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Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung

Aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Bekämpfung

Título: Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung

Trabajo de Seminario , 2013 , 29 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Renate Biczek (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Resumen Extracto de texto Detalles

In dieser Arbeit möchte ich untersuchen, wie sich der Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahren entwickelt hat und dabei insbesondere auf verschiedene Bekämpfungsmöglichkeiten eingehen. Der Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung gehört dabei nach einer weitverbreiteten Ansicht zur Rotlicht- und Organisierten Kriminalität. 2011 waren 94% der Opfer weiblich, so dass der Schutz insbesondere den Frauen gilt.
„... der Handel mit der Ware Frau ist nicht nur ein wesentliches Betätigungsfeld und Standbein sondern ein Basisdelikt der gesamten Organisierten Kriminalität, die sich in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und auf dem Balkan entwickelt und ausgebreitet hat. Es ist die einzige Kriminalitätsform, mit der sich sehr schnell sehr viel Geld erwirtschaften lässt, ohne auch nur einen Cent zu investieren.“
Ich gehe zunächst auf die rechtliche Einordnung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung ein. Danach untersuche ich die statistischen Entwicklungen des Menschenhandels der letzten zehn Jahre. Dabei gehe dabei insbesondere auf die Ermittlungsverfahren, die Täterstrategien sowie auf die Täter und Opfer ein. Die statistischen Daten werde ich aus dem Bundeslagebild Menschenhandel sowie der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundes erheben.
Aus aktuellem Anlass möchte ich auf die Bekämpfung des Menschenhandels eingehen, da die schwedische Politikerin und EU-Kommissarin Cecilia Malmström, die unzureichende strafrechtliche Verfolgung des Menschenhandels in Europa, insbesondere auch in Deutschland kritisiert hat.
Ihr erster offizieller Bericht zum Menschenhandel in der EU kommt zu dem Schluss, dass die Zahl der Opfer steige, während die Zahl der verurteilten Täter sinke. So fordert sie von allen EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere auch von Deutschland, eine schnelle Umsetzung der EU-Richtlinie vom 05.April 2011 sowie eine bessere Unterstützung für die Opfer.
Es stellt sich also die Frage, wie sich der Menschenhandel in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Bekämpfungsmöglichkeiten eher einen Erfolg versprechen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rechtsgrundlagen des Menschenhandels

2.1 nationale Bestimmungen

2.2 internationale Bestimmungen

3 Entwicklungen des Menschenhandels von 2001-2011

3.1 Ermittlungsverfahren

3.2 Täterstrategien

3.2.1 Anwerbung

3.2.2 Bedrohung und der Einsatz von Gewalt

3.3 Täter

3.4 Opfer

4 Bekämpfungsmöglichkeiten des Menschenhandels

4.1 Zusammenarbeit mit anderen Behörden

4.1.1 nationale Zusammenarbeit

4.1.2 internationale Zusammenarbeit

4.2 Das Prostitutionsgesetz

4.3 Einführung einer Freierstrafbarkeit

4.3.1 Pro

4.3.2 Contra

4.4 „Das Dortmunder Modell“

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland in den Jahren 2001 bis 2011. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Täterstrategien, der Opfersituation sowie der Effektivität bestehender und diskutierter Bekämpfungsmöglichkeiten, um Handlungsempfehlungen für eine erfolgreichere strafrechtliche Verfolgung abzuleiten.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene
  • Statistische Auswertung von Ermittlungsverfahren, Täterstrukturen und Opferzahlen
  • Analyse von Täterstrategien: Anwerbung, Bedrohung und Gewalt
  • Diskussion über das Prostitutionsgesetz und die Einführung einer Freierstrafbarkeit
  • Bewertung des „Dortmunder Modells“ zur behördenübergreifenden Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Anwerbung

Durch das Anwerben werden die potenziellen Opfer zunächst unter Vorwand in das betreffende Land gelockt. Dabei werden den Opfern oft seriöse Tätigkeiten in Deutschland versprochen wie die Bedienung im Gastronomiebereich, als Reinigungskraft oder die Arbeit als Fotomodel.18 Ein Teil dieser Anwerbungen findet dabei gezielt in sozialen Problemvierteln der Großstädte durch Männer und Frauen gleicher Nationalität statt.19 Denn gerade Armut und Arbeitslosigkeit sowie die Aussicht auf ein besseres Leben treibt die Opfer zu den Tätern und Strukturen der Organisierten Kriminalität.

