Zunächst gilt es die allgemeine Entwicklung der japanischen Energieversorgung nieder zu legen. Wie hat sie sich entwickelt und welche Chancen, beziehungsweise welche Fehler, wurden gemacht? Untermauert wird dieses Bild von den vorhandenen Ressourcen im und um die Insel. Meinen Schwerpunkt möchte ich hierbei auf Öl und die Atomenergie legen, da diese beiden Formen der Energiegewinnung geschichtlich und aktuell besonders im Fokus stehen. Als Gegenstück zu Diesen stelle ich die Erzeugung von Elektrizität mithilfe von erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkrafträder dar. Was wurde in diesem Bereich der Energiegewinnung geleistet und welche Chancen ergeben sich aus ihnen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Geschichtliche Entwicklung
2.1 Vorkriegszeit
2.2 Nachkriegszeit
3. Ressourcen des Landes und allgemeine Nutzung
3.1 Energieressourcen Japans
3.2 Veränderung der Ressourcennutzung
4. Fossile Brennstoffe
4.1 Öl
4.2 Kernenergie
5. Regenerative Energien
5.1 Photovoltaik
5.2 Windkraft
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und den aktuellen Zustand der japanischen Energieversorgung, mit einem besonderen Fokus auf die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, der Rolle der Kernenergie sowie dem Potenzial erneuerbarer Energien vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Spannungen und politischer Zielsetzungen.
- Historische Entwicklung der japanischen Stromversorgung
- Die Rolle und Problematik von Ölimporten und Kernenergie
- Entwicklung und Status der Photovoltaik in Japan
- Herausforderungen und technologische Ansätze in der Windkraft
- Energiepolitische Herausforderungen nach dem Erdbeben von Fukushima
Auszug aus dem Buch
4.2 Kernenergie
Aufgrund der Rohstoffarmut Japans und der daraus folgenden Anfälligkeit sowie Abhängigkeit von Zweiten ist es eine natürliche Folge, dass Japan auf Atomkraft gesetzt hat.
Die ersten Gedanken zur Gewinnung von Energie sind auf das Jahr 1954 zurückzuführen. Zu dieser Zeit startete der japanische Staat Forschungsarbeiten zur Nutzung von Kernenergie. Die Nutzung von Atomenergie wurde ein Jahr darauf im Atomic Energy Basic Law festgelegt. Somit darf diese nur für friedliche Zwecke eingesetzt werden. Es beinhaltet drei Prinzipien: Prinzip der Demokratie, dem Prinzip der freien Unternehmensführung und das Prinzip der Transparenz. Diese Prinzipien dienen als Basis für nukleare Forschungsarbeiten und internationalen Kooperationen.
Der erste Prototyp eines Reaktors wurde 1963 gebaut. Durch einen Siedewasserreaktor wurde bis 1976 Strom erzeugt. Desweiteren half er insbesondere in Forschungsgebieten und zur Informationsgewinnung, was bei späteren Atomreaktoren einen großen Vorteil darstellte.
Der erste kommerziell genutzte Reaktor wurde von der britischen GEC mit kooperierenden amerikanischen Unternehmen gebaut und erzeugte Energie mithilfe eines Leichtwasserreaktors. Er ging erst kurz vor Ende des 20. Jahrhundert vom Netz. Japanische Unternehmen kauften die Lizenzen zum Bau ähnlicher Reaktoren. Bis in die 1970er entwickelten heimische Unternehmen eigene Atomreaktoren und löste sich dadurch von ausländischen Lizenzverträgen. Bis heute haben sich die Reaktoren nicht nur in Japan etabliert, sondern sie exportieren in andere asiatische Staaten und auch waren an der Entwicklung europäischer Reaktoren beteiligt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der japanischen Energieabhängigkeit ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Geschichtliche Entwicklung: Das Kapitel zeichnet den Weg der japanischen Energieversorgung von den Anfängen der Elektrizitätsnutzung bis hin zur Liberalisierung des Marktes nach dem Zweiten Weltkrieg nach.
3. Ressourcen des Landes und allgemeine Nutzung: Hier werden die geringen heimischen Ressourcen sowie die historische Verschiebung im nationalen Energiekonsum detailliert beleuchtet.
4. Fossile Brennstoffe: Dieses Kapitel behandelt die starke Abhängigkeit von Ölimporten sowie die Entwicklung und die Risiken der japanischen Kernenergie.
5. Regenerative Energien: Hier wird der Fortschritt und die Potenziale von Photovoltaik und Windkraft als Alternativen zur bisherigen Energiepolitik dargestellt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer Energiewende für Japan zusammen und sieht den Ausbau erneuerbarer Energien als notwendigen Schritt zur Unabhängigkeit.
Schlüsselwörter
Energieversorgung, Japan, Ölimporte, Kernenergie, Fukushima, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Windkraft, Windlinse, Stromerzeugung, Ressourcenknappheit, Energiewende, Atomreaktoren, Nachhaltigkeit, Klimaschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit befasst sich mit der geschichtlichen und aktuellen Entwicklung der Energieversorgung in Japan und beleuchtet die Herausforderungen einer rohstoffarmen Inselnation.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, der historischen Entwicklung der Kernkraft sowie der wachsenden Bedeutung und dem Potenzial regenerativer Energieträger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Japan versucht, die Energiekrise und Abhängigkeiten zu meistern, und welche Rolle dabei neue Technologien wie die Windlinse oder Photovoltaik spielen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine deskriptive Analyse historischer Daten, aktueller Statistiken und eine Auswertung von Fachliteratur sowie energiepolitischen Rahmenbedingungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Analyse der fossilen Energieträger (Öl und Kernenergie) sowie eine Gegenüberstellung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Japan, Energieversorgung, Kernenergie, Erdbeben von Fukushima, Photovoltaik, Windkraft und Energiewende.
Welche Rolle spielte das Erdbeben von Fukushima für die japanische Energiepolitik?
Das Erdbeben und der folgende Tsunami führten zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung im Kraftwerk Fukushima, lösten massive öffentliche Proteste gegen die Atomkraft aus und zwangen die Regierung zur Prüfung neuer energiepolitischer Wege.
Was genau ist eine Windlinse?
Die Windlinse ist eine technologische Neuentwicklung der Kyushu Universität, die durch ein bewegliches Randelement die Leistung von Windkraftanlagen signifikant steigern soll.
Warum ist der Anteil der Windkraft in Japan bisher so gering?
Dies ist auf die späte Entwicklung, schwierige Netzanschlusskapazitäten und bürokratische Hürden in der Bauordnung zurückzuführen, obwohl das Potenzial für einen Ausbau vorhanden wäre.
- Citar trabajo
- Vladimir Antonov (Autor), 2013, Die geschichtliche Entwicklung der Energieversorgung in Japan, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265377