Megatrend New Work


Hausarbeit, 2009
17 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1 Grundlagen
1.1 Begriffserklärung „New Work“
1.2 Tendenzen der Wirtschaftsentwicklung
1.2.1 Dämmerung der Service-Ökonomie
1.2.2 Neue Arbeitsteilung
1.2.3 Situation in Deutschland
1.2.4 Teilzeitarbeit
1.2.5 Leiharbeit
1.3 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anteil der weltweit Beschäftigten nach Sektoren (Prozent der Erwerbstätigen)

Abbildung 2: Anteile der Arbeitskräftetypen an den Gesamtbeschäftigten

Abbildung 3: Erwerbstätige Deutschlands in den einzelnen Wirtschaftssektoren

Abbildung 4: Beschäftigungsquote und Anteil der Teilzeitbeschäftigten in der EU-25 in Prozent

Abbildung 5: Anzahl der Leiharbeitnehmer in Deutschland (Jahresdurchschnitte in Tausend)

Einleitung

Das 1998 vom Zukunftsforscher Matthias Horx gegründete Zukunftsinstitut beschäftigt sich mit Veränderungen, die sich gegenwärtig und künftig das Leben von Gesellschaft, Kultur und Unternehmen auswirken.

Dabei sucht das Zukunftsinstitut auf Grundlage bisheriger Entwicklungen nach Trends und Megatrends, um dadurch mögliche Zukunftsszenarien abbilden zu können.[1] Die Trendforschung als „Analyse, Dokumentation und Erklärung von Veränderungsprozessen in Wirtschaft, Gesellschaft und Technologie“[2] bildet also den Grundstein für die Zukunftsforschung.

Ein Megatrend bezeichnet hierbei eine besonders tief greifende und nachhaltige Veränderung in den Bereichen Gesellschaft und Technologie. Diesen durch Naisbitt geprägten Begriff verwendet auch Horx zur Umschreibung der für die Zukunftsforschung relevanten Entwicklungen, die sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken werden.[3]

Diese Verschriftlichung wird sich mit dem Megatrend New Work beschäftigen und daher den bereits stattgefundenen Wandel der Arbeitswelt sowie dessen weitere Entwicklung bis zum Jahr 2020 beleuchten.

Dabei soll im ersten Teil auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grundlagen eingegangen werden, die auf einen Umbruch der Arbeitswelt schließen lassen.

Auf dieser Grundlage können künftig relevante neue Unternehmenswerte sowie die Anpassung des Personalmanagements an diesen Wandel analysiert werden.

1 Grundlagen

1.1 Begriffserklärung „New Work“

Der Megatrend New Work beschreibt die Abwendung von der industriellen Arbeitsorganisation durch eine Entwicklung in Richtung der Kreativökonomie. In dieser neuartig organisierten Wirtschaft, welche durch die Globalisierung sowie eine alternde Gesellschaft geprägt ist, stellt der Arbeitsplatz eine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung dar; mobile und flexible Arbeitsformen lösen starre, regulierte Berufsbilder ab.

Die fortschrittlichen Medien führen zur Technisierung des Arbeitsplatzes[4] und legen den Grundstein für die Auflösung des „starren Unternehmens“, in welchem der Arbeitnehmer 70 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt. Stattdessen ermöglicht die moderne Technik durch Laptop und Blackberry in Zusammenspiel mit modernen Medien das Phänomen „Open Work“. Es beschreibt, wie die Modernisierung des Arbeitsplatzes die komplette Infrastruktur des stationären Büros ersetzt. Beispielsweise erfolgt die künftige Kommunikation nicht mehr innerhalb des Büros von Angesicht zu Angesicht sondern über die Internet-Plattform Skype, welche kostenlose Bildtelefonate ermöglicht.[5]

Ein weiterer entscheidender Bestandteil der Arbeitswelt von morgen ist die „Creative Work“, welche die hohe Bedeutung von Selbstverantwortung, Wandel und Kreativität für den künftigen Berufstätigen kennzeichnet. Die Kreativität dient hierbei der Selbstverwirklichung des Einzelnen; durch ständiges Hinterfragen der eigenen Arbeit sowie Integration neuer Denkansätze werden stetig neue Arbeitsanreize geschaffen. Der Kreativanteil der Arbeit nimmt in der Zukunft einen derart hohen Stellenwert ein, dass die Entlohnung demgegenüber zweitrangig wird.[6] Die Flexibilisierung der Arbeitsformen drückt sich durch die weitgehend freie Einteilung der Arbeitszeit durch den Arbeitnehmer selbst aus.

Der weitere Gang der Arbeit wird diesen Fakt durch Darstellung der Entwicklung von Teilzeit- und Leiharbeit beweisen.[7] Ein weiteres Argument für die zunehmend flexible Arbeitsgestaltung liefert die künftig weiter ansteigende Kombination eines Angestelltenverhältnisses mit einer selbstständigen Arbeit.[8] Allgemein ist ein Trend zur Pluralisierung der Arbeitsverhältnisse zu bemerken, welcher beschreibt, wie „Vollzeit-Festanstellungen mit vorgegebenen Karrierepfaden [] weniger [werden]“, während „Arbeitsbiografien mit individuell zusammengestelltem Mix aus Company-Work, Project-Work, Care-Work und Creative-Core-Work [zunehmen]“[9]. Grundlage hierfür stellen neue persönliche Werte und Staussymbole dar: statt dem bedingungslosen Aufstieg zu einem gut dotierten Job bevorzugt der Beschäftigte von morgen Zeitsouveränität, Gesundheit und Ehrlichkeit. Daraus resultiert eine höhere Bereitschaft der Berufstätigen, aufgrund eigener Interessen und Leidenschaften einen neuen Berufsweg einzuschlagen statt sich ausschließlich an den Anforderungen des Arbeitsmarktes auszurichten. Diese Änderungen in der Arbeitswelt bedingen neue, nachhaltige Ansätze in Unternehmenswerten und Personalmanagement. So wird beispielsweise das Personal künftig weniger als Kostenfaktor sondern als „Creative Capital“ und somit wichtigster Vermögenswert angesehen.[10]

