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Antagonismen der Obsoleszenz

Schneller, besser, neuer: permanentes Wirtschaftswachstum durch suggestive Herstellerofferten mit grenzwertigem Nutzen für Konsumgesellschaft und Umwelt

Titel: Antagonismen der Obsoleszenz

Studienarbeit , 2013 , 61 Seiten

Autor:in: BA Frank Wilkens (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Internet-Foren, Zeitschriften und mediale Berichterstattungen zeigen auf, wie funktionelle, psychologische und qualitative Obsoleszenz Produktlebenszyklen und globalen Konsum seit nunmehr über hundert Jahren mitbestimmen. Zahlreiche Unternehmen begannen damals, die Lebensdauer ihrer Produkte künstlich zu verkürzen, um somit die Nachfrage auf den Märkten zu steigern. Mitarbeiter, Designer und Ingenieure aller Couleur wurden darauf getrimmt, sich den neuen, wirtschaftlichen Zielen jener Zeit anzupassen. Die gesamte Produktion wurde stets hinsichtlich der Gewinnmaximierung, nicht aber auf Konsumentenbedürfnisse oder gar Nachhaltigkeit ausgerichtet. Langhaltendes Material oder längerfristig einsetzbare Produkte sollten im Zuge eines erhöhten, wirtschaftlichen Wachstums weichen und synchron durch minderwertige, kurzlebigere Güter ersetzt werden.

Gab es damals nur wenige Fälle dieser Art, werden es in der heutigen Zeit scheinbar stetig mehr. Eine neue, investigativ ausgerichtete Konsumentengeneration rückt die Obsoleszenz verstärkt via Internet in den Fokus der Öffentlichkeit. In Foren, Blogs, Social Media oder Communities publizieren Verbraucher und Presse ihre jeweiligen Produkterfahrungen, welche sich rasend schnell rund um den Globus verbreiten. Die Informationen werden kommentiert und um nützliche Hintergrunddetails, Gebrauchs- oder Reparaturtipps sowie Produkt- oder Herstellerbewertungen erweitert. Konsumenten vereinen und wiedersetzen sich auf diese Weise gegen die Hersteller solcher Produkte und prangern sie öffentlich an.

Ist eine funktionierende, überlebensfähige Wirtschaft daher ohne die verschiedenen Facetten der Obsoleszenz und mit all ihren Folgen für die Umwelt überhaupt noch denkbar? Oder stimmt es, was uns Hersteller in der täglichen Werbung weis machen möchten und jeder Konsument tatsächlich stets für andere der trendige Star in seinem eigenen Sternenhimmel sein will, weshalb dieser auch ständig etwas Neues ein wenig früher als unbedingt nötig besitzen muss?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Formen und Facetten der Obsoleszenz

1.1 Definition

1.2 Funktionelle Obsoleszenz

1.3 Psychologische Obsoleszenz

1.4 Qualitative Obsoleszenz

2. Konsumgesellschaft und unendliches Wirtschaftswachstum

2.1 Produktpolitik, Lebenszyklen und Geschäftsstrategien

2.2 Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her

2.3 Marketing und Konsumgüterindustrie

3. Konsumentenbedürfnis vs. Herstellerstrategie

3.1 Der Konsument im Wandel der Zeit

3.2 Internet, Produktpolitik und Würmer im Apfel

3.3 Ferne Kulturen, Umweltmanagement und die Ressourcenpolitik

4. Fazit - Die Zukunft des Konsums oder Mentalität kontra Realität

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Obsoleszenz als Motor für ein permanentes, grenzenloses Wirtschaftswachstum. Dabei wird analysiert, wie Hersteller durch bewusste Produktverkürzung und suggestive Strategien den Konsum fördern und welche ökologischen sowie ökonomischen Konsequenzen dieses Verhalten für Konsumenten und die globale Umwelt nach sich zieht.

  • Die verschiedenen Facetten der Obsoleszenz (funktionell, psychologisch, qualitativ).
  • Die Entwicklung der Konsumgesellschaft und die Rolle strategischer Produktpolitik.
  • Die Machtdynamik zwischen Herstellerstrategien und den Bedürfnissen der Konsumenten.
  • Der Einfluss des Internetzeitalters auf die Transparenz und den Widerstand gegen geplante Obsoleszenz.
  • Möglichkeiten nachhaltiger Produktionsmodelle als Alternative zum unendlichen Wachstum.

Auszug aus dem Buch

1.2 Funktionelle Obsoleszenz

Bei der funktionellen Obsoleszenz kann mit Recht gesagt werden, das bessere ist stets der Feind des Guten. Produkte veralten im Augenblick, an dem in der Funktion erweiterte auf den Markt gebracht werden. In der heute stark frequentierten, technologisch orientierten Welt werden produktive, als auch innovative Fortschritte innerhalb des Qualitätswettbewerbs vom Konsumenten gerne angenommen. Obsolete Spiegelreflexkameras, die ein neues Objektiv oder Blitzlicht benötigen, welche jedoch unverhältnismäßig teurer sind, als eine komplett neue Kamera, zählen dabei eher zu den Verlierern, vor allem dann, wenn alte Komponenten nicht mehr mit dem neuen Gerät kompatibel sind. Neue Anforderungen, Nutzenänderungen oder erweiterte Standards können von älteren Komplementärprodukten meist ohnehin nicht ohne weiteres erfüllt oder nur über Umwege und mit viel technischem Sachverstand nachgerüstet werden.

