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EU-Beitritt der Türkei: Enlargement fatigue oder ein Spezialfall?

Titel: EU-Beitritt der Türkei: Enlargement fatigue oder ein Spezialfall?

Seminararbeit , 2011 , 20 Seiten , Note: 1

Autor:in: Josef Schopf (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Türkei zu Europa und mit der Europäischen Union im Speziellen. Konkreter soll sich diese Proseminararbeit mit den 2005 gestarteten Beitrittsverhandlungen der Türkei zur Europäischen Union beschäftigen und dann der Frage nachgehen, was gegen und was für einen solchen Beitritt spricht. Besonders interessant erscheint die Tatsache, dass diese Verhandlungen außerordentlich zäh verlaufen und dass in den letzten Jahren kaum ein Fortschritt in den Verhandlungen erkennbar war bzw. ist. Deswegen soll im Zuge dieser schriftlichen Aufzeichnungen auch untersucht werden, ob die zähen Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einfach nur auf ein gewisses „enlargement fatigue“ der Europäischen Union nach den EU-Osterweiterungen von 2004 und 2007 zurückzuführen sind, oder ob es spezielle Gründe gibt, warum der vollkommenen Zugehörigkeit der Türkei zur EU noch ein Balken vorgeschoben wird. Dementsprechend lautet die Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit:

Sind die zähen Verhandlungen um den möglichen türkischen EU-Beitritt ein Resultat der Erweiterungsmüdigkeit der Europäischen Union oder handelt es sich bei der Türkei als Beitrittskandidat um einen Spezialfall?

Am Beginn dieser Proseminararbeit sollen die Fakten bezüglich der Türkisch-Europäischen
Beziehung genannt und darauf eingegangen werden, wann welche Verträge abgeschlossen
oder Zugeständnisse gemacht worden sind. Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich mit
dem Begriff des „enlargement fatigue“ und möchte den in den letzten Jahren aufgekommenen
Begriff der „Erweiterungsmüdigkeit“ der Europäischen Union unter die Lupe nehmen. Im
vierten Kapitel der Arbeit soll die Frage beantwortet werden, aus welchen Gründen die Türkei
gerne der EU beitreten möchte und welche Vorteile man sich davon erhofft. Das fünfte
Kapitel beschäftigt sich mit dem möglichen EU Beitritt der Türkei aus „europäischer“ Perspektive
und möchte die Argumente für und die Argumente gegen eine Aufnahme der Türkei
aus EU Sicht darstellen, woraufhin sich das letzte Kapitel dieser Arbeit auf die spezielle und
vielleicht für einen EU-Beitrittskandidaten außergewöhnliche Situation der Türkei-EUBeziehungen
konzentriert. Weiters soll im Schlusskapitel ein Fazit gezogen und die oben
genannte Forschungsfrage beantwortet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die türkisch-europäische Beziehung

3. Enlargement fatigue

4. Warum die Türkei zur EU will

5. Argumente und Gegenargumente

5.1. Contra Türkeibeitritt

5.2. Pro Türkeibeitritt

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das zähe Verhältnis zwischen der Türkei und der Europäischen Union im Rahmen der seit 2005 laufenden Beitrittsverhandlungen. Dabei wird analysiert, ob der stockende Prozess primär auf eine „Erweiterungsmüdigkeit“ (enlargement fatigue) innerhalb der EU zurückzuführen ist oder ob die Türkei als Beitrittskandidat eine spezielle Ausnahmesituation darstellt, die durch kulturelle, religiöse und geopolitische Faktoren geprägt ist.

  • Historische Entwicklung der türkisch-europäischen Beziehungen seit dem 19. Jahrhundert.
  • Analyse des Begriffs „enlargement fatigue“ und dessen Einfluss auf die Beitrittsdebatte.
  • Motive und strategische Interessen der Türkei für einen EU-Beitritt.
  • Gegenüberstellung der Pro- und Contra-Argumente aus europäischer Perspektive.
  • Evaluation der außergewöhnlichen politischen Situation der Türkei im EU-Kontext.

Auszug aus dem Buch

3. Enlargement Fatigue

Im nun folgenden dritten Kapitel dieser Proseminararbeit soll nun der Begriff des „enlargement fatigue“ näher erklärt und versucht werden zu interpretieren, was diese Bezeichnung im Zusammenhang mit den Entwicklungen in der Europäischen Union auf sich hat.

