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Vom Ambigen bis zum Schimpfwort. Russland und die Genderfrage

Werden durch die Diskussion dieses Themas weitreichende Diskriminierungen offenbart oder künstlich Ungleichheiten geschaffen?

Título: Vom Ambigen bis zum Schimpfwort. Russland und die Genderfrage

Trabajo Universitario , 2013 , 49 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Manuela Aberger (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Die russische Sprache gilt als eine Sprache, welche des Öfteren der Diskriminierung der weiblichen Form beschuldigt wird. In Bezugnahme auf Geschlecht kann zwischen biologischem Geschlecht, Sexus, Genus und Gender unterschieden werden. Des Weiteren gilt das Geschlecht als ein Ausdruck der Identität.

In der russischen Sprache wird ein linguistischer Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht, welcher sich des Öfteren im Vergleich mit der deutschen Sprache herauskristallisieren. Am Beispiel vom Gebrauch von Schimpfwörtern kann dies deutlich gemacht werden. So werden in der russischen Sprache sowohl zoogene Schimpfwörter zur Diskriminierung von Frauen eingesetzt als auch diverse andere Arten der Schmähung oder Beleidigung. Dieses Phänomen lässt sich auch in der deutschen Sprache erkennen.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass die weibliche Form sowohl in der russischen als auch in der deutschen Sprachkultur mehrfach diskriminiert wird. Dies erfolgt in den verschiedensten Bereichen russischer Linguistik. Diese Diskriminierung der weiblichen Form spiegelt sich auch in der sozialen Welt wieder. Die Ungleichheit zwischen der weiblichen und der männlichen Form liegt nicht einer künstlich geschaffenen Ungleichheit zu Grunde. So lassen sich doch sowohl in der Struktur der Sprache als auch in der Verwendung der linguistischen Sprache Beispiele für diese Diskriminierung finden.
Bezüglich einer weiteren Forschung in den Bereichen Sprache, Gender und Sexus ist mit einem ansteigendem Stellenwert zu rechnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen / Begriffserläuterungen für die folgenden Ausführungen

2.1 Ambigene

2.2 Hypokoristika

2.3 Schimpfwort

2.4 Relevante Fachbegriffe zum Thema

3. Macht und Sprache

4. Hypokoristika

4.1 Regeln und Konventionen für Hypokoristika

4.2 Namensgebung, Hypokoristika, Ambigene

5. Asymmetrie von Genderdiskriminierung in Genderstudien (Barchunova, 2003)

6. Feministische Linguistik

6.1 Forschungsgebiete der Feministischen Linguistik

6.2 Parole

6.3 Langue

7. Sex und Gender

7.1 Männliche und weibliche Geschlechterstereotype

7.2 Der Unterschied zwischen Sex und Gender

7.3 Gender – kommt es sprachlich zum Ausdruck oder wird es sprachlich hergestellt?

7.4 Gibt es eine „weibliche“ Sprache?

7.5 Modelle zur Entwicklung einer „weiblichen“ Sprache

8. Fünf Ebenen der Relevantsetzung von „Gender“ nach Kotthoff (2002)

8.1 Stimme und Prosodie

8.2 Unterschiedliche Gesprächsstile

8.3 „Doing Gender“ als Teil der Etikette und der Stilisierung des Körpers.