1.2 Tendenzen der Wirtschaftsentwicklung

1.2.1 Dämmerung der Service-Ökonomie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Anteil der weltweit Beschäftigten nach Sektoren (Prozent der Erwerbstätigen)[11]

Wie in der Statistik zu erkennen ist, sinkt die weltweite Beschäftigtenzahl im Bereich der Landwirtschaft seit 1996 beständig ab. Ursache hierfür stellt die seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts stattfindende Technisierung der Landwirtschaft dar, welche die menschliche Arbeitskraft weitestgehend ersetzt.[12] Einen entgegengesetzten Trend verzeichnet die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen im Bereich der Industrie. Obwohl die Industrie-Arbeitsplätze in EU und der westlichen industrialisierten Welt von 1996 bis 2006 einen Rückgang um 4,3% aufweisen, steigen die Beschäftigtenzahlen in diesem Sektor bei weltweiter Betrachtung kontinuierlich an. Grund hierfür ist die Industrialisierung in den Schwellen- und Entwicklungsländern, welche im Gegensatz zu der in der westlichen Welt erst in der Anfangsphase steckt und somit noch nicht voll ausgeschöpft ist. Den stärksten Industriebeschäftigtenzuwachs von 3,4% konnte dabei Südasien im Zeitraum von 1996 bis 2006 verzeichnen.

Den drastischsten weltweiten Beschäftigtenzuwachs wird laut Statistik die Dienstleistungsbranche erfahren. Bis 2015, also innerhalb von neun Jahren prognostiziert das Zukunftsinstitut ein Zuwachs an Dienstleistungs-Arbeitsplätzen von 14%.[13] So waren beispielsweise im Jahr 2000 in Deutschland 35% der abhängig Beschäftigten und ein Großteil der Selbstständigen im wissensintensiven Dienstleistungsbereich tätig.[14] Einen entscheidenden Beitrag zum Zuwachs in diesem Bereich leistete die Entwicklung des deutschen Außenhandels mit wissensintensiven Dienstleistungen. So erwirtschaftete Deutschland 2003 erstmalig seit 1991 einen positiven Saldo hinsichtlich des In- und Export wissensintensiver Dienstleistungen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar. Diese positive Entwicklung ist auf eine erhebliche Steigerung des Exports wissensintensiver Dienstleistungen von 43% innerhalb von 3 Jahren zurückzuführen. Weiterhin belegen Analysen, welche zeigen wie seit über 15 Jahren der Anteil des Handels mit wissensintensiven Dienstleistungen am Handel mit allen Dienstleistungen beständig wächst, die zunehmende Bedeutsamkeit dieses speziellen Arbeitsbereiches. Allein in Deutschland stieg im Zeitraum von 1991 bis 2004 der Export wissensintensiver Dienstleistungen um 19%; der Import konnte ein Plus von 12% verzeichnen.[15] Faktoren wie Globalisierung und Internet fordern künftig verstärkt qualitativ hochwertige Dienstleistungen, wodurch sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.

[...]


[1] Vgl. http://www.zukunftsinstitut.de/ueberuns.php, 28.03.09

[2] ebenda

[3] Vgl. http://www.zukunftsinstitut.de/verlag/medien_detail.php?nr=16, 28.03.09

[4] Vgl. Zukunftsinstitut, Megatrend Dokumentation New Work, S.1

[5] Vgl. http://www.openwirtschaft.de/pressemitteilung/unternehmen/sq5wlh3-kreativ%C3%B6konomie_als_wachstumsmotor__deutschland_hinkt_hinterher.htm , 08.03.09

[6] Vgl. Karin Bauer, „Was künftig Arbeit ist“, KarrierenStandard 2007

[7] Vgl. Zukunftsinstitut, Megatrend Dokumentation New Work, S. 3f.

[8] Vgl. ebenda, S. 11

[9] Karin Bauer, „Was künftig Arbeit ist“, KarrierenStandard 2007, Anm. d. Verf.

[10] Vgl. ebenda

[11] Quelle: International Labour Office, 2006; Prognose: Zukunftsinstitut

[12] Vgl. http://www.oekosystem-erde.de/html/industrielle_landwirtschaft.html , 09.03.09

[13] Vgl. Zukunftsinstitut, Megatrend Dokumentation New Work, S. 5

[14] Vgl. http://www.bmbf.de/press/50.php, 09.03.09

[15] Vgl. BMBF, Marktergebnisse im Außenhandel mit wissensintensiven Dienstleistungen im internationalen Vergleich, S. 11

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Megatrend New Work
Hochschule
Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Görlitz
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V265404
ISBN (eBook)
9783656549246
ISBN (Buch)
9783656548782
Dateigröße
1067 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Megatrend, New Work, Neue Arbeit, Trend, Kulturwissenschaft
Arbeit zitieren
Carolin Busch (Autor), 2009, Megatrend New Work, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265404

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