Die vorliegende Thesis setzt ihren Fokus aufgrund der Situation auf dem
Arbeitsmarkt und angesichts der gestiegenen Nachfrage nach
Hochschulabsolventen auf das Hochschulmarketing, um Hochschulabsolventen zu
rekrutieren.
Die Idee des Hochschulmarketings stellt ein Mittel dar, um den
angespannten Arbeitsmarkt zu umgehen, indem Bewerber direkt in ihren
Lehrstätten angesprochen werden können. Besonders die stark umworbene
Zielgruppe der Fach- und Führungskräfte kann an Hochschulen erreicht werden.
Diese Thesis verfolgt das Ziel, Einblicke in die Instrumente des
Hochschulmarketings zu geben. Dieses Hauptziel soll aufgrund einer empirischen
Studie zur Thematik des Personalmarketings, in welcher Instrumente des
Hochschulmarketings untersucht und besonders geeignete herausgestellt werden,
unterstützt werden. Hierbei werden Unternehmens- und
Arbeitgebercharakteristika, die den Studierenden besonders wichtig sind,
dargestellt. Anhand der festgestellten Erwartungen und Präferenzen der
Studierenden können Gestaltungsempfehlungen hinsichtlich der Kommunikation
mit Hochschulabsolventen für Unternehmen gegeben werden, um ausreichend
qualifizierte Fach- und Führungskräfte bereitstellen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche Definitionen
3. Herausforderungen für das Personalmarketing
3.1 Einsatz neuer Technologien
3.2 Wertewandel
3.3 Internationalisierung
3.4 Demografische Entwicklung
3.5 Arbeits- und Hochschulmarkt
4. Ziele
5. Personalmarketing-Mix
5.1 Produktpolitik
5.2 Preispolitik
5.3 Distributionspolitik
5.4 Kommunikationspolitik
6. Hochschulmarketing
6.1 Ziele des Hochschulmarketings
6.2 Instrumente des Hochschulmarketing-Mix
6.2.1 Probearbeitsverhältnisse
6.2.2 Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten
6.2.3 Praktika
6.2.4 Trainee-Programme
6.2.5 Werkstudent
6.2.6 Vorträge
6.2.7 Seminare und Workshops
6.2.8 Wettbewerbe und Planspiele
6.2.9 Stipendien und Sponsorship
6.2.10 Forschungs- und Projektaufträge
6.2.11 Hochschulmessen und Fachmessen
6.2.12 Firmenpräsentation
6.2.13 Betriebsbesichtigung
6.2.14 Aushänge und Informationsmaterial
6.2.15 Stellenanzeigen
6.2.16 Anzeigen in Hochschulpublikationen
6.2.17 Jobbörsen und Unternehmenswebseite
6.2.18 Personalimageanzeigen
6.3 Einsatz der Instrumente
6.4 Trends im Hochschulmarketing
7. Empirische Untersuchung
7.1 Methode
7.2 Empirische Resultate
7.2.1 Demografische Angaben
7.2.2 Präferenzen bei der Erststellenwahl
7.2.3 Arbeitsinhalt
7.2.4 Bevorzugte Unternehmensgröße
7.2.5 Wunsch nach Fortbildung
7.2.6 Aspekte bei der Arbeitgeberwahl
7.2.7 Informationskanäle
7.2.8 Gespräche mit Firmenvertretern
7.2.9 Informationen über offene Stellen
7.2.10 Tätigkeiten nach dem Studium
7.2.11 Bevorzugte Branchen
7.3 Bemerkungen zur Befragung
8. Gestaltungsempfehlungen
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Hochschulmarketing als zielgruppenspezifisches Instrument zur Rekrutierung von qualifizierten Hochschulabsolventen vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels und eines sich wandelnden Arbeitsmarktes. Es wird analysiert, welche Kriterien für Studierende bei der Wahl ihres ersten Arbeitgebers ausschlaggebend sind, um hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Kommunikation und Positionierung von Unternehmen abzuleiten.
- Grundlagen des Personalmarketings und dessen Herausforderungen
- Struktur und Instrumente des Hochschulmarketing-Mix
- Empirische Untersuchung der Präferenzen von Studierenden bei der Arbeitgeberwahl
- Einfluss von Unternehmensimage und Informationskanälen auf die Arbeitgeberwahl
- Gestaltungsempfehlungen zur Optimierung der Arbeitgebermarke
Auszug aus dem Buch
3.1 Einsatz neuer Technologien
Neue Technologien kommen verstärkt in allen Unternehmensbereichen zum Einsatz. Erneuerungen in der Technologie dienen einerseits der Fortentwicklung von Produkten und andererseits der Verbesserung der Produktherstellung und sind unentbehrlich, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Insbesondere die Computertechnik nimmt einen immer höheren Stellenwert im Betriebsalltag ein und ist längst noch nicht vollständig ausgeschöpft. Es wird behauptet, dass sich durch die Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien in allen Berufszweigen die Nachfrage nach höher qualifiziertem Personal steigert und sich die Nachfrage nach Ungelernten vermindert. Mittlerweile werden Computer-, Software- und Fremdsprachenkenntnisse von einem Großteil der Mitarbeiter erwartet. Ebenso ist Strutz der Auffassung, dass sich aufgrund des technologischen Fortschrittes nicht nur der Aufgabenbereich verändert, sondern auch die Anforderungen, so dass immer höhere Ansprüche gestellt werden.
