Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung


Hausarbeit, 2013
19 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

A.) Der heutige Stand in der Pflegewissenschaft und Gesundheitswissenschaft
I.) Begriff der Pflegewissenschaft und der Gesundheitswissenschaft sowie deren Abgrenzung zu dem Bereich Medizin
1.) Pflegewissenschaft Definition / Merkmale
2.) Gesundheitswissenschaft Definition / Merkmale
3.) Verhältnis zwischen Gesundheitswissenschaften und Pflegewissenschaften
II.) Ansatzvergleich der Gesundheitsförderung in Bezug auf Antonovsky und Ottawa-Charta
1.) Salutogenese von Antonovsky - Modellbeschreibung
2.) Ottawa-Charta - Modellbeschreibung
3.) Vergleich der Ansätze
III.) Abgrenzung der Gesundheitsforderung zur Prävention.

B.) Konzeptumsetzung in der Praxis
I.) Bereiche der Gesundheitsförderung. Abgrenzung der Relevanz
1.) Gesundheitsförderung auf der personalen Ebene
2.) Gesundheitsförderung auf der Verhaltensebene
3.) Gesundheitsförderung auf der Verhältnisebene
II.) Methoden der Praxisumsetzung
1.) Gesundheitsaufklärung und -beratung
2.) Gesundheitserziehung und -bildung
3.) Gesundheitsselbsthilfe und -training
III.) Gesundheitsförderung nach Ottawa-Charta Modell am Beispiel der Pflegeberufe
1.) Gefahren und Risiken für die Gesundheit der Pflegenden
2.) Bedürfnis der aktiven Förderung in der Pflege
3.) Notwendigkeit der Gesundheitsförderung in der Pflege

C.) Zusammenfassung mit Stellungnahme

Literaturverzeichnis

* Marianne Brieskorn - Zinke 2006, "Gesundheitsförderung in der Pflege: Ein Lehrbuch zur Gesundheit", 3.Auflage, Stuttgart: Kohlhammer.

* Herlinde Steinbach 2007, "Gesundheitsförderung: Ein Lehrbuch für Pflege- und Gesundheitsberufe", 2.Auflage, Wien: Fakultas.

* Edith Kellnhauser und weitere Autoren 2004, “Pflege”, Stuttgart: Thieme.

* Klaus Hurrelmann, Ulrich Laaser und Oliver Razum 2006; “Handbuch Gesundheitswissenschaften”, 5. völlig neu bearbeitetete Auflage, Weinheim und München: Juventa.

* Michael Tremmel, 2010, “Gesundheit und Gesundheitsförderung aus sozialpastoraler Perspektive”, 1.Auflage, Berlin: Dr. W. Hopf.

* Robert Trappl, Harald Trost (HG.), 2010, “Wissenschaft und Medizin”, 8.Auflage, Wien: Fakultas

* WHO-Charta von Ottawa, 1986.

* Klaus Hurrelmann, 2010, "Gesundheitssoziologie Eine Einführung in sozialwissenschaftliche Theorien von Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung" , 7.Auflage, Weinheim und München: Juventa

A.) Der heutige Stand in der Pflegewissenschaft und Gesundheitswissenschaft

Um die Bedeutung der Gesundheitswissenschaften für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung ermitteln zu können, muss zunächst der Kern beider Disziplinen ermittelt werden. Da der Begriff Gesundheit in der Geschichte und anderen Kulturen verschieden gefasst war (Steinbach, Gesundheitsförderung S.15 ff), ist der heutige Stand der Wissenschaften maßgebend.

I.) Begriff der Pflegewissenschaft und der Gesundheitswissenschaft sowie deren Abgrenzung zu dem Bereich Medizin

Um die Abgrenzung durchführen zu können, müssen die einzelnen Bereiche zunächst definiert werden. Die Definitionen dieser Wissenschaften sind jedoch nicht einheitlich und eher als eine Beschreibung der Merkmale zu werten.

1.) Pflegewissenschaft Definition / Merkmale

Pflegewissenschaft ist neben Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegepraxis eine der vier Handlungsfelder der der Disziplin Pflege.

