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Moralische Sozialisation

Title: Moralische Sozialisation

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Kohlhöfer (Author)

Psychology - Social Psychology
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Moral ist ein abstrakter Begriff. Jede Zuschreibung einer Moral setzt bereits voraus, dass der Zuschreibende eine Vorstellung von Moral hat, die er wiederum auf andere überträgt. Moral ist nicht einfach messbar und schon gar nicht auf den ersten Blick erkennbar. Dennoch spielt Moral in wissenschaftlichen Untersuchen seit je her eine tragende Rolle. Was den Begriff Sozialisation in psychologischer Hinsicht betrifft, beschreibt er einen Entstehungsprozess in Auseinandersetzung mit verschiedenen Maßstäben. Nach einer Auseinandersetzung mit den beiden Begriffen und ihrer Verknüpfung miteinander befasst dich die Arbeit kurz mit einem veranschaulichenden Beispiel anhan der Biografie Che Guevaras.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ethisch-philosophische Grundlagen

3. Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg

4. Moralisches Urteil und moralisches Handeln

5. Moralische Sozialisation

6. Ein Versuch der Analyse einer moralischen Sozialisation am Beispiel der Biographie Che Guevaras

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit dem komplexen Prozess der moralischen Sozialisation. Ziel der Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen der Moralentwicklung zu beleuchten, die Verbindung zwischen moralischem Urteil und tatsächlichem Handeln zu hinterfragen und Einflussfaktoren auf die Ausprägung einer moralischen Identität anhand theoretischer Modelle sowie eines biografischen Fallbeispiels zu analysieren.

  • Grundlagen der Moralphilosophie (Utilitarismus, Pflicht-Ethik)
  • Entwicklungspsychologisches Stufenmodell nach Lawrence Kohlberg
  • Diskrepanz zwischen moralischem Urteilsvermögen und moralischem Handeln
  • Modelle und Instanzen der moralischen Sozialisation (Familie, Erziehung)
  • Biografische Illustration moralischer Entwicklungsprozesse

Auszug aus dem Buch

Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg

In diese philosophischen Grundlagen war auch Lawrence Kohlberg geschult, denn unter anderem studierte er Philosophie und setzte sich mit eben jener Frage nach der Moral auseinander. So bildete die Moral in Kohlbergs entwicklungspsychologischen Forschungen den zentralen Punkt. Dennoch stand Kohlberg mit seinen Forschungen ganz in der Tradition Jean Piagets. Kohlberg führte dessen Arbeit im moralischen Bereich fort. Seine Theorie der moralischen Entwicklung fußt daher in der Erkenntnistheorie Piagets. Auch Kohlberg geht daher von operationalen Stufen aus.

Im Sinne Piagets entwirft Kohlberg ein Stufenmodell der Entwicklung moralischer Urteilsfähigkeit. Entwicklung findet dann statt, wenn die bisherigen Strategien des Denkens nicht mehr ausreichen, um ein Problem zu lösen, und nach besseren Strategien gesucht wird. Demnach beschreibt sein Modell eine kognitive Entwicklung, die nur durch Erfahrung in Auseinandersetzung mit der menschlichen Umwelt erfolgen kann. Interaktionismus ist die entwicklungstheoretische Position. Kohlbergs Ansatz ist ein strukturgenetischer – dies bedeutet eine sukzessive Abfolge moralisch-kognitiver Strukturen. Eine Stufe stellt eine abgegrenzte Phase der Entwicklung dar, die bestimmte Denkstrukturen enthält. Moralentwicklung wird als ein progressives Fortschreiten beschrieben. Jeder neue Veränderungsschritt ergibt sich aus dem vorhergehenden. Dies ist die Entwicklungslogik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Moral als abstrakten Begriff und Abgrenzung der Fragestellung zur moralischen Sozialisation im psychologischen Kontext.

2. Ethisch-philosophische Grundlagen: Überblick über historische ethische Positionen wie Christentum, Utilitarismus und Kants Pflicht-Ethik als Basis für das moralische Verständnis.

3. Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg: Darstellung des stufentheoretischen Ansatzes der moralischen Urteilsentwicklung in Anlehnung an Piaget.

4. Moralisches Urteil und moralisches Handeln: Analyse der kritischen Diskrepanz zwischen dem Wissen um moralische Regeln und der praktischen Umsetzung im Handeln.

5. Moralische Sozialisation: Erörterung von Einflussfaktoren und Erziehungsstilen, die die Entwicklung einer moralischen Identität maßgeblich beeinflussen.

6. Ein Versuch der Analyse einer moralischen Sozialisation am Beispiel der Biographie Che Guevaras: Veranschaulichung der theoretischen Konzepte anhand von Kindheits- und Jugendaspekten aus der Biografie Che Guevaras.

Schlüsselwörter

Moralische Sozialisation, Moralentwicklung, Lawrence Kohlberg, moralisches Urteil, moralisches Handeln, moralische Identität, Ethik, Utilitarismus, Pflicht-Ethik, Erziehungsstile, Empathie, Perspektivenübernahme, kognitive Entwicklung, Che Guevara.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Prozess der moralischen Sozialisation und wie sich moralische Maßstäbe und Identitäten bei einem Menschen entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Philosophie der Moral, Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung, die Beziehung zwischen Urteil und Handeln sowie soziale Sozialisationsinstanzen wie die Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe moralischer Entwicklung aufzuzeigen und durch ein Fallbeispiel zu veranschaulichen, welche Faktoren die moralische Identitätsbildung fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine qualitative illustrative Fallanalyse zur Veranschaulichung der moralischen Entwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von ethisch-philosophischen Grundlagen über die detaillierte Vorstellung der Kohlberg-Theorie bis hin zur kritischen Reflexion über Moral und Handeln sowie Modelle der Sozialisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Moralische Sozialisation, Kohlbergs Stufenmodell, moralisches Handeln, moralische Identität und Erziehungsstile.

Welche Rolle spielt die Familie bei der moralischen Entwicklung?

Die Familie gilt als erste und wichtigste Instanz der Sozialisation, wobei insbesondere der induktive Erziehungsstil die Entwicklung einer moralischen Identität durch Argumentation und das Aufzeigen von Zusammenhängen fördert.

Warum wurde Che Guevara als Fallbeispiel gewählt?

Guevara wurde gewählt, da er in seinem späteren Wirken Moral explizit thematisierte und sein Lebensweg eine interessante Illustration für den Einfluss von Kindheit, Vorbildern und gesellschaftlichen Umständen auf die moralische Entwicklung bietet.

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Details

Title
Moralische Sozialisation
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Christoph Kohlhöfer (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V26576
ISBN (eBook)
9783638288675
ISBN (Book)
9783638771900
Language
German
Tags
Moralische Sozialisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kohlhöfer (Author), 2004, Moralische Sozialisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26576
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