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Der Stellenwert beruflicher Bildung im Diskurs zwischen Humboldt und Spranger

Título: Der Stellenwert beruflicher Bildung im Diskurs zwischen Humboldt und Spranger

Trabajo de Seminario , 2013 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Formación profesional, capacitación profesional
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Der kulturphilosophische Begriff der Bildung als wertbetonter Wunschzustand des Menschen ist stets normativ und nie objektiv. Das mag Grund dafür sein, warum so viele Menschen und Interessenvertreter in Theorie und Praxis um die Inhalte und die Organisation von Bildung streiten. Dabei wird vor allem zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung unterschieden. Hier ist die Frage interessant, wie wichtig allgemeine Bildung im Vergleich zu beruflicher Spezialbildung ist oder wie das richtige Verhältnis zwischen ihnen zu bilden ist. Allgemeine Bildung wird auch oft mit dem alten Bildungsideal Humboldts, der allgemeinen Menschenbildung, in Beziehung gesetzt. Humboldt lehnte die Funktionalisierung von Bildung ab und forderte Bildung zum Selbstzweck bis zu den individuellen Grenzen jedes einzelnen Individuums. Historisch lässt sich aber feststellen, dass sich als Wirtschaftssystem die volkswirtschaftliche Arbeitsteilung als äußerst effizient herausgestellt hat, was eine Spezialisierung der Individuen in einer Gesellschaft auf bestimmte Berufe nötig macht. Doch in welchem Maße ist berufliche Bildung notwendig oder ist sie gar natürlich und der Spezialisierungswunsch dem Menschen innewohnend? Heute entfernt sich die Bildung junger Menschen aufgrund wirtschaftlicher Interessen von außen scheinbar immer weiter Richtung Spezialisierung, wird der Einfluss der Wirtschaft auf den Bildungsprozess immer stärker. Doch Spezialisierung sei laut Humboldt als Feind allgemeiner und ganzheitlicher Bildung zu betrachten und führe letztendlich zu einfältigen, einseitig gebildeten Persönlichkeiten. Eduard Spranger war diesbezüglich anderer Meinung und beschrieb den Spezialisierungswunsch als natürliche Etappe im Bildungsprozess des Menschen, welche eine höhere allgemeine Bildung des Menschen erst möglich mache. Die Bildungstheorien Wilhelm von Humboldts und Eduard Sprangers sollen hier bezüglich der Stellung und des Wertes beruflicher Bildung mit einander in Verbindung gebracht und diskutiert werden. Ziel dieser Gegenüberstellung ist es, ein möglichst ganzheitliches Bild von dem Wert und der Funktion beruflicher Bildung zu erhalten und nachvollziehen zu können, was das Denken dieser beiden großen Pädagogen beeinflusst und letztendlich zu ihren unterschiedlichen Ansätzen geführt haben mag.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Ziele allgemeiner und beruflicher Bildung

2.1 Das Bildungsideal nach Wilhelm von Humboldt

2.2 Bedingungen für Bildung nach Humboldt

2.3 Ziele allgemeiner und beruflicher Bildung bei Spranger

3. Das Verhältnis allgemeiner zu beruflicher Bildung

3.1 Der dreistufige Bildungsprozess bei Spranger

3.2 Das Verhältnis allgemeiner zu beruflicher Bildung bei Humboldt

4. Gründe für die Ansichten Humboldts und Sprangers

4.1 Wilhelm von Humboldt: Ein Kind der Aufklärung

4.2 Eduard Spranger: Kulturpädagoge und Lehrer

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert beruflicher Bildung im pädagogischen Diskurs, indem sie die gegensätzlichen Positionen von Wilhelm von Humboldt und Eduard Spranger gegenüberstellt und analysiert. Das Ziel ist es, ein ganzheitliches Verständnis für das Verhältnis von allgemeiner Menschenbildung und beruflicher Spezialisierung zu gewinnen und die biographischen Hintergründe dieser Denker aufzuarbeiten.