Da Zeit und eine Steigerung des Gebrauchsnutzens wesentliche Faktoren für den Verbraucher sind, wird daher eher zum neuen, technologisch fortschrittlicheren und vorteilhafteren Produkt, als der nachträglichen Verbesserung des alten tendiert. Dieses Phänomen lässt sich vor allem in der IT-Branche beobachten. Neue Programme, Datenträger oder Spiele stellen oftmals erhöhte Anforderungen an bereits etablierte oder im heimischen Bereich installierte Systeme, die diese nicht ohne weiteres erfüllen können. Das betrifft sowohl Hardware, Software oder anwendungsspezifische Betriebssysteme. Die Produktlebenszyklen werden synchron immer kürzer und der Update-Service meist nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gewährleistet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Formen und Facetten der Obsoleszenz: Dieses Kapitel definiert Obsoleszenz als Funktions- oder Werteverlust und differenziert zwischen den verschiedenen künstlichen Formen der Produktalterung.

2. Konsumgesellschaft und unendliches Wirtschaftswachstum: Hier wird der historische Zusammenhang zwischen Massenproduktion, dem Bedürfnis nach unendlichem Wachstum und dem Aufkommen der geplanten Obsoleszenz beleuchtet.

3. Konsumentenbedürfnis vs. Herstellerstrategie: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen den Interessen der Unternehmen und der zunehmend investigativen Reaktion der Konsumenten im digitalen Zeitalter.

4. Fazit - Die Zukunft des Konsums oder Mentalität kontra Realität: Abschließend werden die Auswirkungen der Obsoleszenz zusammengefasst und Ansätze für ein nachhaltiges Wirtschaften diskutiert.

Schlüsselwörter

Obsoleszenz, Geplante Obsoleszenz, Konsumgesellschaft, Wirtschaftswachstum, Produktlebenszyklus, Nachhaltigkeit, Marketing, Ressourcenmanagement, Konsumentenverhalten, Qualitätssicherung, Umweltverschmutzung, Innovation, IT-Branche, Automobilindustrie, Reparaturunfreundlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Hersteller durch die künstliche Verkürzung der Produktlebensdauer (Obsoleszenz) ein stetiges Wirtschaftswachstum generieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den ökonomischen Strategien hinter dem Konsumzwang sowie den ökologischen Folgen für die globale Umwelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konsumenten durch Marketing und technologische Manipulation zum Neukauf bewegt werden und welche Gegenbewegungen sich formieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse der Marktmechanismen durchgeführt, ergänzt durch Fallbeispiele aus verschiedenen Industrien.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von funktionaler, psychologischer und qualitativer Obsoleszenz sowie der Strategien von Unternehmen wie Apple.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Obsoleszenz, Konsumgesellschaft, Nachhaltigkeit, Produktlebenszyklus und geplante Verschlechterung der Warenqualität.

Welche Rolle spielt die IT-Branche bei der funktionalen Obsoleszenz?

Die IT-Branche dient als Paradebeispiel, da ständige Software-Updates und inkompatible Hardware-Anschlüsse den Nutzer zwingen, regelmäßig neue Geräte zu erwerben.

Wie reagieren Konsumenten heutzutage auf geplante Obsoleszenz?

Durch das Internet vernetzen sich Verbraucher, um sich gegen diese Praktiken zu wehren, etwa durch Sammelklagen oder den Austausch von Reparaturtipps in Foren.

Welche Rolle spielt der "Phoebus-Kartell" für das Verständnis der Obsoleszenz?

Das Phoebus-Kartell zeigt historisch auf, wie Hersteller bereits in den 1920er Jahren systematisch die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzten, um den Absatz zu sichern.

Welche Rolle nimmt der "Sharing"-Trend im Fazit ein?

Sharing-Modelle werden als ein zukunftsträchtiger Ansatz gesehen, um dem Konsumzwang entgegenzuwirken und die Lebensdauer von Produkten wirtschaftlich sinnvoll zu verlängern.

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Details

Titel
Antagonismen der Obsoleszenz
Untertitel
Schneller, besser, neuer: permanentes Wirtschaftswachstum durch suggestive Herstellerofferten mit grenzwertigem Nutzen für Konsumgesellschaft und Umwelt
Autor
BA Frank Wilkens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
61
Katalognummer
V264771
ISBN (eBook)
9783656545606
ISBN (Buch)
9783656545651
Sprache
Deutsch
Schlagworte
antagonismen obsoleszenz schneller wirtschaftswachstum herstellerofferten nutzen konsumgesellschaft umwelt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BA Frank Wilkens (Autor:in), 2013, Antagonismen der Obsoleszenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264771
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Leseprobe aus  61  Seiten
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