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Die Frauenlohn-Debatte 2012 im Kontext des Entgeltgleichheitsgesetzes, und 2013 im Bundestagswahlkampf

Eine Analyse politischer Semantik

Title: Die Frauenlohn-Debatte 2012 im Kontext des Entgeltgleichheitsgesetzes, und 2013 im Bundestagswahlkampf

Term Paper , 2013 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Bachelor of Arts Markus Stettner (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
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Ein Jahr in dem eine Bundestagswahl bevor steht eignet sich besonders gut, um sich mit poli-tischer Semantik zu beschäftigen. Die politische Landschaft der Parteien ist in einem solchen Zeitraum in besonderer Art und Weise gezwungen sich politisch und semantisch zu positionieren. Einerseits wird genauer zugehört, sei es von den Medien oder von andersartigen Institutionen, was die Parteien sagen bzw. ankündigen oder versprechen, was die politischen Parteien zwingt sich semantisch günstig zu platzieren. Andererseits erstellt sich gerade hierdurch, in Form von Wahlprogrammen, eine besondere Dichte von politischer Semantik, die es sich zu analysieren lohnt.
Da die Themen der Parteien zahlreich sind, ist es sinnvoll sich einem Themenkomplex zu widmen, um diesen in der Differenz zwischen den verschiedenen Parteien zu betrachten. Dies soll zum Thema der Frauenlohn-Debatte in dieser Arbeit geschehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theorie

1.1 Termini

1.2 Typologie

2. Analyse der Wahlprogramme und der ersten Beratung zum Entgeltgleichheitsgesetzt

2.1 Die SPD als semantische Erbauer und Erlöser von Problemen

2.2 BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN als die Angreifer

2.3 Die LINKE als die die mehr wollen

2.4 Die FDP als die die mehr nichts wollen

2.5 Die Union (CDU/CSU) als die Opportunisten

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Semantik in der Debatte um die Frauenlohn-Gerechtigkeit. Dabei analysiert der Autor, wie verschiedene Parteien ihre Positionen in den Wahlprogrammen und im Rahmen der ersten Beratung zum Entgeltgleichheitsgesetz im Bundestag semantisch konstruieren, um sich vom politischen Gegner abzugrenzen und die eigene Wählerschaft zu mobilisieren.

  • Semantische Analyse der Frauenlohn-Debatte von 2012 und 2013
  • Einsatz von Topoi und Stigmawörtern als strategische Kampfmittel
  • Differenzierung der Parteistrategien (SPD, Grüne, Linke, FDP, Union)
  • Bedeutung der politischen Semantik für die Wählermobilisierung
  • Verhältnis zwischen inhaltlicher Substanz und semantischer Inszenierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Die SPD als semantische Erbauer und Erlöser von Problemen

Das Thema der Frauenlohn-Debatte ist für die SPD nicht neu. Schon 2012 sprach Andrea Nahles im Bundestag, zum von der Fraktion der SPD mit eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Durchsetzung des Entgeltgleichheitsgebotes für Frauen und Männer. Dort viel auch das Wort „Entgeltungleichheit“. Dieses Stigmawort („Stigmawörter nennen wir solche Ausdrücke, die verwendet werden, um bestimmte Werte, Konzepte oder Handlungsweisen negativ zu bewerten, also abzuwerten.“) stellt die Position der SPD zusammengefasst dar. Die SPD sieht einen ungerechten Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen, mindestens seit Juni 2012 (frühere Sichtweisen sind im Korpus nicht enthalten). Die negative Konnotation liegt bei diesem Komposita im Wortteil Ungleichheit. Ungleichheit, im Bereich Löhne, zwischen Männern und Frauen wird also thematisiert und in einem bedeutungsvollem Komposita gebündelt und kann somit jederzeit beim Hörer oder Leser wieder abgerufen werden.

