In unserer Welt treten täglich mehr und mehr Menschen in Kontakt miteinander und erleben die Vielfalt. Der Umgang mit dieser Vielfalt ist in den letzten Jahrzehnten sicherlich zu einem bedeutenden Thema geworden. Als Folge des demographischen Wandels, der Globalisierung, Informatisierung etc. tauchen die Begriffen „Diversity“, „Diversity Management“ und „Gender Mainstreaming“ immer öfters auf. Durch die Vielfalt an Interessengruppen Beteiligten hat sich die Diskussion um Diversity zu einem komplexen Bündel von Meinungen und Sichtweisen entwickelt.
Als Folge der fortgeschrittenen Globalisierung sind die Organisationen zunehmend in den internationalen und globalen Märkten tätig. Sie kooperieren mit Unternehmen aus der ganzen Welt und Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalität sind beschäftigt. Immer mehr Menschen leben und arbeiten im Ausland. Daher müssen die multikulturellen Unternehmern mit einer breiten Palette von Vielfalt umgehen: andere Werte, Kulturen, Bräuche, Lebensstile und Umgangsformen. Auch die zunehmende Höhe der inländischen Vielfalt ist ein Grund für die zunehmende kulturelle Vielfalt. In den USA gibt es beispielsweise mehr als 84 Millionen Mitglieder der vier primäre Minderheiten wie Afro-, Spanisch-, Asian- und Native-Amerikaner. Ein weiterer Faktor für die zunehmende Vielfalt ist die steigende Zuwanderung die höhere Geburtenraten unter den ethnischen Minderheiten. Die Globalisierung hat transnationalen Unternehmen aktiviert und die Kommunikation auf der ganzen Welt extrem vereinfacht. Die Märkte für Dienstleistungen und Produkte sind größer geworden - das Fehlen von Grenzen bietet viele Möglichkeiten und Flexibilität. Eine hohe Anzahl der Forscher argumentieren, dass Multikulturalismus auch Vorteile in Organisationen bietet. Es ist empirisch nachgewiesen, dass die Mitarbeiter in multikulturellen Organisationen kreativer sind und bessere Ergebnisse haben. Das ist aber natürlich durch Anwendung von Diversity Management in den Unternehmen viel leichter gemacht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Diversity-Konzept
3. Diversity Management
3.1 Begriffsklärung und Hintergrund
3.2 Die Leitgedanken des Diversity Managements
3.3 Ziele von Diversity Management
3.4 Unterschied von Gleichbenadlung, Gleichstellung und Chancengleichheit
3.5 Zielbezogene Diversity Management
4. Diversity-Konzept am Beispiel der Kategorie Gender. Gender Mainstreaming
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Implementierung von Diversity Management und Gender Mainstreaming in Organisationen, um deren Bedeutung für den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt zu erörtern und das Potenzial einer Zusammenführung beider Konzepte zu bewerten.
- Grundlagen des Diversity-Konzepts und seiner Dimensionen
- Strukturelle Implementierung von Diversity Management in Unternehmen
- Abgrenzung der Begriffe Gleichbehandlung, Gleichstellung und Chancengleichheit
- Analyse von Gender Mainstreaming als Gleichstellungspolitik
- Verhältnis und Synergien zwischen Diversity Management und Gender Mainstreaming
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsklärung und Hintergrund
Das Konzept des Diversity Management ist noch vergleichsweise jung. Ursprünglich in den USA entwickelt, findet es erst Ende der 90er Jahre seinen Weg nach Europa. Die Bezeichnung „Diversity Management“ steht für Strategien, Programme und Maßnahmen für einen konstruktiven und produktiven Umgang mit Vielfalt. Dabei geht es um die Vielfalt der Mitglieder einer Organisation. Diversity Management hat aus dem Zusammenfluss von geographisch und thematisch unterschiedlichen Strömungen in der Gesellschaft und im Management gebildet. Auf Bild 3 wird die Verbreitung von Diversity Management in Regionen und Branchenarten dargestellt. In UK und USA ist Diversity Management deutlich breiter angewendet, als in Europa bzw. in Deutschland. Die Verbreitung des Diversity Ansatzes in den USA und Großbritanien liegt aufgrund einer längeren Tradition der rechtlich verankerten Antidiskriminierung bei über 90%. Deutschland hinkt mit 44% der befragten Unternehmen hinter. In Deutschland fehlt es noch weitgehend an der notwendigen Werteorientierung und Haltung des Managements und der Beschäftigten zur Vielfalt in der Belegschaft und auch an den Organisationsstrukturen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den zunehmenden Stellenwert von Vielfalt in einer globalisierten Welt und führt die zentralen Konzepte Diversity, Diversity Management und Gender Mainstreaming ein.
2. Diversity-Konzept: Dieses Kapitel definiert den Begriff Diversity als Summe von Unterschieden und Gemeinsamkeiten und erläutert die verschiedenen sozialen Dimensionen und Ebenen der Diversität.
3. Diversity Management: Hier werden Definition, Hintergründe, Leitgedanken, Ziele sowie die Abgrenzung zu anderen Gleichstellungsbegriffen innerhalb von Organisationen detailliert untersucht.
4. Diversity-Konzept am Beispiel der Kategorie Gender. Gender Mainstreaming: Dieser Abschnitt analysiert Gender Mainstreaming als spezifische politische Strategie zur Gleichstellung und deren Verhältnis zum breiter gefassten Diversity Management.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit beider Konzepte und diskutiert, inwiefern eine Zusammenführung der Strategien für Unternehmen sinnvoll sein kann.
Schlüsselwörter
Diversity, Diversity Management, Gender Mainstreaming, Globalisierung, Unternehmenskultur, Chancengleichheit, Gleichbehandlung, Gleichstellung, Diskriminierung, Organisation, Soziale Dimensionen, Wertschätzung, Personalentwicklung, Multikulturalität, Demografischer Wandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Implementierung von Diversity Management und Gender Mainstreaming als Strategien zum Umgang mit Vielfalt in Organisationen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Diversität, die strategischen Ziele des Diversity Managements in Unternehmen sowie die Rolle von Gender Mainstreaming in der Gleichstellungspolitik.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Diversity Management und Gender Mainstreaming zur Gleichstellung beitragen und wie sich diese beiden Konzepte in der Praxis zueinander verhalten.
Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Analyse von Literatur und verschiedenen wissenschaftlichen Diskursen zu Diversität und Gleichstellungspolitik basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Diversity-Konzepts, die Darstellung von Zielen und Implementierungsstrategien des Diversity Managements sowie die exemplarische Betrachtung des Gender-Konzepts durch Gender Mainstreaming.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Diversity Management, Gender Mainstreaming, Chancengleichheit, Unternehmenskultur, Diskriminierung und Organisationsentwicklung.
Wie unterscheidet sich laut Autor das Diversity Management von Gender Mainstreaming?
Während Gender Mainstreaming spezifisch auf die Gleichstellung der Geschlechter ausgerichtet ist, ist Diversity Management als breiteres Konzept zu verstehen, das den ökonomischen Nutzen von Vielfalt stärker in den Vordergrund stellt.
Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit in Bezug auf die Kombination der Ansätze?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine Zusammenführung beider Konzepte sinnvoll sein kann, da sich die umfassende Perspektive des Diversity Managements und die klare Zielsetzung des Gender Mainstreamings ergänzen können.
- Quote paper
- Yana Veleva (Author), 2009, Die Implementierung von Diversity Management und Gender Mainstreaming, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265147