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Globalisierungsprozess im Bereich der Nahrungsmittel

Das Beispiel Schokolade

Título: Globalisierungsprozess im Bereich der Nahrungsmittel

Trabajo Escrito , 2013 , 23 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stefanie Bonk (Autor)

Historia - Otros
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Schokolade gilt als die beliebteste Süßigkeit der Deutschen und erfreut sich auch in Gesamteuropa sowie in den USA großer Popularität, weshalb sie „als Paradebeispiel für die Einführung eines neuen Konsumgutes in den Alltagskonsum gelten“ kann. Der erste Kontakt zwischen Europäern und dem Genussmittel liegt bereits 500 Jahre zurück. Die Entwicklung, die die Kakaobohne seitdem zurückgelegt hat, ist ein geeignetes Beispiel dafür, wie Kulturen Fremdes transferieren und es schließlich derart tief in Lebensvollzüge und Gewohnheiten der Menschen eingebunden ist, dass es sich zu einem festen Bestandteil der eigenen Kultur entwickelt. Den meisten Europäern ist heute sicherlich nicht mehr bewusst, dass sie beim Verzehr von Schokolade ein vormals fremdes Nahrungsmittel konsumieren, das erst durch einen langwierigen Prozess und den globalen Austausch von Waren heimisch geworden ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Globalisierungsprozesse

2.1 Definition

2.2 Die Geschichte der Schokolade als Globalisierungsprozess

3 Schokolade bei den Maya und Azteken

4 Kolonisation und Schokolade – Ablehnung und Aneignung durch die Kolonialmacht

5 Schokolade als Getränk der europäischen Elite

6 Schokoladenerzeugung und -konsum im Wandel

6.1 Kakao als Massenprodukt

6.2 Die Etablierung der Essschokolade

7 Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den historischen Globalisierungsprozess der Schokolade, beginnend bei den indigenen Kulturen Mittelamerikas bis hin zur Entwicklung zum modernen Massenkonsumgut in Europa. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie ein ursprünglich fremdes Nahrungsmittel durch Transformation und kulturelle Aneignung in europäische Lebenswelten integriert wurde.

  • Historische Entwicklung der Schokolade von der Maya- und Aztekengultur bis zur Industrialisierung.
  • Die Rolle der Schokolade als exklusives Luxusgut der europäischen Eliten der Frühen Neuzeit.
  • Technische Innovationen und ökonomische Faktoren, die zur Kommerzialisierung und Massenverfügbarkeit beitrugen.
  • Prozesse der kulturellen Hybridisierung und der Anpassung an lokale Geschmacksvorlieben.

Auszug aus dem Buch

3 Schokolade bei den Maya und Azteken

Bis heute sind weder Anbaubeginn noch exakte regionale Herkunft des Kakaobaums bekannt. Dennoch gilt als wahrscheinlich, dass die aus Südamerika stammende Kakaobohne erstmals vor zirka 3.000-4.000 Jahren von den Vorfahren der in Mexiko lebenden Maya, den Olmeken, kultiviert wurde. Ob die Kakaopflanze auch von den Inka genutzt wurde, ist umstritten, aber wahrscheinlich. Sicher nachgewiesen werden konnte dagegen aufgrund entsprechender Funde wie Kodizes, Gefäßbemalungen und Hieroglyphen, dass die Hochkulturen der Maya und Azteken bereits eintausend Jahre vor den spanischen Kolonialherren Kakao konsumierten und dieser für sie eine kulinarische, wirtschaftliche, religiöse und symbolische Bedeutung hatte.

Beide Kulturen waren jedoch aufgrund ungeeigneter Witterungsverhältnisse nur in geringer Ausprägung in der Lage, das „Getränk der Götter“ in ihren Herrschaftsgebieten anzubauen, und daher meist gezwungen, Kakaobohnen durch Handel oder Tributleistungen zu importieren. Die Bohnen erfüllten bei den Ureinwohnern Altmittelamerikas eine doppelte Funktion: Sie dienten zugleich als Grundlage zur Bereitung eines Schokoladentrunks und als Zahlungsmittel.

So konnte man mit ihnen kleinere Anschaffungen tätigen oder mit großem zeitlichen und körperlichen Aufwand schäumende Schokolade herstellen, welche bei Feiern getrunken oder bei Ritualen den Göttern geopfert wurde, aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch als Heilmittel und Aphrodisiakum Anwendung fand, obgleich Coe dieser weit verbreiteten These nicht zustimmt. Dass Kakao bei Banketten und ähnlichen herausragenden Anlässen konsumiert wurde, stützt die weitverbreitete Vermutung, nach der es sich hierbei nicht um ein Alltagsgetränk, sondern um ein seltenes und besonderes Genussmittel handelte. Annerose Menninger dagegen mutmaßt, dass Kakao ebenso zu den täglichen Mahlzeiten getrunken wurde. Bezüglich der Konsumentengruppe ist festzuhalten, dass Schokolade aufgrund ihrer Herkunft, der verwendeten Zutaten und der aufwendigen Herstellung vermutlich nur den Eliten (wie Königen, Adligen, Fernhandelsleuten und Kriegern) vorbehalten war. Nur gelegentlich wird diese gängige Auffassung in Zweifel gezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung der Schokolade als Paradebeispiel für einen langfristigen Konsumgütertransfer und führt in die theoretische Problematik der kulturellen Fremdheit und Aneignung ein.

