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Quelleninterpretation zu der Quelle „capitulare missorum generale“

in: Monumenta Germaniae Historica Generale, Capit. 1, Capitularis regum Francorum, Bd. 1 hg. V. A. BORETIUS, Hannover 1883. Nr. 33

Título: Quelleninterpretation zu der Quelle „capitulare missorum generale“

Trabajo Escrito , 2011 , 12 Páginas , Calificación: 2,33

Autor:in: Johannes Kircher (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Karl der Große war ein besonderer Herrscher, der in die Geschichte einging als ein
Regent, der ein Großreich durch Kriege erschuf und festigte. Seine tiefe Religiosität war
Vorbild für viele Herrscher. Die Berufung darauf, dass sein Amt Gottes Wille sei, zieht
sich wie ein roter Faden durch das gesamte Mittelalter und wurde erst mit der
Französischen Revolution, jedenfalls in Frankreich, beendet. Dieses ideologische
Konstrukt gab ihm die Sicherheit nichtchristliche Völker zu unterwerfen und zu
Christianisieren. Diese tiefe Religiosität spiegelt sich auch in dem sehr guten Verhältnis
zum Papst wieder, das schon sein Vater zu pflegen verstand. Aber wie regiert man ein
solches Großreich, mit den vielen verschiedenen Kulturen und lokalen Herrschern? Wie
die Römer konnte es Karl der Große nicht machen. Sie unterwarfen zwar im größeren
Maßstab fast ganz Europa, aber sie beließen den lokalen Völkern ihren Glauben und ihre
Riten. Dadurch blieb der Rebellionslevel geringer. Karl der Große aber, der sich
„allerchristliche Herr Kaiser“ nannte, war ein Missionarseiferer. Eine typische Form des
Katholizismus ist das massive Sendungsbewusstsein der Gläubigen. So unterwarf er
nicht nur die Sachsen, sondert Christianisiert sie auch. Damit sah sich Karl der Große mit
einem Problem konfrontiert: Wie soll ein großes Reich mit den vielen verschiedenen
Kulturen nach Gottes Wille regiert werden und welche Maßnahmen hat er veranlasst?
Das Kapitular „capitulare missorum generale“, welches ich bearbeiten werde, gibt da
einen Einblick in die Verwaltung des Frankenreiches. Dabei ist auch zu klären, ob die
Quelle Antwort darauf gibt, wie ein monotheistisches Großreich zu regieren ist. Lebten
dabei alle mit gleichem Recht, nach heutigem Sinne, oder wurde unterschieden zwischen
den verschiedenen Stämmen und zwischen Adel, Klerus und Laien?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Quellenkritik

1.1 Quellenbeschreibung

1.2 Äußere Quellenkritik

1.3 Innere Quellenkritik

2. Quelleninterpretation

2.1 Inhaltliche Zusammenfassung

2.2 Kontextualisierung

2.3 Interpretation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „capitulare missorum generale“ aus dem Jahr 802, um zu analysieren, wie Karl der Große mittels dieser Kapitulariengesetzgebung versuchte, sein durch verschiedene Kulturen und lokale Herrschaftsstrukturen geprägtes Großreich einheitlich und im Einklang mit seinem christlichen Verständnis von Herrschaft zu verwalten.

  • Analyse der karolingischen Kapitularien als Verwaltungsinstrument
  • Die Rolle und Funktion der „missi dominici“ als Königsboten
  • Wechselwirkung zwischen religiösem Sendungsbewusstsein und politischer Reichslenkung
  • Einfluss des kanonischen Rechts auf die karolingische Justiz

Auszug aus dem Buch

1.3 Innere Quellenkritik

Der zentrale Bestandteil der Quelle ist die Aufforderung an die „missi dominici“ für Recht und Ordnung in ihren zugewiesenen Provinzen zu sorgen. Jürgen Hannig spricht dabei von einer Personalreform, die sich ab 802 vollzogen hat. Zuvor wurden niedere Vasallen auserwählt, die sich aber dem lokalen Adel und Klerus nicht gewachsen sahen.

