Die Reise zum verwunschenen Schloss. Erläuterung und Hintergrund des Spiels


Hausarbeit, 2003

19 Seiten


Leseprobe

Gliederung:

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Vorstellung des Spiels
2.2 Funktion und Beschreibung des Modells „Spielkette“ an Hand von Ulrich Baers „Spielpraxis“
2.3 Verbesserungsvorschläge und Kommentare zum Spiel

3. Veränderung des Spiels für einen möglichen Einsatz im Deutschunterricht

4. Kurzer Kommentar zum didaktischen und pädagogischen Hintergrund des Spielens

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung:

Im Folgenden befasse ich mich mit den Hintergründen und den Verbesserungsmöglichkeiten sowie dem zugrunde liegenden Modell des von meiner Kommilitonin und mir entworfenen Spiels. Nachdem das Spiel und dabei auch verschieden Varianten vorgestellt und nötige Vorbereitungen und Varianten genannt werden, folgt eine Beschreibung des Modells der Spielkette, in welches ich unser Spiel einordnen würde. Hierbei werden Aufbau und Funktion sowie Probleme dieses Modells erläutert. Anschließend greife ich die bereits im Seminar besprochenen Verbesserungsmöglichkeiten auf und erläutere diese genauer. Das gesamte Spiel werde ich dann für einen möglichen Einsatz im Deutschunterricht verändern, da ich einen Bezug zu meinem Lehramtsstudium im Fach Deutsch herstellen möchte. Abschließend möchte ich noch kurz auf die Bedeutung des Spielens im Unterricht eingehen, da mich dieser Aspekt des Seminars besonders interessiert hat und ich ihn auch für meinen späteren Beruf als wichtig ansehe.

2. Hauptteil

2.1 Vorstellung des Spiels:

Edina Háló, Kerstin Felkel

Die Reise zum verwunschenen Schloss

Zielsetzung

Die „Reise zum verwunschenen Schloss“ ist eine Art Abenteuer-Spiel, bei dem eine Gruppe einige Hindernisse, bestehend aus anderen einzelnen Spielen, bewältigen muss, um schließlich zum Schloss und zu dem darin enthaltenen Schatz zu gelangen. Bei diesem Spiel sind alle Beteiligten der Gruppe gefordert und der Zusammenhalt der Gruppe ist notwendig, um die einzelnen Stationen zu durchlaufen. Die einzelnen Spielstationen bestehen aus verschiedenen Aktivitäten und umfassen mehrere Spielarten, so dass sicherlich für jeden einzelnen Mitspieler etwas dabei ist.

Spielgeschichte

Einst begab sich eine mutige und abenteuerlustige Gruppe auf eine geheimnisvolle Reise zu einem verwunschenen Schloss.(Spiel 1) Sie hatten davon gehört, das dort ein wahrer Schatz im Inneren verborgen sei, welchen sie unbedingt finden wollten. Doch bis dahin sollte es noch eine lange Reise werden, auf der ihnen einige Gefahren und Hindernisse begegnen würden. Als sie nun schon einige Tage und Nächte unterwegs waren, kamen sie an den Südpol, wo sie eine Pause einlegen wollten. Also suchte sich jeder einen Platz auf einer Eisscholle. Diese Pause sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn plötzlich fing die Eisscholle an, sich zu bewegen und vom Land weg zu treiben. Die Eisscholle treib immer weiter in wärmere Gebiete ab und begann zu schmelzen. Die Gruppe musste aufpassen, dass niemand ins kalte Wasser fallen und ertrinken würde. Denn diese Reise konnten sie schließlich nur alle gemeinsam bewältigen. (Spiel 2)

Als die Eisscholle schon bedenklich klein geworden war, sah die Gruppe plötzlich Land, welches sie glücklicherweise gerade so erreichte. Sie waren gerettet. Doch wie sollte es nun weitergehen? Sie waren alle viel zu erschöpft, um den Weg zu Fuß fort zu setzten. Das Glück war ihnen jedoch wohlgesonnen, denn sie trafen auf einen Mann, der ihnen anbot, sie ein Stück in seinem Zug mitzunehmen. Sie nahmen dankend an und genossen es, sich nun endlich einmal entspannen zu können. Als sie das lange Abteil betraten und sich setzen wollten, waren sie jedoch etwas verwundert. Auf jedem Platz lag ein Zettel, der nur mit einem Wort beschrieben war. Um sich auf der Fahrt die Zeit zu vertreiben, fingen sie an, aus diesen Wörtern eine Geschichte über das Schloss zu bilden, worauf sie nun immer gespannter geworden waren. Man hatte ja immerhin schon einige merkwürdige Dinge gehört. So fing einer der Mitreisenden an, eine Geschichte zu erzählen, und jeder der anderen dichtete der Reihe nach ein Stück dazu, indem sein Wort enthalten war. (Spiel 3)

