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Der Weg zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl

Deutsch-Französische Versöhnung und der Beginn der europäischen Integration

Titre: Der Weg zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 42 Pages , Note: 1

Autor:in: Josef Schopf (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Es war ein historischer Akt als der damalige französische Außenminister Robert Schuman im Mai 1950 der Bundesrepublik Deutschland und auch anderen europäischen Ländern vorschlug, eine Gemeinschaft friedlicher Interessen zu gründen. Dieser Vorschlag erhielt sehr schnell den Namen des Schuman-Plans und mündete schlussendlich in der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Dabei ging es aber nicht nur um die Überwindung des Hasses der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch existierte. Vielmehr hat Robert Schuman mit seinem Schritt, einen völlig neuen Prozess in den internationalen Beziehungen eingeleitet.

Ohne Zweifel ist die Einigung Europas – an der spätestens seit dem Tag der Vorstellung des Schuman-Planes gearbeitet wird - eines der herausragendsten Vorhaben in der langen Geschichte Europas. Im Jahr 1952 nahm die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl ihre Arbeit auf und ein Mann namens Jean Monnet wurde ihr erster Präsident. Eine Gruppe von Männern, die später als die Gründerväter der EGKS, der Europäischen Gemeinschaft oder heute der Europäischen Union bezeichnet werden hat sich hier zusammengetan und beschlossen, dass Unternehmen bis zur wirklichen Vereinigung Europas voranzutreiben. Zu diesen Männern zählten u.a. der Franzose Robert Schuman, der Deutsche Konrad Adenauer, der Belgier Paul-Henri Spaak, der Italiener Alcide De Gasperi sowie der eben genannte Jean Monnet. Die vorliegende Seminararbeit widmet sich dem Beginn der Europäischen Integration am Beispiel der EGKS und möchte vor allem die Fragen untersuchen, wie und aus welchen Beweggründen der europäische Einigungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg in die Wege geleitet wurde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anfänge der europäischen Integration

3. Die Nachkriegszeit

3.1. Zahlen und Fakten der Zerstörung

3.2. Der Neuanfang

3.3. Erste Nachkriegs-Organisationen für ein vereintes Europa

4. Deutschland - Frankreich

4.1. Nationalistische Sicherheitspolitik

4.2. Veränderte Weltordnung

4.3. Umdenken

5. Jean Monnet

6. Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl

7. Gründe für den Zusammenschluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Prozess, der nach dem Zweiten Weltkrieg zur Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich und zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) führte, wobei insbesondere die Beweggründe und der Einfluss von Schlüsselfiguren wie Jean Monnet analysiert werden.

  • Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die deutsch-französische Beziehung.
  • Die Rolle der USA im europäischen Integrationsprozess.
  • Biographische Analyse von Jean Monnet als "Vater der europäischen Integration".
  • Der Schuman-Plan als Wendepunkt zur supranationalen Organisation.
  • Die Bedeutung der Kohle- und Stahlindustrie für die Friedenssicherung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Zahlen und Fakten der Zerstörung

Im Jahr 1945 – nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – fanden sich fast überall in Europa Nationen, die entweder bis 1945 von einem brutalen faschistischen Diktator beherrscht wurden, von einer ausländischen Armee besetzt waren oder sogar beides. Das direkte Resultat des Krieges und seiner Nachwehen war der Tod von dutzenden Millionen Europäern und die Tatsache, dass die europäische Wirtschaft ruiniert war.

Alles in allem standen sich im Zweiten Weltkrieg 92 Millionen Soldaten gegenüber und je nach Schätzung starben 35 bzw. 60 Millionen Soldaten und Zivilisten, darunter ca. sechs Millionen Juden. Auch wenn die Nachkriegszeit oft als Zeit der europäischen Umbrüche und der Neuentwicklungen bewertet wird, so stand sie doch sehr im Schatten des Krieges. Die Folgen von Millionen von Toten für die nachlebenden Familien, die riesigen Kriegszerstörungen, die psychischen Kriegstraumata sowie die physischen Kriegsinvaliditäten, die erzwungenen Migrationen und Vertreibungen, die Flüchtlingsschicksale und auch die Last der moralischen Schuld – die vor allem auf Deutschland lag – waren eine prägende Besonderheit dieser Zeit.