Karl der Große sah sich „gezwungen, nur noch Großvasallen, ‚potentes‘, mit eigener Macht- und Verfügungsgewalt, wie Erzbischöfe, Äbte, Herzöge und Grafen, als Kommissare in ihre Aufgabenbereiche zu entsenden, wo sie als Stellvertreter des Herrschers beauftragt waren, die Belange der Zentralgewalt gegenüber den regionalen Machthabern wahrzunehmen.“ Damit wurde politisch schwergewichtiges Personal ausgesucht, die auch den Willen der Zentralregierung durchsetzen konnten. Hannig hegt dabei schwere Zweifel, ob diese Personalreform wirklich erfolgreich sein konnte.

Diese „macht-, land- und geldhungrigen ‚potentes‘“ waren es ja selbst, die Karl der Große in verschiedenen Kapitularien anprangerte. „The New Cambridge Medieval History“ sagt weniger kritisch, dass die Bedeutung der „missi dominici“ gestiegen ist, da eine Reform, wie das Frankenreich regiert werden sollte unumgänglich geworden ist. Dennoch beschreibt Paul Fouracres, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die „missi dominici“ jemals eine Verfehlung der lokalen Regierung an die Zentralregierung gesendet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Quellenkritik: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft, Form und historische Einordnung des Kapitulars sowie die Probleme bei der Überlieferung des Originals.

2. Quelleninterpretation: Hier erfolgt die inhaltliche Analyse des Textes unter Berücksichtigung des historischen Kontextes, der Rolle des Kaisers und der Bedeutung der christlichen Ideologie für die Verwaltung.

Schlüsselwörter

Karl der Große, Capitulare missorum generale, missi dominici, Kapitularien, Frankenreich, Quellenkritik, Mittelalter, Kanonisches Recht, Reichsverwaltung, Rechtsgeschichte, Christianisierung, Frömmigkeit, Zentralgewalt, Vasallen, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit widmet sich der Interpretation des „capitulare missorum generale“ von 802, einem zentralen Dokument für das Verständnis der Verwaltung und Rechtspraxis im Frankenreich Karls des Großen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Aufgaben der Königsboten (missi dominici), die Machtstruktur des Reiches, die Verflechtung von religiöser Frömmigkeit und Gesetzgebung sowie die äußere und innere Quellenkritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, wie Karl der Große mit den „missi dominici“ versuchte, sein pluralistisches Großreich zentralistisch und nach christlichen Werten zu ordnen sowie lokale Machtansprüche zu begrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die klassische Methode der historischen Quellenanalyse, bestehend aus Quellenbeschreibung, äußerer und innerer Quellenkritik sowie der kontextuellen Interpretation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Kritik des Dokuments und die inhaltliche Auslegung, wobei insbesondere die Personalreform der Königsboten und die christliche Motivation des Herrschers hervorgehoben werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Karl der Große, Kapitularien, missi dominici, Rechtsgeschichte und karolingische Reichsverwaltung definieren.

Warum war die Auswahl von „Großvasallen“ als Königsboten so problematisch?

Wie der Autor unter Berufung auf Jürgen Hannig ausführt, waren genau jene „potentes“, die als Kontrolleure eingesetzt wurden, oft Teil der korrupten lokalen Machtstrukturen, was den Erfolg der Personalreform zweifelhaft erscheinen lässt.

Welche Rolle spielte die Religion bei der Ausgestaltung des Kapitulars?

Die Religion diente Karl dem Großen als legitimatorisches Instrument: Durch die ständige Bezugnahme auf Gott und das kanonische Recht unterstrich er seinen Anspruch als „allerchristlichster Herr Kaiser“, der nicht nur politisch, sondern auch moralisch über seinen Untertanen steht.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Quelleninterpretation zu der Quelle „capitulare missorum generale“
Subtítulo
in: Monumenta Germaniae Historica Generale, Capit. 1, Capitularis regum Francorum, Bd. 1 hg. V. A. BORETIUS, Hannover 1883. Nr. 33
Universidad
University of Kassel
Calificación
2,33
Autor
Johannes Kircher (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
12
No. de catálogo
V265017
ISBN (Ebook)
9783656545538
ISBN (Libro)
9783656545682
Idioma
Alemán
Etiqueta
quelleninterpretation quelle monumenta germaniae historica generale capit capitularis francorum boretius hannover
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Kircher (Autor), 2011, Quelleninterpretation zu der Quelle „capitulare missorum generale“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265017
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