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Motivierende Gesprächsführung bei Klienten mit Doppeldiagnosen und Depressionen

Título: Motivierende Gesprächsführung bei Klienten mit Doppeldiagnosen und Depressionen

Trabajo , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Bernd Palmen (Autor)

Trabajo social
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Die Motivierende Gesprächsführung (MI = "Motivational Interviewing") wurde im Kontext der Beratung und Behandlung von substanzabhängigen Menschen von William R. Miller und Stephen Rollnick entwickelt und fand mit der Publikation des Standardwerks "Motivational Interviewing" eine schnelle Verbreitung. In Deutschland wird das Verfahren seit etwa 15 Jahren eingesetzt und breitet sich zunehmend in den Bereichen Führung, Beratung, Therapie und Pflege aus. Das Beratungskonzept baut auf den humanistischen Therapieschulen auf und integriert verschiedene Konzepte und Methoden unterschiedlicher Therapierichtungen.
Humanistische Ansätze der Motivierenden Gesprächsführung finden sich in der Persönlichkeitstheorie von Carl Rogers wieder. Rogers Leitgedanken sind das Streben des Menschen nach Selbstverwirklichung und Selbstaktualisierung. Eine Integration der gemachten Erfahrungen kann nur dann gelingen, wenn diese Erfahrungen mit dem Selbst kongruent sind. Gelingt diese Anpassung nicht, entsteht Spannung und der Mensch reagiert mit Ängsten und Verteidigungsstrategien. Ziel des Beratungsprozesses ist, die lebensweltlichen Erfahrungen dem Selbst anzupassen in einem von positiver Wertschätzung, emotionaler Wärme, Akzeptanz und einfühlendem Verstehen geprägten beraterischen und therapeutischen Stil.
Sozialpsychologische Bezüge der Motivierenden Gesprächsführung lassen sich zu den Grundgedanken der sozial-kognitiven Lerntheorie von Albert Bandura herstellen. Selb

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen und Konzept der Motivierenden Gesprächsführung

2.1 Stufen-der-Veränderung-Modell

2.2 Stil, Strategien und Methoden

3. Motivierende Gesprächsführung bei Klienten/Patienten mit Doppeldiagnosen

3.1 Probleme und Herausforderungen

3.1.1 Fokussierung mehrerer Zielbereiche (Entscheidungsmatrix)

3.1.2 Fokussierung Medikamenteneinnahme (Readiness Assessment Ruler)

3.1.3 Kognitive Beeinträchtigungen (Values Card Sorting Task)

3.1.4 Positive und negative psychotische Symptome/akute Symptome

3.2 Integrierte Versorgung und Zielplanung

4. Die Motivierende Gesprächsführung bei Klienten/Patienten mit Depressionen

4.1 Symptomatik der Depression

4.2 Ansätze der Motivierenden Gesprächsführung

4.2.1 Verringerung der depressiven Symptome (Wertschätzung, aktives Zuhören)

4.2.2 Entwicklung von Perspektiven (Ambivalenzen erkunden)

4.2.3 Zielplanung

5. Forschungsergebnisse

6. Konklusion und Bezüge zur klinisch-therapeutischen Sozialarbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Einsatz der Motivierenden Gesprächsführung (MI) als beratenden und therapeutischen Ansatz bei Menschen mit Doppeldiagnosen (Sucht und psychische Störung) sowie Depressionen fundiert darzustellen und dessen Anwendbarkeit in der klinisch-therapeutischen Sozialarbeit zu prüfen.

  • Konzept und theoretische Grundlagen der Motivierenden Gesprächsführung
  • Anwendung von MI bei Klienten mit Doppeldiagnosen und spezifischen Herausforderungen
  • Einsatzmöglichkeiten von MI zur Symptomlinderung bei Depressionen
  • Methoden der Motivationsförderung, wie Entscheidungsmatrix und Readiness Assessment Ruler
  • Integration von MI in stationäre und ambulante Behandlungssettings

Auszug aus dem Buch

3.1 Probleme und Herausforderungen

Bei Klienten mit Doppeldiagnosen wird der Berater mit unterschiedlichen spezifischen Problemen konfrontiert. Aus der Kombination von psychischer Störung und Suchterkrankung resultieren häufig miteinander interagierende Verhaltensziele des Klienten. Mithilfe einer Entscheidungsmatrix (2- oder 4-Felder-Tafel) kann der Berater erkunden, welche motivierenden Faktoren hinter dem Substanzkonsum und der psychischen Störungen liegen, um deren Wechselwirkungen zu verstehen. Bei einem Klienten, der z.B. unter den Symptomen einer Alkoholerkrankung kombiniert mit Ängsten und Depressionen leidet, kann es sein, dass er durch den Alkoholkonsum seine negativen Gefühle zu betäuben versucht und einen positiven Rauschzustand erleben möchte. Das könnte ein Motiv sein, um den Status quo aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig kann es sein, dass seine Ängste und depressiven Symptome zunehmen und negative Konsequenzen im gesundheitlichen, familiären und beruflichen Bereich drohen, was einen Nachteil seines Verhaltens darstellt. Einen Vorteil für eine Veränderung könnte der Klient darin sehen, dass er durch eine Psychotherapie die Angst und Depression behandeln lassen würde, die Arbeitsstelle behalten könnte und es ihm gesundheitlich und sozial besser ginge. Gleichzeitig sieht er aber ggf., dass mit der Veränderung Anstrengungen verbunden sind und dass er einen Rückfall erleiden könnte. Der Berater geht mit dem Klienten die unterschiedlichen Lebensbereiche sowie die positiven als auch negativen Aspekte für eine Erhaltung des Status quo und auch für eine Veränderung durch. Der Klient gibt seinen jeweiligen Gründen pro und kontra Veränderung bzw. Beibehalten der Situation eine Gewichtung, so dass am Ende zusammenfassend eine Tendenz (Darstellung in Form einer Entscheidungswaage) deutlich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entwicklung und Verbreitung der Motivierenden Gesprächsführung sowie Einordnung in den humanistischen Kontext und die sozial-kognitive Lerntheorie.

