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Zugang zum und Nutzung des Internet am Beispiel der Volksrepublik China

Titel: Zugang zum und Nutzung des Internet am Beispiel der Volksrepublik China

Essay , 2006 , 7 Seiten

Autor:in: Valeria May (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay soll genauer beleuchtet werden, welche Motivation hinter den Abwägungen der chinesischen Regierung, ein Intranet zu errichten, stehen kann und wie der Faktor „Kontrolle“ des Mediums durch die kommunistische Führung einzuschätzen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zugang zum und Nutzung des Internet am Beispiel der Volksrepublik China

2. Der Staat als Akteur

3. Einflüsse auf die Gesellschaft

4. Staat – User – Technologie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Mechanismen der staatlichen Kontrolle und Regulierung des Internets in der Volksrepublik China zu analysieren und das Spannungsfeld zwischen technologischer Entwicklung, politischer Überwachung und gesellschaftlicher Emanzipation zu beleuchten.

  • Staatliche Regulierungs- und Kontrollinstrumente
  • Die Rolle des Ministeriums für Informationsindustrie
  • Technologische Zensur vs. gesellschaftliche Normen
  • Potentiale des Internets für die gesellschaftliche Liberalisierung
  • Herausforderungen durch Umgehungsmechanismen

Auszug aus dem Buch

Der Staat als Akteur

Der Begriff „Firewall“ legt nahe, dass die Mechanismen zur Kontrolle des kulturellen Informationsaustausches über die verbundenen Netzwerke sich lediglich auf die Architektur des Internet beziehen. Letztendlich wird aber deutlich, dass diese nur einen minimalen Anteil im Gesamtgefüge der Verordnungen und Errichtung von Institutionen ausmachen. Wacker (2002:72-73) nennt vier dominante Beschränkungen, durch die der Zugang und die Nutzung von Informationen im Internet durch das chinesische Volk reguliert werden kann:

o Gesetze

o gesellschaftliche Normen

o Markt

o die Architektur des Internet

Im Fall der Volksrepublik China ist tatsächlich zu beobachten, dass die Bereitstellung des Internetzugangs einher geht mit der Erlassung von Regelungen und Gesetzen und der Errichtung von Institutionen und Ministerien, die mit der Beaufsichtigung der Internet-Angelegenheiten beauftragt sind. Nach der Inbetriebnahme einer vollwertigen TCP/IP-Internetverbindung 1994, traten 1996 die ersten Regelungen in Kraft: Es durften zunächst keine internationalen Verbindungen geschaltet werden, die nicht über das Postministerium liefen, so Woesler (2005:117). Ganz markant ist im chinesischen Kontext auch die Lizensierung der Internetservice- und Internetcontentprovider, die dann, wie Wacker (2002:77-81) ausführt, im Jahr 2000 noch einmal verschärft wurde, indem ISPs, ICPs und Betreiber von Internetcafes nicht nur eine Lizenz brauchen, sondern für den Inhalt von geposteten Nachrichten ihrer Kunden bzw. auf ihren Websites verantwortlich gemacht werden. Sie müssen Nachricht sowie zugehörige IP-Adresse und ggf. Nutzerdaten aufbewahren und auf Verlangen der Regierung vorlegen, und damit die Identität des Verfassers der Nachricht preisgeben.

Zusammenfassung der Kapitel

Zugang zum und Nutzung des Internet am Beispiel der Volksrepublik China: Dieses Kapitel führt in die Metapher der "Great Firewall of China" ein und diskutiert die soziologische Herausforderung der kulturellen Globalisierung durch das Internet in China.

Der Staat als Akteur: Hier werden die vier regulatorischen Ebenen – Gesetze, Normen, Markt und Architektur – erläutert, durch die der chinesische Staat den Informationsfluss kontrolliert.

Einflüsse auf die Gesellschaft: Dieser Teil untersucht die Absichten der chinesischen Regierung hinsichtlich der Kontrolle und die kontroverse Debatte über eine mögliche Liberalisierung durch den Internetzugang.

Staat – User – Technologie: Abschließend werden die Zensurmechanismen bewertet, die Frage der "technologischen Neutralität" erörtert und die Grenzen technischer Kontrollversuche thematisiert.

Schlüsselwörter

Internet, Volksrepublik China, Great Firewall, Zensur, staatliche Kontrolle, Informationspolitik, digitale Emanzipation, Regulierung, Kommunikation, Technologie, Netzwerke, Gesellschaft, Liberalisierung, Internetprovider, Überwachung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kontrolle und Regulierung des Internets in der Volksrepublik China sowie den Auswirkungen dieser Maßnahmen auf Gesellschaft und Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind staatliche Zensurmechanismen, die Rolle von Gesetzen und Ministerien, das Spannungsverhältnis zwischen ökonomischer Öffnung und politischer Kontrolle sowie die technologischen Möglichkeiten der Überwachung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu verstehen, wie die kommunistische Führung in China das Internet als Medium kontrolliert und ob dieser Prozess die Liberalisierung der Gesellschaft fördert oder unterdrückt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis soziologischer Forschung und bestehender Fachliteratur zur Informationspolitik und Netztechnologie in China.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie der Staat als Akteur agiert, welche Institutionen gegründet wurden, wie die Gesetzgebung die Internetnutzung einschränkt und welche Rolle die Technologie selbst dabei spielt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Great Firewall", Zensur, staatliche Regulierung, Informationskontrolle und digitale Gesellschaft.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Zensur und Nicht-Zensur?

Der Autor greift auf Stufenmodelle zurück, stellt jedoch fest, dass die Grenze oft fließend ist und stark vom kulturellen sowie politischen Kontext des jeweiligen Landes abhängt.

Ist eine vollständige Kontrolle des Internets in China möglich?

Der Autor argumentiert mit verschiedenen Quellen, dass zwar der Zugang technisch erschwert werden kann, eine vollständige, lückenlose Kontrolle des Datenverkehrs jedoch kaum möglich ist.

Welche Rolle spielen "Umgehungsmechanismen"?

Sie dienen als Mittel für Nutzer, um staatliche Blockaden zu umgehen, wobei diskutiert wird, ob das Vorhandensein solcher Werkzeuge die Wirksamkeit staatlicher Kontrollinstanzen grundsätzlich infrage stellt.

Gilt Technologie als neutrales Instrument?

Ja, in der Arbeit wird die These vertreten, dass Technologie an sich neutral ist, aber die Art ihrer Anwendung und das gesellschaftliche Bewusstsein darüber entscheiden, ob sie als repressiv oder befreiend empfunden wird.

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Details

Titel
Zugang zum und Nutzung des Internet am Beispiel der Volksrepublik China
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Autor
Valeria May (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
7
Katalognummer
V265438
ISBN (eBook)
9783656553205
ISBN (Buch)
9783656602941
Sprache
Deutsch
Schlagworte
V.R.China Internetzensur Internetkontrolle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Valeria May (Autor:in), 2006, Zugang zum und Nutzung des Internet am Beispiel der Volksrepublik China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265438
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Leseprobe aus  7  Seiten
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