2 Globalisierungsprozesse: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Globalisierung im historischen Kontext und beschreibt die Schokolade als ein Produkt, das stufenweise vom Luxusgut zum Massenartikel transformiert wurde.

3 Schokolade bei den Maya und Azteken: Hier wird der Ursprung des Kakaokonsums in den indigenen Hochkulturen Mittelamerikas dargelegt, wo das Getränk sowohl als kulinarisches als auch als religiöses und ökonomisches Gut fungierte.

4 Kolonisation und Schokolade – Ablehnung und Aneignung durch die Kolonialmacht: Das Kapitel thematisiert die anfängliche Distanz der spanischen Konquistadoren gegenüber dem bitteren Kakaogetränk und den Prozess der schrittweisen Hybridisierung durch Anpassung an europäische Geschmacksvorlieben.

5 Schokolade als Getränk der europäischen Elite: Die exklusive Nutzung von Schokolade als Statusobjekt durch Adel und Geistlichkeit in der Frühen Neuzeit wird hier analysiert, insbesondere in Verbindung mit ihrem Ruf als Heilmittel.

6 Schokoladenerzeugung und -konsum im Wandel: Dieses zentrale Kapitel behandelt die Industrialisierung der Kakaoherstellung im 19. Jahrhundert, die Einführung technischer Innovationen und die Entwicklung zur erschwinglichen Essschokolade für die breite Bevölkerung.

7 Schlussbemerkungen: Die Schlussbetrachtung resümiert den Jahrtausende andauernden Globalisierungsprozess der Schokolade und stellt fest, wie kulturelle Grenzen durch Modifizierung und technologischen Fortschritt überwunden wurden.

Schlüsselwörter

Schokolade, Kakao, Globalisierung, Konsumgeschichte, kulturelle Aneignung, Kolonialismus, Industriegeschichte, Ernährungsgeschichte, Luxusgut, Essschokolade, Transformation, Hybridisierung, Genussmittel, Kakaobohne, Handelsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Schokolade als ein globales Nahrungsmittel und untersucht, wie dieses Produkt über Jahrhunderte hinweg verschiedene Kulturen durchlaufen und transformiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Übergang von der Schokolade als rituellem Getränk in Mittelamerika zum exklusiven europäischen Luxusgetränk sowie die industrielle Revolution, die das Produkt zur Massenware machte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den stufenweisen Globalisierungsprozess der Schokolade nachzuzeichnen und zu erklären, wie das Produkt durch kulturelle Aneignung und technische Innovation seinen Platz in der europäischen Esskultur fand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine historisch-kulturwissenschaftliche Analyse, die sich auf Literaturrecherchen zu ernährungsgeschichtlichen, wirtschaftshistorischen und sozialen Aspekten der Schokoladenentwicklung stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der vorkolonialen Wurzeln, die kolonialen Transformationsprozesse, die elitäre Konsumphase in der Frühen Neuzeit und die industrielle Massenproduktion ab dem 19. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Globalisierung, Transformation, kulturelle Aneignung, Kolonialgeschichte und Industrialisierung beschreiben den inhaltlichen Kern der Forschungsarbeit am besten.

Warum war Schokolade in der europäischen Frühen Neuzeit primär ein Getränk?

Die feste Form (Essschokolade) war technisch noch nicht ausgereift. Die Schokolade wurde in Anlehnung an die Tradition der Maya und Azteken als (oft gewürztes) Heißgetränk konsumiert und galt zudem als medizinisches Stärkungsmittel.

Welche Rolle spielte die Industrialisierung für den Erfolg der Schokolade?

Die Industrialisierung ermöglichte durch neue Maschinen wie hydraulische Pressen und den Mélangeur eine effizientere Produktion, die in Verbindung mit dem Zugang zu kolonialen Plantagen und dem Einsatz von Milch und Zucker die Kosten senkte und das Produkt für die breite Masse erschwinglich machte.

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Detalles

Título
Globalisierungsprozess im Bereich der Nahrungsmittel
Subtítulo
Das Beispiel Schokolade
Universidad
University of Hagen  (Historisches Institut)
Calificación
2,0
Autor
Stefanie Bonk (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
23
No. de catálogo
V265672
ISBN (Ebook)
9783656552765
Idioma
Alemán
Etiqueta
globalisierungsprozess bereich nahrungsmittel beispiel schokolade
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefanie Bonk (Autor), 2013, Globalisierungsprozess im Bereich der Nahrungsmittel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265672
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