Pflegewissenschaft ist eine empirisch orientierte Sozial- und Humanwissenschaft. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen der gesunde und kranke Mensch bzw. der Mensch in besonderen Lebenssituationen in seinem Lebensumfeld. Auch Interaktionen zwischen Pflegeempfängern und Pflegenden sowie pflegerische Handeln selbst sind wichtige Aspekte. ( THIEMEs Pflege Kap.14.2).

Erstmals kam die Pflegewissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf.

Die Pflegewissenschaft war hauptsächlich theoretisch ausgerichtet, während heutzutage die Ergebnisse der Pflegewissenschaft direkt in die Pflegepraxis integriert werden. Besonders die Verbesserung der Qualität der Pflege, die Wirksamkeit von Pflegemaßnahmen und -konzepten werden zum zentralen Thema der Pflegewissenschaft.

a.) Inhalte

Jede Wissenschaft setzt sich aus Theorien, wissenschaftstheoretischen Grundlagen, Strategien bzw. Methoden und Empirien zusammen.

Ebenso in der Pflegewissenschaft gibt es Theorien (Bedürfnis/Interaktion/Pflegeergebnis), die Lösungsansätze für die Vorgehensweise in der Pflege schaffen und die Pflegesituationen erklären, um sie besser zu kontrollieren (THIEMEs Pflege Kap.6.1).

Die wissenschaftstheoretischen Grundlagen geben Auskunft darüber, wie die Umsetzung der Theorie in der Praxis aussieht. Die Umsetzung in der Pflegewissenschaft ist zum Beispiel an der Praxisanwendung der Pflegestandards die auf Basis der Pflegetheorien entwickelt worden sind überprüfbar.

Die Vorgehensweise beim Begegnen von Problemen sollte in den Wissenschaften bestimmt sein. Als Beispiel für eine Methodik in der Pflegewissenschaft kann der PDCA - Zyklus genannt werden, der durchaus als allgemeingültig in der Pflege angewendet wird.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse werden deduktiv oder induktiv gewonnen. Die Ansätze bedürfen jedoch einer empirischen Überprüfung.

Da in der Pflegewissenschaft der Mensch in dem Mittelpunkt der Forschung steht, ist die Methode der Patientenbefragung eine effektive Möglichkeit, um die Forschungsergebnisse zu überprüfen.

b.) Stand der Entwicklung

Die Pflegewissenschaft ist eine junge Wissenschaft, die als solche in dem amerikanischen Raum entstand. Im Jahr 1952 eröffnete Frau Hildegard Peplau einen Diskurs über die Pflegemodelle und Pflegetheorien und auch in dieser Zeit wurde vermehrt Forschung zur Pflege betrieben. Ein Jahr später wurde eine Schwesternschule an der Universität Heidelberg in Deutschland gegründet, die jedoch keinen akademischen Abschluss bot. Ab 1985 wurden dann die ersten Lehrgänge zu Pflegewissenschaft in Verbindung mit weiteren Fachrichtungen angeboten.

c.) Abgrenzung von der Medizin

Fraglich ist weiterhin, ob die Pflegewissenschaft von der Medizin abgrenzbar ist.

Medizin ist eine integrative Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen, von den Ursachen, Wirkungen und der Vorbeugung und Heilung der Krankheiten (Trappl/Trost, Wissenschaft und Medizin, Seite 8).

Demnach ist Medizin ebenfalls wie die Pflegewissenschaft eine Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen. Die Unterschiede bestehen jedoch in den weiteren Forschungsfeldern. Während sich die Medizin auf die Krankheit und deren Bekämpfung konzentriert, betrachtet die Pflegewissenschaft den Menschen in seinen Interaktionen mit der Umwelt und Personen aus seiner Umgebung. Demzufolge ist die Abgrenzung der Pflegewissenschaften zur Medizin unproblematisch, obwohl das Teilgebiet "Mensch" sich überschneidet.

d.) Grad der Akademisierung

Wie bereits dargelegt, sind die Pflegewissenschaften ein Hochschulfach geworden. Die weitere Entwicklung dieser Disziplin ist nicht nur an neuen Forschungserkenntnissen und Forschungsergebnissen zu erkennen, sondern auch an den Spezialisierungen in den Teilgebieten der Pflegewissenschaften (Palliativ Care, Prävention, Beratung, Ambulante Intensivpflege u.v.m.). Wissenschaft, Management und selbst die Ausbildung sind im ständigen Wandel, was für ein hohes Maß der Akademisierung spricht.

