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Wilhelm Diltheys Interpretation der Philosophiegeschichte in seinem Werk „Über das Wesen der Philosophie“

Title: Wilhelm Diltheys Interpretation der Philosophiegeschichte in seinem Werk „Über das Wesen der Philosophie“

Essay , 2013 , 4 Pages , Grade: unbenotet

Autor:in: Michael Veit (Author)

Philosophy - Early Modern Philosophy (approx. 1350-1600)
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In seinem Plädoyer für die von ihm massgeblich beeinflusste "Lebensphilosophie" setzt sich Dilthey im hier bearbeiteten Kapitel kompakt mit der gesamten Philosophiegeschichte auseinander. Dilthey listet hier auf, welche Gründe für die Entstehung und Entwicklung der jeweiligen philosophischen Epochen massgebend waren, aber auch, warum diese im weiteren Verlauf der philosophiegeschichtlichen Entwicklung nach und nach ihre Relevanz verloren haben. Hier zeigt Dilthey u.a., warum angesichts der historischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen die Systemphilosophien überflüssig geworden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Philosophiegeschichtliche Konkretisierung der Antike

2. Charakter und Begriff der Metaphysik in der Renaissance

3. Methodische Grundzüge nach Descartes

4. Kritik der alten Methode durch Locke, Hume und Kant

5. Transzendentale Metaphysik und das Ende der Metaphysik

6. Die drei Wege der neuen Philosophie

6.1 Neukantianismus

6.2 Positivismus

6.3 Geisteswissenschaft als Wissenschaft der inneren Erfahrung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert Wilhelm Diltheys Betrachtungen über das Wesen der Philosophie und untersucht, wie sich die philosophischen Formen in der modernen Zeit durch methodische Entwicklungen und den Wandel des Erkenntnisbegriffs verändert haben. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Philosophie nach dem Ende der Metaphysik ihren Platz als Wissenschaft der Wirklichkeit und des menschlichen Geistes legitimieren kann.

  • Historische Entwicklung des Metaphysikbegriffs
  • Methodenkritik an rationalistischen und positivistischen Ansätzen
  • Unterscheidung zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften
  • Der Stellenwert der inneren Erfahrung und des Erlebens
  • Die Rolle der Philosophie als Wissenschaft vom Menschen

Auszug aus dem Buch

Die drei Wege der neuen Philosophie

Hier unterscheidet Dilthey drei Wege: 1. den Neukantianismus, insbesondere repräsentiert von Helmholtz. Philosophie definiert sich hier in zwei Weisen: einerseits (ähnlich wie bereits Plato) als „Besinnung des Geistes über alle seine Verhaltensweisen, bis in deren letzte Voraussetzungen“, andererseits, dem entsprechenden Weltbegriff folgend, als „Wissenschaft von der Beziehung aller Erkenntnis auf die wesentlichen Zwecke der menschlichen Vernunft“. Dilthey hebt lobend hervor, dass der neukantianische Ansatz in etlichen Arbeiten den Zusammenhang zwischen Schul- und Weltbegriff der Philosophie herausgearbeitet hat.

2. den Positivismus, der besonders auf eine „Enzyklopädie der Wissenschaft“ abziele. Diltheys Kritik besteht darin, dass der Positivismus als Erkenntnistheorie, die von der „Positivität“ (Experiment, Erprobung, Eintreten vorausberechneter Wirkung) der Ergebnisse der Einzelwissenschaften ausgeht, den Gegenständen selbst keine neuen gegenständlichen Erkenntnisse hinzufügen und auch keine neuen Begründungszusammenhänge liefern kann. Aufgabe der Philosophie ist damit letztendlich, das Ganze der Wirklichkeit zur Erkenntnis zu bringen, indem sie die innere Beziehung der Einzelwissenschaften klärt. Die mittelalterliche Inventarisierung von Wissen wird zur modernen philosophischen Enzyklopädie, deren Grundlegung Bacon liefert. Über D´Alembert und Turgot entwickelt dann Comte seine „Philosophie Positive“ als System der historischen und systematischen gegenseitigen Abhängigkeit der Einzelwissenschaften.

3. die Philosophie als „Wissenschaft der inneren Erfahrung oder als Geisteswissenschaft“. Diese Geisteswissenschaft geht vom gesamten, also sowohl vom äusseren wie vom inneren Erfahrungsgehalt im Bewusstsein aus, strebt also über den Positivismus hinaus nach „Erfassung der Realität“ und entwickelt von dort aus u.a. die Entwicklung von Logik und Erkenntnistheorie. David Hume definiert auf diesem Hintergrund und in Anlehnung an die damalige Entwicklung der Psychologie in seinem Werk über die menschliche Natur die „wahre“ Philosophie als auf Erfahrung gegründetes Studium des Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Philosophiegeschichtliche Konkretisierung der Antike: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit des philosophiegeschichtlichen Rückblicks bei Dilthey und markiert den Übergang von der antiken Auffassung zur mittelalterlichen Religionsunterordnung.

