viele weitere Einstellungen der Pädagogen, warum sie Elternarbeit machen, beispielsweise weil es vorgeschrieben ist, weil es die Arbeit mit den Kindern erleichtert, um die Eltern zufrieden zu stellen und zu erfahren, was sich die Eltern wünschen oder auch weil die Erziehungsberechtigten mitverantwortlich sind für die Arbeit in der institutionellen Einrichtung. Die Eltern vertreten andere Sichtweisen. Als erstes wird meist genannt, das Elternarbeit dem Kind zuliebe betrieben wird. So erfährt das Kind, dass sich die Eltern für sein Umfeld interessieren. Viele Eltern gehen außerdem nur zu Elternabenden und Ähnlichem, um den Erzieher nicht zu enttäuschen. Eine andere Gruppe vertritt die Meinung, dass Elternarbeit zur Verwirklichung persönlicher Vorstellungen geschieht. Meist haben die Erziehungsberechtigten hohe Forderungen und konkrete Vorstellungen über die Qualität der Einrichtung. Bei Gesprächen mit Lehrern können sie diese zum Ausdruck bringen und Ideen für den Schulalltag äußern. Eine weitere Einstellung zu der Frage, warum Eltern die Zusammenarbeit mit der Schule schätzen ist die soziale Verantwortung. Die Erziehungsberechtigten setzen sich für Schwächere ein und helfen engagiert in der Gemeinschaft mit. Ein letzter Punkt ist, dass Elternarbeit als Hilfe in Problem- und Entscheidungssituationen wichtig ist. Beispielsweise wenn es um die Einschulung geht, eine logopädische Behandlung bei schlechter Aussprache verschiedener Laute und so weiter.

[...]


[1] Vgl. Huppertz 1988 S.109 – 110

[2] Vgl. Kohn 2011, S.9

[3] Vgl. Bernitzke/ Schlegel 2004, S. 9 – 11

[4] Vgl. Textor 2009, S.7

[5] http://www.sankt-anna.de/magnoliaPublic/start/kiga/eltern/mainColumnParagraphs/0/image/elternarbeit.jpg

[6] Vgl. Langer 2007, S.

[7] Vgl. Brandau 1984, S.12

[8] Vgl. Bernitzke/ Schlegel 2004, S. 12 - 13

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Umfassende Elternarbeit in der Schule: Gelingensfaktoren und Schwierigkeiten
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V264513
ISBN (eBook)
9783656539421
ISBN (Buch)
9783656541523
Dateigröße
902 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umfassende, elternarbeit, schule, gelingensfaktoren, schwierigkeiten
Arbeit zitieren
Lea Stemmer (Autor), 2013, Umfassende Elternarbeit in der Schule: Gelingensfaktoren und Schwierigkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264513

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