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Chancen von Hospiz und Palliativmedizin

Title: Chancen von Hospiz und Palliativmedizin

Term Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sabrina Wehrl (Author)

Theology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Eingangs möchte ich die Begriffe ‚Menschenwürde‘, ‚lebenswert‘ und ‚Lebensqualität‘ verständlich machen, da sich die folgende Reflexion thematisch mit ihnen beschäftigt. Der Begriff der Menschenwürde ist jedem aufgrund des allseits bekannten ersten Artikels im Grundgesetz der BRD ein Begriff: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Der Begriff steht also für bestimmte Grundrechte und Rechtsansprüche eines jeden Menschen und zwar von Geburt an. Alle Menschen haben unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht und Alter oder ihrem gesundheitlichen, physischen sowie psychischen Zustand denselben Wert. Laut Immanuel Kant ist der Mensch ‚Zweck an sich‘, das heißt, dass jede Ethik oder jedes Handeln an den Menschen und seinen Willen gebunden ist. Ich habe dies so verstanden, dass der Wert eines Menschen in einem selbst steckt, unabhängig von seinem Handeln oder von seinen Fähigkeiten. Damit geht aber auch einher, dass zur Würde eines urteilfähigen Menschen die Selbstbestimmung über Handlungen gehört und dass sein Wunsch bzw. Wille jederzeit respektiert werden muss.
Die Definition von „lebenswert“ gestaltet sich schwieriger. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Auffassung vom Begriff ‚lebenswert‘ hat. Jeder Mensch setzt für sich nicht nur eine objektive Vorstellung, was das Leben ausmacht und wie es sein soll, sondern auch eine für sich subjektive, individuelle. Für einen Menschen, der jahrelang gesund und physisch fit und möglicherweise obendrein ein guter Sportler war und beispielsweise nach einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt, könnte das Leben womöglich nicht mehr so lebenswert erscheinen wie für einen von Geburt an mit Behinderung Lebenden. Daher stellt sich doch nach wie vor die Frage, welche Eigenschaften oder Maßstäbe ein Leben lebenswert machen. Gerade in schweren Schicksalsschlägen ist es (zunächst) problematisch, die Kostbarkeit des Lebens zu sehen und dieses als ein Geschenk zu betrachten. Eng verbunden mit dem zuvor genannten Begriff ist auch der der ‚Lebensqualität‘. Sie beschreibt „in der modernen Wohlstandsgesellschaft die Suche nach persönlichen und gesellschaftlichen Ziel- und Wertvorstellungen, die in einem individuellen Lebensentwurf eingebunden sind und den sozialen Vergleich mit den wichtigsten Bezugsgruppen suchen.“ Wie zuvor bereits erwähnt, denke ich, die Einschätzung der eigenen Lebensqualität ist star

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragen zum Start

2. Reflexion

2.1 Begriffliche Erläuterungen

2.2 Geschichte und Grundidee der Hospizbewegung

2.3 Formen der Hospiztätigkeit

2.3.1 Ambulante Dienste

2.3.2 Teilstationäre Dienste

2.3.3 Stationäre Dienste

2.3.4 Dimensionen der Wünsche schwerstkranker Patienten

3. Abschlussreflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung von Hospiz- und Palliativmedizin als menschliche Antwort auf das Sterben in einer Gesellschaft auseinander, die den Tod zunehmend tabuisiert. Das primäre Ziel ist es, das Konzept der Sterbebegleitung als Alternative zur Lebensverkürzung oder rein apparativen Lebensverlängerung zu beleuchten und aufzuzeigen, wie ein würdiges Leben bis zum letzten Augenblick ermöglicht werden kann.

  • Grundlagenbegriffe der Ethik: Menschenwürde, Lebenswert und Lebensqualität
  • Die historische Entwicklung und Grundidee der internationalen Hospizbewegung
  • Differenzierung der Versorgungsformen: ambulante, teilstationäre und stationäre Dienste
  • Dimensionen menschlicher Bedürfnisse in der letzten Lebensphase
  • Die Rolle der Palliativmedizin als ganzheitliches Unterstützungskonzept

Auszug aus dem Buch

2.3 Formen der Hospiztätigkeit

Ziel der Hospizarbeit ist es, unheilbar kranke und sterbende Menschen darin zu unterstützen, die verbliebende Lebenszeit so beschwerdearm wie möglich und entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Fähigkeiten inhaltsvoll und sinnerfüllt gestalten zu können. Vor allem aber soll das Sterben in vertrauter Umgebung ermöglicht werden, da die Mehrheit der Bevölkerung diesen Wunsch hegt.22