8.4 Lokale Geschlechtsneutralität

8.5 Medienrezipienz – ständig vorhandene Gender-Folie

9. Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Sprache

9.1 Differenzhypothese vs. Defizithypothese,

9.2 Doing Gender Ansatz

9.3 Geschlechtsspezifischer Sprachgebrauch

10. Bild der Frau in Russland: Genderrelevante Schwerpunkte

10.1 Allgemeine Unterschiede und Daten über russische Männer und Frauen

10.2 Russische Frauen im Arbeitsleben

11. Sexus und Genus

11.1 Sexus

11.2 Markiertheitstheorie

11.3 Genusmarkierung

11.4 Sexusmarkierung

11.5 Genus

11.5.1 Das Genus im Russischen

11.5.2 Sexus und Genus....eine Verbindung

12. Geschlechtsunterschiede in der russischen und deutschen Sprache

12.1 Ein kritischer Blick auf die deutsche Sprache

12.2 Metaphorische Bedeutung von Worten mit Genus „Neutrum“ im russischen Sprachgebrauch

13. Schimpfwörter- eine Untersuchung mit besonderem Augenmerk auf Geschlechtsunterschiede (Scheffler, 2000)

13.1 Vorbedingungen für die Untersuchung von Schimpfwörtern

13.2 Funktionen von Schimpfwörtern in der Gesellschaft

14. Schimpfwörter im Russischen

14.1 Verschiedene positive und negative Bedeutungen einzelner Worte

14.2 Zoologische Schimpfwörter im Russischen

14.3 Schimpfwörter mit männlicher und weiblicher Form

15. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die russische Sprache weibliche Formen diskriminiert und in welchen Bereichen diese Diskriminierung im Alltag auftritt, wobei ein Vergleich mit der deutschen Sprache als Kontext dient. Ziel ist die neutrale linguistische Analyse der Strukturen ohne eine direkte Bewertung der Sprachen.

  • Systematische Erläuterung relevanter Fachbegriffe der Genderlinguistik.
  • Analyse der Geschlechterunterschiede in russischer und deutscher Sprache.
  • Untersuchung des "Doing Gender"-Ansatzes und dessen Relevanz.
  • Empirische und theoretische Betrachtung von Schimpfwörtern im Russischen mit Fokus auf Geschlechtsasymmetrien.
  • Zusammenführung kultureller Faktoren und linguistischer Strukturen in Russland.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit in der russischen Sprache Diskriminierungen der weiblichen Formen im Sprachgebrauch ein Teil des Alltags sind und in welchen Formen und Bereichen eine solche Diskriminierung vorliegt. Hierzu soll auch die deutsche Sprache im Vergleich betrachtet und auf ähnliche Diskriminierungen untersucht werden.

Folgende Forschungsfrage soll in der vorliegenden Arbeit näher betrachtet werden:

„Vom Ambigen bis zum Schimpfwort – Russland und die Genderfrage. Werden durch die Diskussion dieses Themas weitreichende Diskriminierungen offenbart oder künstlich Ungleichheiten geschaffen?“

Neben der Linguistik beschäftigen sich auch wissenschaftliche Teilbereiche wie die Soziologie und Politik mit dem Unterschied und der Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen. In Deutschland steht im dritten Artikel der Verfassung, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. In der Theorie ist das sicher möglich und auch durchsetzbar. Leider sieht die Realität, wie in vielen anderen Fällen, anders aus. Immer noch werden häufig Unterschiede zwischen Männern und Frauen gemacht, so etwa in der Wirtschaft, wo sowohl im deutschsprachigen als auch im russischsprachigen Raum Frauen für dieselbe berufliche Tätigkeit wesentlich schlechter entlohnt werden als Männer. Auch ist es eine Tatsache, dass gerade jene Berufe, in welchen ein besonders hoher Frauenanteil auffällt, jene sind, die als besonders schlecht bezahlt herausragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob die russische Sprache weibliche Formen diskriminiert und wie sich dies im gesellschaftlichen Kontext sowie im Vergleich zum Deutschen darstellt.

2. Definitionen / Begriffserläuterungen für die folgenden Ausführungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Ambigene, Hypokoristika und Schimpfwörter für das weitere Verständnis der Arbeit.

3. Macht und Sprache: Hier wird erläutert, wie Sprache als Instrument zur Konstruktion von Geschlecht und zur Etablierung gesellschaftlicher Asymmetrien genutzt wird.

4. Hypokoristika: Dieses Kapitel beleuchtet Koseformen und Namensabkürzungen sowie deren linguistische Muster im russischen und deutschen Sprachraum.

5. Asymmetrie von Genderdiskriminierung in Genderstudien (Barchunova, 2003): Es wird das Konzept der Genderasymmetrie in Russland und dem Westen analysiert, insbesondere im Hinblick auf unbewusste Diskriminierung.

6. Feministische Linguistik: Das Kapitel bietet eine Einführung in die feministische Linguistik und unterscheidet zwischen Langue und Parole in Bezug auf geschlechtsspezifische Sprachmuster.

7. Sex und Gender: Hier wird die theoretische Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht (Sex) und sozialem Konstrukt (Gender) erläutert.