Diese Prognose stellte auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bereits im Jahr 1999 fest. Die Grafik zeigt, dass sich der Bedarf nach höherqualifizierten Tätigkeiten, wie z. B. Führungsaufgaben, Management, Forschung und Entwicklung) erhöht und einfache Tätigkeiten sowie Hilfstätigkeiten, wie z. B. (Reinigung, Hilfstätigkeiten in der Produktion) sinkt. Dieser Trend wird sich auch weiterhin fortsetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Fachkräftemangel und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, sich als attraktive Arbeitgeber gegenüber Hochschulabsolventen zu positionieren.
2. Begriffliche Definitionen: Hier werden die Grundlagen des Personalmarketings erörtert und die Entwicklung des Begriffs sowie die Einordnung des Mitarbeiters als Kunde analysiert.
3. Herausforderungen für das Personalmarketing: Dieses Kapitel beleuchtet externe Einflussfaktoren wie technologischen Wandel, Wertewandel, Internationalisierung und demografische Entwicklungen, die das Personalmarketing beeinflussen.
4. Ziele: Die zentralen Ziele, insbesondere die langfristige Akquise von Mitarbeitern und der Aufbau eines positiven Arbeitgeberimages, werden hier definiert.
5. Personalmarketing-Mix: Dieses Kapitel beschreibt die vier Komponenten (Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik) als wesentliche Instrumente des Personalmarketings.
6. Hochschulmarketing: Eine detaillierte Übersicht der spezifischen Instrumente zur Ansprache von Studierenden und deren strategischer Einsatz werden hier dargestellt.
7. Empirische Untersuchung: Dieser Teil präsentiert die quantitative Studie an der Universität Flensburg zu Präferenzen, Informationskanälen und Arbeitgebereigenschaften aus Sicht der Studierenden.
8. Gestaltungsempfehlungen: Basierend auf den empirischen Ergebnissen werden praktische Empfehlungen für Unternehmen zur Optimierung ihrer Kommunikationsmaßnahmen abgeleitet.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines zielgruppenorientierten Hochschulmarketings zusammen und betont die Bedeutung einer authentischen Kommunikation.
Schlüsselwörter
Hochschulmarketing, Personalmarketing, Arbeitgebermarke, Rekrutierung, Fachkräftemangel, Arbeitgeberimage, Studierende, Hochschulabsolventen, Personalmarketing-Mix, Stellenanzeigen, Internet-Recruiting, Arbeitgeberwahl, Praxiserfahrung, Unternehmensimage, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit behandelt das Thema Hochschulmarketing als strategisches Rekrutierungsinstrument für Unternehmen, um in Zeiten des Fachkräftemangels qualifizierte Fachkräfte unter den Studierenden zu gewinnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Personalmarketings, die spezifischen Instrumente des Hochschulmarketings sowie eine empirische Untersuchung der Bedürfnisse und Präferenzen von Studierenden hinsichtlich potenzieller Arbeitgeber.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Einblicke in die Instrumente des Hochschulmarketings zu geben und auf Basis einer empirischen Studie Gestaltungsempfehlungen für Unternehmen zu erarbeiten, wie sie sich als attraktive Arbeitgeber bei Studierenden positionieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer fundierten Literaturanalyse der theoretischen Grundlagen und einer eigenen quantitativen, standardisierten Befragung von Studierenden an der Universität Flensburg im Mai 2012.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Herausforderungen für das Personalmarketing (z. B. demografischer Wandel), erläutert den Personalmarketing-Mix und detailliert die vielfältigen Instrumente des Hochschulmarketings, wie Praktika, Firmenpräsentationen oder Online-Jobbörsen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Personalmarketing, Hochschulmarketing, Rekrutierung, Employer Branding, Arbeitgeberwahl und Fachkräfteakquise.
Wie unterscheiden sich die Präferenzen von weiblichen und männlichen Studierenden?
Die Untersuchung zeigt, dass männliche Studierende sich eher an materiellen Werten wie einer hohen Entlohnung orientieren, während weibliche Studierende deutlich stärker nicht-materielle Aspekte wie ein positives Betriebsklima und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gewichten.
Welchen Stellenwert haben Firmenpräsentationen und Messen?
Diese Instrumente werden als wichtig für den direkten Kontakt und den Aufbau eines positiven Unternehmensimages erachtet, wobei die Wahl der Repräsentanten und die fachliche Relevanz entscheidende Erfolgsfaktoren darstellen.
Warum ist das Internet für das Hochschulmarketing so bedeutsam?
Da fast alle Studierenden das Internet täglich nutzen, ist es ein zentraler Kanal für die Informationsbeschaffung. Die Arbeit betont die Bedeutung der Unternehmenshomepage und die Notwendigkeit, hier detaillierte und interaktive Informationen bereitzustellen.
- Citation du texte
- Janina Hillenhagen (Auteur), 2012, Bevorzugte Arbeitgebereigenschaften aus Sicht der Studenten im Rahmen des Hochschulmarketings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264597