Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den Unterschieden von Einstellungen in Bezug auf Eltern und kinderlose Personen in den Bereichen Verantwortungsbewusstsein, Zufriedenheit mit der persönlichen Situation, Hygienebewusstsein und Zukunftsangst.
Die im Rahmen einer Online-Befragung gewonnenen Ergebnisse wurden rechnerisch aufbereitet und werden im nachfolgenden teilweise grafisch dargestellt, um die Untersuchung zu dokumentieren.
Bezüglich der Einstellungsmerkmale Verantwortungsbewusstsein, Zufriedenheit mit der persönlichen Situation und Zukunftsangst konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt wer-den. Im Bereich Hygienebewusstsein ist ein – wenn auch gering oberhalb der Signifikanzgrenze liegender – Unterschied erkennbar.
Untersuchungen zu Korrelationen der einzelnen Merkmale innerhalb der Gruppen konnten dagegen deutliche Unterschiede nachweisen. So beeinflusst in der Gruppe der Kinderlosen die Zukunftsangst die persönliche Zufriedenheit, in der Elterngruppe jedoch nicht. Unterschiede liegen ebenfalls in den Zusammenhängen von Verantwortungsbewusstsein und Zufriedenheit und in den Zusammenhängen von Zufriedenheit. und Hygienebewusstsein vor.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Methoden
3. Ergebnisse
4. Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Unterschiede in den Einstellungen zwischen Eltern und kinderlosen Personen in Bezug auf Verantwortungsbewusstsein, Zufriedenheit, Zukunftsangst und Hygienebewusstsein. Im Fokus steht dabei die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Elternschaft einen statistisch nachweisbaren Einfluss auf diese spezifischen Einstellungsmerkmale ausübt.
- Grundlagen der Einstellungsbildung und Beeinflussbarkeit
- Operationalisierung psychologischer Merkmale durch Item-Skalen
- Statistische Auswertung mittels Mittelwertsvergleichen und Korrelationsanalysen
- Überprüfung von Nullhypothesen zur Einstellungsdifferenz
- Reflexion der Repräsentativität und methodischer Grenzen
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
Unser Denken, Handeln und Interagieren mit anderen Personen ist geprägt von unseren Einstellungen. Sie sind damit grundlegend für unser Leben. Es stellt sich die Frage, was Einstellungen sind, wie sie sich bilden, welchen Einflüssen sie unterliegen und ob und wodurch sie sich ändern können.
Einstellungen sind nach Myers (2008) „Gefühle, die auf unseren Überzeugungen beruhen und uns dazu prädisponieren, gegenüber Dingen, Menschen und Ereignissen in einer bestimmten Weise zu reagieren“ (Myers, 2008, S. 639). Es ist zwischen impliziten, dem Bewusstsein nicht oder nur schwer zugänglichen und expliziten Einstellungen, die direkt erfragbar sind, zu unterscheiden (vgl. Asendorpf & Neyer, 2012, S. 36).
Nach dem Einstellungs-A-B-C bestehen Einstellungen aus drei Komponenten, die jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt sein können und vom Einstellungsobjekt abhängig sind. Die affektive Komponente (affect) umfasst emotionale Reaktionen auf das Einstellungsobjekt; Grundlage sind Gefühle und Werte der Person. Die Verhaltenskomponente (behavior) bezieht sich auf die Handlungen und das Verhalten gegenüber dem Einstellungsobjekt. Die kognitive Komponente (cognition) besteht aus den Gedanken und Überzeugungen zum Einstellungsobjekt (vgl. Werth & Mayer, 2008, 206f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Einstellungsbildung, definiert die beteiligten Komponenten (A-B-C-Modell) und leitet die Forschungsfrage sowie die Hypothesen der Arbeit ab.
2. Methoden: Hier wird das Untersuchungsdesign (Between-subjects) beschrieben, die Operationalisierung der Merkmale mittels 5-stufiger Likert-Skalen erläutert und die Durchführung der Online-Befragung dargestellt.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse, einschließlich Lage- und Streuungsmaßen, Effektstärken und Korrelationen zwischen den untersuchten Variablen.
4. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch hinsichtlich der Stichprobengröße und Auswahlverfahren hinterfragt und Limitationen der Studie aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Einstellungen, Elternschaft, Verantwortungsbewusstsein, Zufriedenheit, Zukunftsangst, Hygienebewusstsein, Online-Befragung, Likert-Skala, Korrelation, Effektstärke, Stichprobe, Einstellungsänderung, psychologische Forschung, statistische Auswertung, Sozialpsychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob es signifikante Unterschiede in spezifischen Einstellungsmerkmalen zwischen Eltern und kinderlosen Personen gibt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Studie fokussiert sich auf die vier Bereiche Verantwortungsbewusstsein, Zufriedenheit mit der persönlichen Situation, Zukunftsangst und Hygienebewusstsein.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die empirische Überprüfung der Nullhypothese, dass zwischen Eltern und kinderlosen Personen kein Unterschied in den genannten Einstellungsmerkmalen besteht.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein Between-subjects-Design gewählt, bei dem Daten mittels eines Online-Fragebogens erhoben und anschließend mittels Mittelwertsvergleichen, Korrelationsanalysen und Effektstärkeberechnungen ausgewertet wurden.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Thema Einstellungen, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialpsychologie, statistische Methodenlehre, Einstellungsforschung und quantitative empirische Analyse.
Welches Ergebnis ergab sich für das Hygienebewusstsein?
Im Gegensatz zu den anderen Merkmalen konnte hier ein zumindest kleiner Effekt nachgewiesen werden, der darauf hindeutet, dass Eltern ein höheres Hygienebewusstsein aufweisen als kinderlose Personen.
Warum konnte für die anderen Variablen kein signifikanter Unterschied festgestellt werden?
Die Autorin führt dies unter anderem auf die begrenzte Stichprobengröße, das gewählte Auswahlverfahren der Probanden und die allgemeine Formulierung der Items zurück.
- Arbeit zitieren
- Yvonne Thiel (Autor:in), 2013, Unterschiedliche Einstellungen von Eltern und Kinderlosen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265844