2. Charakter und Begriff der Metaphysik in der Renaissance: Hier wird der Wandel des metaphysischen Verständnisses durch den Einfluss der aufkommenden Naturwissenschaften und die Suche nach Allgemeingültigkeit beschrieben.

3. Methodische Grundzüge nach Descartes: Dieses Kapitel erläutert die Einführung konstruktiver, naturwissenschaftlich orientierter Methoden in die Philosophie, die auf Evidenz und obersten Prinzipien basieren.

4. Kritik der alten Methode durch Locke, Hume und Kant: Hier wird die Unhaltbarkeit der klassischen metaphysischen Methode aufgezeigt, insbesondere durch Kants Differenzierung zwischen Evidenz und Anschauung.

5. Transzendentale Metaphysik und das Ende der Metaphysik: Dieses Kapitel analysiert Kants transzendentalen Ansatz und konstatiert das Scheitern der Metaphysik beim Versuch, eine Brücke zwischen Bewusstsein und objektiver Geltung zu schlagen.

6. Die drei Wege der neuen Philosophie: Dilthey gliedert die moderne Philosophie in den Neukantianismus, den Positivismus und die Geisteswissenschaft, um jeweils deren Stärken und Schwächen im Hinblick auf die Wirklichkeitserkenntnis zu prüfen.

Schlüsselwörter

Wilhelm Dilthey, Metaphysik, Philosophiegeschichte, Erkenntnistheorie, Positivismus, Neukantianismus, Geisteswissenschaft, Innere Erfahrung, Bewusstsein, Wissenschaftliche Erkenntnis, Einzelwissenschaften, Transzendentalphilosophie, Wirklichkeit, Menschliches Erleben, Konstruktives Verfahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit Wilhelm Diltheys Analyse des Wesens der Philosophie und seiner Untersuchung darüber, wie sich philosophische Methoden und Begriffsbestimmungen im Laufe der Geschichte, insbesondere in der Moderne, gewandelt haben.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Metaphysik, die methodischen Ansätze der Erkenntnistheorie sowie die Abgrenzung und Verknüpfung von Natur- und Geisteswissenschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Diltheys kritische Auseinandersetzung mit der metaphysischen Tradition und seine Einordnung der modernen philosophischen Strömungen nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor in der Arbeit?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung von Diltheys Werk „Über das Wesen der Philosophie“ durch, wobei er philosophiegeschichtliche Entwicklungen systematisch nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert erörtert?

Der Hauptteil widmet sich dem Übergang von der antiken Metaphysik über den Rationalismus und Kants Transzendentalphilosophie hin zur Einteilung der zeitgenössischen Philosophie in Neukantianismus, Positivismus und Geisteswissenschaft.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am treffendsten?

Wesentliche Begriffe sind Metaphysikkritik, Geisteswissenschaft, methodische Erkenntnis, subjektives Bewusstsein und die Erfassung der Realität durch Erfahrung.

Wie bewertet Dilthey den Positivismus im Vergleich zur Geisteswissenschaft?

Dilthey kritisiert am Positivismus, dass er der Wirklichkeit keine neuen Erkenntnisse hinzufügt, während er die Geisteswissenschaft als den Weg sieht, der vom gesamten inneren und äußeren Erfahrungsgehalt ausgeht, um Realität zu erfassen.

Warum ist laut Dilthey eine „unmetaphysische“ Philosophie notwendig?

Da die traditionelle Metaphysik laut Dilthey ihr Ziel, ein tieferes Verständnis der Welt durch ein vom naturwissenschaftlichen Verfahren unterschiedenes Verfahren zu erreichen, verfehlt hat, muss sich die Philosophie auf die wissenschaftliche Erkenntnis als solche konzentrieren.

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Details

Title
Wilhelm Diltheys Interpretation der Philosophiegeschichte in seinem Werk „Über das Wesen der Philosophie“
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Philosophie)
Course
Dilthey: Das Wesen der Philosophie
Grade
unbenotet
Author
Michael Veit (Author)
Publication Year
2013
Pages
4
Catalog Number
V265927
ISBN (eBook)
9783656556992
ISBN (Book)
9783656575344
Language
German
Tags
Hermeneutik Lebensphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Veit (Author), 2013, Wilhelm Diltheys Interpretation der Philosophiegeschichte in seinem Werk „Über das Wesen der Philosophie“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265927
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