Weiter bedient sich Andrea Nahles eines Assoziations-Topos. Sie sagt: „Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein echtes Problem.“ Durch die Verwendung des Wortes Kavaliersdelikt bzw. der Verneinung dessen wird beim Hörer der Bereich der Gesetzgebung assoziiert. Die Aussage, dass es sich bei Verbrechen um kein Kavaliersdelikt handelt kennt der Hörer und Leser aus Krimiserien und aus den Nachrichten und weis deshalb, dass es sich um Gesetzeswidrigkeit handelt, wenn diese Worte fallen. Die SPD verbindet also eine Untätigkeit im Bereich der Löhne mit Illegalität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theorie: Einführung in die für die Analyse relevanten fachsprachlichen Begriffe sowie die Vorstellung der argumentativen Topoi nach Martin Wengeler.

2. Analyse der Wahlprogramme und der ersten Beratung zum Entgeltgleichheitsgesetzt: Detaillierte semantische Untersuchung der parteispezifischen Argumentationsmuster zur Frauenlohn-Debatte im Bundestag und in den Wahlprogrammen.

Fazit: Synthetische Gegenüberstellung der semantischen Taktiken aller Parteien und Reflexion über das Verhältnis von politischer Sprache und inhaltlicher Substanz.

Schlüsselwörter

Politische Semantik, Frauenlohn-Debatte, Entgeltgleichheitsgesetz, Wahlprogramme, Stigmawort, Fahnenwort, Topoi, Bundestagswahlkampf, semantische Problemanalyse, politische Kommunikation, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP, Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit analysiert die politische Sprache, die deutsche Parteien in der Frauenlohn-Debatte verwenden, um politische Positionen zu besetzen und sich von anderen Parteien abzuheben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum steht die semantische Aufarbeitung der Entgeltgleichheit, der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die strategische Nutzung von Begriffen im Bundestagswahlkampf 2013.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, welche Parteien ähnliche semantische Muster nutzen, um ihre Ideen zu fördern und wie Meinungsunterschiede in den sogenannten semantischen Kampf geführt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Typologie der argumentativen Topoi von Martin Wengeler sowie eine diskursanalytische Betrachtung der Wahlprogramme und Plenarprotokolle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der einzelnen Parteien (SPD, Grüne, Linke, FDP, Union), wobei jeweils die Positionierung zur Debatte von 2012 und deren Reflexion im Wahlprogramm 2013 untersucht wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Stigmawort, Fahnenwort, Worthülsen-Topos, Bewusstseinskonstitutions-Topos und strategische Kampfmetaphorik aus.

Warum wird das "Entgeltgleichheitsgesetz" von verschiedenen Parteien unterschiedlich besetzt?

Die Parteien nutzen den Begriff entweder als Fahnenwort für eine soziale Gerechtigkeitsforderung (SPD, Linke) oder als Anlass für eine Stigmatisierung durch bürokratische Überlastungsnarrative (FDP, Union).

Wie verändert sich die Argumentation der CDU/CSU?

Die Union wandelt sich von einer ablehnenden Haltung ("Phantom-Topos") im Jahr 2012 hin zu einer aktiven, aber wahlkampfstrategisch motivierten Einbindung des Themas im Programm 2013.

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Details

Title
Die Frauenlohn-Debatte 2012 im Kontext des Entgeltgleichheitsgesetzes, und 2013 im Bundestagswahlkampf
Subtitle
Eine Analyse politischer Semantik
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Course
Sprache und Politik
Grade
2,3
Author
Bachelor of Arts Markus Stettner (Author)
Publication Year
2013
Pages
28
Catalog Number
V265894
ISBN (eBook)
9783656556923
ISBN (Book)
9783656557043
Language
German
Tags
Semantik Politik Sprache Partei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Markus Stettner (Author), 2013, Die Frauenlohn-Debatte 2012 im Kontext des Entgeltgleichheitsgesetzes, und 2013 im Bundestagswahlkampf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265894
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