Plötzlich stoppte der Zug. Sie stiegen aus und stellten fest, dass sie wohl schon an ihrem Ziel angekommen waren, denn sie standen vor einem großen Prunkvollen Tor. Wie sehr sie sich doch geirrt hatten. Das Tor hatte nämlich magische Kräfte und führte zwar zum Schloss, doch es war nicht gewillt, jeden einfach so hindurchgehen zu lassen. Nicht, bevor jeder Einzelne dem Orakel eine Frage beantworten konnte. (Spiel 4)

Als sie nun alle das magische Tor durchquert hatten, standen sie endlich vor dem Schloss, welches tief verborgen seinen Schatz hütete. Doch wie kam man nun hinein? Es war schließlich ein verwunschenes Schloss und so einfach konnte es ja nicht werden, zum Schatz vorzudringen. Sie mussten erst eine Art magischen Hebel finden, um Einlass zu erhalten. Also stellte sich die Gruppe um die Schatztruhe auf und probierte verschiedene Berührungen aus, um schließlich das geheime Zeichen zu finden, bei dem sich das Schloss für sie öffnen würde. Wenn sie diese letzte Aufgabe gelöst hatten, waren sie am Ziel angelangt. (Spiel 5)

Spielstationen

Spiel 1: Spielgeschichte - Spielkette1 Beschreibung:

Der Spielleiter erzählt eine Geschichte, in der einzelne Handlungsabschnitte die Spiele sind.

Vorbereitung:

Zur Vorbereitung benötigt man eine Rahmenhandlung und je nach dem auch eine fertige Geschichte, die erzählt wird.

Varianten:

a) Für ältere Mitspieler kann die Geschichte anspruchsvoller sein und sich z. B.: auf bestimmte Fächer in der Schule beziehen
b) Um das Spiel zu verkürzen oder zu verlängern, verändert man einfach die Länge der Geschichte

Spiel 2: Eisscholle - Pinguine auf Eisscholle2 Beschreibung:

Die Gruppe steht auf Zeitungspapier (Eisschollen), das immer mehr verkleinert wird. Die Spieler müssen sich nun gegenseitig helfen und halten, damit alle noch auf das kleinere Stück der „Eisscholle“ passen und keiner in das „kalte Wasser“ fällt. Das Spiel ist zu Ende, wenn die Gruppe droht „unterzugehen“

Vorbereitung:

Zur Vorbereitung benötigt man eine größere Gruppe und einige Bögen Zeitungspapier. Der Spielleiter verkleinert diese dann immer weiter.

Varianten:

- Die Spieler fassen sich an den Händen und laufen von Gymnastikreifen zu Gymnastikreifen. Sie dürfen nur die Innenfläche der Reifen betreten und auch hier wird nach und nach einer der Reifen weggenommen (Eisschollen-Springen)
- Eine Gruppe steht auf einer Decke (Eisscholle) und legt eine andere vor diese. Die Spieler treten über auf die andere Decke ohne den „Boden“ zu berühren. Dann wird die hintere Decke wieder nach vorne geholt und die Gruppe bewegt sich so auf ein bestimmtes Ziel zu.

(Eisschollen-Transport)

a) Zur Verkürzung: Um das Spiel zu verkürzen, kann man in schnelleren Abständen die Zeitungsteile entfernen
b) Für ältere Kinder: kann man das eigentliche Spiel abändern: z.B.:schnellere Bewegungen (laufen...), oder Bewegungen zu Musik einbauen.

Spiel 3: Zug-Spiel

Beschreibung:

Eine Gruppe soll zusammen eine Geschichte erzählen. Dies geschieht, in dem jeder der Gruppe einen Teil dazu beisteuert. Einer der Mitspieler beginnt und reihum wird die Geschichte dann von einem anderen weiter erfunden.

Varianten:

a)Zur Vereinfachung kann man jedem der Mitspieler einen bestimmten Begriff nennen, den er in seinem Teil der Geschichte verwenden muss.

[...]


1 Baer, 666 Spiele S.335

2 Baer, 666 Spiele S.120

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Reise zum verwunschenen Schloss. Erläuterung und Hintergrund des Spiels
Hochschule
Universität Siegen
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V264791
ISBN (eBook)
9783656540908
ISBN (Buch)
9783656542025
Dateigröße
410 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Didaktik, Spiel, Unterricht
Arbeit zitieren
Kerstin Felkel (Autor), 2003, Die Reise zum verwunschenen Schloss. Erläuterung und Hintergrund des Spiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264791

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