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Grundlagen der semiotischen Diskursanalyse

Titre: Grundlagen der semiotischen Diskursanalyse

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1999 , 12 Pages

Autor:in: Heinz Rosenau (Auteur)

Philologie Allemande - Sémiotique, Pragmatique, Sémantique
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Der Begriff der semiotischen Diskursanalyse suggeriert nicht nur eine Verbindbarkeit zweier Theorien, der Semiotik und der Diskursanalyse, sondern auch ihr Verhältnis zueinander, bei dem Diskursanalyse das Objekt der Analyse umreißt, und semiotisch auf eine gewisse Methode der Analyse rekurriert. Der Ausgangspunkt semiotischer Diskursanalyse ist somit der Gedanke der Verwendbarkeit in der Semiotik entwickelter Modelle bei der Untersuchung konkreten kommunikativen Geschehens. Voraussetzung einer solchen Integration ist jedoch, wie im folgenden darzustellen sein wird, eine Öffnung der Semiotik gegenüber dem Gebiet des Sinns als gemeinsamem Analyseinteresse von Semiotik und Diskursanalyse.
Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen inwiefern eine Semiotik, die ihr Interesse von einer Analyse der Bedeutung (hier verstanden als Phänomen der langue) ausweitet auf eine Analyse des Sinns (als Phänomen der parole), Anschlußstellen für ihre Verbindung mit der Diskursanalyse schafft.
Aus dieser Fragestellung ergibt sich der Aufbau dieser Arbeit:
Teil 1 versucht eine Annäherung an das Phänomen des Sinns über den Konnotationsbegriff Hjelmslevs und seine Weiterentwicklung bei Umberto Eco.
Teil 2 beschäftigt sich mit den sinnkonstituierenden Zeichenrelationen innerhalb des Ansatzes Eugenio Coserius.
Teil 3 versucht eine Verbindung der dargestellten Ansätze mit dem Diskursbegriff Michael Hoffmanns.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Konnotation und Sinn - Umberto Eco

2. Zeichenrelationen und Sinn - Eugenio Coseriu

3. Zeichen und Diskurs, Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, inwiefern eine Semiotik, die ihr Interesse von einer reinen Analyse der Bedeutung (als Phänomen der langue) auf eine Analyse des Sinns (als Phänomen der parole) ausweitet, methodische Anschlusspunkte für eine Verbindung mit der Diskursanalyse schafft.

  • Semiotische Grundlagen nach Umberto Eco
  • Konnotation und Denotation in der sprachlichen Analyse
  • Zeichenrelationen und die linguistische Sinnkonstitution bei Eugenio Coseriu
  • Diskursanalyse und die Rolle mentaler Orientierungsrahmen
  • Methoden der Diskurs- und Hypercode-Analyse

Auszug aus dem Buch

1. Konnotation und Sinn - Umberto Eco

Eine erste Annäherung der Semiotik an das Phänomen des Sinns ergibt sich aus der Unterscheidung zwischen der denotativen und der konnotativen Bedeutung eines Zeichens. Eine einführende Definition der Begriffe finden wir in Bußmann: Denotation: (a) Denotation bezeichnet die kontext- und situationsunabhängige, konstante begriffliche Grundbedeutung eines sprachlichen Ausdrucks im Unterschied zu konnotativen, d.h. subjektiv variablen, emotiven Bedeutungskomponenten. Konnotation: (1) Individuelle (emotionale) stilistische, regionale u.a. Bedeutungskomponente(n) eines sprachlichen Ausdrucks, die seine Grundbedeutung überlagern und die - im Unterschied zur konstanten begrifflichen Bedeutung- sich meist genereller, kontextunabhängiger Beschreibung entziehen.

Wie wir sehen, wird der Begriff der Denotation dem Bereich der langue, als dem System der Sprache, zugeordnet. Der Begriff der Konnotation ist hier sehr weit gefasst, er umfaßt sowohl Systembedeutungen ('stilistische', 'regionale' Bedeutungskomponenten) als auch individuelle, über das System hinausgehende Bedeutungen sprachlicher Zeichen.

Der Konnotationsbegriff der Glossematik ist enger gefasst. Ausgangspunkt für konnotative Bedeutungen ist bei Hjelmslev die Vorstellung einer Vielfalt von Systemen, in die sprachliche Zeichen eingebunden sind. Konnotative Bedeutungen sind 'Derivate [...], die auf untereinander verschiedenen Systemen beruhen', als solche Systeme nennt Hjelmslev 'Stil, Stilart, Stilwert, Stilgenre, Stimmung, Argot, Nationalsprache, Regionalsprache und Physiognomie'. Die aus diesem Ansatz resultierende Möglichkeit einer Beschreibung konnotativer Bedeutungen als Systembedeutungen führt Hjelmslev schließlich zum Begriff der 'Konnotationssprache'. Das Verhältnis von Denotation und Konnotation faßt Hjelmslev folgendermaßen: 'Die Konnotationssprache ist also eine Sprache, [...] deren Ausdrucksebene von der Inhaltssprache und der Ausdrucksebene einer Denotationssprache gebildet wird. Also eine Sprache, deren eine Ebene (nämlich die Ausdrucksebene) Sprache ist.'