In den letzten Jahren ist als Grund für die zähen Beitrittsverhandlungen der Türkei auch immer wieder der Zeitpunkt, das sogenannte Timing, genannt worden. Es heißt, die EU sei mittlerweile von „enlargement fatigue“ geplagt. Damit ist gemeint, dass die Europäische Union erst einmal Zeit braucht, um die zwölf neuen Mitgliedsstaaten aus Mittel- und Osteuropa, welche durch die Erweiterungen 2004 und 2007 der Europäischen Union beigetreten sind, zu verdauen. Gerade die Tatsache, dass die Einwohnerzahl der Türkei fast genauso groß ist wie die gesamte durch den Erweiterungsprozess 2004 hinzugekommene Bevölkerung der zehn neuen Mitgliedsstaaten der ersten Osterweiterung, unterstreicht diesen Punkt nur noch (vgl. Taspinar 2007, 124). Die Debatte über den türkischen EU-Beitritt verlässt oft ihren eigentlichen Betrachtungsgegenstand, nämlich den Beitritt der Türkei zur EU und wird häufig zu einer Diskussion über die Finalität der Europäischen Union (vgl. Ceylanoglu 2007, 152).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bemühung der Türkei um eine Mitgliedschaft ein und stellt die Forschungsfrage nach der Ursache für die langwierigen Beitrittsverhandlungen.

2. Die türkisch-europäische Beziehung: Das Kapitel skizziert die wechselhafte Beziehungsgeschichte zwischen der Türkei und Europa vom 19. Jahrhundert bis zum Beginn der offiziellen Beitrittsverhandlungen.

3. Enlargement fatigue: Der Begriff der Erweiterungsmüdigkeit wird definiert und in den Kontext der EU-Osterweiterungen sowie der internen Diskussionen über die Finalität der Union gestellt.

4. Warum die Türkei zur EU will: Hier werden die politischen, wirtschaftlichen und strategischen Motive der Türkei beleuchtet, die das Land dazu bewegen, eine Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union anzustreben.

5. Argumente und Gegenargumente: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Standpunkte aus europäischer Sicht, unterteilt in kritische Vorbehalte und befürwortende Argumente für einen Beitritt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen Rolle der Türkei als Beitrittskandidat.

Schlüsselwörter

Türkei, Europäische Union, EU-Beitritt, Erweiterungsmüdigkeit, enlargement fatigue, Beitrittsverhandlungen, Kopenhagener Kriterien, Geopolitik, Integration, Zypern-Frage, Islam, laizistisch, Reformprozess, Außenpolitik, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis der Türkei zur Europäischen Union vor dem Hintergrund der seit 2005 laufenden, zähen Beitrittsverhandlungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die historische Beziehungsgeschichte, das Phänomen der Erweiterungsmüdigkeit in der EU, die türkischen Beitrittsinteressen sowie die europäische Argumentationsvielfalt bezüglich einer türkischen Aufnahme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der langsame Fortschritt der Verhandlungen auf eine generelle Erweiterungsmüdigkeit der EU oder auf die spezielle, einzigartige Rolle der Türkei als Beitrittskandidat zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse durch, um aktuelle Debatten und Standpunkte zur türkisch-europäischen Beziehung zu systematisieren und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Beziehungen, die Untersuchung des Begriffs der Erweiterungsmüdigkeit, die Analyse der türkischen Interessen sowie eine Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten aus europäischer Sicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem EU-Erweiterung, Enlargement Fatigue, politische Stabilität, türkische Außenpolitik und das Spannungsfeld zwischen der Türkei und Europa.

Welche Rolle spielt die „Zypern-Frage“ für den Beitrittsprozess?

Die Zypern-Frage wird als eines der größten Hindernisse im Beitrittsprozess identifiziert, da die Türkei die Anerkennung bzw. die Öffnung ihrer Häfen und Flughäfen für griechisch-zyprische Transportmittel verweigert, was zu einem teilweisen Einfrieren von Verhandlungskapiteln führte.

Wie hat sich die Einstellung der türkischen Bevölkerung zum EU-Beitritt verändert?

Laut der Arbeit ist der anfangs hohe Enthusiasmus der türkischen Bevölkerung mit dem Andauern der zähen Verhandlungen deutlich gesunken, wobei die Zustimmungswerte in den letzten Jahren alarmierend zurückgegangen sind.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
EU-Beitritt der Türkei: Enlargement fatigue oder ein Spezialfall?
Hochschule
Universität Salzburg  (Salzburg Centre of European Union Studies)
Note
1
Autor
Josef Schopf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V264521
ISBN (eBook)
9783656539469
ISBN (Buch)
9783656542032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eu-beitritt türkei enlargement spezialfall
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josef Schopf (Autor:in), 2011, EU-Beitritt der Türkei: Enlargement fatigue oder ein Spezialfall?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264521
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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