e.) Grad der Professionalisierung

In Bezug auf die Professionalisierung ist bei den Pflegewissenschaften noch mal auf den ständigen Wandel zu verweisen. Die Krankenschwester oder Krankenpfleger ist von einem Erfüllungsgehilfen des Arztes zu einem selbständiger/n Mitarbeiter/in mit Fachkompetenz, Hintergrundwissen, allen sozialen Kompetenzen, Kreativität und kritischen Denken geworden. Damit ist der Grad der Professionalisierung inzwischen hochsteigend.

2.) Gesundheitswissenschaft Definition / Merkmale

Nach der deutschen Gesellschaft für Public Health steht die Bezeichnung Gesundheitswissenschaften als Synonym für den international verbreiteten Begriff “Public Health” (Hurrelmann, Handbuch Gesundheitswissenschaften, Seite 11).

“Public Health” ist die Wissenschaft und die Praxis der Gesundheitsforderung und der Systemgestaltung im Gesundheitswesen. (Brieskorn, Gesundheitsförderung in der Pflege , Seite 37)

Damit beschäftigen sich die Gesundheitswissenschaften mit verschiedenen Seiten der Gesundheit. Dazu gehören zum Beispiel die Medizin, Gesundheitspsychologie, Sozialpädagogik, Pflegewissenschaft. (Brieskorn, Gesundheitsförderung in der Pflege , Seite 38)

Das Basiswissen der Gesundheitswissenschaften wird besonders in den Bereichen des klassisches sozial- und präventivmedizinisches Grundlagenwissen der Demographie, Epidemiologie und Sozialepidemiologie ausgearbeitet was als eine selbstständige Wissenschaft bzw. "die Gesundheitswissenschaft" an sich spricht.

a.) Inhalte

Wie bereits dargestellt, beschäftigt sich die Gesundheitswissenschaft mit dem Objekt Mensch und genauer mit seiner Gesundheit. Die moderne Gesundheitsforschung ist auf die somatischen, psychischen, sozialen und ökologischen Bedingungen der Gesundheitserhaltung bzw. Krankheitsvermeidung gerichtet. (Brieskorn, Gesundheitsförderung in der Pflege , Seite 39)

Der Mittelpunkt der Forschung ist die Gesundheit. Diese wird jedoch von einzelnen Disziplinen der Gesundheitswissenschaften wie Medizin, Psychologie oder auch Soziologie verschieden definiert (Thiemes Pflege, Seite 27).

Eine der bekanntesten Definitionen der Gesundheit stammt aus dem Jahr 1948 von der WHO. Danach ist “Gesundheit ein Zustand vollkommenen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“ ( Steinbach Gesundheitsförderung, Seite 27).

b.) Stand der Entwicklung

Die Definition der WHO wurde inzwischen ausgeweitet und geändert. Dabei fanden die subjektiven Gesundheitselemente immer mehr Beachtung. Neben der basierten Erkenntnissen der Gesundheitswissenschaften, entwickeln sie sich interdisziplinär hin zu Erklärungen, die mehrere Ursachenfaktoren berücksichtigen und der salutogenetischen Sichtweisen (Thiemes Pflege Seite 29).

c.) Abgrenzung von der Medizin

Die Abgrenzung der Gesundheitswissenschaften zur Medizin gestaltet sich ähnlich, wie die der Pflegewissenschaften. Viele Bereiche und Erkenntnisse gehören unverändert in beide Disziplinen. Der Schwerpunkt der Gesundheitswissenschaft liegt jedoch auf der Erhaltung der Gesundheit und Vorbeugung von Krankheiten, während die Medizin sich eher auf die Heilung konzentriert (Brieskorn, Gesundheitsforderung in der Pflege Seite 38).

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Details

Titel
Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V265648
ISBN (eBook)
9783668706941
ISBN (Buch)
9783668706958
Dateigröße
553 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, gesundheitswissenschaft, pflege, beispiel, gesundheitsförderung
Arbeit zitieren
Robert Farbaniec (Autor), 2013, Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265648

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