8. Fünf Ebenen der Relevantsetzung von „Gender“ nach Kotthoff (2002): Das Kapitel beschreibt verschiedene linguistische Ebenen, auf denen Geschlecht in der Kommunikation relevant wird, von der Stimme bis zu Medienrezipienz.

9. Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Sprache: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Differenz- und Defizithypothese sowie des Doing-Gender-Ansatzes.

10. Bild der Frau in Russland: Genderrelevante Schwerpunkte: Dieses Kapitel liefert soziologische Daten zur Situation russischer Frauen, inklusive Arbeitsmarkt und demografischer Entwicklung.

11. Sexus und Genus: Es wird die linguistische Unterscheidung zwischen dem biologischen Sexus und dem grammatikalischen Genus vertieft.

12. Geschlechtsunterschiede in der russischen und deutschen Sprache: Das Kapitel vergleicht die Behandlung maskuliner und femininer Formen in beiden Sprachen und thematisiert das generische Maskulinum.

13. Schimpfwörter- eine Untersuchung mit besonderem Augenmerk auf Geschlechtsunterschiede (Scheffler, 2000): Eine wissenschaftliche Analyse von Funktionen und Voraussetzungen bei der Untersuchung von Schimpfwörtern.

14. Schimpfwörter im Russischen: Das Kapitel widmet sich spezifisch russischen Schimpfwörtern, deren Konnotationen und der Verwendung zoologischer Metaphern.

15. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Verflechtung von Sprache, Macht und Geschlecht zusammen.

Schlüsselwörter

Genderlinguistik, Russland, Sprachwissenschaft, Sexus, Genus, Doing Gender, feministische Linguistik, Schimpfwörter, Diskriminierung, Soziolinguistik, Geschlechterrollen, Sprachgebrauch, Sprachstruktur, Sprachkritik, Asymmetrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie weibliche Formen in der russischen Sprache diskriminiert werden und ob die sprachliche Behandlung von Geschlechtern reale gesellschaftliche Ungleichheiten widerspiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die Unterscheidung von Sexus und Genus, die feministische Linguistik, die Rolle von Sprache bei der Konstruktion von Geschlechterstereotypen sowie die Analyse von Schimpfwörtern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob durch die linguistische Auseinandersetzung mit der "Genderfrage" in Russland bestehende Diskriminierungen aufgedeckt oder künstliche Ungleichheiten konstruiert werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen linguistischen Analyse, dem Rückgriff auf soziologische Studien und dem Vergleich sprachlicher Strukturen zwischen dem Deutschen und Russischen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Begriffsdefinitionen, dem Doing-Gender-Ansatz, der Analyse von Stimm- und Sprachstilen, dem sozioökonomischen Bild der Frau in Russland sowie einer detaillierten Untersuchung von Schimpfwörtern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Genderlinguistik, Asymmetrie, Sprachkritik, Sexus und Genus sowie feministische Linguistik charakterisiert.

Warum spielt der Begriff "Doing Gender" eine so wichtige Rolle für das Verständnis des Textes?

"Doing Gender" verdeutlicht, dass Geschlecht keine statische biologische Eigenschaft ist, sondern eine in Interaktionen ständig hergestellte und durch Sprache verfestigte soziale Rolle.

Welche besondere Erkenntnis liefert die Untersuchung der "zoologischen Schimpfwörter" im Russischen?

Die Arbeit zeigt, dass die Wahl zoologischer Metaphern oft nicht zufällig ist, sondern eng mit dem grammatikalischen Genus verknüpft sein kann und kulturell stark zwischen russischen und deutschen Diskriminierungsmustern variiert.

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Detalles

Título
Vom Ambigen bis zum Schimpfwort. Russland und die Genderfrage
Subtítulo
Werden durch die Diskussion dieses Themas weitreichende Diskriminierungen offenbart oder künstlich Ungleichheiten geschaffen?
Calificación
1
Autor
Manuela Aberger (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
49
No. de catálogo
V264547
ISBN (Ebook)
9783656539544
ISBN (Libro)
9783656543367
Idioma
Alemán
Etiqueta
ambigen schimpfwort russland genderfrage werden diskussion themas diskriminierungen ungleichheiten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manuela Aberger (Autor), 2013, Vom Ambigen bis zum Schimpfwort. Russland und die Genderfrage, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264547
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