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der semiotischen Diskursanalyse als methodische Brücke zwischen der Semiotik und der Diskursanalyse zur Untersuchung konkreten kommunikativen Handelns.

1. Konnotation und Sinn - Umberto Eco: Dieses Kapitel erläutert die Unterscheidung zwischen Denotation und Konnotation und analysiert, wie Hjelmslevs und Ecos Modelle dabei helfen, Sinnbildungsprozesse auf der Ebene der Codes zu systematisieren.

2. Zeichenrelationen und Sinn - Eugenio Coseriu: Der Fokus liegt hier auf dem Organon-Modell von Bühler und wie Coseriu durch Begriffe wie Umfeld und Redeuniversum die Sinnkonstitution in der Sprachpraxis erklärt.

3. Zeichen und Diskurs, Zusammenfassung: Dieses Kapitel führt die Ansätze zusammen und nutzt Michael Hoffmanns Kategorisierungen wie Diskurs 1, 2 und 3, um konkrete kommunikative Geschehen analysierbar zu machen.

Schlüsselwörter

Semiotik, Diskursanalyse, Sinn, Bedeutung, Denotation, Konnotation, Zeichenrelationen, Umberto Eco, Eugenio Coseriu, Redeuniversum, Hypercode, Kommunikation, Diskurs, Sprache, System.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie eine semiotische Herangehensweise dazu beitragen kann, das Verständnis von Sinnbildung innerhalb der Diskursanalyse theoretisch zu fundieren und praktisch zu erweitern.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Denotation und Konnotation, die Rolle von Sprachsystemen sowie die Anwendung von Zeichenkonzepten auf den kommunikativen Raum.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit fragt danach, wie eine Semiotik, die den Fokus von der statischen Analyse der langue hin zur prozessualen Analyse des Sinns (parole) verlagert, methodische Schnittstellen für die Diskursanalyse bilden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse genutzt?

Die Arbeit stützt sich primär auf die theoretische Aufarbeitung und kritische Synthese semiotischer Modelle, insbesondere von Hjelmslev, Eco und Coseriu, sowie diskursanalytischer Ansätze von Hoffmann.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Konnotationsprozessen nach Eco, die Analyse von Zeichenrelationen bei Coseriu und die Synthese dieser Ansätze durch Hoffmanns Diskursbegriffe.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Semiotik, Diskursanalyse, Sinn, Bedeutung, Umfeld, Redeuniversum und Konnotation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Begriff der Konnotation bei Hjelmslev von dem bei Eco?

Während Hjelmslev Konnotationen primär als Derivate innerhalb definierter Sprachsysteme begreift, weitet Eco den Begriff durch die Einbeziehung systemfremder Wissensbereiche und netzwerkartiger Codes aus.

Was genau versteht Eugenio Coseriu unter einem Redeuniversum?

Ein Redeuniversum bezeichnet das universelle System von Bedeutungen, das die Gültigkeit und den Sinn eines Textes oder einer Äußerung innerhalb eines bestimmten kommunikativen Rahmens ermöglicht.

Welche Rolle spielt Michael Hoffmann bei der Zusammenführung der Theorien?

Hoffmann liefert Kategorisierungen, die helfen, die Mehrdeutigkeit des Diskursbegriffs zu strukturieren, indem er zwischen verschiedenen Formen des kommunikativen Geschehens (Diskurs 1, 2 und 3) unterscheidet.

Was bedeutet der Begriff Diskursisotopie in diesem Kontext?

Diskursisotopie bezieht sich auf die Stabilität eines Diskurses; eine Verletzung dieser Isotopie kann als Auslöser dienen, um unbewusste oder unterdrückte Sinnstrukturen im Diskurs sichtbar zu machen.

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Résumé des informations

Titre
Grundlagen der semiotischen Diskursanalyse
Université
University of Potsdam
Auteur
Heinz Rosenau (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
12
N° de catalogue
V264679
ISBN (ebook)
9783656543817
ISBN (Livre)
9783656544937
Langue
allemand
mots-clé
grundlagen diskursanalyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Heinz Rosenau (Auteur), 1999, Grundlagen der semiotischen Diskursanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264679
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Extrait de  12  pages
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