  • Bildungstheorie von Wilhelm von Humboldt (allgemeine Menschenbildung)
  • Sprangers 3-Phasen-Modell der Bildung
  • Vergleich von beruflicher Spezialisierung vs. Selbstzweck der Bildung
  • Einfluss biographischer Hintergründe auf pädagogische Theorien
  • Die Rolle der Aufklärung für das Bildungsverständnis

Auszug aus dem Buch

4.1 Wilhelm von Humboldt: Ein Kind der Aufklärung

Humboldt war nie als Lehrer und nur 15 Monate als Bildungspolitiker tätig und selbst diese kurze Zeit war für ihn eine eher unfreiwillige Arbeitsphase seines Lebens. Eigentlich wollte er die Stellung gar nicht. Er war ein religiöser Freigeist und sollte sich um den christlich-protestantischen Kultus kümmern und er hatte in seinem ganzen Leben keine einzige Schule besucht. Nun sollte er den öffentlichen Unterricht in ganz Preußen reformieren, eine Reform organisieren, die von der kleinsten Schule im hintersten Landeswinkel bis zur Universität alles umfasste. Wie sollte er das anstellen? Ohne praktische Erfahrung in der Pädagogik, blieb ihm nur die Theorie. So konzipierte er eine Idee der Bildung, in deren Mittelpunkt nicht staatliche Interessen oder berufliche Nützlichkeiten standen, sondern der Mensch selbst, mit seinen ihm eigenen körperlichen, intellektuellen und moralischen Kräften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische und theoretische Spannung zwischen allgemeiner Menschenbildung und beruflicher Spezialisierung.

2. Ziele allgemeiner und beruflicher Bildung: Dieses Kapitel erläutert Humboldts Ideal der harmonischen Menschenbildung als Selbstzweck sowie Sprangers Verständnis von Bildung als wertbetonten Zustand.

3. Das Verhältnis allgemeiner zu beruflicher Bildung: Es wird Sprangers Drei-Phasen-Modell analysiert und Humboldts strikte Trennung von allgemeiner Bildung und beruflicher Ausbildung gegenübergestellt.

4. Gründe für die Ansichten Humboldts und Sprangers: Eine biographische Analyse verdeutlicht, wie Humboldts aufklärerische Prägung und Sprangers Erfahrung als Pädagoge ihre gegensätzlichen Theorien beeinflussten.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass beide Bildungsformen komplementär sind und die Reihenfolge – erst allgemeine, dann berufliche Bildung – für die Entwicklung zentral ist.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Eduard Spranger, allgemeine Bildung, berufliche Bildung, Bildungstheorie, Spezialisierung, Menschenbildung, Kulturpädagogik, Aufklärung, Bildungsprozess, Individuum, Gesellschaft, Drei-Phasen-Modell, Berufsleben, Ganzheitlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die unterschiedlichen Auffassungen von Wilhelm von Humboldt und Eduard Spranger bezüglich des Werts und der Funktion beruflicher Bildung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Dichotomie zwischen allgemeiner Menschenbildung und beruflicher Spezialisierung, die Bildungsbiographien der beiden Denker sowie die historische Entwicklung dieser pädagogischen Konzepte.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Ziel ist es, ein ganzheitliches Bild der Bildungsmodelle zu zeichnen und die Gründe für die konträren Positionen von Humboldt und Spranger anhand ihrer Biographien nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der Bildungstheorien sowie biographische Hintergründe systematisch gegenübergestellt und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Humboldts Ideal der allgemeinen Menschenbildung, Sprangers Stufenmodell der Bildung sowie die biographischen Rahmenbedingungen beider Denker detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Schlagworte sind allgemeine Bildung, berufliche Spezialisierung, Bildungsideal, Kulturpädagogik und Ganzheitlichkeit.

Warum lehnte Humboldt berufliche Bildung als Teil der Menschenbildung ab?

Humboldt sah in der beruflichen Spezialisierung eine Gefahr der Funktionalisierung des Menschen für fremde Zwecke, was seiner Forderung nach Bildung als Selbstzweck entgegenstand.

Wie integriert Spranger die berufliche Bildung in seinen Bildungsprozess?

Spranger sieht die berufliche Spezialisierung als notwendige zweite Phase, in der Jugendliche ihre Identität finden und erst dadurch die Fähigkeit erlangen, die Kultur und Gesellschaft tiefer zu verstehen.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Stellenwert beruflicher Bildung im Diskurs zwischen Humboldt und Spranger
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Berufspädagogik)
Curso
Biversion als didaktisch-curriculares Prinzip
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
22
No. de catálogo
V265561
ISBN (Ebook)
9783656552000
ISBN (Libro)
9783656552055
Idioma
Alemán
Etiqueta
stellenwert bildung diskurs humboldt spranger
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2013, Der Stellenwert beruflicher Bildung im Diskurs zwischen Humboldt und Spranger, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265561
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