Die Crawford Slip Methode. Eine Variante des Brainwritings


Ausarbeitung, 2012

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Theoretischer Hintergrund

2 Einordnung und Problemart

3 Theoretischer Ablauf

4 Anwendungsteil
4.1 Erstes Anwendungsbeispiel: Das Angebot der Berliner Mensen
4.1.1 Durchführung
4.1.2 Ergebnis
4.2 Zweites Anwendungsbeispiel: Das Krankenversicherungssystem
4.2.1 Durchführung
4.2.2 Ergebnis

5 Evaluation der Methode

6 Diskussion

7 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Theoretischer Hintergrund

Die Crawford Slip Methode wurde bereits 1925 durch den Amerikaner Dr. C.C. Crawford entwickelt, der an der University of Southern California lehrte. Zu Beginn nutzte dieser die Methode zum Verfassen eigener Bücher bis er sie in den 40er Jahren weiter entwickelte und verbreitete. Die Crawford Slip Methode gilt als Abwandlung des Brainwritings, das teilweise ebenso auf Crawford zurück zu führen ist1.

Das Hauptziel der Methode ist die Generierung von vielen Ideen, die innerhalb einer kurzen Zeit von einer großen Gruppe gesammelt werden. Es ist eine sehr einfache Methode, die lediglich dem Moderator Vorkenntnisse und Übung abverlangt. Die Teilnahme an der Methode ist jedoch ohne Übung gut möglich. Die Teilnehmer können sich interdisziplinär zusammen setzten, wobei bestenfalls sowohl Fachleute als auch Laien anwesend sein sollten. Es wird empfohlen, die Methode nicht mit weniger als 8 Teilnehmern durchzuführen; eine Obergrenze gibt es allerdings nicht [2,3].

Die gesamte Durchführung der Methode nimmt mindestens 30 Minuten in Anspruch, wobei die Ideengenerierung allein etwa 10 Minuten dauert3. Bei großer Teilnehmerzahl kann gerade der Auswertungsprozess jedoch auch Tage in Anspruch nehmen. Die Ideensammlung erfolgt schriftlich, wobei die Teilnehmer ihre Ideen auf kleine Kärtchen (Slips) schreiben.

2 Einordnung und Problemart

Sowohl das Battelle-Institut (1972) als auch Schlicksupp (1992) ordnen die Crawford-Slip- Methode den Brainwriting-Methoden zu. So ist die Ideenentwicklung intuitiv-kreativ und schriftlich.

Als Problemarten eignen sich Suchprobleme und Gestaltprobleme. Bei letzteren wird auf Veränderungen der Ausprägungen von Bestandteilen eines Systems abgezielt. Suchprobleme hingegen suchen nach bestimmten Bestandteilen eines Systems.

3 Theoretischer Ablauf

Den Ausgangspunkt der Methode bildet das relevante Thema oder der Problemkomplex, aus dem sich eine konkrete Fragestellung ableitet. Zu Beginn der Sitzung beschreibt der Moderator daher zunächst möglichst ganzheitlich den Problemkomplex. Anschließend werden offene Fragen der Teilnehmer geklärt. Es ist elementar, dass der Einführung eine zielgerichtete und fokussierte und sorgfältig formulierte Frage folgt. Nur so sind eine erfolgreiche Bearbeitung des Problems und die Generierung von guten, interessanten Lösungsansätzen möglich3.

Im Folgenden schreiben die Teilnehmer ihre Ideen und Antworten auf die Fragestellung auf kleine, vorbereiteten Kärtchen auf. Zum Beschreiben der Antwortkärtchen stehen den Teilnehmern fünf bis zehn Minuten Zeit zur Verfügung. Anschließend werden die Kärtchen eigesammelt und der letzte Schritt, die Datenreduktion, beginnt.

Während der Datenreduktion werden die Kärtchen zum einen in inhaltlich gleiche Kategorien sortiert und so reduziert. Zum anderen werden gleiche Ideen aussortiert, so dass jede Idee nur einmal genannt wird. Dieser Prozess kann entweder im Beisein der Teilnehmer erfolgen, wobei die Kategorien zur Reduzierung in einer gemeinschaftlichen Diskussion entstehen. Bei einer sehr großen Teilnehmergruppe bietet es sich an, dass der Moderator die Datenreduktion selbstständig, also ohne die Hilfe der Teilnehmer, vornimmt und diese im Anschluss über die Ergebnisse unterrichtet [1,3]. Die Methode wird mit einer Wertung der Ideen abgeschlossen. So werden besonders interessante Ideen herausgefiltert und können so weiterentwickelt werden.

Während der gesamten Durchführung der Methode hat der Moderator verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Er führt die Teilnehmer in den Problemkomplex ein, formuliert die Fragestellung und klärt offene Fragen der Teilnehmer. Darüber hinaus muss er die zeitlichen Vorgaben beachten und vermitteln, er strukturiert die Antworten und wertet diese mit oder ohne Hilfe der Teilnehmer aus. Wichtig sind auch das Bedanken bei den Teilnehmern und die Zusendung des Feedbacks [1,3].

Zuletzt sei noch erwähnt, dass für das Beschreiben der Kärtchen wohldefinierte Regeln gelten.

- Ideen sollen in einem Satz formuliert sein3
- Die Sätze sollen kurz, prägnant und verständliche sein  Nur eine Idee pro Kärtchen3
- Es wird in der oberen linken Ecke begonnen und entlang der langen Kante der Karte geschrieben3
- Wörter wie „es“ oder „dies“ sollten vermieden werden und Abkürzungen müssen bei erstmaliger Benutzung ausgeschrieben werden3
- Die Kärtchen haben ein Format von circa 12 x 7 Zentimetern (DIN A6)3  Es stehen jedem Teilnehmer zwischen 5 und 50 Kärtchen zur Verfügung2

4 Anwendungsteil

Zur praktischen Anwendung der Methode wurden zwei Fragestellungen präsentiert, welche die Teilnehmer nacheinander bearbeiteten. Hierbei wurde sowohl ein Such- als auch ein Gestaltproblem vorgestellt, um die Methode anhand beider Problemarten zu üben und mögliche Unterschiede in der Eignung festzustellen.

4.1 Erstes Anwendungsbeispiel:

Das Angebot der Berliner Mensen

4.1.1 Durchführung

Die erste Fragestellung beschäftigte sich mit dem Angebot der Berliner Mensen. Um die Teilnehmer in den Problemkomplex einzuarbeiten wurden zunächst Hintergrundinformationen zum Thema gegeben. Dies stellte sicher, dass neben den Fachleuten auch die Laien über genügend Information verfügten um aktiv mitzuarbeiten. Die gegebenen Informationen werden hier zum besseren Verständnis mit aufgeführt.

Zunächst wurde der Status quo, der später die Grundlage zur Fragestellung bildete, aufgezeigt:

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Crawford Slip Methode. Eine Variante des Brainwritings
Hochschule
Technische Universität Berlin
Veranstaltung
Kreativitätstechniken
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V264759
ISBN (eBook)
9783656540946
ISBN (Buch)
9783656541264
Dateigröße
847 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreativitätstechnik, Brainwritings
Arbeit zitieren
Anna Hudalla (Autor), 2012, Die Crawford Slip Methode. Eine Variante des Brainwritings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264759

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