Für die Betreuung schwerstkranker Patienten gibt es ambulante Dienste, teilstationäre Dienste (Nacht- oder Tageshospize) und stationäre Dienste (Hospize, Palliativstationen).23 Wichtig sei anzumerken, dass Sterbebegleitung nicht durch einen Einzelnen geleistet werden kann, sondern es immer ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflegen und ehrenamtlichen Helfern bedarf. Die Pfleger(innen) haben darüber hinaus eine zusätzliche Ausbildung in der ‚Palliative Care‘, einem speziellen Wissen im Bereich der Schmerztherapie-, Behandlung und Behebung bestimmter Symptome, um den Patienten den Sterbeprozess erträglicher zu machen. Hospize sollen für die Menschen die Hilfe sein, die sie am dringendsten benötigen. Deshalb richtet sie sich ausschließlich an diejenigen, die nur noch eine eng begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten haben.

„Die hospizliche Ausgestaltung geht von den Bedürfnissen des sterbenden Menschen aus und entwickelt Konzepte, die das Sterben als Teil des Lebens aufwerten und humanisieren.“24 Demnach liegt zum einen das Wohlbefinden der Patienten den Betreuern am Herzen. Zum anderen wird versucht, jeden Menschen, der diese Hilfe in Anspruch nimmt, in seinen Aktivitäten des täglichen Lebens so zu unterstützen und zu begegnen, dass seine Individualität und seine Würde besonders in Pflegesituationen bewahrt bleiben und seine Eigenständigkeit so gut es geht gefördert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragen zum Start: Der Autor setzt sich mit ethischen Grundbegriffen wie Menschenwürde, Lebenswert und Lebensqualität auseinander und verortet diese im Kontext der aktuellen Bioethik.

2. Reflexion: Dieses Hauptkapitel erläutert die terminologischen Grundlagen der Sterbehilfe und Palliativmedizin, skizziert die historische Entwicklung der Hospizbewegung und analysiert die verschiedenen Versorgungsformen sowie die Dimensionen der Patientenbedürfnisse.

3. Abschlussreflexion: Die abschließende Reflexion fasst die persönlichen Erkenntnisse des Autors aus dem Auseinandersetzen mit dem Thema Hospiz- und Palliativmedizin zusammen.

Schlüsselwörter

Hospizbewegung, Palliativmedizin, Menschenwürde, Lebensqualität, Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Bioethik, Palliative Care, Ambulante Pflege, Stationäre Hospize, Tageshospize, Patientenbedürfnisse, Schmerztherapie, Lebensende, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Chancen und die ethische Bedeutung von Hospiz- und Palliativmedizin für die Lebensqualität schwerstkranker Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Definition ethischer Kernbegriffe, die Geschichte der Hospizbewegung und die praktischen Organisationsformen der Sterbebegleitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schwerstkranken Patienten durch ganzheitliche Konzepte ein würdevolles und schmerzfreies Sterben ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Reflexion auf Basis von Fachliteratur, Medienberichten und ethischen Grundlagentexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition, die Darstellung der historischen Entwicklung sowie eine detaillierte Analyse der verschiedenen Hospiz-Dienste (ambulant, teilstationär, stationär).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hospizbewegung, Palliativmedizin, Lebensqualität, Menschenwürde und Sterbebegleitung.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Hilfe im Sterben und Hilfe zum Sterben?

Die Unterscheidung ist zentral, da die Hilfe im Sterben (Sterbebegleitung) eine menschenwürdige Lebensqualität fördert, während die Hilfe zum Sterben auf eine Lebensverkürzung abzielt.

Welche vier Dimensionen der Wünsche schwerstkranker Patienten werden identifiziert?

Die Wünsche werden in eine soziale, eine körperliche, eine psychische und eine spirituelle Dimension unterteilt.

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Details

Title
Chancen von Hospiz und Palliativmedizin
College
University of Bamberg
Grade
2,3
Author
Sabrina Wehrl (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V265592
ISBN (eBook)
9783656552086
ISBN (Book)
9783656552147
Language
German
Tags
chancen hospiz palliativmedizin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Wehrl (Author), 2013, Chancen von Hospiz und Palliativmedizin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265592
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