Um einen verständlichen Vergleich für die jüngere Generation betreffend des Ausmaßes der Katastrophe namens Zweiter Weltkrieg zu finden, könnte man sich an den furchtbaren Terrorattacken auf das World Trade Center, welche am 11. September 2001 ausgeübt wurden, orientieren. Der Flug von zwei von Terroristen entführten Flugzeugen in die beiden größten Türme der Stadt New York gilt als ein Ereignis, welches die Wahrnehmung der Welt für viele Menschen und viele Regierungen für immer geändert hat. Die Terrorattacken des 11. September forderten ca. 3.000 Tote. Um die Zahl der Todesopfer, welche der Zweite Weltkrieg gefordert hat, zu erreichen, hätte es „zwei 9-11-Attacken“ an jedem Tag zwischen 1938 und 1945 geben müssen. Selbst diese Zahl inkludiert nicht die 20 Millionen Menschen, welche in der Sowjetunion in dieser Zeit ums Leben kamen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit skizziert den Weg zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und formuliert die Forschungsfrage nach den Gründen für die deutsch-französische Aussöhnung nach 1945.

2. Anfänge der europäischen Integration: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Visionen eines vereinten Europas vor 1945, von den frühen Denkern bis zu den Zwischenkriegs-Organisationen.

3. Die Nachkriegszeit: Es werden die katastrophalen Folgen des Zweiten Weltkriegs, die Zerstörung und die notwendige politische Neuorientierung in Europa nach 1945 analysiert.

4. Deutschland - Frankreich: Der Fokus liegt auf der Wandlung der deutsch-französischen Beziehungen von der nationalistischen Sicherheitspolitik hin zu einer kooperativen Integration.

5. Jean Monnet: Das Kapitel widmet sich dem Leben und Wirken von Jean Monnet, dem maßgeblichen Vordenker der europäischen Einigung.

6. Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl: Hier wird die Entstehung der EGKS durch den Schuman-Plan und die Bedeutung der supranationalen Montanunion erläutert.

7. Gründe für den Zusammenschluss: Das letzte Kapitel führt die Motive der beteiligten Staaten für die wirtschaftliche Integration zusammen und beantwortet die zentrale Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Schuman-Plan, EGKS, Montanunion, Jean Monnet, Robert Schuman, Deutsch-Französische Aussöhnung, Zweiter Weltkrieg, Nachkriegszeit, Supranationalität, Marshall-Plan, Kohle, Stahl, Friedenssicherung, Europäische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) als erstem Schritt der europäischen Integration nach dem Zweiten Weltkrieg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die deutsch-französische Versöhnung, die Rolle internationaler Organisationen, die wirtschaftliche Erholung Westeuropas sowie der Wandel der nationalen Sicherheitspolitik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, warum es nur wenige Jahre nach dem Krieg zur Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich und zur Gründung einer supranationalen Organisation unter ihrer Führung kommen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse der Nachkriegsereignisse unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Literatur und zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen des Krieges, die Rolle von Jean Monnet, die politische Neuausrichtung Frankreichs zur Deutschlandfrage und die genaue Konzeption des Schuman-Plans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie europäische Einigung, EGKS, Montanunion, politische Integration und deutsch-französische Beziehungen charakterisiert.

Warum spielte Jean Monnet eine so entscheidende Rolle für das Projekt?

Monnet gilt als "Vater der europäischen Integration", da er durch seine ökonomische Expertise und seine Überzeugungskraft die methodische Konzeption einer supranationalen Organisation entwickelte, die Krieg zwischen Deutschland und Frankreich materiell unmöglich machen sollte.

Wie wirkte sich der Ost-West-Konflikt auf die europäische Einigung aus?

Die zunehmende Systemkonfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion zwang die westlichen Mächte zu einer schnelleren Integration Westdeutschlands, um ein wirtschaftlich und politisch stabiles Gegengewicht zu bilden.

Was unterscheidet die hier dargestellte Integration von früheren Plänen?

Im Gegensatz zu früheren theoretischen Entwürfen war der Schuman-Plan auf konkrete wirtschaftliche Tatsachen und die Übertragung nationaler Souveränitätsrechte auf eine supranationale Behörde ausgerichtet, was ein Novum in der europäischen Geschichte darstellte.

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Résumé des informations

Titre
Der Weg zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl
Sous-titre
Deutsch-Französische Versöhnung und der Beginn der europäischen Integration
Université
University of Salzburg  (Fachbereich Geschichte)
Note
1
Auteur
Josef Schopf (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
42
N° de catalogue
V264522
ISBN (ebook)
9783656539155
ISBN (Livre)
9783656543053
Langue
allemand
mots-clé
europäischen gemeinschaft kohle stahl deutsch-französische versöhnung beginn integration
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Josef Schopf (Auteur), 2011, Der Weg zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264522
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Extrait de  42  pages
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