Diese Arbeit untersucht, welche Funktion das Bühnenbild in Max Reinhardts "Sommernachtstraum" von 1905 innerhalb seines Theaterbegriffs hat.
Es werden theatertheoretische Ansätze Reinhardts beschrieben, Pressestimmen hinsichtlich des Begriffs der "Werktreue" untersucht und das detailgetreu-realistische, aber fantastisch-realitätsferne Bühnenbild wird hinsichtlich dieser Ansätze auf seine Funktion analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Bühne
- Die Kritiken
- Max Reinhardts Werkbegriff
- Analyse der Bühnengestaltung mittels des Theaterbegriffs Max Reinhardts
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert den Theaterbegriff von Max Reinhardt anhand seiner Inszenierung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ im Jahr 1905. Sie untersucht die Funktion des Bühnenbildes im Kontext von Reinhardts Theatertheorie und den Reaktionen der Kritik.
- Der Einfluss der naturalistischen Schauspieltradition auf Reinhardts Theaterbegriff
- Die Rolle des Bühnenbildes als Mittel der Illusion und des Einbezugs aller Sinne
- Reinhardts Auffassung von Theater als eigenständige Kunstform und nicht als Hilfskunst der Literatur
- Die Rezeption der Inszenierung durch die Kritik und die Frage nach der Werktreue
- Die Bedeutung des „Sommernachtstraums“ als Beispiel für Reinhardts neue Spielweise der Klassiker
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und erläutert den Kontext der Inszenierung des „Sommernachtstraums“ durch Max Reinhardt. Sie beleuchtet die Bedeutung des Bühnenbildes für die Rezeption der Inszenierung.
- Die Bühne: Dieses Kapitel beschreibt die Gestaltung des Bühnenbildes von Reinhardts „Sommernachtstraum“, insbesondere die Verwendung der Drehbühne und die Einbeziehung aller Sinne. Die technischen Mittel werden im Kontext der theatralen Wirkung analysiert.
- Die Kritiken: Dieses Kapitel stellt unterschiedliche Kritiken der Inszenierung vor und untersucht die unterschiedlichen Perspektiven auf die Funktion des Bühnenbildes. Es werden sowohl positive als auch negative Reaktionen der Kritiker beleuchtet.
- Max Reinhardts Werkbegriff: Dieses Kapitel analysiert Reinhardts Theatertheorie, insbesondere seine Kritik an der naturalistischen Schauspieltradition und seine Auffassung von Theater als eigenständige Kunstform. Es beleuchtet Reinhardts Zielsetzung, dem Publikum ein Theater zu bieten, das Freude und Flucht aus der Realität ermöglicht.
- Analyse der Bühnengestaltung mittels des Theaterbegriffs Max Reinhardts: Dieses Kapitel analysiert das Bühnenbild des „Sommernachtstraums“ im Kontext von Reinhardts Theaterbegriff. Es zeigt, wie die Gestaltung des Bühnenbildes Reinhardts Theatertheorie widerspiegelt und seine Intentionen umsetzt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Max Reinhardt, „Sommernachtstraum“, Bühnenbild, Theatertheorie, Naturalismus, Werktreue, Illusion, Sinneserfahrung, Kritik, Rezeption, Klassiker, Spielweise, Flucht aus der Realität.
Häufig gestellte Fragen
Welche Funktion hat das Bühnenbild bei Max Reinhardt?
Das Bühnenbild dient der Illusion und dem Einbezug aller Sinne. Es soll eine fantastische Welt schaffen, die dem Publikum die Flucht aus der Realität ermöglicht.
Wie inszenierte Reinhardt den „Sommernachtstraum“ 1905?
Reinhardt nutzte technische Neuerungen wie die Drehbühne und ein detailgetreues, realistisches, aber dennoch märchenhaftes Design, um Shakespeares Werk neu zu interpretieren.
Was war Reinhardts Verständnis von „Werktreue“?
Für Reinhardt war Theater eine eigenständige Kunstform. Er legte weniger Wert auf philologische Werktreue als auf die atmosphärische und sinnliche Wirkung der Inszenierung.
Wie unterschied sich Reinhardt vom Naturalismus?
Während der Naturalismus die soziale Realität oft düster abbildete, wollte Reinhardt ein „Theater der Freude“ schaffen, das durch Opulenz und Fantasie besticht.
Wie reagierte die zeitgenössische Kritik auf seine Bühne?
Die Kritiken waren geteilt: Einige feierten die magische Atmosphäre und Sinneserfahrung, andere kritisierten das Bühnenbild als zu dominant gegenüber dem literarischen Text.
- Citar trabajo
- Viktoria Freya Weigel (Autor), 2013, Theater als Flucht aus der Realität?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265177