Es wird jedoch nicht nur mittels Arbeitsversprechen angeworben, sondern es existiert auch eine „offene“ Anwerbung. Das bedeutet, dass die Opfer zum Zeitpunkt der Anwerbung Kenntnis von der Prostitution hatten, jedoch über die Arbeitsbedingungen getäuscht wurden.20

Eine weitere Form der Anwerbung ist der Ankauf bei dem die Täter der organisierten Kriminalität vor allem ärmere Länder befahren, um dort Frauen abzukaufen. Die Kaufpreiszahlungen müssen dann von den Frauen abgearbeitet werden. 21 Aber auch der generelle Schuldenbetrag, der beispielsweise aus der Pass- und Visabeschaffung, der Reise, Verpflegung und Unterbringung besteht, muss abgearbeitet werden. Dadurch entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis zum Täter, so dass das Opfer keine andere Möglichkeit mehr sieht, als der Prostitution nachzukommen.22

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Seminararbeit führt in die Problematik des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise auf Basis offizieller Kriminalstatistiken.

2 Rechtsgrundlagen des Menschenhandels: In diesem Kapitel werden die relevanten nationalen Tatbestände des Strafgesetzbuches sowie internationale Abkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels dargestellt.

3 Entwicklungen des Menschenhandels von 2001-2011: Das Kapitel analysiert statistische Daten zu Ermittlungsverfahren, Tatstrategien, Täterprofilen sowie der Situation der Opfer im genannten Zehnjahreszeitraum.

4 Bekämpfungsmöglichkeiten des Menschenhandels: Es werden verschiedene Ansätze wie behördenübergreifende Zusammenarbeit, Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes, die Debatte um die Freierstrafbarkeit sowie das „Dortmunder Modell“ diskutiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit konsequenterer Strafverfolgung, verbesserter internationaler Zusammenarbeit sowie der Förderung von Vertrauensverhältnissen zu Opfern.

Schlüsselwörter

Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, organisierte Kriminalität, Strafgesetzbuch, Prostitution, Täterstrategien, Opferhilfe, Freierstrafbarkeit, Dortmunder Modell, internationale Zusammenarbeit, Kriminalstatistik, Ermittlungsverfahren, Prävention, Opferschutz, Datenaustausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Problem des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland, analysiert dessen Entwicklung von 2001 bis 2011 und untersucht Möglichkeiten zur effektiven Bekämpfung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind rechtliche Grundlagen, statistische Entwicklungen, Täterstrategien (wie Anwerbung und Zwang), die Rolle des Prostitutionsgesetzes sowie verschiedene Ansätze zur behördenübergreifenden Bekämpfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung des Menschenhandels nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen, welche Bekämpfungsmöglichkeiten in Deutschland erfolgreich sind oder reformiert werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Analyse von Sekundärdaten, namentlich des Bundeslagebilds Menschenhandel sowie der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rechtsgrundlagen, die Analyse der statistischen Entwicklung und Täterstrategien sowie eine ausführliche Diskussion über Bekämpfungskonzepte, inklusive des Prostitutionsgesetzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, Prostitution, Täterstrategien, Opferschutz und Bekämpfungsstrategien charakterisieren.

Warum wird die Wirksamkeit des Prostitutionsgesetzes kritisch gesehen?

Das Gesetz führte zwar zur rechtlichen Anerkennung des Gewerbes, erschwerte jedoch nach Ansicht der Verfasserin durch eine Abnahme des Kontrolldrucks die Möglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden, tief in das Rotlichtmilieu einzudringen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Freierstrafbarkeit?

Die Autorin spricht sich gegen eine Einführung der Freierstrafbarkeit aus, da sie eine mangelnde Nachweisbarkeit befürchtet und eine Kriminalisierung von Prostituierten sowie die Verlagerung in den Untergrund vermeiden möchte.

Was machte das „Dortmunder Modell“ erfolgreich?

Das Modell basierte auf einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungsbehörden und Beratungsstellen, was den Kontrolldruck erhöhte und gleichzeitig die Aussagenbereitschaft der Opfer förderte.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung
Subtítulo
Aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Bekämpfung
Universidad
University of Applied Sciences Dortmund
Calificación
1,3
Autor
Renate Biczek (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
29
No. de catálogo
V265663
ISBN (Ebook)
9783656553496
ISBN (Libro)
9783656553625
Idioma
Alemán
Etiqueta
menschenhandel zweck ausbeutung aktuelle entwicklungen möglichkeiten bekämpfung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Renate Biczek (Autor), 2013, Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265663
Leer eBook
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Extracto de  29  Páginas
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