2. Grundlagen und Konzept der Motivierenden Gesprächsführung: Erläuterung des Kernkonzepts, der sechs Stadien der Verhaltensänderung sowie der Prinzipien und Methoden des beratenden Stils.

3. Motivierende Gesprächsführung bei Klienten/Patienten mit Doppeldiagnosen: Analyse der spezifischen Herausforderungen bei Doppeldiagnosen und Vorstellung methodischer Hilfsmittel wie der Entscheidungsmatrix und des Readiness Assessment Rulers.

4. Die Motivierende Gesprächsführung bei Klienten/Patienten mit Depressionen: Darstellung der Symptomatik von Depressionen und Anwendung der MI-Ansätze zur Beziehungsgestaltung und zur Perspektiventwicklung durch Ambivalenzerkundung.

5. Forschungsergebnisse: Überblick über Studien zur Wirksamkeit von MI als Aktivierungsmaßnahme und Vorbehandlung bei verschiedenen Störungsbildern.

6. Konklusion und Bezüge zur klinisch-therapeutischen Sozialarbeit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von MI in der sozialen Arbeit und Diskussion über die Grenzen des Verfahrens.

Schlüsselwörter

Motivierende Gesprächsführung, Motivational Interviewing, Doppeldiagnosen, Depression, Suchthilfe, Klinisch-therapeutische Sozialarbeit, Verhaltensänderung, Ambivalenz, Entscheidungsmatrix, Selbstwirksamkeit, Klientenzentrierung, Sucht, Psychische Störung, Zielplanung, Widerstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz der Motivierenden Gesprächsführung (MI) als veränderungsfördernden Beratungsansatz bei Klienten, die sowohl unter Suchtproblematiken (Doppeldiagnosen) als auch unter Depressionen leiden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der MI, die spezifische methodische Arbeit mit Klienten mit Doppeldiagnosen sowie die Anwendung von MI-Techniken zur Linderung depressiver Symptome.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie MI-Techniken wie das Wichtigkeitsrating, die Entscheidungsmatrix oder aktives Zuhören in der klinisch-therapeutischen Sozialarbeit genutzt werden können, um Veränderungsmotivation bei komplexen Störungsbildern zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Zusammenstellung von Konzepten, Methoden und aktuellen Forschungsergebnissen zu Motivierender Gesprächsführung in der klinischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl das theoretische Konzept von MI und das Stadien-Modell der Veränderung erläutert als auch spezifische Anwendungsformen für Klienten mit Doppeldiagnosen und Depressionen detailliert aufbereitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Motivierende Gesprächsführung, Doppeldiagnosen, Suchthilfe, Ambivalenz und klinisch-therapeutische Sozialarbeit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Anwendung der MI bei Doppeldiagnosen von anderen Fällen?

Bei Doppeldiagnosen stehen der Berater vor der Herausforderung, mit interagierenden Problemen (Sucht und psychische Störung) zu arbeiten, weshalb spezialisierte Werkzeuge wie der Readiness Assessment Ruler für Medikamente oder das Values Card Sorting Task eingesetzt werden.

Warum ist das Stufen-der-Veränderung-Modell für die Arbeit wichtig?

Das Modell dient als grundlegendes Gerüst, um die Änderungsmotivation der Klienten zu erfassen und den Berater zu befähigen, in jeder Phase (von der Absichtslosigkeit bis zur Aufrechterhaltung) die passenden Gesprächstechniken anzuwenden.

Welche Rolle spielt die therapeutische Beziehung bei MI?

Die Beziehung ist zentral: Empathie, Wertschätzung und ein nicht-konfrontativer Stil sind essenziell, um Widerstände abzubauen und den Klienten zum aktiven Gestalter seiner Veränderung zu machen.

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Detalles

Título
Motivierende Gesprächsführung bei Klienten mit Doppeldiagnosen und Depressionen
Universidad
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Aachen
Calificación
1,0
Autor
Bernd Palmen (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V265399
ISBN (Ebook)
9783656551409
ISBN (Libro)
9783656551515
Idioma
Alemán
Etiqueta
motivierende gesprächsführung klienten doppeldiagnosen depressionen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bernd Palmen (Autor), 2012, Motivierende Gesprächsführung bei Klienten mit Doppeldiagnosen und Depressionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265399
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